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FILE - This file image made from video posted on a militant website Saturday, July 5, 2014, purports to show the leader of the Islamic State group, Abu Bakr al-Baghdadi, delivering a sermon at a mosque in Iraq during his first public appearance. The Islamic State group has released a new message purportedly from its reclusive leader, claiming his self-styled “caliphate” is doing “well” despite an unprecedented alliance against it. (AP Photo/Militant video, File)

Abu Bakr al-Bagdadi, selbst ernannter «Kalif» der Terrormiliz «Islamischer Staat».
Bild: AP/Militant video

«IS»-Anführer Al-Bagdadi ruft zu Aufstand in Saudi-Arabien auf und droht Israel mit Anschlägen

Der Chef der Dschihadistenmiliz «Islamischer Staat» («IS»), Abu Bakr al-Bagdadi, hat am Samstag in einer ihm zugeschriebenen Audiobotschaft zu einem Aufstand in Saudi-Arabien aufgerufen. Zugleich kündigte er Angriffe in Israel an.



Sollte sich die im Internet veröffentlichte 24-minütige Aufnahme als authentisch herausstellen, wäre sie die erste seit sieben Monaten, in denen der «IS» im Irak und in Syrien schwere Rückschläge erlitt.

In dem Beitrag wird die von Saudi-Arabien am 15. Dezember angekündigte Koalition aus 34 Ländern gegen den «IS» kritisiert. Diese Koalition, die sich den Kampf gegen das vom «IS» in Syrien und im Irak ausgerufene Kalifat zum Ziel gesetzt habe, werde fälschlich «islamisch» genannt. «Wäre diese Koalition islamisch, hätte sie dem Volk in Syrien den Sieg und ihre Hilfe gebracht», heisst es weiter.

Die Menschen in Saudi-Arabien werden aufgerufen, «sich gegen die vom Glauben abgefallenen Tyrannen zu erheben» und ihre Glaubensbrüder in Syrien, im Irak und im Jemen «zu rächen».

Ausserdem werden Angriffe gegen Israel angekündigt, denn der «Islamische Staat» habe Palästina keinen einzigen Augenblick lang vergessen. «Bald, mit Gottes Erlaubnis, werdet ihr die bebenden Schritte der Mudschaheddin (heiligen Krieger) hören», sagte der IS-Anführer. Palästina werde Israels Friedhof sein.

Der «IS» hatte im Sommer vergangenen Jahres grosse Teile Syriens und des Nordiraks erobert. In den von ihnen kontrollierten Gebieten proklamieren die Dschihadisten islamisches Schariarecht und verüben immer wieder Gräueltaten.

Einheimische Truppen und eine Militärkoalition unter Führung der USA bekämpfen den «IS» in beiden Ländern aus der Luft. In Syrien fliegt seit Ende September auch Russland Luftangriffe. (viw/sda/dpa)

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