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epaselect epa07891618 Military forces establish a security perimeter near Paris police headquarters after a man has been killed after attacking officers with a knife in Paris, France, 03 October 2019. According to reports, a man was killed after attacking officers with a knife. Two officers were injured in the incident.  EPA/IAN LANGSDON

Einsatzkräfte in Paris nach der Messerattacke am Donnerstag. Bild: EPA

Angreifer von Paris war Anhänger eines radikalen Islam



Der Angreifer, der in der Pariser Polizeidirektion vier Menschen getötet hat, war nach Angaben der französischen Anti-Terror-Staatsanwaltschaft Anhänger einer radikalen Form des Islam.

Er habe eine radikale Sichtweise des Islam vertreten und Kontakte zu Mitgliedern der radikalislamischen Salafistenbewegung gehabt, sagte Staatsanwalt Jean-François Ricard am Samstag in Paris.

Paris prosecutor Jean-Fran?ßois Ricard gives a press conference at the Paris courthouse, France, Saturday Oct. 5, 2019. French prosecutors opened an investigation Friday that treats the fatal knife attack that a civilian employee carried out at Paris police headquarters as a potential act of terrorism. The longtime police employee stabbed four colleagues to death Thursday before he was shot and killed.  (AP Photo/Rafael Yaghobzadeh)

Staatsanwalt Jean-François Ricard bei der Medienkonferenz. Bild: AP

Der langjährige Mitarbeiter des Polizeipräsidiums hatte am Donnerstag vier Kollegen erstochen und zwei weitere verletzt, bevor er von einem Polizisten erschossen wurde. Bei den Todesopfern handelte es sich um drei Männer und eine Frau.

Erste Ermittlungen hätten ergeben, dass der Täter bestimmten Taten zugestimmt habe, «die im Namen dieser Religion begangen wurden», sagte Ricard. Unter anderem habe er den von Islamisten verübten Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitung «Charlie Hebdo» im Jahr 2015 gutgeheissen, bei dem zwölf Menschen getötet wurden. Auch habe er den Wunsch geäussert, Kontakte zu Frauen einzuschränken, und vor einigen Monaten seine Bekleidungsgewohnheiten geändert.

Der 45-jährige Informatiker, der in der Verwaltung des Polizeipräsidiums arbeitete, war vor 18 Monaten zum Islam übergetreten. Er arbeitete seit 2003 im Polizeipräsidium.

Innenminister Castaner unter Beschuss

Bereits vor dem Bekanntwerden der Details wuchs der Druck auf Innenminister Christophe Castaner. Zunächst hiess es in den Medien, das Motiv der Tat könne ein interner Konflikt gewesen sein. Castaner gab allerdings in Pressestatements nach der Tat keinen Hinweis darauf, dass der Angreifer sich vor der Tat radikalisiert haben könnte. Erst am Freitagabend hatten die Anti-Terror-Ermittler der Staatsanwaltschaft die Untersuchungen übernommen.

epa07892133 French Interior Minister Christophe Castaner (C) flanked by Paris Public Prosecutor, French magistrate Remy Heitz (C-L) and Paris police prefect Didier Lallement (C-R) holds a press conference outside Paris police headquarters after four people have been killed by an attacker with a knife in Paris, France, 03 October 2019. According to recent reports, five people were killed, including the attacker.  EPA/IAN LANGSDON

Innenminister Castaner spricht am Tatort zu den Medien. Bild: EPA

Oppositionspolitiker fordern nun einen Untersuchungsausschuss zu der Messerattacke. Ihrer Ansicht nach hielt der Innenminister Informationen über den mutmasslichen Täter zurück, als er erklärte, der Mann sei zuvor nicht negativ aufgefallen.

Der konservative Abgeordnete Éric Ciotti verlangte eine parlamentarische Untersuchung. Weitere konservative Abgeordnete und Politiker der rechtsnationalistischen Partei Rassemblement National um Marine Le Pen forderten den Rücktritt Castaners.

Für Dienstag sei eine Gedenkfeier in der Polizeipräfektur mit Präsident Emmanuel Macron geplant, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Élysée-Palast. (sda/afp/dpa)

Attentat auf die Redaktion der Satirezeitschrift «Charlie Hebdo»

Frankreich nimmt Abschied von einem Helden

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    Alle Leser-Kommentare
  • Rumbel the Sumbel 06.10.2019 13:22
    Highlight Highlight Möchte nicht wissen, was man dort schon wusste, bevor es zur Tat kam, aber nicht reagierte und unter Verschluss hielt. Was kommt noch? Wie sieht es bei uns aus?
  • Schneider Alex 06.10.2019 05:59
    Highlight Highlight SIcher nur ein bedauerlicher EInzelfall...
  • Cédric Wermutstropfen 05.10.2019 22:45
    Highlight Highlight Das sind dann eben potentielle Folgen, wenn man als Stimmbürger Parteien wählt, die Multikultifreunde sind.
    • cgk 05.10.2019 23:28
      Highlight Highlight Was hat jetzt Multikulti mit Terrorismus und Kriminalität zu tun?
    • RowRow 06.10.2019 03:16
      Highlight Highlight @cgk

      So ziemlich alles!
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 06.10.2019 05:21
      Highlight Highlight Dir ist aber schon klar, dass der Typ zum Islam konvertiert ist?
      Also pack dein braunes Gedankengut wieder ein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clife 05.10.2019 21:17
    Highlight Highlight Religionsfreiheit ist zwar gut, seinen Glauben aber dann zu missbrauchen ist einfach schwach. Ich verurteile nicht die Religion „Islam“, sondern die, die sie einfach komplett daneben ausüben. Religion sollte einfach eine Innere Aufgabe sein und nicht nach Aussen gezeigt werden. Punkt. Schluss.
    • Kubod 05.10.2019 23:39
      Highlight Highlight @Clife
      Es gibt im Islam den grossen und den kleinen Dschihad.
      Der kleine ist derjenige, den Mohhamed vorgelebt hat. Krieg allen Ungläubigen.
      Der grosse ist der Kampf gegen das Böse in einem selbst, um ein besserer Mensch zu werden.
      Dummerweise wollen zu viele Moslems dem Vorbild Mohhameds in den Haddithen nacheifern.
      Der kleine Dschihadd braucht weniger Selbstkritik und weniger Auseinandersetzung mit den eigenen Dämonen. Die Machthaber in islamischen Ländern nutzen das gerne, denn Schuld an allen Problemen sind so immer die aus dem ungläubigen Ausland, an denen man sich dafür rächt.
    • Saraina 06.10.2019 08:51
      Highlight Highlight Das „Krieg allen Ungläubigen“ galt historisch allerdings den Menschen von Mekka, die Mohammed und seine Leute bedrohten. Es galt auch abtrünnig gewordenen arabischen Stämmen, aber nicht den christlichen Reichen, z.B. In Äthiopien. Zudem war es damals keineswegs Brauch, Zivilisten die Kehle durchzuschneiden. Was sich heute in den europäischen und arabischen Städten abspielt, hat keinerlei Präzedenz in der Entstehungsgeschichte des Islam, der Kriegsführung, aber nicht Terror kannte. Allenfalls noch mit den historischen Assassinen, die aber auch nur eine Sekte waren.
    • Kubod 06.10.2019 16:07
      Highlight Highlight @Saraina

      Da redest Du Dir was schön. Aus was für Gründen auch immer.
      Mohamed war ein Mörder, der Männer von feindlichen Volksstämmen eingenhändig schächtete und ihre Kinder und Frauen versklavte.
      Der IS kam seinem Handeln am nächsten. Mit Zwangsprostitution der weiblichen Kriegsgefangenen und der absoluten Brutalität gegenüber Ungläubigen.
      Der IS hat uns so gut gezeigt, was geschieht, wenn Fanatiker dem kranken Vorbild Mohameds nacheifern. Dann befinden wir uns sehr schnell wieder in der Warzone des 7. Jh. und im Blutrausch der damaligen Zeit.
  • Alegoh 05.10.2019 19:51
    Highlight Highlight Wieso hat er denn nun die Tat begangen? Wegen seinen Ansichten oder gab es einen anderen Grund?
    • Foxcroft 05.10.2019 23:46
      Highlight Highlight Ja etwas mehr Hintergrundinfos wären von Vorteil.
      Sobald die Menschen das Wort Islam hören, wissen anscheinend schon alle Bescheid und das Urteil ist auch schon gefällt, da es perfekt in das Muster passt, das die Menschen im Kopf haben. Dank den Medien ist es auch tatsächlich nicht einfach nicht ein Schaf zu sein.
  • Zauggovia 05.10.2019 18:45
    Highlight Highlight Hört sich jetzt zwar an wie eine Verschwörungstheorie, aber das ist ja fast schon eine Vorstufe der Unterwanderung des Systems, wenn radikale Islamisten in solchen Positionen arbeiten.
    • Manulu 05.10.2019 20:11
      Highlight Highlight Das war erst der Anfang.
  • Rumbel the Sumbel 05.10.2019 18:38
    Highlight Highlight Und blieb angestellt.....obwohl man offenbar das eine oder andere wusste.....
    • chicadeltren 05.10.2019 19:35
      Highlight Highlight Französisches Arbeitsgesetz... No chance.
  • Do not lie to mE 05.10.2019 18:10
    Highlight Highlight Es gibt keinen „radikalen Islam“ und auch keinen „gemässigten Islam“.
    Der islamkundige Wissenschaftler Dr. Mordechai Kedar sagt ebenfalls, dass es eine Unterscheidung in gemässigtem und radikalem Islam nicht gibt. Es gibt aber einen politischen Teil des Islams und der muss wie Kanzler Kurz vorschlägt verboten werden.
    • chicadeltren 05.10.2019 19:34
      Highlight Highlight Weil er durchs Verbieten ja sicher verschwindet. 🙄 Man kann es sich auch einfach machen...
    • Herr Ole 05.10.2019 20:20
      Highlight Highlight 1. Natürlich gibt es einen Unterschied. Sonst würden ja alle Muslime „Ungläubige“ abstechen.

      2. Kedar ist für seine extremistischen Ansichten bekannt.

      3. Was willst du konkret verbieten? Islamische politische Parteien? Politische Äusserungen von Muslimen? Oder einfach mal in die Verfassung schreiben: „der politische Islam ist verboten“?

      4. Konsequenterweise müsste ja dann auch das politische Christentum, also EVP, CVP und EDU, verboten werden, oder? Es kann ja nicht sein, dass im aufgeklärten Westen Religionen unterschiedlich behandelt werden.
    • Sapere Aude 05.10.2019 20:27
      Highlight Highlight Es gibt nicht den einen Islam, sowenig wie es das eine Christentum gibt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DemonCore 05.10.2019 18:06
    Highlight Highlight Die Religion des Friedens, eine Religion wie jede andere...
    • postscriptum 05.10.2019 19:03
      Highlight Highlight Sehr zynisch! Und toll, dass du alle in einen Topf schmeisst.
    • DemonCore 05.10.2019 19:40
      Highlight Highlight Diese Umschreibungen stammen von Leuten die den Islam in Schutz nehmen. Ich finde diese Euphemismen zynisch.
  • Saraina 05.10.2019 18:05
    Highlight Highlight Nanu? Gemäss dem Spiegel war er vor 10 Jahren Muslim geworden?
    • Maracuja 05.10.2019 23:09
      Highlight Highlight @Saraina

      Inwiefern ist das für die Tat relevant? Typisch für diese Art Täter ist, dass sie einer radikalen Strömung des Islams angehören. Muslime, die nicht den radikalen Sekten folgen, begehen keine derartigen Taten.
    • Saraina 06.10.2019 00:09
      Highlight Highlight Es ist nicht für die Tat relevant, aber doch seltsam. Ich nehme an, das die Details zum Täter von den französischen Behörden stammen. Ob der Mann vor zehn oder anderthalb Jahren konvertiert ist, ist ja doch eine ziemlich grosse Bandbreite. Man wünscht sich halt Genauigkeit in der Berichterstattung.

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