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Internationale Konferenz in Syrien zu ausländischen Dschihadisten



Im Nordosten Syriens hat am Samstag eine internationale Konferenz zum Umgang mit inhaftierten ausländischen Dschihadisten begonnen. Rund 200 Delegierte, unter ihnen Experten aus Frankreich und den USA, versammelten sich auf Initiative der syrischen Kurden zu dreitägigen Beratungen in der Stadt Amuda.

Die Gastgeber fordern internationale Unterstützung im Umgang mit gefangen genommenen Kämpfern und deren Angehörigen nach dem militärischen Sieg über die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Im März hatten Truppen unter kurdischem Kommando mit Hilfe der US-geführten internationalen Anti-IS-Koalition die letzte Bastion der Dschihadisten im Osten Syriens eingenommen.

Vor Gericht schwer nachweisbar

Rund tausend ausländische mutmassliche Dschihadisten und rund 13'000 Angehörige harren seitdem in überfüllten Gefängnissen und Lagern in den syrischen Kurdengebieten aus. «Es herrscht internationaler Konsens darüber, dass dringend gehandelt werden muss», erklärten die Organisatoren der Konferenz.

FILE - In this Tuesday, July 18, 2017 file photo, Suspected Islamic State members sit inside a small room in a prison south of Mosul, Iraq. A leading international human rights organization is criticizing the Iraqi government for holding thousands of prisoners, including children, in degrading and

Aufnahme aus einem überfüllten Gefängnis im Irak. Bild: AP

Die Kurden hatten mehrfach gefordert, dass die Herkunftstaaten ihre Staatsbürger zurücknehmen und vor Gericht stellen. Die meisten Länder sind dazu jedoch nicht bereit, unter anderem weil in den Kampfgebieten begangene Verbrechen vor Gericht nur schwer nachweisbar sind. Ein weiterer Vorschlag besteht nun darin, mit ausländischer Hilfe einen internationalen Gerichtshof in Syrien einzusetzen.

(dsc/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dirk Leinher 06.07.2019 20:44
    Highlight Highlight Da gibt es sicher keine einfache Lösung. Die USA und deren Partner haben grossen Anteil an der Destabilisierung Syriens. Der IS wurde erst ernsthaft bekämpft, als im Westen durch das Eingreifen Russlands die syrische Regierung wieder stabilisiert wurde und der IS dort zurückgedrängt wurde. Der Westen sollte Syrien 100 Milliarden für das angerichtete Leid zahlen und sich endlich zurückziehen. Dann gäbe es Chancen auf eine konstruktive Lösung
    • Saraina 07.07.2019 12:32
      Highlight Highlight Die Frage ist, wohin mit den ausländischen Kämpfern, deren Frauen und deren Kindern. Eine konstruktive Lösung würde auf jeden Fall die Rücknahme und Betreuung der Letzteren einschliessen. Der Westen hat seine Dschihadisten schlicht nach Syrien entsorgt. Und zurückziehen wird er sich auf keinen Fall, solange Iran solchen Einfluss hat auf Syrien. Dieser Einfluss bedroht das Sicherheitsgefühl Israels.

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