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In this photo made from video footage provided by the Russian Defense Ministry on Wednesday, Dec. 9, 2015, a Russian Su-34 bomber drops bombs on a target. Russia has unleashed another barrage of airstrikes against targets in Syria, including the first combat launch of a new cruise missile from a Russian submarine in the Mediterranean Sea, the country's defense minister said Tuesday. (Russian Defense Ministry Press Service via AP)

Russischer Kampfjet über Syrien.
Bild: AP/Russian Defense Ministry Press Service

Territorium schrumpft: «IS»-Miliz hat im letzten Jahr mehr Land verloren als eingenommen

Der sogenannte «Islamische Staat» kontrolliert grosse Gebiete im Irak und in Syrien – doch im vergangenen Jahr hat die Terrormiliz Militärexperten zufolge mehr Land verloren als eingenommen. Ihr Territorium ist demnach um etwa 14 Prozent geschrumpft.



Die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») hat in diesem Jahr einer Untersuchung zufolge etwa 14 Prozent ihres Territoriums in Syrien und im Irak verloren. Insgesamt seien die vom «IS» kontrollierten Gebiete bis Mitte Dezember um 12'800 auf nun 78'000 Quadratkilometer geschrumpft. Das teilten Experten des militärwissenschaftlichen britischen Fachverlags IHS Jane's am Montag mit.

Die Dschihadisten hätten insgesamt mehr Land eingebüsst als erobert. Zu den Verlusten zählten demnach die strategisch wichtige Stadt Tal Abjad an der syrisch-türkischen Grenze, die irakische Stadt Tikrit und die irakische Raffinerie von Baidschi.

Zudem hätten die Extremisten die Kontrolle über einen Teil einer Schnellstrasse zwischen Raka in Syrien und Mossul im Irak verloren, was logistische Schwierigkeiten mit sich bringe. Erobert habe der IS etwa Palmyra in Syrien sowie Ramadi und Anbar im Irak.

Wie das Institut weiter mitteilte, konnten die syrischen Kurden das von ihnen kontrollierte Territorium nahezu verdreifachen. Sie kontrollierten inzwischen 186 Prozent mehr Land als noch Anfang Januar. Die Verluste des «IS» machten sich demnach für die Dschihadisten auch finanziell bemerkbar. Einige Einbussen hätten etwa die Kapazitäten zur Produktion und zum Verkauf von Öl eingeschränkt.

Der «IS» hatte im Sommer vergangenen Jahres grosse Teile Syriens und des Nordiraks erobert. In den von ihnen kontrollierten Gebieten proklamieren die Dschihadisten islamisches Schariarecht und verüben immer wieder Gräueltaten. Einheimische Truppen und eine internationale Allianz unter Führung der USA bekämpfen den «IS» in beiden Ländern aus der Luft. In Syrien fliegt seit Ende September auch Russland Luftangriffe. (dwi/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Durrutti 22.12.2015 07:51
    Highlight Highlight Nur ne Frage weil ich es schlicht nicht weiss: wie sieht es in Lybien und anderen Ländern des arabischen Frühlings aus wo der Daesh auch aktiv ist? Ich habe das Gefühl man sich zu sehr auf Syrien und den Irak verateift.
  • 足利 義明 Oyumi Kubo 22.12.2015 06:25
    Highlight Highlight Das Problem ist nicht ob der Daesh Land gewinnt oder verliert. Das Problem ist, dass er mit jedem Kind welches nicht in die Schule kann und unter Armut leidet, ein neues Mitglied gewinnt. Der Westen kapiert das offensichtlich nicht. Den Daesh kann man nicht mit Waffen alleine bekämpfen, viel wichtiger ist Bildung und Aufklärung, dort und hier.
    • jellyshoot 22.12.2015 07:15
      Highlight Highlight gut vom boko haram artikel abgeschrieben ;) aber recht hast du!
    • Typu 22.12.2015 07:43
      Highlight Highlight Das wird durchaus verstanden. An der umsetzung hat niemand interesse. Zu teuer. Konflikte sind lukrativ und können von der eigenen innenpolitik ablenken. Ja, ist traurig...
    • Durrutti 22.12.2015 10:53
      Highlight Highlight Sehr viel, sämtliche geflohenen Menschen aufnehmen, die UNO Programme finanziell massiv aufstocken, Wenn sich die reichen Staaten zusammen tun würden un ein kleines bedingungsloses Grundinkommn für die ganze Weltbevölkerung gewähren würden wäre Extremisten die Grundlage entzogen. Sozialer Ausgleich ist der beste Weg zum Frieden.
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