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epa07119367 Protestors hold candles and pictures of Jamal Khashoggi during the demonstration in front of Saudi Arabian consulate in Istanbul, Turkey, 25 October 2018. Turkish President Erdogan addressed the parliament on the case of Saudi journalist Jamaal Khashoggi on 23 October 2018, media reported that he said that Turkish investigators have strong evidence that Khashoggi's death was planned, and demanded that the whereabouts of the dead journalist's body be revealed and the suspects face trial in Turkey. Saudi Arabian official media on 19 October reported that journalists Jamal Khashoggi died as a result of a physical altercation inside the kingdom's consulate in Istanbul, where he was last seen entering on 02 October for routine paperwork. On 24 October, Mohammed bin Salman spoke of the killing of Khashoggi for the first time, describing it as 'a heinous crime that cannot be justified', and that Saudi Arabia and Turkey will work together to punish all culprits.  EPA/ERDEM SAHIN

Mahnwache für den ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi. Bild: EPA/EPA

Interview

Fall Khashoggi: «Saudi-Arabien kann sich sogar aus einem Mord herauskaufen»

Vor einem Jahr wurde der saudische Journalist Jamal Khashoggi ermordet. Die Welt hat zu wenig für die Aufklärung getan, sagt UN-Sonderberichterstatterin Agnès Callamard.

Andrea Backhaus / Zeit Online



Ein Artikel von

Zeit Online

Die französische Menschenrechtsexpertin Agnès Callamard hat den Mord am saudi-arabischen Regimekritiker Jamal Khashoggi als UN-Sonderberichterstatterin untersucht. Sie sagt, es gebe «glaubhafte Beweise» dafür, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman für den Mord verantwortlich sei.

Khashoggi, Journalist und Regimekritiker, verschwand am 2. Oktober 2018 nach einem Besuch im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul. Dort wollte er Papiere für seine Hochzeit abholen. Doch der 59-Jährige konnte das Konsulat nicht mehr lebend verlassen – er wurde dort von einem saudischen Tötungskommando umgebracht, das aus 15 Personen bestand.

ZEIT ONLINE: Frau Callamard, der Mord an Jamal Khashoggi jährt sich in diesen Tagen. Seine Mörder wurden noch nicht zur Verantwortung gezogen. Wie geht es Ihnen damit?
Agnès Callamard: Ich habe gemischte Gefühle. Die westlichen Staatsführer scheinen langsam wieder normale Beziehungen zu Saudi-Arabien herstellen zu wollen. Vor allem für US-Präsident Donald Trump hat der Mord an Jamal Khashoggi nichts daran geändert, dass er den saudischen Kronprinzen zu seinen wichtigsten Verbündeten in der arabischen Welt zählt. Auch die europäische Regierungen, Deutschland eingeschlossen, scheinen eine Normalisierung mit Saudi-Arabien zu wollen. Das ist ein furchtbares Signal. Es zeigt, dass ein mächtiges Land wie Saudi-Arabien sich sogar aus einem Mord herauskaufen kann. Das macht mich wütend.

Gut ist hingegen, dass Journalisten und Menschenrechtsaktivisten seit einem Jahr Khashoggi gedenken und für die Wahrheit, für die Aufklärung des Mordes kämpfen. 

Agnes Callamard, U.N. special rapporteur on extrajudicial executions, talks to a reporter after speaking at a drug policy forum at University of the Philippines, Friday, May 5, 2017 in suburban Quezon city, northeast of Manila, Philippines. Callamard has rebuked Philippine President Rodrigo Duterte's deadly campaign against illegal drugs, saying world leaders have recognized it does not work. (AP Photo/Bullit Marquez)

Agnès Callamard ist seit 2016 die Sonderberichterstatterin für aussergerichtliche, standrechtliche oder willkürliche Hinrichtungen im Amt des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Bild: AP/AP

Wie weit sind wir davon entfernt, Gerechtigkeit herzustellen?
Es kommt darauf an, wie wir Gerechtigkeit definieren. Die höchste Führungsebene in Riad vor Gericht zu stellen – das wird noch sehr lange dauern. Aber die Wahrheit herauszufinden und darauf aufbauend politische Konsequenzen für jene zu erwirken, die nachweislich in den Mord involviert waren, das ist mittelfristig machbar.

Wie könnte das gehen?
Die türkischen Behörden müssten die Informationen, die sie über den Mord haben, öffentlich machen. Sie müssten in der Türkei eine öffentliche Untersuchung des Verbrechens anordnen. Auch die USA, wo Khashoggi vor seinem Tod gelebt hatte, sollten eine eigenständige Untersuchung anordnen. Die CIA und das FBI müssten ihre Informationen öffentlich zugänglich machen. Das könnte helfen, Rückschlüsse über die Verantwortlichkeiten einzelner Akteure aus dem Führungskreis des saudischen Königshauses zusammenzubringen. Und es könnte das Weisse Haus dazu zwingen, endlich zu reagieren. Denn im Moment ist es so, dass jeder Versuch vom Kongress, die Täter zur Verantwortung zu ziehen, von US-Präsident Donald Trump blockiert wird.

Sie haben den Mord sechs Monate lang untersucht. Wie sind Sie vorgegangen?
Die Informationen, die ich über die Planung und Organisation des Mordes von Khashoggi habe, stammen hauptsächlich von Tonbandaufnahmen, die der türkische Geheimdienst im Konsulat gemacht hat. Sie geben wichtige Details wider, mithilfe derer sich die Abfolge und die Umstände des Tötens rekonstruieren liessen.

Das heisst, der türkische Geheimdienst hatte die saudische Botschaft verwanzt?
Ich weiss nicht genau, wer die Wanzen installiert hat. Die Tonbandaufnahmen waren im Besitz des türkischen Geheimdienstes, deswegen liegt es nahe anzunehmen, dass er die Wanzen auch installiert hat. Ich habe einige Wochen verhandelt, bis man mir erlaubt hat, die Aufnahmen in einem Büro des Geheimdienstes anzuhören. Ich hatte meinen eigenen Übersetzer dabei, um die Aufnahmen aus dem Arabischen ins Englisch zu übersetzen. Ich habe aber nicht alle Aufnahmen anhören können.

Die Chronologie des Falls Khashoggi

Warum nicht?
Ich vermute, dass nicht alle Aufnahmen relevant für den Fall sind. Vielleicht haben sie auch befürchtet, dass bestimmte Aufnahmen zu viel über ihre Abhörmethoden verraten könnten. Kein Geheimdienst der Welt möchte so etwas veröffentlichen. Es kann aber auch sein, dass sie die restlichen Informationen selbst behalten wollten, um sie in der Zukunft etwa für eigene Gerichtsprozesse nutzen zu können. Aber ich habe genug gehört, um klare Schlussfolgerungen zu ziehen.

Welche sind das?
Die wichtigste Erkenntnis war: Das, was im Konsulat mit Jamal Khashoggi passiert ist, war geplant. Agenten in Riad und im saudischen Konsulat in Istanbul haben gemeinsam ab dem 28. September Khashoggis Festsetzung und Mord geplant, in Form eines Tötungskommandos.

FILE - In this May 14, 2012 file photo, King Salman, left, speaks with his son, now Crown Prince Mohammed Bin Salman, as they wait for Gulf Arab leaders ahead of the opening of Gulf Cooperation Council, in Riyadh, Saudi Arabia. The arrests of apparent Islamist sympathizers and critics of the crown prince have thrown an already anxious kingdom into deep unease, raising questions about the country's steadiness as speculation mounts that the crown prince, also known as MBS, could soon replace his father as king. (AP Photo/Hassan Ammar, File)

Welche Rolle spielten der saudische König Salman (r.) und sein Sohn und Kronprinz Mohammed bin Salman? Bild: AP/AP

Am 28. September 2018, einem Freitag, tauchte Khashoggi unangemeldet im saudischen Konsulat in Istanbul auf. Er benötigte eine Bescheinigung seines Heimatlandes, dass er unverheiratet sei. Khashoggi hatte sich kurz zuvor mit der Türkin Hatice Cengiz verlobt. Im Konsulat wurde ihm gesagt, er solle am darauffolgenden Dienstag wiederkommen, um das Dokument abzuholen. An diesem Tag kam er nicht mehr aus dem Konsulat heraus. Was genau ist laut den Tonaufnahmen im Konsulat passiert?
Khashoggi betritt das Konsulat am Dienstag, den 2. Oktober 2018, um 13.14 Uhr. Zu der Zeit hatten sich die Agenten schon in Position gebracht. Nachdem er eingetreten war, wird er in das Büro des Konsuls im zweiten Stock gebracht. Dort trifft er auf einige Personen, darunter einen Mann mit dem Namen Maher Abdulaziz Mutreb, der den Saudis zufolge das Tötungskommando angeführt hat. Es folgt ein Gespräch zwischen Khashoggi und vermutlich drei Agenten. Es dauert nicht länger als zehn Minuten. Die Agenten fordern Khashoggi auf, nach Saudi-Arabien zurückzukehren. Die Stimmung des Gesprächs wird schnell schlecht, angespannt.

Weil Khashoggi sich weigert, der Aufforderung Folge zu leisten?
Genau. Er sagt, er werde irgendwann zurückkehren, aber es sei nicht der Zeitpunkt dafür. Er wird aufgefordert, seinem Sohn eine SMS zu schicken. Khashoggi fragt: «Was soll ich meinem Sohn denn sagen? Bis bald? Ich kann ja nicht von Kidnapping schreiben.» Er hatte kein Telefon bei sich, er hatte beide Handys bei seiner Verlobten gelassen, die draussen vor dem Konsulat wartete. Dann hört man vermutlich Kampfgeräusche, jemand sagt zu ihm: «Mach es kurz. Mach es leichter für uns, dir zu helfen.» Um 13.30 wird Khashoggi klar, dass er in grossen Schwierigkeiten ist. Er sieht ein Handtuch im Raum und fragt: «Wollt ihr mir Drogen geben?» Jemand antwortet: «Wir werden dich betäuben.» Dann folgen erneut Geräusche, die auf einen Kampf hindeuten.

Hatice Cengiz, the fiancee of murdered Saudi journalist Jamal Khashoggi, is photographed before an interview Thursday, Sept. 26, 2019, in New York.

Hatice Cengiz, die Verlobte von Jamal Khashoggi. Bild: AP

Kann man aus den Aufnahmen schliessen, wie er zu Tode kam?
Ja, die Auswertung des letzten Teils der Aufnahme lässt ein klares Szenario zu, das mir auch vom türkischen Geheimdienst und anderen Geheimdiensten bestätigt wurde: Khashoggi wurde sehr wahrscheinlich mit einem Beruhigungsmittel betäubt, dann wurde ihm eine Plastiktüte über den Kopf gezogen. Er ist erstickt.

Können Sie mit Sicherheit sagen, dass es kein Unfall war, sondern dass Jamal Khashoggi umgebracht wurde?
Ja, das kann ich mit Sicherheit sagen. Ich habe bei der Untersuchung alle Möglichkeiten in Betracht gezogen: dass es vielleicht ein Unfall war, dass erst nur eine Entführung geplant war, die aber vor Ort eskalierte, dass die Agenten im Konsulat erst in letzter Minute beschlossen haben, ihn umzubringen.

«Es gibt Tonaufnahmen eines Gesprächs zwischen dem Forensiker und Mutreb. Sie sprechen darüber, wie man eine Leiche zerstückeln kann.»

Es gibt aber mehrere Faktoren, die belegen, dass es ein gezielter und geplanter Mord war. Es ist denkbar, dass ganz am Anfang beabsichtigt war, ihn lediglich zu entführen, nicht aber umzubringen. Doch spätestens ab 24 Stunden vor dem Mord begann die Vorbereitung. Ab da haben wir Belege, dass weitere Agenten eines speziellen Tötungskommandos in Istanbul eintrafen, darunter ein saudischer Forensiker. Es gibt Tonaufnahmen eines Gesprächs zwischen dem Forensiker und Mutreb. Sie sprechen darüber, wie man eine Leiche zerstückeln kann.

Worüber sprechen sie genau?
Der Forensiker erklärt etwa, dass man die Gelenke durchtrennen und die Leiche in Stücke schneiden wolle. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass sie einfach so über so etwas sprechen. Am Ende des Gesprächs, um 13.13 Uhr, fragt Mutreb: «Ist das Opfertier eingetroffen?»

Und was noch auffallend ist: Es gibt bei den Aufnahmen keine Hinweise darauf, dass die im Raum anwesenden Personen vom Tod Khashoggis schockiert oder überrascht gewesen wären. Wenn man eine Person nur entführen will und diese Person plötzlich stirbt, dann würde man etwas dazu sagen und versuchen, sie zu reanimieren. Nichts davon ist auf den Aufnahmen zu hören. Und die Zerstückelung einer Leiche muss geplant und organisiert werden. Der türkische Geheimdienst hat Hinweise darauf, dass sie zersägt wurde. In jedem Fall machen die Aufnahmen klar, dass die Agenten die nötigen Werkzeuge dort hatten, um die Leiche zu zerteilen und verschwinden zu lassen, sie haben sie nicht im letzten Moment besorgt.

Sie sagen, dass Mohammed bin Salman persönlich für den Mord verantwortlich ist.
Das war kein Mord von Einzelpersonen. Das war ein Staatsmord. Die Verantwortung für dieses Verbrechen liegt bei der Führung von Saudi-Arabien. Mit Verantwortung meine ich nicht nur denjenigen, der den ultimativen Befehl erteilt hat. Es geht auch um jene Amtsträger, die Khashoggis Tod gebilligt, geduldet oder nicht verhindert haben – obwohl sie in ihrer Position dazu in der Lage gewesen wären. Ich sage also nicht, dass Mohammed bin Salman den Mord befehligt hat. Ich zeige, dass die Beweise stark darauf deuten, dass er für den Mord die Verantwortung trägt; etwa weil er dazu angestiftet hat oder weil er es versäumt hat, Khashoggi zu schützen.

In einem Interview mit dem US-amerikanischen Fernsehsender PBS hat Mohammed bin Salman nun erstmals zugegeben, dass der Mord an Khashoggi unter seiner Verantwortung, weil unter seiner Amtsführung, geschah. Wie bewerten Sie das?
Diese Aussage mag zeigen, dass der Kronprinz versteht, über welche Macht er als De-facto-Staatschef verfügt. Vielleicht zeigt sie auch, dass der Staat Saudi-Arabien seine Verantwortung für den Mord an Khashoggi anerkennt – was ich fordere, seit ich meinen Bericht veröffentlicht habe. Aber damit gesteht der Kronprinz keinesfalls seine persönliche Schuld oder Verwicklung in dem Mord ein. Wenn er es ernst meint, müsste er seine Position nutzen, um gegen die Drahtzieher des Mordes zu ermitteln und sie zu bestrafen. Auch müsste er alles tun, um solche Verbrechen künftig zu verhindern, also die Folter abschaffen, Journalisten und Aktivisten freilassen, Dissidenten im Ausland nicht mehr einschüchtern. Solange er das nicht tut, bleiben das leere Worte.

Khashoggi lebte seit September 2017 im Exil in den USA. Als Kolumnist der Washington Post veröffentlichte er kritische Texte über sein Heimatland, er kritisierte den Jemen-Krieg und die zunehmende Einschränkung der Meinungsfreiheit. Sie sprechen von Belegen dafür, dass «sich Khashoggi der Macht des Kronprinzen in vollem Umfang bewusst war und er sich vor ihm fürchtete». Was meinen Sie damit?
In den Interviews, die ich mit seinen Freunden und Kollegen geführt habe, wurde eines immer wieder gesagt: Khashoggi hatte nicht das Gefühl, dass sein Leben in der Türkei oder in den USA in Gefahr war. Aber er hat oft gesagt, dass er sich vor Mohammed bin Salman sehr fürchte. Und dass eine Rückkehr nach Saudi-Arabien sehr gefährlich für ihn wäre.

«Seit Mohammed bin Salman im Juni 2017 zum Kronprinzen ernannt wurde, ist das saudische Regime noch autoritärer und repressiver geworden.»

Mohammed bin Salman geht bekanntermassen sehr hart gegen seine Kritiker vor.
Khashoggis Angst vor der saudischen Führung war absolut begründet. Seit Mohammed bin Salman im Juni 2017 zum Kronprinzen ernannt wurde, ist das saudische Regime noch autoritärer und repressiver geworden. Es gibt eine starke Zunahme von Verhaftungen, etwa von Frauen- und Menschenrechtsaktivisten, immer mehr Journalisten verschwinden. Das zeigt sich auch darin, dass Mohammed bin Salman zunehmend versucht, Dissidenten, die im Exil leben, nach Saudi-Arabien auszuliefern und sie vorher bedroht.

Die saudische Führung betont gerne, wie hartnäckig sie gegen die Mörder von Khashoggi ermittle. Elf Verdächtige wurden vor Gericht gestellt, gegen fünf von ihnen wurde die Todesstrafe beantragt. Halten Sie diesen Prozess für glaubwürdig?
Ich halte den Prozess nicht für glaubwürdig. Anfangs schien es so: Sie haben elf Personen verhaftet, der Staatsanwalt hatte einige meiner Untersuchungsergebnisse in seinem Verfahren aufgenommen. Aber dann ist der Prozess schnell zur Farce verkommen. Die Verhandlungen finden hinter verschlossenen Türen statt, wofür es keine Rechtfertigung gibt. Einige der Personen, die zur Festsetzung Khashoggis und seiner Ermordung aufgerufen haben, wurden gar nicht vor Gericht gestellt. Auch waren in dem Tötungskommando 15 Leute. Wir wissen nicht, warum die Staatsanwaltschaft ein paar Männer aus dieser Gruppe, aber auch Männer, die nicht dazu gehörten, vor Gericht gestellt hat.

Sie hatten eigentlich geplant, für Ihre Untersuchung nach Saudi-Arabien zu fahren, was Ihnen verweigert wurde. Mit welcher Begründung?
Mir wurde nicht nur die Einreise verweigert, ich habe nicht einmal eine Antwort erhalten. Ich habe die Behörden mehrfach gebeten, mich den Staatsanwalt und einige Personen in Saudi-Arabien treffen zu lassen, die mit dem Fall befasst sind. Aber ich habe keine Antwort erhalten. Sie haben auch eine internationale Untersuchung abgelehnt. Sie sagen, sie sehen diesen Fall als nationale Angelegenheit. Aber der Mord wurde in der Türkei begangen. Das ist keine saudische Angelegenheit.

Noch immer konnten Khashoggis sterbliche Überreste nicht gefunden werden. Haben Sie Hinweise, wo sie sein könnten?
Nein, die habe ich nicht. Das ist noch immer völlig unklar. Die Theorie des saudischen Staatsanwalts, dass eine in der Türkei ansässige Person mit der Leiche verschwunden sein soll, ist lächerlich.

Die saudische Führung hat den zwei Söhnen und zwei Töchtern Khashoggis offenbar Luxusvillen geschenkt und zahlt ihnen monatlich hohe Geldbeträge. Kritiker sagen, man wolle damit ihr Schweigen erkaufen.
Diese Zahlungen sollen wohl eine Geste der Grosszügigkeit der Herrschenden sein. Ein Sohn von Khashoggi sagte, sie seien nicht als Zeichen eines Mordeingeständnisses zu bewerten vonseiten des Kronprinzen und des Königs, sondern eine nette Geste. Aber: Die Familie von Khashoggi äussert sich kaum öffentlich und das ist ja auch nachvollziehbar.

In this photo released by Saudi Press Agency, SPA, Saudi Crown Prince Mohammed bin Salman, right, shakes hands with Salah Khashoggi, a son, of Jamal Khashoggi, in Riyadh, Saudi Arabia, Tuesday, Oct. 23, 2018. Saudi Arabia, which for weeks maintained that Jamal Khashoggi had left the Istanbul consulate, on Saturday acknowledged he was killed there in a

Mohammed bin Salman drückt Khashoggis Sohn Salah die Hand. Bild: AP/Saudi Press Agency

Sie fordern UN-Generalsekretär António Guterres auf, dafür zu sorgen, dass der Mordfall von internationalen Experten weiter untersucht und möglicherweise sogar vor einem Tribunal aufgearbeitet wird. Wie ist da der Stand?
So wichtig meine Ergebnisse sind: Sie können nicht genügend Beweise liefern, um alle Verantwortlichkeiten innerhalb der Befehlskette zu klären. Das braucht es aber, um zu verstehen, wer den Mord befehligt hat. Der Mord zeigt also, welche Defizite es in der internationalen Gemeinschaft gibt, solche Verbrechen zu untersuchen und die Täter zur Verantwortung zu ziehen.

Der Mord an Khashoggi steht exemplarisch für gezielte Tötungen von Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und politischen Aktivisten in der ganzen Welt. Diese gezielten Tötungen werden zunehmen, denn unsere Welt wird immer intoleranter, was abweichende Meinungen angeht. Deshalb halte ich es für extrem wichtig, dass die Mitgliedsstaaten oder der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen einen unabhängigen internationalen Expertenrat etablieren, der solche Untersuchungen im jeweiligen Land des Opfers unterstützen, aber auch eigene Untersuchungen durchführen kann. Bisher hat Guterres einen solchen Expertenrat leider nicht ernannt.

United Nations Secretary-General António Guterres speaks during his first press conference with U.N. correspondents, on World Refugee Day, Tuesday June 20, 2017, at U.N. headquarters. (AP Photo/Bebeto Matthews)

UN-Generalsekretär António Guterres. Bild: AP/AP

Warum nicht?
Ich glaube, er hofft wie alle anderen, dass der Sturm vorüberzieht. Alle in der internationalen Gemeinschaft hoffen das, weil es politisch offenbar zu riskant ist, sich mit Saudi-Arabien zu überwerfen. Wir sollten aus dem Mord an Khashoggi aber lernen, dass wir künftig besser imstande sein müssen, in solchen Fällen die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Dann können wir solche Morde womöglich verhindern.

Dieser Artikel wurde zuerst auf Zeit Online veröffentlicht. Watson hat eventuell Überschriften und Zwischenüberschriften verändert. Hier geht’s zum Original.

Und jetzt: 32 absurde Zensuren aus Saudi Arabien

Fall Khashoggi: Ein Mord mit politischen Konzequenzen

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fritz N 01.10.2019 17:48
    Highlight Highlight Willkommen im Kapitalismus, lol
  • Miguel70 01.10.2019 09:45
    Highlight Highlight Erdöl und Geld regiert die Welt... Das Erdöl wird einmal ausgehen und die Abhängigkeit von Saudi Arabien verschwindet. Die westlichen Regierungen werden kein Interesse mehr an SA haben.
    Wenn dieser Staat so weitermacht, ist bald nicht nur mehr die Gesinnung tiefstes Mittelalter...

    Dann können sie anfangen ihren Sand zu verkaufen...
    • Funboy 01.10.2019 19:06
      Highlight Highlight Unterschätzt den Wert des Sandes nicht. Es gibt heute schon eine "Sandmafia"....
  • Salamikönig 01.10.2019 09:02
    Highlight Highlight Und von diesen Ländern sind wir Europäer und der Rest der Welt abhängig...
  • Fernrohr 01.10.2019 07:42
    Highlight Highlight Wenn sogar Trump bei seinem Besuch mit dem Schwert in der Hand den Kameltanz neben Salman mittanzt...
  • Nurmalso 01.10.2019 05:25
    Highlight Highlight Hätte mich auch gewundert wenn es anders gekommen wäre.

    Die Politiker sind halt genau das wofür ich sie halte.
    • Ueli der Knecht 01.10.2019 13:39
      Highlight Highlight Vielleicht gerade darum, weil du sie dafür hälst.

      Denn man liegt, wie man sich bettet.
  • Input 01.10.2019 00:49
    Highlight Highlight Man muss fairerweise festhalten, dass ein grosser Anteil der weltweiten "Kulanz" ggü Saudi Arabien auf der Person Trump basiert, dessen Administration entschieden hat, dass für alle Iran böse und Saudi gut sein müssen. Unter Obama wäre das sicher anders verlaufen, hat er sich - wie auch im Israelkonflikt - nicht stur eine Seite entschieden und diese bedingungslos unterstützt, sondern situationsbedingt gehandelt. Da wäre die Reaktion anders ausgefallen als Trumps "Ach Gottchen..."
    Einfach sehr enttäuschend dass unser Ueli auch nur "Ach Gottchen..." dazu gesagt hat!
    • Alexdelargekilroybojack 01.10.2019 01:52
      Highlight Highlight So ein blödsinn
    • Basti Spiesser 01.10.2019 07:38
      Highlight Highlight Glaube ich nicht, auch Obama war den Saudis hörig, sowie die europäischen Vasallen.
    • Input 01.10.2019 11:52
      Highlight Highlight Dann haben sicherlich die Saudis den "hörigen Obama" und die "europäischen Vasallen" zum Iran-Deal gezwungen?
      Und jetzt frage ich mich gerade, warum ich überhaupt auf Kommentare mit oberflächlich-plumpen Schlagworten die offensichtlich sinnfrei sind, antworte. Ich werde mir dies abgewöhnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • B-Arche 30.09.2019 22:45
    Highlight Highlight Well ist Saudi Arabien mächtig?
    Es ist ein winziges Stück Wüste deren Machthaber regelmässig auf grosse Hose machen und viel Heissluft verteilen die leider von vielen geglaubt wird.
    Jaja "der Rückzug unserer Investment kann jede eurer Volkswirtschaften crashen" jaja "wenn wir wollen kriegt ihr kein Öl mehr" jaja "wenn ihr unsere roten Linien überschreitet hat das ganz riesige Konsequenzen" jaja "wer und kritisiert den werden wir sofort entlassen falls er in einer Firma arbeitet in der wir investiert sind" jaja - alles heisse Luft von Möchtegern-Grossen.
    • derWolf 01.10.2019 18:26
      Highlight Highlight Und warum wird das geschluckt wenn es doch so lächerlich ist? Diese Sandwühler, also echt.. Moment, Öl = Macht vielleicht? Weiss ja nicht, wer bin ich schon. Aber da hast Du echt einen interessanten Gedanken reingebracht.... ECHT JETZT? Und sowas wird noch zu 95% im Plus geliked... Die Welt ist wie sie ist, nicht wie sie sein sollte! Immer wenn ich in Gefahr gerate dieses Irrenhaus als ertragbar zu halten kommt sowas, und ich verliere wieder den Glauben an die Menschheit, komme also wieder zu Sinnen! Danke für die Erinnerung..
  • Randalf 30.09.2019 22:39
    Highlight Highlight
    Und was sagt unser Bundesrat Ueli Maurer dazu?

    "Diese Sache ist abgehakt".

    Money makes the world go round. Zum ko**en, ist es.

    Und ein grosses Pfui den Politikern und Politikerinnen.
    • derWolf 01.10.2019 17:54
      Highlight Highlight Natürlich hätte ein grüner oder allgemein linker Bundesptäsident anders reagiert, nicht? Oder weshalb wird hier Maurer explizit erwähnt. Herrlich, die Welt kann doch so einfach sein...
    • Randalf 02.10.2019 06:51
      Highlight Highlight DerWolf

      Es hat absolut nichts mit links rechts, grün oder so zu tun. Sondern mit unserer Politik.
      Der BR wird erwähnt weil er es so gesagt hat.
  • Freethinker 30.09.2019 22:16
    Highlight Highlight Schon krass, was Geld ausmacht. Ich bin weiterhin der Meinung, dass wir keine diplomatischen Beziehungen haben sollten mit einem Staat, der solche Leute in seinen Führungsreihen hat. Das ist schlicht primitiv und nicht menschenwürdig. Auch die Touristen von dort dürfen gerne fernbleiben. Da schnalle ich lieber den Gürtel etwas enger, als deren dreckiges Geld zu nehmen.
  • Pius C. Bünzli 30.09.2019 21:59
    Highlight Highlight Die Saudis morden im Jemen seit Jahren. Ein Kashoggi mehr oder weniger, als würde das was ändern in der Welt des Geldes..
  • Denk-mal 30.09.2019 21:45
    Highlight Highlight Wiederlich! Nicht zurück ins Mittelalter? Nein, ins Altertum!
    • Freethinker 01.10.2019 12:13
      Highlight Highlight In diesem Fall schreibt man widerlich ohne "ie", da es nicht um wiederholen oder dergleichen geht, sondern um entgegnen.
  • Paddiesli 30.09.2019 21:41
    Highlight Highlight Hat jemand etwas Anderes erwartet?
    Und ist diese gleichgültige Kenntnisnahme nicht Teil des Problems?
    Mit der Krim ist es doch Dasselbe.
    Bitz Ziet verstriechräe la, denn mache mer wieter, wie gewohnt.
    Peace & Wirtschaftshappiness
    • The Destiny // Team Telegram 01.10.2019 06:11
      Highlight Highlight Nicht überraschend, die USA hat schließlich auch noch nie Sanktionen bekommen für Ihr wiederliches verhalten.
    • Freethinker 01.10.2019 12:13
      Highlight Highlight In diesem Fall schreibt man widerlich ohne "ie", da es nicht um wiederholen oder dergleichen geht, sondern um entgegnen.
    • Whitchface 01.10.2019 15:56
      Highlight Highlight Krim und Kashoggi sind jetzt aber wirklich zwei komplett andere Dinge. Beim Einen handelt es sich um einen geopolitischen Konflikt der 1944 durch die Sowjetunion (genauer Nikita Chruschtschow, Parteisekretär der Ukraine) geschaffen wurde, beim Anderen um einen eiskalten Auftragsmord. Parallelen zieht hier, wer Parallelen ziehen will.
  • Walter Sahli 30.09.2019 21:39
    Highlight Highlight Ich glaube, Callamard irrt, wenn sie meint, solche Morde liessen sich verhindern. Das Gegenteil ist der Fall. Ich bin überzeugt, dass SA wollte, dass die ganze Welt erfährt, was es gewillt ist, gegen kritische Geister zu tun. Wenn es nur darum gegangen wäre, Kashoggi zum Schweigen zu bringen, hätte es viel einfachere und diskretere Wege gegeben.
  • Schluch 30.09.2019 21:20
    Highlight Highlight ein interessantes interview, danke
  • hämpii 30.09.2019 21:18
    Highlight Highlight Wen ich das so lese wird mir glatt schlecht... Welcher normale Mensch kann nach sowas auch nur im Geringsten von einer Normalisierung der Beziehung zu Saudi-Arabien sprechen?
  • Der Kritiker 30.09.2019 21:11
    Highlight Highlight wenn's nicht so traurig wäre, dann würd ich nach dieser Erkenntnis laut herauslachen, aber leider ist das die Wahrheit.
  • Heinzbond 30.09.2019 20:39
    Highlight Highlight Solange wir am Öl hängen werden dort die Journalisten ermordet und die menschenrechte mit Füsse getreten...
  • Eight5 30.09.2019 20:36
    Highlight Highlight «Saudi-Arabien kann sich sogar aus einem Mord herauskaufen»

    Als ob das die Amis nicht könnten. Kann praktisch jedes Land. Gewisse gehen halt etwas dilettantisch vor (Saudis und Chinesen) andere heuern nur Profis an (Amis, Briten, Russen, etc.)
  • Der Tom 30.09.2019 20:35
    Highlight Highlight Unser Herr Maurer interessierte sich auch nicht dafür. Er erklärte live im SRF er wolle jetzt mit den Saudis über Finanzen sprechen und nicht über diesen Mord.
    • Der Kritiker 01.10.2019 08:36
      Highlight Highlight Maurer würde mit den Saudis lieber über Terror- und Kriegsfinanzierung und mit den damit ausgelösten Flüchtlingsströme sprechen. Hat er die Eier dazu?
  • N. Y. P. 30.09.2019 20:34
    Highlight Highlight Der Mord an Khashoggi steht exemplarisch für gezielte Tötungen von Journalisten.

    UN-Sonderberichterstatterin Agnès Callamard geht den Dingen auf den Grund. Grosser Respekt vor dieser Hartnäckigkeit.

    Auf der anderen Seite haben wir Herr Bundesrat Maurer, der fröhlich lächelnd mit dem saudischen Aussenminister in Davos am WEF fotografiert wurde. Nur 4 Wochen nach dem Mord wollte Herr Bundesrat wieder zur Tagesordnung zurückkehren. Beschämend, Herr Bundesrat.
  • Zingoo 30.09.2019 20:32
    Highlight Highlight Jedes Kind weiss , dass Bin Salman Khashoggi getötet hat. Europa und Amerika lassen sich aber billig kaufen!! Doppelmoral!!
  • Scaros_2 30.09.2019 20:20
    Highlight Highlight Es ist einfach. Die Welt ist widerlich, Geld regiert. Fact.
    • AdvocatusDiaboli 30.09.2019 21:10
      Highlight Highlight Bis zu einem Punkt. Gaddafi, zum Beispiel, konnte sich schlussendlich nicht mehr freikaufen obwohl Geld noch in rauen Mengen vorhanden war.
    • Lessnair 30.09.2019 21:33
      Highlight Highlight Scheisse, sorry, Wurstfinger. Der 2. Blitz sollte das 33. Herz werden.
    • Basti Spiesser 01.10.2019 07:41
      Highlight Highlight @advocatus genau. Auf das hat man es schlussendlich such abgesehen. Gerade Zarkozy...

«IS»-Terroristen nutzen Chaos nach türkischer Invasion

In Nordsyrien mehren sich seit Beginn der türkischen Offensive Berichte von Aktionen der Terrormiliz «IS». Mehrere Extremisten sollen aus einem Gefängnis ausgebrochen sein, zwei Bombenanschläge wurden gemeldet.

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