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«Sorry Bro, dieser Big Mac isst sich nicht von alleine» – warum Muslime dem Dschihad-Aufruf des «IS» nicht Folge leisten können

Vor einer Woche wurde eine Audio-Botschaft des sogenannten «Islamischen Staats» veröffentlicht, in der der selbsternannte «IS»-Kalif, Abu Bakr al-Baghdadi, Muslime weltweit zum Aufstand in Saudi-Arabien aufruft. Ob die Stimme tatsächlich Baghdadi gehört, ist nach wie vor unklar. Klar ist hingegen, was Muslime weltweit von dem Dschihad-Aufruf des «IS» halten. Nicht viel.

Auf Twitter wird die Botschaft der Gotteskrieger ganz schön veräppelt. Das Ganze hat sich zu einem kleineren Twitter-Volkssport entwickelt, wie eine Auswahl der besten Antworten auf die «IS»-Rekrutierungsversuche zeigt. Der Grundtenor der muslimischen Twitter-Komödianten? 

Lust hätten wir vielleicht schon, aber wir haben schlicht keine Zeit.

Der «IS»-Aufruf

IS-Führer: «Alle Muslime sollten den ‹Islamischen Staat› unterstützen, ansonsten wird der Zorn Gottes über uns kommen.»

«Wir rufen alle Muslime eindringlich dazu auf, dem Kampf beizutreten, vor allem diejenigen im Land mit den zwei Schreinen (Saudi-Arabien).»

Die Reaktionen

Maniküre jetzt, Dschihad muss warten

«Sorry, hab mir gerade die Nägel machen lassen.»

Sherlock und eine zivilisierte Gesellschaft reizen irgendwie mehr

«Zu beschäftigt damit, Teil einer zivilisierten und funktionierenden Gesellschaft zu sein. Ah ja, und die neue Staffel von Sherlock in vier Tagen. Das kann ich nicht verpassen.»

First things first

«Sorry, aber dieser Big Mac isst sich nicht von alleine.»

Kein Dschihad nach dem leg-day, soviel ist sicher

«Sorry bruh, morgen ist ‹leg-day› und ich werde höllische Schmerzen haben. »

Shireen ist von der Musik-Kultur beim «IS» nicht begeistert. Ach ja, Musik ist da ja verboten.

«Kann nicht. Zu beschäftigt damit, One Direction anzuhimmeln.»

User Karlo hats mehr mit dem Rücken als mit dem «IS».

Kopftücher für Marmeladen-Gläser!

«Sorry mate, aber ich bin heute Abend damit beschäftigt, meine Konfitüre zu radikalisieren!»

Zuerst Skywalker, dann schauen wir weiter.

«Muss am Sonntag Star Wars schauen. Vielleicht später.»

Offenbar gibt es Parallelen zwischen Star Wars und dem Dschihad ...

«Kein Problem, Jungs. Ihr könnt auch am Montag kommen. Aber schaut den Film als Hausarbeit!»

Der Koran verbietet es ...

«Ich habe gerade den Koran gelesen, er sagt nein. Sorry mate.»

Die Masterarbeit schreibt sich nicht von alleine  ...

«Sorry, muss meine Master-Thesis nächste Woche verteidigen.»

Und wenn er stirbt?

«Ich möchte gerne bis April warten und herausfinden, was mit Jon Snow passiert.»

Dieser User wäre bereit. Fragt sich nur, ob Baghdadi auch whatsapp benutzt ...

«Ok, füg mich der whatsapp-Gruppe hinzu.»

Louis van Gaal ist noch immer im Amt. Mourinho noch immer arbeitslos. Gehts jetzt zum «IS»? 

«Sorry, muss die Twitter-Reaktionen auf die Entlassung von Louis Van Gaal und Mourinhos Anstellung verfolgen.»

Ok, aber nur bis 20 Uhr.

«Mein Vater sagte, ich muss um 20 Uhr zuhause sein. Sind wir bis dahin fertig?»

Hat's noch Platz für arbeitslose Ungläubige?

«Oh, dude, kann ich mitmachen? Ich bin zwar ein Ungläubiger, aber ich habe gerade Fallout 4 durch und nun massig freie Zeit.»

Oh, wart, ich hab doch noch was zu tun.

«Dude es wird Gratis-Addons geben!» – «Oh verdammt. Das habe ich vergessen. Ähm, können wir das Ganze verschieben? Dschihad 2027! Klingt gut, oder?»

Muss Züge reparieren. Sorry.

«Ich würde gerne, aber es gibt einiges an Ingenieur-Arbeiten an Zügen rund um die London Bridge zu tun. Sorry.»

Lyad El-Baghdadi, der Twitterer, der die «IS»-Audiobotschaft auf Englisch veröffentlichte, gehört übrigens nicht zum «Islamischen Staat». Beim Namensvetter des «IS»-Terrorfürsten handelt es sich um einen saudi-arabischen Menschenrechtsaktivisten. Damit das auch alle verstehen, hat el-Baghdadi, nachdem er die Audiobotschaft publik gemacht hatte, noch einen Tweet nachgeschoben ...

Natürlich ist das nicht der Account des «IS»-Führers. Jeder weiss, dass der Kalif nur Tinder und Snapchat benutzt.

(wst)

Und jetzt zu etwas ernsthaftem: Der Terror des sogenannten Islamischen Staates

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