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Am Freitag gab es einen Anschlag auf die Mar-Mina-Kirche in Kairo. Bild: EPA/EPA

«IS»-Terrormiliz reklamiert Anschläge in Kairo und St. Petersburg für sich

29.12.17, 22:13 29.12.17, 23:08


Zu der Attacke auf eine Kirche in Ägypten mit mindestens neun Toten hat sich die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») bekannt. Der Angriff auf die koptische Mar-Mina-Kirche in Helwan südlich von Kairo sei von einer «Kampfgruppe» des «IS» verübt worden, hiess es in einer Stellungnahme des «IS», die dessen Sprachrohr Amaq am Freitag verbreitete.

Nach Angaben des ägyptischen Innenministeriums eröffnete der Angreifer zunächst das Feuer auf ein Geschäft und tötete zwei Menschen, bevor er sich zu der Kirche begab und sieben weitere Menschen erschoss, darunter einen Polizisten. Nach Polizeiangaben wurden zudem fünf Sicherheitskräfte verletzt.

Der Angriff erfolgte nur wenige Tage vor dem Weihnachtsfest der Kopten, das am 7. Januar begangen wird.

Mehrere Angriffe

Der «Islamische Staat» hat den Kopten in Ägypten den Kampf angesagt. In den vergangenen Monaten starben in Ägypten bei mehreren Angriffen auf koptisch-orthodoxe Kirchen dutzende Menschen. Allein Anfang April wurden bei Anschlägen in Alexandria sowie in Tanta nördlich von Kairo 45 Menschen getötet.

Auch zu diesen beiden Taten bekannten sich die sunnitischen Fanatiker des so genannten «Islamischen Staates» («IS»). Einen Monat später töteten bewaffnete IS-Anhänger rund 30 Christen, die auf dem Weg zu einem Kloster waren.

Der «IS» wirft der grössten christlichen Gemeinde im Nahen Osten vor, den Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Sommer 2013 unterstützt zu haben. Der koptischen Minderheit gehören rund zehn Prozent der 90 Millionen Ägypter an.

Weiterer Anschlag in St. Petersburg

Auch die Detonation einer Nagelbombe in St. Petersburg hat die «IS»-Terrormiliz die Tat für sich reklamiert. Der «IS» sei für die Explosion in dem Supermarkt verantwortlich, teilten die sunnitischen Fanatiker vom so genannten «Islamischen Staat» («IS») am Freitagabend über ihre Propagandaabteilung Amaq mit.

Putin zündet in Gedenken an die Opfer der Bombe eine Kerze an. Bild: EPA/RIA NOVOSTI POOL

In einem Supermarkt der Kette Perekrjostok in Russlands zweitgrösster Stadt war am Mittwoch eine selbstgebaute Nagelbombe mit einer Sprengkraft von etwa 200 Gramm Dynamit explodiert. 13 Verletzte wurden in ein Krankenhaus gebracht, zudem gab es zahlreiche Leichtverletzte.

Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete den Vorfall am Donnerstag als einen «terroristischen Akt». (leo/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sebastian Wendelspiess 29.12.2017 23:49
    Highlight Logisch - wie fast jeden Anschlag. Gut fürs Image.
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