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A Tornado aircraft of the Tactical Air Force Wing 51 'Immelmann' is pictured during a presentation at German army Bundeswehr airbase in Jagel near the German-Danish border, December 4, 2015. The German Bundestag lower house of parliament approved government plans to deploy up to 1,200 soldiers, Tornado reconnaissance jets, refueling aircraft and a frigate as part of the military campaign against Islamic State. REUTERS/Fabian Bimmer

Deutscher Tornado auf der deutschen Basis Jagel: Die Maschinen kommen in Syrien und im Irak in der Nacht nicht zum Einsatz, weil die Cockpit-Beleuchtung zu stark reflektiert. Kein Witz.
Bild: FABIAN BIMMER/REUTERS

Deutsche Luftwaffe hat auch Mühe mit Einsätzen ausserhalb der Bürozeiten: Tornados bleiben nachts am Boden



Die deutsche Bundeswehr kann ihre Tornados einem Zeitungsbericht zufolge nachts nicht zu Aufklärungsflügen gegen die Terrormiliz «IS» in Syrien und im Irak einsetzen. Grund dafür sei die jüngste Aufrüstung der Flieger mit neuer Soft- und Hardware (ASSTA-3).

Dadurch reflektiere die Cockpit-Beleuchtung der Tornados so stark, dass ein Kampfeinsatz bei Nacht nicht möglich sei, berichtete die Zeitung «Bild» am Dienstag unter Berufung auf einen Sprecher der Luftwaffe. Es werde an einer «zeitnahen Zwischenlösung» gearbeitet. Bis Ende des Jahres hoffe die Luftwaffe, die Probleme grundsätzlich beheben zu können. Der Einsatz sei durch die Nachtflug-Probleme aber nicht gefährdet. Die Aufklärungsergebnisse seien bei Tag ohnehin besser.

Frankreich springt für Schweiz ein

Mit eingeschränkter Einsatzbereitschaft zu Randzeiten hat auch die Schweizer Luftwaffe einschlägige Erfahrung. Sie fliegt in der Regel nur zwischen 8 und 17 Uhr, was sie vor zwei Jahren bei einer nächtlichen Flugzeugentführung zum Gespött der Welt machte. Es waren damals schliesslich französische Mirage-Jets, welche die entführte Maschine der Ethiopian Airlines nach Genf begleiteten.

Zwar hätte die Luftwaffe wohl auch dann nicht eingegriffen, wenn die Entführung am Tag passiert wäre. Die Entführung passierte ausserhalb des Schweizer Luftraums. Die hämischen Schlagzeilen in der internationalen Presse gab es trotzdem. In den nächsten Jahren will aber auch die beste Armee der Welt 24 Stunden im Einsatz stehen.  

epa04083072 A general view of the hijacked Ethiopian Airlines plane seen at the airport in Geneva, Switzerland, 17 February 2014. The aircraft, travelling from Addis Ababa, Ethiopia, and directed to Rome, Italy, has landed at Geneva's international airport early 17 February. According to media reports, the plane was hijacked by the co-pilot, which Swiss authorities have arrested upon landing. All 200 passengers and crew members are in good health.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Der Co-Pilot des äthiopischen Flugzeug wollte in der Schweiz Asyl beantragen und entführte deshalb die Maschine, die nach Rom fliegen sollte. Er war unbewaffnet.
Bild: EPA/KEYSTONE

Reaktion auf Pariser Anschläge

Seit Anfang des Jahres beteiligt sich Deutschland mit Aufklärungsflügen über Syrien und dem Irak am Kampf gegen die Terrormiliz. Damit erfüllt das Land seine Hilfszusage an Frankreich nach den Pariser Anschlägen, bei denen Mitte November 130 Menschen getötet wurden.

Ausserdem versorgt ein ebenfalls am türkischen Stützpunkt Incirlik stationiertes deutsches Tankflugzeug bereits seit Dezember Kampfjets der internationalen Koalition mit Treibstoff. Der französische Flugzeugträger «Charles de Gaulle» erhält im Persischen Golf Geleitschutz von einer deutschen Fregatte. Bereits seit einem Jahr bilden deutsche Soldaten im Nordirak kurdische Peschmerga-Kämpfer für den Einsatz gegen die Islamisten aus. (trs/sda/reu)

Operation «Desert Storm» vor 20 Jahren

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