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Pentagon-Chef Ashton Carter informierte am Samstag über den Einsatz von Bodentruppen.  Bild: YURI GRIPAS/REUTERS

US-Elitesoldaten töten führenden IS-Kommandanten in Syrien

Er war ein wichtiger Mann hinter IS-Anführer al-Baghdadi: Laut Pentagon haben Eliteeinheiten «Abu Sayyaf» in Syrien getötet. Seine Frau wurde demnach gefangen genommen.

16.05.15, 15:15 16.05.15, 18:17


Bei einem seltenen Einsatz von Bodentruppen haben US-Spezialkräfte einen führenden Kommandanten der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) in Syrien getötet. Ziel war es, Abu Sajjaf festzunehmen, er wurde aber bei Schusswechseln mit den US-Spezialtruppen getötet. 

Dies teilte das Weisse Haus am Samstag mit. Die im Irak stationierten Spezialkräfte hätten von US-Präsident Barack Obama den Auftrag gehabt, in Al-Omar im Osten Syriens gegen Abu Sajjaf vorzugehen, erklärte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats, Bernadette Meehan.

Abu Sajjaf leitete nach Angaben des Pentagon Militäreinsätze des IS und war für eine Haupteinnahmequelle der Gruppe, den Ölschmuggel, verantwortlich. Al-Omar liegt in der ölreichen syrischen Provinz Deir Essor und ist eines der grössten Ölfelder des Landes. Wie weite Teile der Provinz ist auch das Ölfeld in der Hand der IS-Dschihadisten.

Ehefrau in Militärgefängnis 

Abu Sajjafs Ehefrau Umm Sajjaf wurde laut dem Weissen Haus festgenommen und in ein US-Militärgefängnis im Irak gebracht. Die Ehefrau wird verdächtigt, ebenfalls dem IS anzugehören und in die «terroristischen Aktivitäten» der Gruppe verwickelt zu sein. 

Bei dem Einsatz wurde den Angaben zufolge auch eine junge Frau von der religiösen Minderheit der Jesiden freigelassen, die von dem Paar offenbar als Sklavin gehalten wurde. Sie soll nun so schnell wie möglich wieder mit ihrer Familie vereint werden.

Ein US-Militärhelikopter vom Typ Black Hawk. Bild: EPA/PAP

Es handelte sich um einen seltenen Einsatz unter Beteiligung von US-Bodentruppen, der von den USA offiziell bekanntgegeben wurde. Bislang bekämpfen die USA die Extremisten gemeinsam mit arabischen Verbündeten vor allem aus der Luft. US-Verteidigungsminister Ashton Carter sprach nach dem Einsatz von einem «bedeutenden Schlag» gegen den IS. 

Meehan zufolge operierten die im Irak stationierten US-Spezialkräfte bei der Aktion mit «voller Unterstützung» der irakischen Behörden. Nach US-Angaben gab es bei dem Einsatz keine Opfer auf US-Seite. 

Angaben zur Zahl der beteiligten Einsatzkräfte wurden nicht gemacht. Bei der Spezialeinheit handelte es sich um die Elitetruppe Delta, die bei dem Einsatz unter anderem mit Black-Hawk-Helikoptern auf Sajjafs Anwesen landete, wie ein Verteidigungsbeamter der Nachrichtenagentur AFP sagte. 

Rund ein Dutzend IS-Kämpfer getötet 

Die IS-Kämpfer in dem mehrstöckigen Gebäude hätten versucht, Frauen und Kinder als Schutzschilde zu missbrauchen, den Einsatzkräften sei es aber gelungen, «die Unschuldigen von ihnen zu trennen», sagte der Beamte weiter. Rund ein Dutzend IS-Kämpfer sei getötet worden, zivile Opfer hätten aber vermieden werden können.

Im vergangenen Jahr hatten US-Einheiten in Syrien einen Befreiungsversuch des verschleppten US-Journalisten James Foley unternommen. Der Einsatz scheiterte jedoch, weil Foley und weitere Geiseln zu diesem Zeitpunkt von den Entführern bereits fortgebracht worden waren. Foley wurde später vom IS enthauptet. 

Der IS hat weite Teile Syriens und des Irak unter seiner Kontrolle und geht dort brutal gegen Minderheiten und Andersgläubige vor. Die USA fliegen mit einer Reihe arabischer Verbündeter Luftangriffe auf die Extremisten. (dsc/sda/afp) 

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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