International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Soldaten vertreiben Boko Haram aus nigerianischer Stadt und töten 200 Extremisten

Soldaten aus dem Niger und dem Tschad haben die Dschihadisten-Miliz Boko Haram nach dreieinhalb Monaten aus der nigerianischen Stadt Damasak vertrieben.



Wie am Montag aus tschadischen Sicherheitskreisen verlautete, wurde die Stadt im Nordosten Nigerias im Rahmen einer am Sonntag gestarteten grenzübergreifenden Offensive erobert. Bei den Kämpfen seien 200 Boko-Haram-Extremisten und zehn tschadische Soldaten getötet worden. Ein Vertreter der nigrischen Regierung bestätigte die Angaben, von der nigerianischen Regierung gab es indes eine Stellungnahme.

Damasak liegt nahe der Grenze zu Niger, etwa hundert Kilometer westlich des Tschad-Sees. Boko-Haram-Kämpfer hatten die Stadt am 24. November erobert - nachdem sie sich als Händler verkleidet eingeschlichen hatten. Die nigerianischen Soldaten waren mit einem Teil der Einwohner ins Nachbarland Niger geflohen, wie Parlamentarier damals angaben.

Boko Haram tötete 13'000 Menschen

Die nigrischen und tschadischen Streitkräfte haben am Sonntag eine grossangelegte Offensive gegen Boko Haram gestartet. Die Dschihadistengruppe kämpft seit 2009 mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias und tötete dabei bislang mindestens 13'000 Menschen.

Boko Haram

Zuletzt startete Boko Haram zudem mehrfach Angriffe im Südosten des Niger und in Kamerun. Die beiden Länder und der Tschad entsandten daraufhin Truppen in den Nachbarstaat, um den Vormarsch der Fanatiker zu stoppen. Erst am Samstag hatte das nigerianische Militär Siege über die Extremisten in den Städten Buni Yadi und Buni Gari im Bundesstaat Yobe vermeldet. (whr/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Polizeigewalt eskaliert: Diese Bilder und Videos zeigen, was zurzeit in Nigeria passiert

Die knapp zweiwöchigen Proteste gegen exzessive Polizeigewalt in Nigeria haben in der Nacht zum Mittwoch einen neuen Höhepunkt erreicht. In offiziell noch unbestätigten Berichten gab es Hinweise auf zahlreiche Tote und Verletzte bei einem Polizeieinsatz in Lagos.

«Amnesty International hat glaubwürdige, aber verstörende Hinweise auf exzessive Gewaltanwendung erhalten, die zum Tode von Demonstranten an der Lekki-Mautstelle in Lagos führten», schrieb die Menschenrechtsorganisation im …

Artikel lesen
Link zum Artikel