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«Nicht alle zu Nazis abstempeln» – so verteidigt Sahra Wagenknecht Wutbürger von Chemnitz

15.09.18, 14:02 15.09.18, 14:33

Timo Stein / watson.de



Sahra Wagenknecht will nicht mehr nur Partei sein. Deswegen hat sie gemeinsam mit Oskar Lafontaine die Bewegung «Aufstehen» ins Leben gerufen. Sie soll Menschen aus allen politischen Lagern einsammeln, um linke Mehrheiten im Land möglich zu machen. Aber kann eine Bewegung von oben funktionieren? Und wie links ist sie wirklich? Sahra Wagenknecht im watson-Interview

watson: Ihre neue überparteiliche Sammlungsbewegung segelt unter dem Motto «Aufstehen». Für Chemnitz galt das offensichtlich nicht. Warum waren Sie nicht dort?
Wagenknecht: Ich konnte an diesem Tag nicht. Ich finde auch nicht, dass sich Haltung gegen Rechtsradikalismus und Neofaschismus daran festmacht, dass man an einem bestimmten Tag in einer bestimmten Stadt ist.

65.000 Menschen zeigen in Chemnitz: #WirSindMehr

Video: watson/felix huesmann, marius notter, lia haubner

Das eine ist die körperliche Anwesenheit. Das andere ist, dass man aus ihrer Ecke so wenig dazu gehört hat.
«Aufstehen» hat sich ja schon in unserem ersten Trailer zu diesen Fragen geäussert: zur Gefahr für die Demokratie, zur wachsenden Intoleranz und dem Nährboden dafür. Initiatoren von «Aufstehen» waren in Chemnitz. Wir werden auch bald soweit sein, dass wir auf der Strasse sichtbar werden. Letztlich verantwortlich für die zunehmende Spaltung der Gesellschaft, für wachsende Unsicherheit und in der Konsequenz auch für Chemnitz ist die Bundesregierung und Frau Merkel als Kanzlerin der Alternativlosigkeit. Weil viele Menschen sich von der herrschenden Politik im Stich gelassen fühlen, wenden sie sich von der Demokratie ab und werden ansprechbar für rechte Demagogie.

Moment. Merkel ist also schuld? Verantwortlich sind doch zunächst einmal die Rechten, die Nazisymbole zeigen und Andersdenkende jagen. Und die, die da mitmachen. Keine Frustration dieser Welt rechtfertigt Rechtsextremismus und Gewalt.
Natürlich nicht. Aber es geht nicht um die Nazis, die auf der Strasse den Hitlergruss zeigen und Jagd auf Andersaussehende machen. Die sind ein Fall für den Rechtsstaat. 

Es geht um die vielen, die heute AfD wählen und teilweise auch zu Demos gehen, die aus dem AfD-Umfeld organisiert werden. Wer sie alle zu Nazis abstempelt, macht es sich viel zu einfach. Denn viele von ihnen haben noch vor wenigen Jahren SPD oder Linke gewählt.

Demonstrationen im Chemnitz:

Es stand in Ihrer Fraktion ein Antrag zur Diskussion, in dem man sich solidarisch mit solchen Spontanprotesten gegen rassistische Aufmärsche wie in Chemnitz zeigen wollte. Sie haben nicht zugestimmt. Warum?
Ich habe nicht dagegen gestimmt. Aber ich fand es schon befremdlich, jetzt einen Beschluss zu fassen, in dem man «Bewegungen» unterstützt und ausgerechnet die grösste Bewegung, die gerade entstanden ist, «Aufstehen» mit 140'000 Mitstreitern, nicht zu erwähnen.

Das heisst also, wäre die Bewegung erwähnt worden, hätten Sie zugestimmt?
Ja. Ich will ja, dass wir die Strasse von Pegida und den Rechten zurückerobern. Aktuell wird die Bundesregierung permanent von rechts unter Druck gesetzt. Wir brauchen endlich wieder eine Bewegung mit sozialen Forderungen auf der Strasse.

Man könnte Ihre Zurückhaltung zu #wirsindmehr aber auch anders interpretieren: Diejenigen, die aus Protest gegen Merkels Flüchtlingspolitik auf die Strasse gehen, sind interessanter für Ihre Bewegung als die 65'000, die sich unter #wirsindmehr nach Chemnitz aufmachten.
Nein. Ich möchte verhindern, dass Menschen aus Wut und Unzufriedenheit den Rechten auf dem Leim gehen. Es ist eine beängstigende Entwicklung, wenn eine Demonstration, in der Nazis mitmarschieren, 7000 Menschen erreicht. Das gab es früher nicht, und damit will ich mich nicht abfinden.

Kaum eine Partei hat so viele Wähler an die AfD verloren wie die Linke. Allein im Osten 400'000. Gerade dort, wo die politischen Milieus weniger gefestigt sind und die Bindung an Parteien weniger stark ist, gibt es einen riesigen Markt für Protestwähler. Die wollen sie auch für Ihre Bewegung gewinnen?
Rassismus und Fremdenhass haben bei uns keinen Platz. Aber natürlich will ich, dass sozialer Protest wieder dahin geht, wo er hingehört, nach links. Und zum Glück gibt es noch keine verfestigten AfD-Milieus. Vielfach sind das Leute, die bei der letzten Wahl noch die Linke gewählt haben oder beispielsweise im Ruhrgebiet die SPD. Wir sollten aber nicht nur über die reden, die AfD wählen, sondern auch über die, die aus Enttäuschung gar nicht mehr wählen. Die sich von der herrschenden Politik genauso betrogen fühlen, und dazu auch allen Grund haben. Wenn sich immer mehr Menschen von der Demokratie abwenden, ist das eine gefährliche Entwicklung.

Ist es nicht auch gefährlich, permanent ein negatives Bild von Politik zu zeichnen? Erklärtes Ziel Ihrer Bewegung ist es doch, Vertrauen in die Politik zurückzugewinnen. Schafft man Vertrauen in eine Sache, in dem man sie permanent in Frage stellt und sagt, die da oben sind verlogen?
Aber die Regierenden haben doch die Leute immer wieder belogen. Sie haben wieder und wieder Versprechungen gemacht, die nach der Wahl vergessen waren. Ich bin nicht angetreten, um die merkel’sche Politik schönzureden. Es ist doch die Realität, dass Wirtschafts- und Finanzlobbyisten in den letzten Jahren viel mehr Einfluss auf politische Entscheidungen hatten als normale Bürger. Das hat zu einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft geführt. Wenn die Politik Vertrauen zurückgewinnen möchte, muss sie sich ändern.

Viel Kritik gegen Ihre Bewegung kommt aus den eigenen Parteireihen. Katja Kipping wird sich nicht anschliessen. Der Bundesvorstand ist mehrheitlich dagegen. Der Thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow nannte «Aufstehen» eine Online-Bewegung und hält sie für einen Fehler. Sie wollen doch eigentlich einsammeln und verbinden und spalten gerade in dieser Frage die eigene Partei. Kein schlechtes Gewissen?
Ich spalte die Partei nicht. Jeder linke Politiker sollte sich wünschen, dass in der Gesellschaft mehr Druck für soziale Forderungen entsteht. Allein haben wir ja offensichtlich nicht die Macht, eine Wende hin zu mehr sozialem Zusammenhalt durchzusetzen. Dass einzelne aus der Linken gesagt haben, sie wollen das Projekt nicht, hat 140'000 Menschen nicht davon abgehalten, sich bei uns anzumelden. Es ist jetzt an uns, unter Beweis zu stellen, dass «Aufstehen» keine reine Online-Bewegung ist. Wir müssen natürlich auch auf der Strasse sichtbar werden. Nur dann kann man gesellschaftlichen Druck entfalten.

Und so soll aufgestanden werden:

Video: YouTube/faz

Alle wollen heute «Bewegung» sein. Macron in Frankreich oder Podemos in Spanien haben es vorgemacht. Auch Donald Trump setzte früh auf die Tea-Party-Bewegung und spielte die Karte des Anti-Politikers. Wenn alle Bewegung sein wollen, wer ist dann noch Partei?
Dass die Parteien viele Menschen nicht mehr erreichen, hängt ja mit ihrer Politik zusammen. Vor allem die grossen Parteien sind ununterscheidbar geworden und stehen inzwischen alle für Sozialabbau und staatliche Reichtumspflege. Ob Olaf Scholz oder früher Wolfgang Schäuble als Finanzminister, es ist im Kern die gleiche Politik. Das stösst viele ab. FDP und Grüne sind Teil dieses Mainstreams. Das erzeugt bei den Menschen ein Gefühl von Alternativlosigkeit und Erstarrung. „Aufstehen“ bietet die Chance, eine wirkliche Gegenkraft aufzubauen. Und ich wünsche mir, dass die Menschen die Hoffnung zurückgewinnen, dass man Politik verändern kann. Denn die scheinbare Alternativlosigkeit ist die grosse Lüge der herrschenden Politik.

Ist das nicht Etikettenschwindel? Bewegung steht drauf, Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht sind drin. Mehr Establishment geht nicht. Sollte eine Bewegung nicht von unten entstehen?
Wir sind nicht Teil des neoliberalen Establishments, das Löhne und Renten kürzt und die Superreichen in Watte packt. Im Übrigen hat «Aufstehen» 80 Initiatoren. Darunter bekannte Köpfe aus der SPD, von den Grünen, aber auch viele Schriftsteller, Schauspieler, Künstler, Gewerkschafter, die überwiegend parteilos sind und sich für die Bewegung einsetzen.

Klingt auch sehr elitär.
Ich weiss nicht, was etwa an der Gewerkschafterin Susi Neumann, die ihr Leben lang hart gearbeitet und sich gleichzeitig für andere eingesetzt hat, elitär sein soll. Das sind alles Menschen, die sich für eine sozialere Politik und die Wiederherstellung der Demokratie engagieren. Laut Umfragen wünscht sich die Mehrheit in Deutschland mehr sozialen Zusammenhalt, höhere Löhne, bessere Renten, weniger Renditedruck. Und trotzdem hat die Politik andere Entscheidungen getroffen.

Es ist interessant, dass Sie Umfragen ins Spiel bringen und auf Mehrheiten abzielen. Wann sind Sie eigentlich Mainstream geworden?
Der «Mainstream» unter den Menschen ist ein anderer als der Mainstream der Politik. Wenn ich mir ansehe, dass die Mehrheit in Deutschland eine sozialere Politik will, dann finde ich das sehr ermutigend. Das zeigt ja, dass wir keinen rechten Zeitgeist haben. Dass wir eine Mehrheit haben, die das unterstützt, was mal klassische linke Politik war. Das Schlimme ist, dass wir trotz dieser Mehrheitsverhältnisse in den Parlamenten eine immer stärkere Rechte bekommen. Die AfD hat ja überhaupt kein Interesse, sich für mehr Gerechtigkeit in Deutschland einzusetzen. Das ist überhaupt nicht ihr Thema. Deshalb muss man diesem Trend entgegenwirken.

Viel diskutiert wird Ihre Position in der Flüchtlingspolitik. Kann es sein, dass Sie, weil Sie in Ihrer Partei keine Mehrheit für ihren Kurs haben, sich jetzt eine ausserhalb der Partei suchen?
Erstens: Welche Mehrheiten es in der Linken dazu wirklich gibt, weiss keiner. Nach meinem Gefühl hat eine Position, wie ich sie vertrete, starken Rückhalt. Nämlich, dass wir das Asylrecht verteidigen – und zwar ohne Wenn und Aber, wer verfolgt wird, muss Schutz bekommen. Ansonsten aber muss Zuwanderung reguliert und begrenzt werden. Bei Arbeitsmigration muss darauf geachtet werden, dass sie nicht zu Lohndumping führt. Viele Flüchtlinge, soweit sie überhaupt schon Arbeit bekommen haben, werden in der Leiharbeit eingesetzt. Das ist ein Instrument der Lohndrückerei. Und auch Wohnungen sind nicht unbegrenzt vorhanden, zumal in Deutschland der soziale Wohnungsbau seit Jahren reduziert wurde.

Soziale Konflikte und Wohnungsnot gibt es nicht erst seit 2015. Sie warnen vor Kontrollverlust und offenen Grenzen. Kann ein Sozialstaat ihrer Auffassung nach nur geschlossen funktionieren?
Es gibt doch nicht nur die Alternative komplett offene Grenzen oder totale Abschottung. Eine vernünftige Position liegt natürlich dazwischen. Und wir sollten auch immer bedenken, welche Folgen unsere Politik in den Herkunftsländern hat. Zurzeit läuft sie darauf hinaus, dass wir armen Ländern ihre qualifizierte Mittelschicht abwerben, dass wir etwa ihre Ärzte hierher holen – als ob es dort keine Kranken gäbe. Wir wälzen die Ausbildungskosten auf arme Länder ab. Das ist völlig verantwortungslos und hat nichts mit Internationalismus zu tun.

Von Ihnen stammt der Satz: «Wer Gastrecht missbraucht, hat Gastrecht verwirkt.» Eine Art moderne Variante von «Kriminelle Ausländer raus». Ihr wird heute kaum noch von einer Partei widersprochen…
Zwischen beiden Aussagen liegen Welten. Der Begriff Gastrecht ist natürlich kein juristischer Begriff und ich habe das nicht wiederholt, weil es missverstanden wurde. Aber dass sich jeder, der sich im Land aufhält, an die hier geltenden Regeln halten muss, finde ich keinen übertriebenen Anspruch. Wenn Zuwanderer das nicht tun, verstärken sie fremdenfeindliche Ressentiments, und genau das sollte Linken nicht gleichgültig sein.

Wenn sich Einzelne kriminell verhalten, ist das doch keine Legitimation dafür, einen Generalverdacht für eine ganze Gruppe auszusprechen.
Das tut ja auch keiner. Und noch einmal: Den von Ihnen angesprochenen Gastrecht-Satz habe ich einmal gesagt, nach den Ereignissen in der Silvesternacht 2015 in Köln, die zu einem massiven Stimmungsumschwung geführt haben.

Muss man dann nicht gegen die Stimmung ankämpfen statt gegen Flüchtlinge?
Wer kämpft gegen «die» Flüchtlinge? Aber es ist doch so. Wenn es solche Ereignisse gibt, wenn sie sich womöglich häufen, dann haben Rechte leichtes Spiel. Ich möchte nicht, dass dieses Land von Hass und Intoleranz geprägt wird.

Und in Deutschland gibt es heute in vielerlei Hinsicht einen Kontrollverlust des Staates.

In Chemnitz wurden Menschen gejagt und die Polizei war nicht zur Stelle. Sie ist personell vielfach nicht in der Lage, Sicherheit zu garantieren. Das führt zu Ängsten, von denen letztlich die AfD profitiert.

Sie haben als Linke traditionell auf allen Politikfeldern Utopien oder sagen wir: Maximalpositionen. Raus aus der NATO, Reichtum für alle, etc. Ausgerechnet in der Flüchtlingsfrage sprechen Sie immer von Realismus. Wie geht das zusammen?
Es ist möglich und nicht unrealistisch, sich dagegen zu wehren, durch die NATO und Trump in immer neue Kriege hineingezogen zu werden. Ich strebe eine Welt an, in der der Wohlstand relativ ausgeglichen verteilt ist und dann tatsächlich offene Grenzen funktionieren. Als Perspektive ist das mein Ziel, aber komplette Freizügigkeit heute würde uns einer gerechteren Welt keinen Schritt näher bringen. Die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich ist offen. Das ist ein Freiheitsgewinn, weil das Wohlstandsniveau ähnlich ist und diese Offenheit nicht zu massiven Abwanderungen führt. Aber die Ärmsten dieser Welt haben von offenen Grenzen nichts. Wer im Jemen hungert, wer in der Sahel-Zone hungert, der hat keine Chance, nach Europa zu kommen. Stattdessen kommen die Mittelschichten. Das macht diese Länder noch ärmer. Und es erlaubt der hiesigen Wirtschaft, Ausbildungskosten zu sparen und Löhne zu drücken.

So erklärt der Pro-Chemnitz-Organisator die Hitlergrüsse

Video: watson/watson.de

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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113
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113Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sophia 16.09.2018 15:35
    Highlight Ich bin auch eine enttäuschte! Habe mir noch kurz vor den Pension einen Diesel gekauft, um ihn dann bis an mein Autofahrende zu fahren. Die deutsche Politik lässt -besonders der Scheurer- mich völlig im Stich. Der bringt laufend die aller verrücktesten Argumente gegen eine Aufrüstung, weil das die Autobranche zu sehr belasten würde! Der Kerl ist doch gekauft, die Gesundheit der Menschen interessiert ihn einen Dreck!
    Aber, bin ich deswegen eine Wutbürgerin, nein, denn ich weis, dass eine Demokratie nur funktioniert, wenn alle von ihren Maximalforderung Abstand nehmen.
    3 3 Melden
  • thomz 16.09.2018 12:26
    Highlight Ich gehe oft auf youtube unf schaue mir Reden von Sahra Wagenknecht an. Die Frau ist eloquent, direkt und spricht mir meist aus der Seele. Ich mag sie einfach.
    17 4 Melden
  • pachnota 15.09.2018 22:11
    Highlight Lustig. Es braucht offenbar eine linksaussen Wagenknecht, damit viele linke Kommentatoren ihr Unbehagen gegenüber der Migration äussern können.
    58 29 Melden
    • Sophia 16.09.2018 15:58
      Highlight Falsch verstanden, Pachnota! Ich kennen nicht einen Kommentator, der nur wegen der Sahra den Mund aufmachte! Ich glaube fest, dass du das falsch siehst. Die Mirgrationspolitik wird von über 80% der Deutschen für richtig gehalten. In der Demokratie sollte doch die Mehrheit den pol. Kurs bestimmen! Die Sahra geht mir hier zu weit, ich glaube sie macht in Populismus! Wegen einigen wenigen, die wirklich ernsthaft Angst haben und das Ausmass der Probleme mit der Migration weit überschätzen und die auf den Strassen herumgrölen muss man seine Politik nicht ändern. Ängste gehören in die Arztpraxis.
      10 15 Melden
    • Rabbi Jussuf 16.09.2018 18:14
      Highlight Sophia
      Würde mich schon wundern, wo du die 80% Zustimmung ausgegraben hast.
      Das Gegenteil dürfte weit näher an der Realität liegen.
      13 5 Melden
    • pachnota 16.09.2018 19:34
      Highlight Reale Ängste aber sind eine wichtige Warnung.
      12 5 Melden
  • Echo der Zeit 15.09.2018 20:33
    Highlight Nicht alle als Nazis Abstempeln ! Aber solche die es sind schon -
    http://www.bernerzeitung.ch/ausland/europa/polizei-nimmt-buergerwehrmitglieder-in-chemnitz-fest/story/26779449
    25 31 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 15.09.2018 19:27
    Highlight Mein Eindruck ist ja, dass es den Leuten in Deutschland gut geht. Und der Zugang zu Arbeit im niederschwelligen ersten Arbeitsmarkt heute sogar besser ist als bei uns (das ist enorm wichtig, um armutsgefährdete Menschen einzubeziehen). Zudem gibt es neuerdings einen Mindestlohn, dessen stetige Erhöhung vorgesehen ist. Aber um Fakten geht es vermutlich nicht.

    Ich halte Frau Wagenknecht für eine Populistin. Ausserdem mag ich keinen Kollektivismus.

    Dass sie schlau und eloquent ist, möchte ich aber nicht abstreiten.
    28 79 Melden
    • Schlingel 16.09.2018 00:32
      Highlight Deutschland ist wirtschaftlich tief gespalten. Im Osten sind die Löhne tief, die Arbeitslosenquote hoch, die Menschen dadurch unglücklicher. Verallgemeinern kann man die Situation in Deutschland daher ganz und gar nicht.
      32 6 Melden
    • Eine_win_ig 16.09.2018 07:57
      Highlight Naja die Verallgemeinerung Deutschlands auf einen Nenner ist genau so wenig hilfreich wie die Reduktion aller Protestierenden auf "Alles Nazis". Da gibts bei beiden Themen grosse Unterschiede.
      14 2 Melden
  • Julian Roechelt 15.09.2018 19:23
    Highlight So sieht guter Journalismus aus!
    Und morgen erwarte ich ein ähnlich aufmüpfiges Interiew mit der Bundeskanzlerin.
    33 17 Melden
  • Stab 15.09.2018 19:14
    Highlight Soso, Nationale und Sozialisten zielen auf die gleichen potenziellen Wähler ab. Die sollten sich zusammentun. Der Parteiname hätten einen Wiedererkennungswert.😅
    23 25 Melden
  • Fulehung1950 15.09.2018 18:17
    Highlight Wagenknecht trifft es genau. Auch bei uns in der CH hat die Linke jahrelang den Fehler gemacht, zu meinen, jeder dürfe zu uns kommen. Ungeachtet dessen, ob er nun einen echten Asylgrund hat oder nicht.

    Diese Haltung treibt die Wutbürger geradezu in die Arme der SVP.

    Es geht v.a. darum, dass man in der Dritten Welt mit der Ausbeuterei aufhört und die Gewinne aus Rohstoffen belässt, wo sie hingehören. Es muss aufhören, die Machthaber zu korrumpieren und mit Waffen zu beliefern, damit sie „uns“ den freien Diebstahl von Rohstoffen sichern. Das wäre der richtige Schritt.
    69 19 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 19:19
      Highlight Wie recht Du hast. ABER Dein Kommentar passt nicht zusammen. Die Linken die ich kenne lassen nicht einfach jeden rein, sie haben Verstädnis dass die Menschen auch aus ökonomischen Gründen kommen weil sie eben sich bewusst sind dass diese Länder ausgebeutet werden. Ich finde es scheinheilig von den Rechten zu hören, dass man Wirtschaftsmigranten nicht berücksichtigen soll, die hätten je keinen Grund zu flüchten und dabei aber alles was in Richtung von einer Einschränkung der Wirtschaft geht, um eben diese Migranten nicht zu generieren, abblockt.
      30 69 Melden
    • pachnota 15.09.2018 21:55
      Highlight ...Und, was Wagenknecht eben sagt.
      Wer Gastrecht verwirk, fliegt raus.
      40 16 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 22:55
      Highlight @auch Pachnota, es geht doch nicht um die die das Gastrecht verwirken. Esvghet darum diese Menschen die Schönheit längerem sind zu integrieren und das braucht einen hohen Einsatz den nur wenige leisten mögen. Ein Teil der Fehltritte sind durch die mangelnde Bildung und die Tieflohn Sitaution bedingt, so wie dies auch bei einheimischen ist und auch bleiben wird wenn man nichts dagegen unternimmt. Wirtschaftlich Abgehängte sind ein Problem bei den einheimischen und den Migranten. Schau Dir einmal die Rechte Szene in Deutschland an und dann kannst Du wider berichten.
      16 39 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 22:57
      Highlight @pachnota; Die Wagenknecht hat zB auch gesagt dass die Ungleichheiten ein Grundübel sind, dass fehlende Bildung und tiefe Löhne zu bekämpfen sind und vieles mehr was ich noch nie von Dir gehört habe. Die Ohren für eine umfassende Beurteilung öffnen und nicht nur selektiv hinhören.
      29 25 Melden
    • pachnota 16.09.2018 19:38
      Highlight Franco
      Du willst die Wirtschaftsmigranten auch nehmen?
      Erklär mir mal, wie du eine Milliarde aus Afrika hier integrieren willst?
      Bitte keine Floskeln.
      10 8 Melden
    • FrancoL 16.09.2018 20:25
      Highlight @Pachnota: Erklär mir einmal wo ich geschrieben habe dass ich ALLE Migranten aus Afrika nehmen möchte.
      Ich versuche es nochmals etwas einfacher für Dich darzustellen:
      Die Linken und auch S. Wagenknecht sehen in der Ausbeutung der 3.Weltländer eine Ursache für die Flucht aus diesen Ländern und es ist deren Bestreben diesen Fluchtgrund zu minimieren um in Zukunft keinen Migrationsexodus zu erzeugen.
      Die rechten Kreise wollen sich einfach abschotten und erwähnen heuchlerisch dass die Hilfe vor Ort zu verstärken sei. Es ist ein Teilaspekt unseres Systems auszubeuten, das gilt es zu bekämpfen.
      8 6 Melden
  • kafifertig 15.09.2018 17:41
    Highlight Es bahnt sich eine italienische Hochzeit in Deutschland an.
    Wie romantisch!
    15 30 Melden
    • Maracuja 15.09.2018 19:25
      Highlight @kafifertig

      Die Romanze wird wohl dann ein Ende finden, wenn der Bräutigam realisiert, wie teuer diese Hochzeit wird.
      18 8 Melden
    • Juliet Bravo 15.09.2018 19:39
      Highlight A true romance na klar! Das bezweifle ich. So wie sich die AfD momentan positioniert, gewinnt sie keinen Koalitionspartner. Den braucht sie aber, um wie Salvini (oder auch Strache) überhaupt in die Regierung zu kommen.
      17 12 Melden
  • swisskiss 15.09.2018 17:37
    Highlight Es erstaunt schon, wie einfach man sozialistische Grundsätze dem Volk verkaufen kann, sobald man sich populistischer Rhetorik bedient, dem "besorgten Bürger" verständnisvoll übers Köpfchen streichelt und wie bei allen Populisten, die mangelnde Wahrnehmung des Volk der politischen "Elite" kritisiert.

    Wenn es nur darum geht, dem Bürger das Gefühl zu geben verstanden zu werden und für voll genommen zu werden, kann man offensichtlich JEDE Ideologie, sei sie noch so extrem und fundamental ideologisch, im Volk verankern.

    DAS ist Politik der Emotionalität, die nun Links und Rechts betreiben.
    26 60 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 19:26
      Highlight Du holst Dir mit einer einfachen und wahren Aussage in den letzten Monaten keine Herzen ab, aber Du kannst Dir sicher sein, dass die Blitze Deine Annahme stützen.
      Wir sind in einem Zeitalter angekommen wo einfache Lösungen einfach nicht drin liegen, keine Verbesserung und Nachhaltigkeit bringen. Und genau in dieser Zeit verlangt aber der Durchschnittsbürger einfache Lösungen am besten noch mit einem Strauss von Schuldigen garniert. Die Rechnung wird aber nicht aufgehen, weil die Probleme eben nicht einfach zu lösen sind und von jedem von uns einen Einsatz bedingen.
      23 41 Melden
    • Maracuja 15.09.2018 19:40
      Highlight @swisskiss: DAS ist Politik der Emotionalität

      Stimmt. Vor allem ist es auch antiaufklärerische Politik, die den Wähler als unmündiges Wesen betrachtet, das von einer bösen Elite in die Arme populistischer Parteien, Wutbürgerdemos getrieben wird und für seine eigenen Entscheidungen (wählen extremistischer Partei, gemeinsam demonstrieren mit Neonazis) keine Verantwortung trägt.
      14 17 Melden
    • Juliet Bravo 15.09.2018 19:51
      Highlight Ist dir schon mal aufgefallen, dass Salvini sehr oft beim essen gezeigt wird? Auch Symbolpolitik.

      12 19 Melden
    • _kokolorix 15.09.2018 19:55
      Highlight Der Bürger will nun mal liebevoll gestreichelt werden und um gottes Willen nicht mit der komplexen Realität konfrontiert werden, das schleckt keine Geiss weg.
      Die Gesinnung die hinter der politischen Bewegung steht ist entscheidend. Ist es die Rechte, welche diesem Bürger einredet, das Problem sei diese 2% Flüchtlinge welche etwa 0.05% vom Kuchen abkriegen, oder ist es die Linke, welche schüchtern darauf hinweist, dass 2% der Bevölkerung 70% der Sachwerte ihr Eigen nennt und so kein demokratischer Staat betrieben werden kann?
      Zu kompliziert? Willkommen im Klub der Wutbürger!
      18 16 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 20:03
      Highlight @Kokolorix; Richtig heute ist man weniger denn je bereit die Komplexität der Zeit zu sehen, man setzt auf einfache Schuldzuweisungen und einfache Verurteilungen.
      21 20 Melden
    • Juliet Bravo 15.09.2018 20:25
      Highlight Richtig und genau darum sitzt Salvini im TV immer an reich gedeckten Tischen und futtert - da werden alle wohlig warm und satt, wie an Nonnas Tavola. It‘s psychology, stupid. So funktioniert, was Max Weber Charismatische Herrschaft nennt.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Charismatische_Herrschaft?wprov=sfti1
      9 15 Melden
    • Echo der Zeit 15.09.2018 20:47
      Highlight Salvini Zelebriert das - der Genussmensch/Lebemann, kommt Gut an. Ich Frag mich manch, ob es vom Konsum kommt bei uns in der Westlichen Welt - Konsumverblödung.
      12 15 Melden
    • Rabbi Jussuf 16.09.2018 11:34
      Highlight swisskiss
      Stimmt. Das gilt für alle Seiten.
      Wobei die Linke etwas komplizierter agiert: Sie baut einen Popanz auf, auf den man eindreschen kann/soll um seine Wut abzureagieren und hintenrum kommt das moralische Getue von Gleichheit für alle: (WirSindMehr)
      2 9 Melden
    • Juliet Bravo 16.09.2018 18:45
      Highlight Naja wenn du auf andere eindreschen „musst“, hast du wohl ein Problem, deine Aggressionen zu kontrollieren🙈
      7 3 Melden
    • FrancoL 16.09.2018 19:16
      Highlight @Rabbi: Und wer genau wäre dieser Popanz den die Linken aufbauen? Schau aber dass bei der Nennung nicht einen Popanz anführst, der sich selbst zum Affen macht.
      Und etwas Moral täte allen gut, vor allem denen die sich immer durch etwas gar einseitigen Blickwinkel auszeichnen.
      7 3 Melden
    • Rabbi Jussuf 16.09.2018 21:32
      Highlight FrancoL
      Wenn du lesen kannst, findest du es selbst heraus.
      Und nein, auf diese halb religiöse Moral kann ich gerne verzichten. Sie ist es, die in den Abgrund führt.
      Ein Popanz macht sich nicht zum Narren, er ist einer...
      2 5 Melden
    • FrancoL 16.09.2018 23:35
      Highlight @Rabbi; Wie üblich wenig Aussage, sehr viel Rauch und dann wieder einmal einen Ausrutscher in die Religionsebene. Moral hat null und nichts mit Religion zu tun, aber Du kannst wohl nicht aus Deinem etwas kindlichen Schema raus, schade.
      5 3 Melden
    • Rabbi Jussuf 17.09.2018 10:12
      Highlight FrancoL
      Moral hat viel mit Religion zu tun, aber auch mit Ideologie. Moral ist das Geschäft mit Gut und Böse.
      Wenn du schon Fragen stellst, dann doch bitte nicht über Sachen, die bereits vorab beantwortet wurden. Das macht den Eindruck, dass da jemand die Texte nicht ganz versteht.
      3 5 Melden
    • mogad 17.09.2018 10:57
      Highlight @swisskiss@francol. Die Blitze kommen ev. daher, dass swisskiss S.W. Heuchlerei und Volksverführung unterstellt, weil sie bezügl. der Migration eine Meinung vertritt die dem swisskiss nicht gefällt. Das sollte der linke francol, den ich sehr schätze doch durchschaut haben. Wir sind uns alle einig: An erster Stelle kommt die Bekämpfung der Fluchtursachen.
      2 0 Melden
    • FrancoL 17.09.2018 15:25
      Highlight @mogad; Ich bin da mit swisskiss allerdings fast einig. Wagenknecht fährt da eine gefährliche Schiene, die schnell einmal als Heuchelei verstanden werden kann, dies aus dem einfachen Grund dass Wagenknecht plötzlich sich auf ein Teilaspekt beschränkt und die anderen Aspekte (also die Gründe) etwas in den Hintergrund treten lässt, doch das ist für mich als linker ein mehr als gefährlicher Weg, denn nun wird sie gerade von der rechtsnationalen Seite in Teilaspekten zitiert die ihre Identität bei weitem nicht treffen. Die Bekämpfung der Ursachen sollte auch bei engen Situationen Vorrang haben.
      5 0 Melden
    • FrancoL 17.09.2018 15:28
      Highlight @Rabbi; Ja wenn man Moral an Religion und Ideologie festmacht könnte man langfristig auf dem Holzweg sein. Deine Sache!
      4 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 17.09.2018 16:05
      Highlight "An erster Stelle kommt die Bekämpfung der Fluchtursachen."
      Leider nein.
      Weil wir die Situation mit Migranten/Flüchtlingen in Europa überhaupt nicht unter Kontrolle haben. Das wiederum rührt zu einem guten Teil daher, dass wir die Mentalität vieler Kulturen nicht verstanden haben. Solange es da nicht vorwärts geht, nützt "die Bekämpfung der Ursachen" nichts.
      Das mindestens hätte man schon längst gelernt haben können, angesichts fruchtloser, manchmal sogar den Status quo zementierender Entwicklungshilfe.
      Bis dahin ist "Bekämpfung der Ursachen" nur eine weitere leere Worthülse.
      1 4 Melden
    • FrancoL 17.09.2018 18:30
      Highlight @Rabbi; Was redest Du von Entwicklungshilfe, dem ewig gestrigen Instrument um die Lage vor Ort zu stabilisieren und zu verbessern. Das zeigt einmal mehr wie Welt fremd Du denken magst. Wir müssen uns vom Instrument der Entwicklungshilfe wegbewegen hin zu einer fairen Behandlung dieser Länder, hin zur klaren Stellungnahme zu Korruption und Vetternwirtschaft. Wir müssen nicht deren Entwicklung fördern sondern Ihnen nicht Ihre Entwicklungsmöglichkeiten nehmen. Die Entwicklungshilfe wie bis heute getätigt ist nichts anderes als ein Geschäft und darum funktioniert sie nicht.
      5 0 Melden
    • FrancoL 17.09.2018 18:35
      Highlight @Rabbi; es wäre das erste mal dass eine Bekämpfung von Gründen nichts fruchten würde. Nur müssen die richtigen Mittel eingesetzt werden und das tun wir zur Zeit nicht.
      Das heisst aber nicht, dass wir hier uns im nichts Tun üben sollen, aber es heisst auch nicht dass wir hier uns im Wettlauf hingeben müssen, wer denn am besten auf die Schuldigen zeigen kann.
      Wir müssen die verpassten Chancen nachholen, denn wir können nicht einige Mio. Migranten nach Hause schicken. Es gilt Perspektiven zu schaffen und dies nicht nur für Migranten sondern auch für die einheimischen Tieflohnsektoren.
      1 0 Melden
    • FrancoL 17.09.2018 18:40
      Highlight @Rabbi; Das Hauptproblem und das sieht man vorbildlich in Deutschland aber auch in Italien liegt in der Unzufriedenheit der eher schlechter bezahlten Schichten, dh es ist ein sozial-wirtschaftliches Problem. Die Unzufriedenheit basiert auf der Perspektivlosigkeit derjenigen die sich bedroht füllen und derjenigen die als Bedrohung empfunden werden. Beide Seiten müssen mit einer "Verbesserung" bedacht werden, doch dies ist wohl kaum im Sinne der neoliberalen Kräfte, darum gucken die lieber zu wie sich die beiden benachteiligten Schichten den Kopf einschlagen.
      5 1 Melden
    • Maracuja 17.09.2018 19:23
      Highlight @Rabbi Jussuf: dass wir die Mentalität vieler Kulturen nicht verstanden haben

      Menschen sind nicht nur von ihren Kulturen geprägt, sondern von vielen weiteren Faktoren (Bildung, soziale Lebensumstände, Weltanschauung). Alle, die aus dem selben Land/Kulturkreis stammen, mit dem Etikett einer bestimmten Mentalität auszuzeichnen ist höchst unfair. Kenne persönlich einige Westafrikaner, die in UK oder USA beachtliche Karrieren gemacht haben.
      5 0 Melden
    • Maracuja 17.09.2018 19:34
      Highlight @FrancoL: Die Unzufriedenheit basiert auf der Perspektivlosigkeit derjenigen die sich bedroht füllen und derjenigen die als Bedrohung empfunden werden.

      Es scheint mir einen Unterschied zu machen, ob die Perspektivlosigkeit nur die eigene Person betrifft oder auch die Nachkommen. In diesem Punkt steht die Schweiz im Vergleich zu gewissen Nachbarländern noch gut dran und sollte darauf achten, dass dies so bleibt.
      2 1 Melden
    • Maracuja 17.09.2018 19:46
      Highlight @Rabbi Jussuf, FrancoL

      Afrika braucht weniger Hilfe als Investitionen, faire Handelsbedingungen und internationalen Kampf gegen Steuertricks/-Schlupflöcher. Immerhin sorgt die chinesische Konkurrenz dafür, dass wieder mehr Investitionen geplant werden, z.B. https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/nigeria-und-ghana-volkswagen-baut-produktion-in-afrika-auf/22980950.html
      Daran dass klare Stellungnahme gegen Korruption/Vetternwirtschaft etwas bewirken, habe ich hingegen Zweifel, man wird dieses Problem ja auch in Teilen von Europa kaum los.
      1 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 17.09.2018 19:48
      Highlight Maracuja
      Klar gibt es solche, die Karriere gemacht haben, aber eben nicht in ihrem Herkunftsland.
      Es gibt immer Leute, die sich aus ihrer Kultur lösen können. Das bestreitet doch niemand. Nur sind das in der Regel nicht die, welche Integrationsmassnahmen benötigt hätten.
      Es ist nicht unfair eine Mentalität zu bezeichnen. Wenn man genau hinschaut sieht man schon, wo jemand sozialisiert wurde. Das nicht zu machen führt u.a. dazu, dass man eine fremde Kultur nicht versteht, egal um welche soz. Schicht es geht. Hier die Augen zu zu machen führt genau in die Misere, in die EU und CH schlittern.

      1 1 Melden
    • FrancoL 17.09.2018 19:48
      Highlight @Maracuja; Ja die Schweiz steht gut da, weil sie Perspektiven geboten hat und heute noch bietet, wenn auch manchmal wider Willen. Ich spreche nie von einer Person, ich beziehe mich immer auf Gruppen, auf Teile der Gesellschaft. Wenn man das nicht tut wird man schnell mit Einzelbeispielen abgefertigt und der Diskurs kann überhaupt nicht geführt werden. Ich beziehe mich, da ich viel unterwegs bin nicht unbedingt auf die Schweiz. Grössere und kompliziertere Gefässe zu betrachten macht Sinn, Einzelfälle sind der Tod jeder Lösungssuche.
      5 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 17.09.2018 19:50
      Highlight FrancoL
      Wenn die "Perspektivlosigkeit" (Wieder so ein Modewort) so gravierend ist, warum holt man dann immer mehr Leute hinein? Das versteh ich nicht.
      Das Lohngefälle ist ein in weiten Teilen grob überschätztes Problem und nur zu einem sehr kleinen Teil verantwortlich an der deutschen Misere.
      1 1 Melden
    • FrancoL 17.09.2018 19:54
      Highlight @Maracuja; Es ist interessant dass Du genau diesen Satz erwähnst. In den letzten Monaten war ich viel in Italien und mehr denn je habe ich unter den Jubelnden eher die Italiener gefunden die ich schon seit Jahren als die "Abgehängten" erkennen konnte. Diese Italiener ohne Perspektiven sind das Brot von Salvini und was ich noch erwähnen muss, etliche gut situierte Italiener, die ich auch seit Jahren kenne, sind froh dass Salvini sich mit Migration und Ähnlichem beschäftigt und wieso sind sie das? Weil Salvini für sie keine Gefahr darstellt, der will von Ihnen nichts, das wird geschätzt.
      4 1 Melden
    • FrancoL 17.09.2018 23:30
      Highlight @Rabbi: das Gefälle ist viel entscheidender als Du es sehen magst, nicht um sonst sind die Unruheherde dort wo Zuwanderung UND Einheimische unten an der Lohnskala sitzen am grössten.
      3 0 Melden
    • FrancoL 17.09.2018 23:37
      Highlight @Rabbi: Perspektivlosigkeit ist ein sauber unschreibbares Wort und hat nicht viel mit Mode zu tun.
      Aber man kann die Sprache immer gerne zweckentfremden und versuchen eine klare Unschreibung durch eine minderde Zuweisung zu entkräften. Ich nehme trotzdem an dass Du weisst was der Ausdruck perspektivlos beschreibt.
      4 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 18.09.2018 12:51
      Highlight FrancoL
      Ich habe eher das Gefühl, dass Leute, die solche Wörter benutzen von den eigentlichen Problemen ablenken wollen.

      Das "Gefälle" ist kein Grund, sondern höchstens Katalysator, der zwei Massen dazu bringt in unguter Art zu reagieren.
      Dass die "Perspektivlosigkeit" zu einem guten Teil der hergebrachten Kultur und deren Erziehung zu verdanken ist, dürfte selbst dir klar sein. Da nützen die vermeintlichen Chancen wenig, die vom Gastland erbracht werden.
      0 0 Melden
    • Maracuja 18.09.2018 13:13
      Highlight @Rabbi Jussuf: , warum holt man dann immer mehr Leute hinein?

      Nicht schon wieder! Wer holt Leute? Ich versteh wirklich nicht, wieso du dieses rechte Märchen immer wiederholst. Flüchtlinge machen sich selbst auf den Weg. Waren es übrigens nicht die Rechten, die die Abschaffung des Botschaftsasyl durchgesetzt haben? Wäre wohl besser gewesen, man hätte diese Menschen nicht ermuntert, die Reise auf gut Glück selbstständig anzutreten.
      3 0 Melden
    • Maracuja 18.09.2018 13:18
      Highlight @Rabbi Jussuf: Dass die "Perspektivlosigkeit" zu einem guten Teil der hergebrachten Kultur und deren Erziehung zu verdanken

      Wenn dem so wäre, dürfte dies auch für die einheimischen Perspektivlosen zutreffen.
      Was den Begriff „perspektivlos“ betrifft, müsste man zuerst mal definieren, welche Perspektiven der Mensch zwingend braucht.
      2 0 Melden
  • Madmessie 15.09.2018 17:22
    Highlight Wir brauchen dringend weniger sozialdemokratisches Mimimi und mehr Wagenknechts, Corbyns, Sanders und Melonchons!
    50 10 Melden
  • JackMac 15.09.2018 16:49
    Highlight Die Fragestellung war einseitig kritisierend und unterstellt Wagenknecht politische Profitgier.
    Die Dame hat einfach Klasse und denkt geradeaus.
    Ich mag ihre Statements in vielerlei Hinsicht und sehe gerne ihre Reden.
    Recht hat sie.
    77 14 Melden
  • poga 15.09.2018 16:14
    Highlight Was Frau Wagenknecht und viele linke Politiker in meinen Augen übersehen, ist der Umstand das "Links" sehr stark in soziale und sozialistische Strömungen unterteilt ist. Das wird den "Linken" seit Jahren zum Verhängnis.
    26 21 Melden
  • Angelo C. 15.09.2018 16:08
    Highlight Ich bin immer wieder erstaunt über diese kluge Frau, die als Urlinke im Gegensatz zu SPD und Grünen die wahren Probleme beim Namen zu nennen wagt, und dadurch in der deutschen Politlandschaft immer weniger als politische Exotin wahrgenommen wird.

    Sie kann (und will) sich zumindest auch in die deutschen Normalverbraucher einfühlen und gesteht Merkelschen Gegnern und massiven Migrationskritikern zu, nicht einfach den Neonazis zugeordnet zu werden.

    Davon sollten sich andere linkslastige Parteien ein Stück abschneiden und nicht nur um reinen Machterhalt besorgt sein. Was eh in die Hose geht...
    91 18 Melden
    • Juliet Bravo 15.09.2018 16:20
      Highlight Würdest du sie denn evtl. wählen?
      32 22 Melden
    • Angelo C. 15.09.2018 16:56
      Highlight Juliet Bravo : Eine echt perfide Frage 😄!

      Vermutlich im Sinne eines Gesamtpaketes doch wohl eher nicht, das sei offen zugegeben.

      Aber ich nehme die kluge Frau nicht nur als Feigenblatt für das Verständnis für wütende Bürger wahr, sondern respektiere sie als Person ganz generell. Und das nicht erst seit diesem Interview...

      Was nicht heisst, dass man sie schon alleine deswegen wählen müsste.

      Mir hat z.B. auch Gregor Gysi als Mensch und witzig-klug-beredter Zeitgenosse immer recht gut gefallen, auch wenn ich ihn als Deutscher nie gewählt hätte, meine politischen Überzeugungen andere sind.
      50 5 Melden
    • Juliet Bravo 15.09.2018 19:12
      Highlight 😄darum frag ich ja

      Dass du kein Sozialist bist kann ich mir denken - aber hineinpanaschieren wäre drin?
      13 6 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 19:33
      Highlight @Eben Angelo, Du würdest sie nicht wählen und Du gehörst noch zu den moderaten Nationalkonservativen. Nimm noch die anderen etwas weniger moderaten, denn die Zentristen dazu und Wagenknecht oder GG sind bei maximal 20%.

      Aber man findet deren Einordnung des Geschehens der letzten 2-3 Jahren in Deutschland gut, weil es nicht so hetzerisch ist.
      Aber hast Du Dich schon einmal damit befasst was Wagenknaecht oder GG als Gesamtpacket in der Globalpolitik anzubieten haben? Ja da glaube würdest Du kaum ein Jota finden dass Dir in Dein Weltbild passt.
      15 17 Melden
    • Maracuja 15.09.2018 19:35
      Highlight @Angelo C. : doch wohl eher nicht

      Danke für die Ehrlichkeit. Zeigt deutlich auf, dass Wagenknecht nicht sehr weit denkt. Die AFD-Wähler wählen diese Partei NICHT, weil sie sich abgehängt fühlen und eine sozialere Politik wünschen. AfD steht genauso wenig dafür wie ein Orban. Die wählen diese Partei wegen ihrer Ablehnung von Immigranten. Diese Wähler sind überzeugt, dass sie es im Kapitalismus durchaus schaffen würden, wenn nur die Immigranten ihnen nicht vor dem Glück im Wege stünden. Wagenknecht dient nur als nützliche Idiotin, die das eigene Weltbild bestätigt, und wird wohl scheitern.
      21 20 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 20:00
      Highlight @Maracuja; Wo kann ich Dir für diese klugen und klaren Zeilen einen Blumenstrauss hinsenden?

      Viele versuchen nun Wagenknecht vor einen Karren zu spannen, der der ihre nicht ist. Viele blenden aus, dass Wagenknecht völlig zurecht die Wirtschaft geisselt, weil sie eben mitunter diese Fluchtgründe wirtschaftlicher Natur erzeugt hat. Sie will diesen Exodus stoppen durch eine andere weniger ausbeuterische Wirtschaft, doch das wird heute von Mitte-Rechts ausgeblendet.
      15 20 Melden
    • _kokolorix 15.09.2018 20:09
      Highlight Was sind denn deine politischen Überzeugungen?
      Dass jeder Mensch als Person beurteilt wird und Sippenhaftung verpönt wird?
      Dass Migranten, ungeachtet ihrer Gründe als rechtlose Schmarotzer gebrandmarkt werden?
      Oder gutausgebildete ausländische Fachleute zu tieferen Löhnen angestellt werden sollen?
      Eine faire Besteuerung, welche überbordende Einkommen uninteressant macht?
      Oder Steuerrabbatte für Jene, die sich von Steuerersparnissen Liegenschaften posten welche sie nie brauchen um noch mehr Steuern einzusparen?
      10 13 Melden
    • Maracuja 15.09.2018 20:20
      Highlight @FrancoL

      Danke für die Blumen. Angesichts der deprimierenden Lage bräuchte ich wohl dringender Taschentücher. Umso mehr schätze ich Deine intelligenten Kommentare.
      12 17 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 20:28
      Highlight @Maracuja; Auch herzlichen Dank, denke aber dass Du eine grosse Stärke ausstrahlst und ich mit Taschentücher wohl zu spät wäre. Noch nie ist ein Pendel auf einer Seite stehen geblieben, bessere Zeit sind die Zukunft.
      16 14 Melden
    • Juliet Bravo 15.09.2018 22:46
      Highlight Ach, hört ihr bitte auf zu weinen?! Wagenknecht ist Sozialistin. Und wenn es ihr gelingt, einigen rechten hier drin ihre Sicht zu vermitteln, sie zum nachdenken zu bringen, ist schon viel gewonnen.
      16 10 Melden
    • pun 16.09.2018 08:16
      Highlight @Juliet Bravo: Die Rechten denken wegen den Wagenknechtschen Statements weder über die Wirtschaft noch das Versagen der deutschen Politik auf sozialer Ebene nach. Sie Applaudieren einfach, weil jemand Migration kritisiert und die "richtigen" Tasten drückt.
      14 11 Melden
    • Maracuja 16.09.2018 08:46
      Highlight @Juliet

      Zu Ihrer These ein Satz aus einem Interview, das ich eben gelesen habe: < Bereits in den Zwanziger- und Dreissigerjahren haben KPD und SPD versucht, durch die Übernahme völkischer Konzepte der NSDAP den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das Gerede vom «Volk der Schaffenden», die ethnisch angereicherte Form der Klassenanalyse, ist damals krachend gescheitert> https://www.watson.ch/international/interview/737021324--nicht-alle-zu-nazis-abstempeln-so-verteidigt-sahra-wagenknecht-wutbuerger-von-chemnitz#comment_1465328
      6 7 Melden
    • Maracuja 16.09.2018 08:53
      Highlight @pun

      Richtig erkannt. Die applaudieren, weil Wagenknecht
      • ihr Weltbild bzgl. Migration bestätigt
      • ihnen einen Persilschein ausstellt (das sind nicht alles Nazi)
      • sie von Verantwortung für das eigene Handeln entlastet - die böse Elite, die die besorgten Bürger in die Arme extremistischer Parteien und zu Demos mit Neonazis treibt.
      8 10 Melden
  • Garp 15.09.2018 16:04
    Highlight Ich find die Fragen ok. in dem Sinne, dass Frau Wagenknecht souverän und klar darauf antwortet. Nettere Fragen hätten nicht mehr gebracht, vielleicht sogar weniger.

    31 11 Melden
  • Janz Jenau 15.09.2018 16:01
    Highlight Die linke Bewegung ist da abzuholen bei den vergessenen Bürgern in den grauen Beton Blöcken.
    22 2 Melden
  • Rhabarber 15.09.2018 15:33
    Highlight Ich bin mir noch nicht sicher, was ich von Wagenknecht halte. Aber die Tendenz zeigt aufwärts. Auf jeden Fall scheint sie die Basis zu verstehen und hat keine Angst, Dinge zu benennen, die andere ignorieren als gäb es sie nicht. Ich behalte sie im Auge. Sie repräsentiert ein wenig die Hoffnung auf was Besseres.

    So oder so hat sie Recht, wenn sie sagt, dass Politiker nicht mehr das Volk sondern nur noch das Geld vertreten.

    Die Fragen von Timo Stein sind alle unterschwellig bis direkt aggressiv. Hat der Mann evtl. ein Problem mit Wagenknecht? Andere Artikel von ihm sind objektiver.
    81 13 Melden
  • Rumbel the Sumbel 15.09.2018 15:25
    Highlight Sahra Wagenknecht verteidigt Wutbürger von Chemnitz....«Nicht alle zu Nazis abstempeln» – so verteidigt Sahra Wagenknecht Wutbürger von Chemnitz. Und das ist ein Faktor, der eben von der Linken Politik nicht ernst genommen wird.
    23 55 Melden
    • mogad 17.09.2018 09:49
      Highlight Und drum wählen die "Wutbürger" dann halt AfD
      0 0 Melden
  • mogad 15.09.2018 15:05
    Highlight "Die Linke" Wagenknecht wagt, was die weiter rechts stehende SPD oder SPS nicht wagt: Sie sagt sinngemäss, wer migrationskritisch ist, ist nicht automatisch ein brauner, völkischer Hetzer und Hasser. Und sinngem. dass die Welt nicht besser wird, wenn Alle nach Europa kommen, und dadurch nicht mehr Gerechtigkeit ensteht. Ich meine: Alle reinlassen ist etwas Passives und nur durch Passivität entsteht nicht mehr Gerechtigkeit. Das Elend wird sich einfach auf breitere Schichten ausweiten.
    71 9 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 19:41
      Highlight Dann kennst Du SW schlecht, lies einige Ihrer Schriften.
      Man reduziert SW in diesem Kommentar zur verständnisvollen Mittepolitikerin, wenn man aber genau ihr zuhört und das sollte man, dann will sie nicht alle nach Deutschland reinlassen WEIL sie der Meinung ist, dass man diese Wirtschaftsmigranten gar nicht erst durch Ausbeutung hätte „entstehen“ lassen dürfen. Und da setzt sie an, bei der Wirtschaft und Ausbeutung, da kommt die linke Wagenknecht zum tragen, aber das interessiert heute nicht, dass sie da den Finger drauf hält. Aehnlich ist es bei GG, man sieht nur einen genehmen Teilaspekt.
      15 12 Melden
    • überflüssig 16.09.2018 08:27
      Highlight wirklich niemand hat je gesagt, dass man „alle“ reinholen soll. keine partei jemals.
      4 5 Melden
    • mogad 17.09.2018 10:08
      Highlight @überflüssig. Richtig. Niemand sagt es, aber es geschieht. Es werden Alle reingelassen. Weil jeder das Recht hat einen Asylantrag zu stellen. Das wär o.k., wenn die abgewiesenen das Land wieder verlassen würden. Tun sie nicht. Gestern i.d. Zeitung für den Aargau: "Von 257 ausreisepflichtigen Asylbewerbern können 235 nicht ausgeschafft werden." Bitte keine Erklärungen warum das so ist, die kenn ich alle. Hier gehts um den Fakt.
      0 0 Melden
  • Bene86 15.09.2018 14:55
    Highlight "Natürlich nicht. Aber es geht nicht um die Nazis, die auf der Strasse den Hitlergruss zeigen und Jagd auf Andersaussehende machen. Die sind ein Fall für den Rechtsstaat. "

    Also... wo genau wurde nun Jagd auf Andersaussehende gemacht?
    30 48 Melden
    • Bene86 15.09.2018 16:41
      Highlight Blitzen geht schnell und einfach.

      Schickt mir doch lieber mal Links zu dieser Hetzjagt (aber nicht dieses Einzige von der Antifa veröffentlichte, in dem ein Mann einen Anderen ca. 5 Meter verfolgt und permanent in den Medien kursierte und den Zusammenhang gar nicht erkennt).

      Ich habe wirklich nach Videomaterial gesucht und nichts gefunden.

      Also zeigt doch mal her.
      34 20 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 19:44
      Highlight Auch Du könntest wie Maassen über dieses Video stolpern. Man muss nicht immer alles als Viedeo finden. Du kannst auch bestens auf die einschlägigen Seiten gehen und Dir ein wenig deren bereits gefilterten Aussagen zu Gemühte führen.
      10 16 Melden
    • Bene86 15.09.2018 20:03
      Highlight Es wird doch wohl jemand diese Szenen gefilmt haben? Im Zeitalter des Handys. Das Ganze wirft bei mir wirklich viele Fragen auf. Die Hitlergrüsse sind das Eine. Aber Hetzjagden nocheinmal etwas anderes.
      16 7 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 20:55
      Highlight @Bene86; Wieso setzt man sich so fest auf diese Hetzjagd? Genügt es eigentlich nicht dass zB Asylantenheime in Brand gesetzt werden? Oder sich immer mehr Nazisympathisanten offen zeigen? Oder immer mehr offen die Nazizeit relativiert wird?
      10 12 Melden
    • Maracuja 15.09.2018 21:32
      Highlight @Bene86

      Mittlerweile gibt es viele Anzeigen wegen Körperverletzung in Chemnitz, u.a.: Nach einem offenbar fremdenfeindlichen Angriff auf einen Tunesier am Mittwochabend hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Zeugen zufolge sollen vier Männer auf den am Boden liegenden 41-Jährigen eingeschlagen und ihn verletzt haben. Zudem prüfen die Ermittler mögliche Zusammenhänge mit einer gefährlichen Körperverletzung vom 1. September, bei der ein 20-jähriger Afghane von vier Vermummten geschlagen und verletzt wurde (Bazonline).
      12 12 Melden
    • Bene86 15.09.2018 22:58
      Highlight FrancoL: Warum man sich so auf der angeblichen Hetztjagd festsetzt?

      Weil viele Leute und auch ich von den Medien eine seriöse und wahrheitsgetreue Informationspolitik erwarte, selbst wenn es sich bei diesem Auflauf um Neonazis gehandelt haben sollte, selbst wenn sich solche Artikel besser verkaufen lassen!

      Das wäre dann winfach kein seriöser Journalismus mehr.
      12 5 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 23:17
      Highlight @Bene86; Ich frage mich dann nur wieso man versucht den Videoausschnitt als false flag Aktion zu benennen und sogar ein der AfD nahe stehenden Maassen versucht das Video als mögliche Fälschung zu sehen und dies ohne Grundlage, mit der Folge, dass er sich bös in die Nesseln setzt.
      Du erwartest eine seriöse Berichterstattung? Bist Du ganz sicher? Schau doch einmal Deine Mittelerde Zeilen an, die zeigen was Du von seriöser Berichterstattung hälst. Ist Dir nicht aufgefallen, dass die Journalisten in Chemnitz massiv angegriffen wurden, mit Ausnhame von Journi Roger Köppel?
      8 12 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 23:29
      Highlight @Bene86; Wenn es Dir so um die Berichterstattung geht dann wäre es zB zu vermerken dass nun endlich in Chemnitz auch die Polizei langsam ihre Rolle spielt die sie spielen sollte und heute zB Mitglieder von einer rechten Bürgerwehr aufgegriffen wurden und bereits nächste Woche vor Gericht stehen werden.
      Darum ist der Rummel um die Hetzjagd eher der Versuch anderes unter den Tisch zu wischen, zB die Tatsache dass die Neonazi Szene beträchtlich grösser ist als es vielen lieb ist.
      9 11 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 15.09.2018 14:50
    Highlight Im Unterschied zu Corbyn, Sanders und Mélenchon ist sie deutlich jünger und eine Frau. Sonst erkenne ich viele Gemeinsamkeiten, sowohl in der Rhetorik als auch der Biographie. Alle schon lange Teil der politischen Eliten aber isoliert, jetzt populär mit ähnlichen Forderungen: Mehr Wohlfahrtsstaat, mehr Umverteilung, Klassenkampf statt Identitäspolitik, der Globalisierung steht man kritisch gegenüber, der Nationalstaat wird geschätzt als Werkzeug, Migration und Personenfreizügigkeit wird als Problem verstanden.
    "Open borders? That's a Koch brothers proposal" Bernie Sanders Vox Interview
    27 3 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 19:50
      Highlight Richtig und denkst DU dass etliche die Hier im Netz sich als eher rechte an Wagenknecht erfreuen, dabei auch nur annähernd an die von dir aufgezählten Anliegen der Wagenknecht denken?
      Möchte noch anfügen dass Wagenknecht eine Wirtschaftspolitik verfolgt die zum Ziel hätte Wirtschaftsmigranten gar nicht erst „entstehen“ zu lassen. Und ist das ein Anliegen, dass eine mitte-rechts Partei je aufgenommen hätte. Ist das ein Anliegen dass eher rechte Kreise der Bürgerschaft auf dem Wunschzettel führen?
      7 9 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 16.09.2018 02:04
      Highlight Ich denke die von mir gennanten Personen sprechen Personen an, die von der modernen, urbanen, humanistischen Linken nicht mehr angesprochen werden, zum einen weil sich diese Milieus in der Lebensrealität, den hochgehaltenen Werten und den als Problem identifizerten Sachverhalten unterscheiden, zum anderen weil die Interesse nicht in allen, aber in vielen Punkten konträr verlaufen. Die oben genannten Personen versuchen diese Wählergruppen, Reckwitz spricht von der alten Mittelschicht, von links zu mobilisieren.
      Wie und ob die von ihnen gennanten Forderungen umgesetzt werden, wird sich zeigen.
      4 0 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 16.09.2018 02:12
      5 0 Melden
  • Dan Ka 15.09.2018 14:40
    Highlight Sarah Wagenknecht ist klasse! Endlich eine „Linke“ die die Probleme beim Namen nennt, dabei aber nicht (unter Lobbydruck) „vergisst“ wo der Ursprung ebendieser liegt. Nennt mich naiv, aber ich glaube ihr was sie sagt und dass sie das Beste für Deutschland und nicht für sich selber will.
    293 35 Melden
    • LeChef 15.09.2018 17:08
      Highlight Das glaube ich auch. Leider ist aber gut gemeint oft das genaue Gegenteil von gut.
      4 8 Melden
    • Dirk Leinher 15.09.2018 18:16
      Highlight Sie ist authentisch. Die AFD kann vielleicht zusammen mit ihr eine Gefahr für die links-rechts blöcke werden. Daher muss sie durch den kakao gezogen werden.
      9 7 Melden
  • Sebastian Wendelspiess 15.09.2018 14:38
    Highlight Ich mag die Frau einfach! Einer der wenigen Politiker Deutschlands mit Verstand. Nicht nur bei siesem Thema.
    219 28 Melden
    • Juliet Bravo 15.09.2018 19:55
      Highlight Du bist Sozialist?
      7 10 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 15.09.2018 20:09
      Highlight Eher ja - mit einem Herz für alle, auch Rechte, Trumps und Putins ;)
      9 5 Melden
  • no-Name 15.09.2018 14:33
    Highlight Sie ist sehr links....

    (wenn ich mich recht erinnere sogar zeitweise Vertreterin eines links-sozialistischen bis kommunistischen Systems)

    Und sehr gescheit. (Ob man ihre Ansichten nun teilt oder nicht.)

    66 6 Melden
  • michmueller 15.09.2018 14:33
    Highlight frau wagenknecht klingt tatsächlich ziemlich vernünftig.
    78 9 Melden
  • Ehringer 15.09.2018 14:30
    Highlight Wollte der Interviewende eigentlich ein Interview führen oder ist er aus irgendwelchen Gründen einfach wütend auf Frau Wagenknecht? Das Interview liest sich wie ein einziger Vorwurf, als solle es nur darum gehen, diese Bewegung zu diskreditieren. Ich hab keine Ahnung von der Bewegung und ob sie sinnvoll oder schlecht ist, aber das Niveau des Interviews finde ich schwach. Hoffe, die deutschen Kollegen können sich da auch so entwickeln wie es watson.ch geschafft hat, weg von persönlich angriffigen hin zu etwas objektiver und breiter abgestützten Interviews.
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    • midgo 15.09.2018 15:47
      Highlight sorry, etwas zu hinterfragen, um dann den rsum zu geben sich zu erkläre, ist alles andere als bösartig. ich erwarte das eigendlich von seriösem journalismus. wie toll alle sind, kann ich von selbigen selbst lesen. mich interessiert die kritik.
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    • Madmessie 15.09.2018 17:25
      Highlight Die angriffigen Fragen machen die vernünftigen und intelligenten Antworten umso beeindruckender. Mich hat sie komplett überzeugt.
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    • no-Name 16.09.2018 01:19
      Highlight Midgo:
      Ein Interview kann auch so geführt werden, dass nicht provokation und verteidigung den den dialog bestimmen sondern z.b. interesse und ausführung. Inhaltlich kann zweiteres sogar noch informativer sein als ersteres, da es erlaubt ausführungen anzubringen und den interviewten nicht zwingt ein vom journalisten vorgegebenes element zu rechtfertigen.

      Das ist genau so zielführend, neutral, nicht so ‚gehässigt‘ und ggf. sogar informativer. Ich denke es geht ehringer ums stilmittel.

      Für Streitgespräche gibts die ‚Arena‘.
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    • Eine_win_ig 16.09.2018 07:55
      Highlight Einverstanden. Aber Wagenknecht hat diese Fragen grandios aufgenommen und eine nach der anderen sehr gut beantwortet. Das muss auch gesagt werden :)
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    • Balabar 16.09.2018 09:01
      Highlight Interpretieren Sie da nicht etwas aus Ihrer eigenen Warte? Oder aber Sie haben ein etwas windschiefes Verständnis von Journalismus. Die Fragen waren schlicht prägnant und konnten von Frau W. ja ausführlich beantwortet werden. Was bitte könnte "objektiver und breiter abgestützte Interviews" denn bedeuten? Ein Gefälligkeitsinterview etwa?
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    • Ron Collins 16.09.2018 10:28
      Highlight Dachte ich mir auch. Sehr tendenziös.
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    • Ehringer 16.09.2018 11:41
      Highlight Liebe(r) Balabar. Ich schliesse überhaupt nichts aus meiner eigenen Warte. Dass Frau W. die Fragen gut beantworten konnte liegt nicht am Interview, sondern an ihr. Sie hat sich in einem schwachen Interview sackstarch geschlagen.

      "objektiver und breiter abgestützt" heisst für mich, auf Anschuldigungen wie "Für Chemnitz galt das offensichtlich nicht. Warum waren Sie nicht dort?" zu verzichten und die Frage angemessener zu formulieren, etwa "In Chemnitz waren sie allerdings nicht vor Ort, was führte zu diesem Entscheid?". Nicht die Fragen sind mein Problem, sondern die Formulierung davon.
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  • Candy Queen 15.09.2018 14:19
    Highlight Timo Stein: ‚Keine Frustration dieser Welt rechtfertigt Rechtsextremismus und Gewalt. ‚
    Da hat er natürlich recht, der Herr Stein. Keine Frustration der Welt rechtfertigt irgendeinen -ismus, sei es jetzt Rechtsextremismus, Rassismus, Sexismus, aber auch, und das soll besonders hier auf diesem Portal gesagt sein, Linksextremismus und Islamismus.
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    • Janz Jenau 15.09.2018 16:55
      Highlight Na ja, besonders weit geht Dein Verständnis noch nicht.

      Lass Dich aufklären wo der Schuh wirklich drückt und schau das Video - Videoismus 😁

      Die Schweiz ist doch ziemlich ähnlich verdreht gewickelt wie in DE.
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    • no-Name 16.09.2018 01:22
      Highlight Eman solte einfach aufhören rechtfertigungen zu suchen, dafür erklärungen. Ist ein sehr deeskalativer ansatz. -ismus ist nämlich überall dort wo dem anderen seine persönliche rechtfertigung ohne seine beweggründe zu kennen abgesprochen wird.

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