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Iran sauer auf Trump: «Wollen die USA Saudi-Arabien melken?»

22.05.17, 09:18


U.S. President Donald Trump, left, stands with Saudi King Salman during a photo with leaders at the Gulf Cooperation Council meeting, at the King Abdulaziz Conference Center, Sunday, May 21, 2017, in Riyadh, Saudi Arabia. Trump will use the nation that is home to Islam's holiest site as a backdrop to call for Muslim unity in the fight against terrorism Sunday, as he works to build relationships with Arab leaders. (AP Photo/Evan Vucci)

Haben einen fetten Deal abgeschlossen: Trump und die Saudis. Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Der Iran hat Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen und seinerseits die milliardenschweren Abkommen der USA mit Saudi-Arabien kritisiert. Der iranische Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif wies am Sonntag beim Kurzmitteilungsdienst Twitter die «Attacken» Trumps gegen sein Land zurück.

epa05913026 Iranian Foreign Minister Mohammad Javad Zarif attends a joint press conference with his Georgian counterpart Mikheil Janelidze (unseen) in Tbilisi, Georgia, 18 April 2017. Zarif is on a official visit to Georgia.  EPA/ZURAB KURTSIKIDZE

Mohammed Dschawad Sarif. Bild: ZURAB KURTSIKIDZE/EPA/KEYSTONE

Trump hatte zuvor dem Iran bei einer Rede in Riad Unterstützung des Terrorismus vorgeworfen. «Der Iran finanziert, bewaffnet und bildet Terroristen, Söldner und andere extremistische Gruppen aus», sagte der Präsident. Dies gelte vom Libanon über den Irak bis hin zum Jemen.

Zu den Abkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien im Wert von mehreren hundert Milliarden Dollar, davon 110 Milliarden für Militärgüter, twitterte Sarif: «Handelt es sich um Aussenpolitik» oder wollten die USA Saudi-Arabien «melken»?

Der Iran und Saudi-Arabien sind verfeindet. Der saudiarabische König Salman nannte die Regierung in Teheran die «Speerspitze des Terrorismus». Zugleich äusserte sich Salman entschlossen, die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») «auszulöschen». Saudi-Arabien galt lange als einer der grössten Sponsoren von Extremisten.

Zentrum gegen Terrorfinanzierung

Die USA und Saudi-Arabien teilten weiter mit, sie wollten gemeinsam die Finanzquellen des internationalen Terrorismus austrocknen. Beide Seiten kündigten am Sonntag die Schaffung eines regionalen Zentrums an, das die Finanzströme von Extremisten unterbinden soll.

Unter Führung Washingtons und Riads wird das Terrorist Financing Targeting Center (TFTC) auch die sechs Golfstaaten Kuwait, Katar, Bahrain, Oman und die Vereinigten Arabischen Emiraten an einem Tisch versammeln.

In einer Erklärung des US-Finanzministeriums hiess es dazu, dass das TFTC auch gemeinsame Strafmassnahmen gegen extremistische Gruppierungen koordinieren werde. In den USA hat das Finanzministerium die Federführung im wirtschaftlichen Kampf gegen Terrorismus. (sda/afp)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Luca Brasi 22.05.2017 10:55
    Highlight Komisch. Wenn ich an islamische Terroristen denke, kommen mir immer die saudischen Attentäter bei 9/11, der Saudi Osama bin Laden und andere Fundamentalisten, deren Moscheen von Saudi-Arabien oder Katar gesponsert werden, in den Sinn. Bei Shiiten wie den Iranern kommen mir die vom sunnitischen Herrscherhaus unterdrückte Bevölkerungsmehrheit in Bahrain, die Tötung shiitischer Geistlicher in Saudi-Arabien, die Hisbollah und die Huthi-Rebellen im Jemen in den Sinn.
    Saudi-Arabien, Hort der Menschenfreunde und religiöser Toleranz?
    21 2 Melden
    • Taggart 22.05.2017 14:36
      Highlight Gerade weil die Saudis den Terror bisher unterstützten, muss Trump die Bekämpfung des Terrors so gestalten, dass er die Saudis miteinbeziehen kann, dass er sie also mit im Boot sitzen. Er packt das Problem damit an der Wurzel. Der Haken an der Sache: Der Saudikönig kann zwar viel versprechen, aber die Saudibevölkerung denkt womöglich etwas anders in dieser Sache.
      7 4 Melden
    • Echo der Zeit 22.05.2017 17:39
      Highlight Kürzlich im Iran - Geistlicher verbietet in seiner Gegend - Musik (auch Religiöse). Bring nichts mit - die Iraner sind die Besseren - Bei Sunniten und Schiiten gibt's Extremisten.
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    • Saraina 22.05.2017 19:26
      Highlight Hizbollah...! Wirklich böse Terrororganisationen bedrohen Israel. Die muss man ausrotten. Wenn sie bloss anderen Muslimen oder Christen den Kopf abschneiden, oder Bomben in missliebigen Moscheen platzieren, genügt es, sie zu vertreiben. So ungefähr gemäss Trump.
      Interessanterweise gelten die schiitischen Milizen im Irak allerdings als Verbündete des Westens, obwohl sie Sunnitische Zivilisten massakrieren.

      Echo, willst du jetzt echt "Musik verbieten" mit Selbstmordanschlägen auf Zivilisten vergleichen? Bis vor kurzem war in meinem Kanton Musik und Kino am Karfreitag verboten.
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    • Echo der Zeit 22.05.2017 22:37
      Highlight @Saraina - Der Extremismus ist ein Problem in der Islamischen Welt ob in Saudi oder Iran wie auch im Westen - die Hizbollah kann man nicht einfach so Ausrotten (Extremismus lässt Grüssen). Trump wird ein Härteren kurs gegen den Iran fahren und das ist nicht Gut.
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    • Luca Brasi 22.05.2017 23:10
      Highlight Ich möchte betonen, dass ich schiitischen Terroristen aus dem Iran oder die Unterstützung von schiitischen Milizen im Irak und Syrien, die Zivilisten vertreiben und töten ebenso verabscheue, nur dass in den letzten Jahren viele internationale Attentate in Europa, USA, etc. eben Verbindungen zu Saudi-Arabien aufweisen. Ich habe einfach das Gefühl, dass es Saudi-Arabien nicht wirklich ernst ist mit Terrorbekämpfung und sie mal vor der eigenen Tür kehren sollten, anstatt den Schiiten und regionalen Konkurrenten Iran anzuschwärzen.
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    • Saraina 22.05.2017 23:24
      Highlight Der Terrorismus hatte aber nie nachweislich Verbindung zum saudischen Staat oder Königshaus, wohl aber zum Wahabismus, der dortigen Staatsreligion, und reicher Privatpersonen. Das Königshaus steht unter Druck seitens der Religionsaufsicht. Viele Bürger haben zudem sicher keine Freude an den Verbindungen des Königshauses zu den USA und Israel. Schon Osama Bin Laden hat so begonnen, im Widerstand gegen die eigene Regierung und die amerikanischen Luftwaffenstützpunkte im Land. Die Sauds dürften froh gewesen sein, als die Amis ihm einen Job in Afghanistan verschafften, und haben ihn ausgebürgert.
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