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epa05026794 Indian Muslims and children hold candles and slogans against ISIS as they organize a candle light vigil for the victims of the deadly terrorist Paris attacks in Bhopal, India, 15 November 2015. More than 120 people have been killed in a series of attacks in Paris on 13 November, according to French officials. Eight assailants were killed, seven when they detonated their explosive belts, and one when he was shot by officers, police said. French President Francois Hollande says that the attacks in Paris were an 'act of war' carried out by the Islamic State extremist group.  EPA/SANJEEV GUPTA

Bild: SANJEEV GUPTA/EPA/KEYSTONE

So funktioniert der Islamische Staat: Seine Strategie, sein Geld und seine Ziele

Der Islamische Staat (IS) trägt seinen Kampf in andere Länder – wie bei den Anschlägen in Paris. Seine Botschaft: Wer uns angreift, wird angegriffen. Was will der IS damit erreichen? Und wie stark ist er wirklich?

Sven Altermatt, Michael Wanner und Martin Gehlen, Kairo / Aargauer Zeitung



Ausgerechnet an diesem Tag. Es sollte ein Befreiungsschlag werden, als der amerikanische Präsident Barack Obama am Freitag in einem Interview erklärte: Der Islamische Staat (IS) gewinne «momentan nicht an Stärke». Sein Team habe eine Strategie entwickelt, um die Terroristen einzudämmen.

Wenige Stunden später eröffnete der IS eine neue Front. Paris wurde erschüttert von Anschlägen. Die Angreifer kamen kurz nach 21 Uhr. Sie feuerten mit schweren Waffen auf Menschen, die in Cafés sassen. Verwandelten ein Konzert in ein Blutbad. Zielten auf alles, was sich bewegte.

An diesem Freitag verübte der IS seine bislang brutalsten Anschläge im Westen. Und in Washington trat Obama, fahl im Gesicht, erneut vor die Mikrofone. Als «feigen Terror» brandmarkte er die Anschläge.

Paris gedenkt den Toten

Der IS sieht das anders. Er versteht sich nicht als Terrormiliz – sondern als Staat. Und als solchen sieht er sich im Krieg. Weil Frankreich im Irak und in Syrien gegen ihn kämpft, verlagert der IS seinen Terror nun eben nach Paris. Tatsächlich soll einer der Angreifer, so berichten Augenzeugen, seine Tat «mit dem Engagement Frankreichs» gerechtfertigt haben.

Seine neue Strategie

Wer uns angreift, wird angegriffen. Nicht zum ersten Mal handelt der IS in diesen Wochen nach diesem Muster. Anschläge in der Türkei, Attentate in Beirut, wohl auch das zum Absturz gebrachte Passagierflugzeug in Sharm el-Sheikh: All dies wird dem IS zugerechnet. Die Terroristen tragen den Krieg in jene Länder, die gegen sie kämpfen oder den Kampf zumindest unterstützen. Lange verfolgten sie eine regionale Agenda. Jetzt trifft es auch den Westen.

Roland Popp vom Zentrum für Sicherheitsstudien an der ETH Zürich spricht von einer Kehrtwende. «Im Gegensatz zu al-Kaida operierte der IS lange nicht mit Terroranschlägen im Ausland, sondern mit klar umrissenen Zielen in einem klar definierten Herrschaftsgebiet.» Nun greife offenbar auch der IS zum «Mumbay-Stil»: mehrere Anschläge an mehreren Orten gleichzeitig.

Ganz überraschend kommt diese Entwicklung aber nicht. Der deutsche Islamwissenschafter Christoph Reuter spricht von «einer Diktatur, die um jeden Preis expandieren will». Während Monaten recherchierte er im Innenleben des IS. Mit «Die schwarze Macht» hat er im Sommer ein Buch vorgelegt, das bereits als Standardwerk gilt. «Anschläge sind für den IS kein Selbstzweck», schreibt Reuter, «sondern unterliegen dem Kalkül der Machterweiterung.» Früh war für ihn klar: Der IS ist fähig, auch im Westen einen grossen Anschlag auszuführen. Immer wieder wurden globale Ambitionen laut. Nur standen solche lange nicht auf der Prioritätenliste.

Vor den Anschlägen in Paris hatten die Sicherheitskräfte keine konkreten Erkenntnisse, dass der IS von sich aus Anschläge in Europa plante. Das muss die IS-Führung aber auch gar nicht. Dutzende Attentäter in Europa hatten sich bereits auf sie berufen. Manche von ihnen pflegten nicht mal einen direkten Kontakt zum IS. Wie stark die Pariser Attentäter organisatorisch angebunden waren, ist noch unklar.

Seine Ziele

Der Islamische Staat ist keine religiöse Sekte und kein Verbund der Fanatiker. Vielmehr versteht er sich als islamistisches Staatsprojekt, dessen Kämpferzellen wie Krebsgeschwülste metastasieren. Seine Anhänger träumen von einer islamischen Utopia, wie sie angeblich zu den goldenen Zeiten des Propheten Mohammed existierte. Die Mehrheit der Muslime, die mit dem IS nichts zu tun haben will, praktiziert demnach einen vermeintlich falschen Islam.

Der IS ist 2003 aus der irakischen al-Kaida hervorgegangen. Heute herrscht er über grosse Gebiete im Irak und in Syrien. Hier hat sich ein islamistisches Reich etabliert. Regiert wird es vom selbst ernannten Kalifen Ibrahim, der ein gottgefälliges «Leben in Würde und Stolz» verspricht. Der Islamische Staat ist aufgeteilt in Provinzen, es herrscht strenge Bürokratie. In Schulen werden Kinder indoktriniert, Gerichte sprechen Scharia-Urteile und Sittenpolizisten unterdrücken jeglichen Widerstand. Mit vielem lässt sich der IS mittlerweile in Verbindung bringen: mit Folter, Massenmorden und Geiselnahmen, mit Ölschmuggel, Menschenhandel und Schutzgeldern. Seine militärischen Fähigkeiten sind, so befürchten Terrorfachleute, denen von Eliteeinheiten ebenbürtig. Der regelrechte Todeskult macht seine Kämpfer bis zum letzten Atemzug kaltblütig.

Seine Finanzierung

Der Erfolg des IS basiert mitunter auf seinen finanziellen Mitteln. Die Terrorgruppe hat gleich mehrere Einnahmequellen. In den kontrollierten Gebieten unterhält der IS staatsähnliche Strukturen, verlangt Steuern und erpresst Schutzgeld.

Unternehmen müssen Wegzölle bezahlen. Eigentum von Feinden und Zivilisten, die geflüchtet sind, vereinnahmen die Terroristen. Hinzu kommt der Handel mit geplünderten Kulturgütern, so sie denn nicht zerstört werden, und das Erpressen von Lösegeld von Gefangenen. Allein mit gekidnappten europäischen Journalisten hat der IS schon Millionen eingenommen.

Die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle des IS ist aber der Handel mit Erdöl. Die Terrororganisation hat gezielt Gebiete mit Erdölfeldern und Raffinerien erobert, etwa im Osten Syriens. Die «Financial Times» schätzt die vom IS kontrollierte Produktionskapazität auf 34'000 bis 40'000 Fässer pro Tag. Das Erdöl wird auf dem Schwarzmarkt verkauft. Damit erzielen die Terroristen Einnahmen von etwa 1.5 bis 2 Millionen Dollar täglich. Eine Studie der Carnegie-Stiftung schätzt die Jahreseinnahmen des IS gar auf 1.5 Milliarden Dollar.

Mit dem Geld hält der IS gewisse staatliche Leistungen aufrecht, kauft Waffen und bezahlt seine Kämpfer. Laut dem «Economist» zahlt der IS seinen Kämpfern 400 Dollar im Monat – mehr als syrische Rebellengruppen oder die irakische Regierung. Auch die Propaganda-Maschine wird mit dem Geld in Schwung gehalten.

Seine Propaganda

Hinter dem Erfolg des IS steckt eine wohl orchestrierte Kommunikationsstrategie. Laut dem Washington Institute, einer amerikanischen Denkfabrik, hat der IS in einer einzigen Woche 123 Botschaften in sechs Sprachen kommuniziert, 24 davon in Videos. Für die Verbreitung seiner Botschaften nutzt der IS in erster Linie soziale Netzwerke. Geschätzte 50'000 Twitter-Accounts sollen IS-Sympathisanten insgesamt unterhalten.

Im Westen wurden vor allem die surrealen Enthauptungsvideos bekannt. Die Videos sind professionell im Stile Hollywoods produziert. Die Bilder so schockierend, dass sie sich, einmal im Netz, praktisch automatisch über westliche Medien verbreiten. Kommuniziert werden aber nicht nur Bilder von Enthauptungen und Aufrufe zum Heiligen Krieg.

Auch die Utopie von einem islamischen Staat spielt eine zentrale Rolle – mit Bildern von Krankenhauseröffnungen und lachenden Schulkindern. Die Botschaft: Wir bauen etwas Bleibendes auf, sorgen uns um diejenigen, die sich uns anschliessen. Die Propaganda zielt vor allem auf junge männliche Muslime, die sich nach einer Perspektive sehnen. Während der Fokus der Kommunikation auf dem Nahen Osten liegt, fühlen sich Jugendliche und Nachahmer in aller Welt angesprochen. Bis zu 30'000 ausländische Kämpfer haben sich dem IS offenbar bereits angeschlossen.

Seine Zukunft

Der Islamische Staat scheint nicht mehr nur eine Gefahr für den Nahen Osten. In seinen Kernlanden in Syrien und im Irak ist «die grosse Expansionsphase» zwar vorüber, wie ETH-Sicherheitsexperte Roland Popp sagt. Schon jetzt schafft es der IS nicht mehr, Volk und Finanzen zusammenzuhalten. Doch wie schlagkräftig der IS bleibt, zeigen die jüngsten Anschläge. Besiegen lässt sich der IS wohl nur, wenn seine Staatsbasis zerstört wird.

In Syrien und im Irak fehlen die Voraussetzungen dafür: Die irakische Armee ist nur noch ein hohles Gerippe. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad lässt die Dschihadisten weitgehend unbehelligt, weil diese ihm andere Rebellen vom Hals halten. Wirklich Krieg gegen den IS führen nur noch amerikanische Kampfjets in der Luft und kurdische Truppen am Boden. Frankreich und Australien sind symbolisch dabei. Russland und der Iran verteidigen vor allem Assad. Die anderen Regionalmächte dagegen halten sich weitgehend heraus.

Und so erweist sich die vor gut einem Jahr ausgerufene internationale Strategie gegen den IS zunehmend als wirkungslos. Spätestens seit der Mordnacht von Paris dürfte der zivilen Welt klar geworden sein, dass sie dem IS weitaus härter entgegentreten muss als bisher. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pipapo 16.11.2015 16:59
    Highlight Highlight Sorry, mein Input gehört eigentlich weiter nach unten...
  • Pipapo 16.11.2015 16:42
    Highlight Highlight Dieser 'Unwille' beginnt ganz klar mit der mangelnden Bereitschaft, Deutsch zu lernen. Und mit fehlenden Sprachkenntnissen versagt man sich die Chance auf Integration ziemlich sicher selber.
  • demokrit 16.11.2015 11:25
    Highlight Highlight Die Amerikaner benutzen den IS praktisch auch nur als Bauern (wenn ich diese Schachanalogie verwenden darf), da sie Assad nicht stärken wollen. Glaubt man Frau Carla Deponte sind es eher die Russen, die etwas stärker gegen den IS vorgehen (wobei der Fokus aber offenbar auch auf den "moderaten" Rebellen liegt. Der IS wird von zu vielen Grossmächten lange als legitimes Mittel betrachtet. Insbesondere auch für die mit den Amis affilierten Türken.
  • ferox77 16.11.2015 11:16
    Highlight Highlight Nachdem fast quartalsweise die Zahlen gewaltbereiter Islamisten in westeuropäischen Ländern Rekordwerte erreichen, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Ähnliches in D oder in der CH passiert. In Tunesien ist der Staat Schuld, weil er einen hohen Druck auf die Islamisten ausübt, in D und in der CH wird es die unzureichende Willkommenskultur und zu wenig Sozialhilfe sein,die für die Toten verantwortlich sein wird.
    So oder so,sind es bewegte Zeiten, die bisweilen ganz amüsant sein können,wenn man beobachtet, wie die Politik eine logische Schlussfolgerung wie der Teufel das Weihwasser meiden.
    • ferox77 16.11.2015 11:59
      Highlight Highlight 2)
      Der Islam ist sehr leicht als Ideologie zu missbrauchen und nicht reformierbar. Diesen Umstand müsste man analysieren und entsprechende Schlussfolgerungen daraus ziehen. Stattdessen werden z. B. in D Staatsverträge zu Gunsten islamischer Feiertage geschlossen. Stattdessen sind die Zurückgebliebenen z. B. von Pegida Staatsfeind Nummer Eins und Islamisierung findet nicht statt. Wie gesagt, es ist und bleibt amüsant.
    • LaPaillade #BringBackHansi 16.11.2015 13:06
      Highlight Highlight Wie kommst du denn zur Annahme, dass der Islam nicht reformierbar ist?
  • Quool-Puut 16.11.2015 10:44
    Highlight Highlight Wer kauft dem IS das (gestohlene) Öl ab?
    Wie wird das Geld nach Europa geschoben, um damit Waffen zu kaufen?
    Wer verkauft die Waffen?
    Wer profitiert von alledem, finanziell?

    Es würde sich lohnen, mal die Spur des Geldes sauber aufzuarbeiten.
    • Hayek1902 16.11.2015 11:15
      Highlight Highlight 1. ich nehme mal an hauptsächlich türken und andere araber, die dann das öl als das öl ihres jeweiligen landes verkaufen.
      2. die haben auch internet, ebanking, crypto-währungen und zur not halt per kurrier
    • Quool-Puut 16.11.2015 12:21
      Highlight Highlight Wäre es demnach hilfreich, wenn die Öl-Verkäufer so etwas wie ein "Fair-Trade"-Label einführen würden? Damit man als Konsument entscheiden kann, ob man mit seinem Benzin-Kauf den IS unterstützen will oder nicht?
    • Quool-Puut 16.11.2015 14:27
      Highlight Highlight Bezüglich der Waffen: Anscheinend aus Restbeständen aus den Balkankriegen, gehandelt in Brüssel, sagt Reuters:
      http://uk.reuters.com/article/2015/11/16/uk-france-shooting-belgium-guns-insight-idUKKCN0T505120151116
    Weitere Antworten anzeigen
  • magicfriend 16.11.2015 10:02
    Highlight Highlight Der Westen hat damals die Lorbeeren für sich beansprucht, als in Libyen, dem Irak und in Afghanistan die Despoten gestürzt wurden. Hinterlassen hat man ungeordnete Staaten, aufgerissene neue Konflikte zwischen eigenen Volksgruppen und die Einnistung terrornaher Organisationen. Es reicht eben nicht, die Despoten zu verjagen und an das Gute zu glauben, die vorher Unterdrückten würden dann ein demokratisches System nach westlichem Vorbild errichten. Es kam in JEDEM einzelnen Fall anders.
    Mit Luftangriffen und Wirtschaftsembargos wird man dem nicht Herr. Eine Lösung ist nun kaum mehr in Sicht.
  • klugundweise 16.11.2015 09:32
    Highlight Highlight Krieg und Bomben haben weder n Lybien, Afghanistan, Irak oder Palästina eine Lösung gebracht sondern Armut, Verbitterung und ein Machtvakuum als Nährboden für den Terrorismus. Sobald die Menschen dort die Mittel zum überleben und eine Perspektive erhalten gibt es Ruhe. Also es liegt an den Grossmächten aber auch an Saudi-Arabien, ISRAEL, und an UNS.
  • Finöggeli 16.11.2015 08:43
    Highlight Highlight die Lösung wäre gar nicht so schwierig und heisst Offenheit: wenn Europa die Flüchtlinge ernsthaft integrierten würde, läuft dem IS früher oder später die ganze Zivilbevölkerung weg. Ein islamischer Staat funktioniert nicht, wenn nur ein paar selbsternannte Götter darin wohnen und niemand sich um das Fundament kümmert.
    • stookie 16.11.2015 10:21
      Highlight Highlight Tut mir leid für die vielen Blitze. Ist schon sehr viel wahres dabei.
      In den letzten 50 Jahren, wieviel ernsthafte Integration wurde betrieben? Nicht nur bei Flüchtlingen. Die Türkischen Gastarbeiter in Deutschland? Die Italienischen in der Schweiz? Algerier in Frankreich?
      Kommt mir nicht mit "die müssen sich anpassen und integrieren" wenn ihnen die Chance dazu von Anfang an verwehrt wird. Zusammenleben funktioniert nur ZUSAMMEN. Das sollte jetzt auch der letzte Depp eingesehen haben.
    • Pipapo 16.11.2015 12:39
      Highlight Highlight @stookie: Bitte liefern Sie Beispiele, welche Chancen zur Integration den Italienern in der Schweiz verweht wurden. Bitte belegen Sie ebenfalls, wie Integration heute verwehrt wird.
    • stookie 16.11.2015 13:47
      Highlight Highlight Mein Lieblingsbeispiel: Mein Vater wollte nicht dass meine Sandkastenfreunde (Italiener) in meinem Zimmer spielen. Weil sie vermutlich etwas klauen könnten. Hat er zumindest jahre danach mal mir gesagt.
      Verwehrte Integration beginnt nicht beim Sprachkurs sondern beginnt bei jedem einzelnen im Kopf. Sicherlich, die Gastarbeiter von damals sind ein spezielles Thema da auch sie dachten "wir gehen irgendwann mal wieder heim".
      Dann bekamen sie Kinder, Enkelkinder und alle fragten sich irgendwann mal "wo ist mein daheim" aber das, ist ja eine andere Geschichte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dracului 16.11.2015 08:04
    Highlight Highlight Ich kann nachvollziehen, dass man "härter" vorgehen muss. Nur wie? Was sind denn sinnvolle Massnahmen? Mir scheint, dass alle nur reden, drohen oder Kampfflugzeuge und Lenkwaffen antworten. Terrorismus ist der Krieg des armen Mannes und kann mit Waffen nicht gewonnen werden.
    • sapperlord 16.11.2015 15:11
      Highlight Highlight darum ist mir schleierhaft warum man gleich wieder anfängt zu bombadieren. das regt doch nur noch mehr gewalt an bei dem IS.

«Wir sprechen hier von einem Nato-Mitglied, das Bomben auf Zivilisten abwirft»

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Frau Hess, am Dienstagabend kamen Sie von Nordsyrien zurück. Was haben Sie dort gemacht? Maja Hess: Ich war Teil einer internationalen Ärztedelegation, bestehend aus acht Medizinern aus Deutschland, Dänemark, Schweden und der Schweiz. Auf Einladung der Hilfsorganisation Kurdischer Roter Halbmond bereisten wir während einer Woche die Gebiete, die von der türkischen Invasion betroffen sind. Unsere Mission war in erster Linie zu beobachten, wie es den Leuten geht, an was es ihnen fehlt und das …

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