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Gemäss Pentagon ist jetzt auch der zweite Al-Harzi-Bruder tot

Das US-Verteidigungsministerium hat erneut den Tod eines hochrangigen Mitglieds der Terrormiliz Islamischer Staat verkündet. Ein Tunesier soll bei einem Luftangriff am 16. Juni in Schadadi in der syrischen Provinz Hassaka getötet worden sein.



Beim Getöteten handle es sich um Tarek ben Tahar al-Awni al-Harzi, erklärte Pentagon-Sprecher Jeff Davis am Donnerstag in Washington. Der Mann soll mit der Rekrutierung von IS-Kämpfern und der Organisation von Reisen der IS-Kämpfer betraut gewesen sein.

Ausserdem habe er Gelder für die Dschihadistenorganisation eingetrieben und sich am «Kauf und Transport von Waffen aus Libyen bis nach Syrien» beteiligt. Tarek al-Harzi beteiligte sich den Angaben zufolge zudem an der Organisation von Selbstmordanschlägen mit sprengstoffbeladenen Fahrzeugen im Irak.

Kommt dir dieses Gesicht bekannt vor?

Bereits vor anderthalb Wochen hatten die USA den Tod eines gewissen Al-Harzi bei einem US-Luftangriff am 15. Juni im irakischen Mossul bekanntgegeben. Dabei handelte es sich um Ali al-Harzi, den Bruder von Tarek. In einer ersten Meldung war allerdings fälschlicherweise die Rede von Tarek – worauf dessen Bild umgehend die Runde machte und - wie die Tweets zum Thema beweisen – noch immer für Verwirrung sorgt. (kad)

Jetzt sollen beide tot sein - doch Vox-News illustrierte die Meldung zum Tod von Ali mit einem Bild von Tarek...

... und diese Bild zum Tod von Tarek zeigt dessen Bruder Ali.

«Sein Tod verringert die Fähigkeit der Gruppe Islamischer Staat, ausländische Kämpfer in die Kämpfe in Syrien und im Irak zu integrieren, und Männer und Waffen zwischen Syrien und dem Irak hin und her zu verschieben.»

Pentagon-Sprecher Jeff Davis

Auf den Tunesier hatten die USA ein Kopfgeld von drei Millionen Dollar ausgesetzt. Nach Angaben eines hochrangigen Pentagon-Vertreters war Tarek al-Harzi in seinem Heimatland Tunesien in einem Terrorismus-Prozesse in Abwesenheit zu 24 Jahren Haft verurteilt worden. Er zählte den Angaben zufolge zu den IS-Anführern in der Grenzregion zwischen Syrien und der Türkei und war dort für den Empfang und die Ausbildung ausländischer Dschihadisten verantwortlich.

Der IS hatte im Sommer vergangenen Jahres in einer Offensive grosse Teile des Iraks und Syriens überrannt. Vor einem Jahr riefen die Dschihadisten das grenzüberschreitende «Kalifat» Islamischer Staat aus. Die USA stehen an der Spitze einer internationalen Koalition, die den Kampf gegen den IS mit Luftangriffen unterstützt. (kad/sda/afp)

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