DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nach Befreiungsaktion im Irak: IS enthauptet vier kurdische Kämpfer

31.10.2015, 00:1631.10.2015, 06:34

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im Irak offenbar vier kurdische Kämpfer enthauptet. Eine Videoaufnahme der Tat kursiert im Internet.

In dem Video, in dem der vor kurzem erfolgte Einsatz zur Befreiung von 70 IS-Geiseln durch kurdische Kräfte zusammen mit US-Soldaten als Misserfolg dargestellt werden soll, wurden am Ende die vier gefesselten Männer enthauptet. Den Angaben in dem Video zufolge handelte es sich um kurdische Peschmerga-Kämpfer. Unklar war, wann die Enthauptungen stattfanden.

Aufnahmen einer Helmkamera zeigen die Befreiungsaktion eines IS-Gefangenenlagers von kurdischen Kämpfern zusammen mit US-Einheiten vergangene Woche.<br data-editable="remove">
Aufnahmen einer Helmkamera zeigen die Befreiungsaktion eines IS-Gefangenenlagers von kurdischen Kämpfern zusammen mit US-Einheiten vergangene Woche.
Bild: HANDOUT/REUTERS

Kurdische Verbände und US-Spezialeinheiten hatten vor rund einer Woche im Nordirak ein Gefangenenlager des IS gestürmt und rund 70 Geiseln befreit. Bei der Kommandoaktion wurden nach US-Angaben mehrere IS-Kämpfer getötet und fünf Dschihadisten festgenommen. Auch ein US-Soldat wurde getötet.

Zwei Anti-IS-Aktivisten getötet

Im Südosten der Türkei wurden derweil zwei Aktivisten, die gegen den IS in Syrien mobil gemacht haben, nach Angaben ihrer Organisation geköpft. Die beiden Männer seien am Freitag in ihrer Wohnung in der Stadt Sanliurfa gefunden worden, sagte der Gründer der Organisation «Raqqa is being slaughtered silently» (Rakka wird leise abgeschlachtet), Abu Ibrahim Rakkawi, der Nachrichtenagentur Reuters.

Ihnen sei zunächst in den Kopf geschossen und dieser dann abgeschnitten worden. Schon in der Vergangenheit hätten Mitglieder des IS Aktivisten der Organisation getötet. Die Gruppe füllt nach eigenen Angaben ein Informationsloch aus Rakka, nachdem der IS dort das Internet gekappt hat und es keine Journalisten mehr in der Stadt gibt.

IS-Hochburg Rakka

Rakka ist eine IS-Hochburg. Die Miliz regelt dort das öffentliche Leben und lenkt nahezu alle Bereiche, von Schulen über Bäckereien bis hin zu Gerichten und Moscheen. Sie versucht zudem, alle Informationen aus der Stadt zu kontrollieren. (egg/sda/afp/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Weshalb es keine neue Terrorwelle geben wird

Der Anschlag in Kabul war abscheulich. Aber er ist nicht der Auftakt zu einer neuen Terrorwelle im Westen.

Die Bilder des Terroranschlages aus Kabul sind schrecklich, die Bilanz mit weit über 100 Toten schaurig. Zusammen mit dem chaotischen Abzug der US-Soldaten aus Afghanistan weckt dies verständlicherweise die Angst vor einer neuen Terrorwelle auch im Westen. Afghanistan werde wieder zum Trainingscamp für fanatische Muslims, und diese fühlten sich durch den Sieg der Taliban bestärkt, so die Logik hinter dieser Angst. Sie führt auf eine falsche Fährte.

In der jüngsten Ausgabe von «Foreign Affairs» …

Artikel lesen
Link zum Artikel