International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
This frame grab from a video released on Nov. 2, 2017 by the Syrian official news agency SANA shows smoke and debris rising after Syrian government shelling of the Deir el-Zour city during a battle against Islamic State militants, Syria. The Syrian army announced on Friday, Nov. 3 it liberated the long-contested eastern city of Deir el-Zour from the Islamic State group. (SANA via AP)

Kampf um Deir Essor. Bild: AP/SANA

Syrische Regierungstruppen erobern letzte von «IS» kontrollierte Grossstadt zurück



Mit der Einnahme der ostsyrischen Stadt Deir Essor durch Regierungstruppen hat die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») die letzte Grossstadt unter ihrer Kontrolle verloren. Die Truppen von Präsident Baschar al-Assad hatten dabei iranische und russische Unterstützung.

Die Regierungstruppen hätten die «komplette Kontrolle» über die Stadt übernommen, berichteten Staatsmedien am Freitag. Die «IS»-Miliz hatte die Stadt Deir Essor und die umliegende Provinz 2014 fast vollständig in ihre Gewalt gebracht.

Nur wenige Viertel und der Flughafen der Stadt am Euphrat blieben unter Kontrolle der Regierungstruppen. Im September vertrieben diese aber die sunnitische Terrorgruppe aus mehreren Vierteln und drängten sie auch im Umland der Stadt zurück.

Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete von schweren Schäden in der Stadt. Ganze Gebäude seien eingestürzt und viele Fassaden zerstört. Sprengstoffexperten waren damit beschäftigt, die zahlreichen Minen in der Stadt zu entschärfen. Mit dem Fall von Deir Essor haben die Dschihadisten sämtliche Grossstädte verloren, die sie 2014 erobert hatten.

«IS» aus Al-Kaim vertrieben

Im Juli war ihre irakische Hochburg Mossul nach monatelangen Kämpfen an die Regierungstruppen gefallen, und im Oktober verloren sie auch ihre informelle syrische Hauptstadt al-Rakka an das kurdisch-arabische SDF-Bündnis. Inzwischen kontrollieren sie nur noch die Stadt Abu Kamal an der Grenze zum Irak und einige Ortschaften auf der anderen Seite der Grenze.

Die irakische Armee nahm derweil nach eigenen Angaben die Ortschaft Al-Kaim ein. Am Freitagmorgen seien die «IS»-Stellungen in der Stadt von Artillerie und Kampfflugzeugen bombardiert worden, bevor die Anti-Terror-Kräfte der Armee nach Al-Kaim eingedrungen seien, sagte General Noman al-Sobai.

Zahlreiche Dschihadisten würden mit ihren Familien nach Abu Kamal fliehen, erklärten die Hasched-al-Schaabi-Milizen, die an der Offensive beteiligt sind. Laut der internationalen Anti-«IS»-Koalition befinden sich noch rund 1500 «IS»-Kämpfer in der Wüstenregion um Abu Kamal, wo die letzte grosse Schlacht mit der Extremistengruppe erwartet wird. Die syrische Armee steht 40 Kilometer vor der Stadt.

Zwei Resolutionen zu C-Waffen-Inspektoren

Unterdessen kündigte sich ein Streit im UNO-Sicherheitsrat zwischen Russland und den USA über die Chemiewaffeninspektoren in Syrien an. Moskau und Washington brachten jeweils einen Resolutionsentwurf zu der anstehenden Verlängerung des Mandats der Expertenmission der UNO und der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) ein.

Der russische Entwurf verlangt, dass der Bericht eines Ermittlerteams zum Chemiewaffenangriff auf die Ortschaft Chan Scheichun im April «eingefroren» wird, bis eine neue «umfassende und hochqualitative Ermittlung» vor Ort stattgefunden habe.

Die UNO-Experten hatten die syrischen Regierungstruppen für den tödlichen Angriff mit über 80 Toten verantwortlich gemacht. Russland wies den Bericht als unprofessionell zurück.

Das Mandat der Chemiewaffeninspektoren in Syrien will Moskau zunächst nur um sechs Monate verlängern. Es ist unwahrscheinlich, dass der Entwurf die Zustimmung der USA, Frankreichs und Grossbritanniens erhält.

Die USA brachten am Donnerstag einen eigenen Resolutionsentwurf im Sicherheitsrat ein, der eine Verlängerung des Mandats der Inspektoren des Gemeinsamen Untersuchungsmechanismus (JIM) um zwei Jahre vorsieht. Das Mandat läuft am 16. November aus. (sda/afp)

«Historisches Verbrechen»

Play Icon

Video: watson/Nico Franzoni

Die ehemalige «IS»-Hauptstadt Raqqa

Das könnte dich auch interessieren:

Wir wollen viel zu viel: Sexbots, die was fühlen und geklonte Mammuts

Link to Article

Sozialdetektive-Befürworter leaken Betrüger-Videos – laut Datenschützer ist das verboten

Link to Article

5 Hashtags, die viral gingen und tatsächlich etwas verändert haben

Link to Article

Lieber Arno, ich glaube leider, es ist wirklich an der Zeit zu gehen

Link to Article

27 Witze, die jeden Nerd zum Schmunzeln bringen

Link to Article

Vormarsch der Demokraten: Es gab doch eine «Blaue Welle» bei den Midterms

Link to Article

Mayotte – Europas zerrissenes Paradies am Ende der Welt

Link to Article

Ein junger Jude verliebt sich in eine Schickse – Orthodoxe fühlen sich im falschen Film

Link to Article

Hallo, Impfgegner – diese 7 Antworten zur Grippeimpfung sind speziell für euch

Link to Article

Die 11 schönsten Höhlen der Welt, in denen du dich vor der Fasnacht verstecken kannst

Link to Article

Die tiefe Spaltung der USA ist alarmierend – und ein Zeichen der Zeit

Link to Article

Wichtig: Eine Rangliste der 18 besten Drunk Foods aus aller Welt 🍺🍕🍻🍔🍺

Link to Article

Wie zwei Nerds die Welt eroberten – und ihre Ideale verrieten

Link to Article

Diese 10 Dinge kommen Ausländern als Erstes in den Sinn, wenn sie an die Schweiz denken

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Eklat beim F1-Grand-Prix von Brasilien: Verstappen pöbelt Ocon nach dem Rennen an

Link to Article

Es ist Tag der schlechten Wortspiele oder wie wir vom Sport sagen: Heimspiel!

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Midterms in Florida: Die Stimmen müssen neu gezählt werden

In Florida kommt es wegen des knappen Wahlausgangs zu einer Neuauszählung der Stimmen in zwei vielbeachteten Rennen der US-Wahlen. Das meldeten mehrere US-Medien am Samstag übereinstimmend unter Berufung auf Behördenvertreter in Florida.

Die Wahlgesetze in dem Bundesstaat sehen eine maschinelle Neuauszählung der Stimmen vor, sofern der Unterschied zwischen zwei Kandidaten 0,5 Prozentpunkte unterschreitet. Dies ist demnach nun der Fall – sowohl im Rennen um einen Senatssitz des …

Artikel lesen
Link to Article