International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wie ein einziger Buchstabe die Welt irritiert

Tippfehler passieren, auch im Umfeld Donald Trumps. Meist kann man darüber schmunzeln. Doch diesmal hat ein falsches «s» aus dem Weissen Haus politisches Gewicht. Grosses Gewicht.



epa06702976 US President Donald J. Trump holds a joint news conference with Nigerian President Muhammadu Buhari in the Rose Garden of the White House in Washington, DC, USA, 30 April 2018. President Trump spoke about his upcoming summit with North Korea, as well as about the Iran nuclear deal.  EPA/JIM LO SCALZO

Bild: EPA/EPA

Ein Artikel von

Spiegel Online

Wer viel tippt, macht auch Fehler, watson-Journalisten genauso wie ihre Kolleginnen und Kollegen anderswo. Nicht immer werden sie vor Veröffentlichung erkannt, das ist dann peinlich und manchmal lustig.

Auch in der Politik bleiben Tippfehler nicht aus. Ein Lapsus des Weissen Hauses in Washington allerdings könnte mehr gewesen sein als nur ein Ausrutscher auf der Tastatur.

Kurz nachdem Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu am Montag erklärt hatte, Iran habe in der Vergangenheit ein geheimes Atomwaffenprogramm unterhalten (was bekannt war) und die Unterlagen dazu in Teheran versteckt, gab das US-Präsidialamt eine fehlerhafte Mitteilung heraus.

Hat? Oder hatte?

«Iran hat ein umfängliches geheimes Atomwaffenprogramm», hiess es in einer offiziellen Pressemeldung und in einem dazugehörigen Tweet. Das allerdings hatte nicht einmal Netanyahu in seiner umstrittenen Pressekonferenz behauptet.

Nachträglich und ohne offizielle Korrektur machte das Weisse Haus aus dem Wörtchen «has» ein «had», aus «hat» also «hatte», den Tweet löschte der Pressestab. Aus einem angeblich andauernden Programm - was ein klarer Bruch des Atomabkommens wäre - wurde so ein gestopptes Programm, über das die Welt seit Langem Bescheid wusste.

Versuchte die US-Regierung hier, Stimmung gegen Iran zu machen und das «Wasser zu trüben», wie ein Berater des früheren US-Präsidenten Obama erklärte? Oder war es ein «Schreibfehler», wie es das Weisse Haus auf Nachfrage von US-Journalisten erklärte?

Unplausibel klingt letztere Erklärung nicht, denn Fehler unterlaufen den Schreibern im Weissen Haus häufiger - genau wie ihrem Chef, US-Präsident Donald Trump. Die BBC listet auf:

HANDOUT - Ein Tweet von US-Präsident Donald Trump beim Kurznachrichtendienst Twitter (Screenshot vom 31.05.2017). Der Tweet sorgt im Netz für Spekulationen, was Trump seinen Followern mit der Wortschöpfung «covfefe» sagen wollte. (zu dpa

Bild: Twitter

Einige Tage lang beschäftigten sich weltweit Menschen mit Erklärungsversuchen: Was ist nur ein «covfefe»? Vielleicht stimmt ja dieser Eintrag aus dem «Urban Dictionary»:

«Wenn du eigentlich 'coverage' sagen willst, aber deine Hände zu dick und zu klein sind, um alle Buchstaben auf deiner Tastatur zu treffen.»

Dafür, dass im Weissen Haus so viele Tippfehler passieren, macht eine BBC-Reporterin die Arbeitsorganisation unter Trump verantwortlich. Es gebe nur eine «Rumpfmannschaft», weil Trump keine Fremden möge, meint sie. Das Personal sei zu knapp bemessen, darum übermüdet, und es würden sich deshalb mehr Fehler einschleichen als sonst.

(cht)

So sieht man aus, wenn man Trump 31 minutenlang zuhören muss

Play Icon

Video: watson

Trump 2018

Für Trump naht in der Russlandaffäre die Stunde der Wahrheit

Link to Article

470'000 Trump-Retweets kamen von automatischen Accounts in Russland

Link to Article

Hillary Clinton überrascht bei den Grammys das Publikum – und Donald Trump ...

Link to Article

Die Trump-Show verzückt die Manager, doch nicht alle lassen sich aus dem Takt bringen

Link to Article

«Die amerikanische Demokratie wird weitere sieben Jahre Trump nicht überleben»

Link to Article

Chef-Korrespondent der «New York Times»: «Die Leute sind hungrig auf Trump-Storys»

Link to Article

Der Bundesrat will Trump am WEF bezirzen – und wird wohl bitter enttäuscht

Link to Article

Geheime Screenshots aufgetaucht – weshalb Donald Trump WIRKLICH in die Schweiz kommt 😂

Link to Article

Zu fett, Haarausfall, geistig «topfit» – Trumps Gesundheitszustand in 4 Punkten

Link to Article

Bringt das «Steele-Dossier» Trump zu Fall? Diese neuen Details sagen: Ja!

Link to Article

Während du dich über ihn aufregst, macht Trump Pläne für seine Wiederwahl

Link to Article

Jetzt räumen die Milliardäre auf – das sind die Folgen des Trump/Bannon-Krieges

Link to Article

«Ein Krieg in Korea wäre wirtschaftlich zu verkraften»

Link to Article

Die Hatz auf Mueller wird zur Gefahr für die US-Demokratie

Link to Article

Trump und die «Pipi-Tapes»: Wer lügt?

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Diese Stars fliehen vor der Feuerhölle in Kalifornien

Es sind erschreckende Bilder, die um die Welt gehen. Im US-Bundesstaat Kalifornien haben mittlerweile 31 Menschen ihr Leben verloren. Über 200 Opfer sind immer noch vermisst.

8000 Feuerwehrleute kämpfen sich durch das Höllenfeuer. Insgesamt wurden mehr als 15'000 Personen evakuiert. Die Häuser vieler US-Stars im Promi-Hotspot Malibu sind komplett abgebrannt. Die Anwesen liegen nur noch in Schutt und Asche. Was die Betroffenen sagen, seht ihr hier: 

Artikel lesen
Link to Article