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«Ich wollte gerade aus dem Stadion, als ich plötzlich einen lauten Knall hörte»

Nicola franzoni



Terroranschlag an Ariana-Grande-Konzert in Manchester

Bei dem Terroranschlag in der Manchester Arena, bei dem mindestens 22 Menschen ums Leben kamen, war auch Ella Riedel aus Blackpool. Die 18-Jährige hat den Selbstmordanschlag am Ariana-Grande-Konzert hautnah miterlebt.

Ella, wie hast du das Attentat erlebt?
Ella Riedel: Ich befand mich gerade im Gedränge der Konzertbesucher und wollte aus dem Stadion, als ich plötzlich einen lauten Knall hörte. Alle begannen zu rennen und wollten so schnell wie möglich aus der Arena. Der Security-Guard wies uns an, nicht zu rennen, weil er dachte, dass es lediglich ein Lautsprecher war, der kaputt gegangen sei und den Knall ausgelöst habe. Danach ging jedoch der Alarm los wegen all dem Rauch. Ich befand mich zum Glück nicht in der Nähe des Eingangs, wo die Bombe explodierte.

Hast du gleich gedacht, dass es eine Bombe war?
Nein, ehrlich gesagt habe ich nicht daran gedacht. Dass es sich um eine Bombe handelte, habe ich erst im Auto auf der Rückfahrt erfahren. Alle am Konzert sprachen von einem Lautsprecher, der angeblich explodiert sei. Ich hatte jedoch einen leisen Verdacht und hatte richtig Angst. Ich begann zu schreien, während wir aus der Arena rannten. Im Gedränge verlor ich meine Schwester, sie war gerade mit unserer Mutter am Telefon.

Als ich endlich aus dem Stadion gelangte, fand ich meine Schwester jedoch wieder. Sie war neben meiner Mutter, die bei den Autoparkplätzen auf uns wartete.

Image

Das Bild wurde von Ella ausgewählt.

Hast du Verletzte gesehen?
Nein, habe ich keine gesehen. Nur Blutspuren am Boden.

Wirst du wieder Konzerte besuchen?
Ich habe vorgehabt, kommenden Samstag ein weiteres Konzert in Manchester zu besuchen. Aber ich glaube, ich werde da nicht hingehen – jedenfalls nicht mehr für eine längere Zeit.

Wie ist die aktuelle Stimmung?
Es herrscht eine traurige Stimmung momentan, soviel ich gehört habe. Ich bin jedoch nicht mehr in Manchester, ich ging direkt wieder nachhause, ich konnte nicht länger in dieser Stadt bleiben. 

Ich fühle mich schrecklich. Ich konnte nicht einmal zur Schule gehen. Die Personen, die gestorben sind, und deren Familien tun mir unendlich leid. Ich bin am Boden zerstört.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tschakkaaa! 23.05.2017 17:45
    Highlight Highlight Ich möchte niemandem zu nahe treten, und kann mir nur vorstellen was es bedeutet so etwas schreckliches mitzuerleben...
    Ich kann mir nicht helfen, aber ein Schmollmund Selfie zu einem so ernsthaften Thema finde ich total unangemessen...Selbstdarstellung ist hier vollkommen falsch am Platz. Hinterlässt bei mir ein komisches Gefühl....
    • Echo der Zeit 23.05.2017 18:44
      Highlight Highlight Ich möchte niemandem zu nahe treten, und kann mir nur vorstellen was es bedeutet so etwas schreckliches mitzuerleben... jo ich hätte sie gerne getröstet die Arme.
  • Asmodeus 23.05.2017 17:24
    Highlight Highlight Da hat sich die liebe Ella Riedel aus Blackpool aber schnell selber ins Rampenlicht geschossen mit ihrem Selfie und ihrem Interview...

    Sorry für die "herzlose" Antwort. Aber das ganze Interview schreit mehr nach Selbstinszenierung als etwas Anderem.

    Besonders da die liebe Ella Riedel scheinbar Mitglied von Sixth Media zu sein scheint, einem Youtubechannel für "Creative Media Production Students".

    • opwulf 23.05.2017 18:12
      Highlight Highlight Sie ist noch jung - dont be to harsh on her
    • Asmodeus 23.05.2017 19:02
      Highlight Highlight Ich bin immer harsch zu Leuten die Tragödien für sich selbst ausschlachten.
    • Asmodeus 23.05.2017 19:05
      Highlight Highlight Ok. Eventuell übertreib ichs auch.

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