International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epaselect epa06408910 Security officials inspect the damage at Mar Mina church following an attempted attack on the church in the district of Helwan, southeastern Cairo, Egypt, 29 December 2017. At least five people were killed in gunfight after two assailants attempted to storm Mar Mina church in the working-class suburb of Helwan.  EPA/MOHAMED HOSSAM

Am Freitag gab es einen Anschlag auf die Mar-Mina-Kirche in Kairo. Bild: EPA/EPA

«IS»-Terrormiliz reklamiert Anschläge in Kairo und St. Petersburg für sich



Zu der Attacke auf eine Kirche in Ägypten mit mindestens neun Toten hat sich die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») bekannt. Der Angriff auf die koptische Mar-Mina-Kirche in Helwan südlich von Kairo sei von einer «Kampfgruppe» des «IS» verübt worden, hiess es in einer Stellungnahme des «IS», die dessen Sprachrohr Amaq am Freitag verbreitete.

Nach Angaben des ägyptischen Innenministeriums eröffnete der Angreifer zunächst das Feuer auf ein Geschäft und tötete zwei Menschen, bevor er sich zu der Kirche begab und sieben weitere Menschen erschoss, darunter einen Polizisten. Nach Polizeiangaben wurden zudem fünf Sicherheitskräfte verletzt.

Der Angriff erfolgte nur wenige Tage vor dem Weihnachtsfest der Kopten, das am 7. Januar begangen wird.

Mehrere Angriffe

Der «Islamische Staat» hat den Kopten in Ägypten den Kampf angesagt. In den vergangenen Monaten starben in Ägypten bei mehreren Angriffen auf koptisch-orthodoxe Kirchen dutzende Menschen. Allein Anfang April wurden bei Anschlägen in Alexandria sowie in Tanta nördlich von Kairo 45 Menschen getötet.

Auch zu diesen beiden Taten bekannten sich die sunnitischen Fanatiker des so genannten «Islamischen Staates» («IS»). Einen Monat später töteten bewaffnete IS-Anhänger rund 30 Christen, die auf dem Weg zu einem Kloster waren.

Der «IS» wirft der grössten christlichen Gemeinde im Nahen Osten vor, den Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Sommer 2013 unterstützt zu haben. Der koptischen Minderheit gehören rund zehn Prozent der 90 Millionen Ägypter an.

Weiterer Anschlag in St. Petersburg

Auch die Detonation einer Nagelbombe in St. Petersburg hat die «IS»-Terrormiliz die Tat für sich reklamiert. Der «IS» sei für die Explosion in dem Supermarkt verantwortlich, teilten die sunnitischen Fanatiker vom so genannten «Islamischen Staat» («IS») am Freitagabend über ihre Propagandaabteilung Amaq mit.

epa04520324 Russian President Vladimir Putin lights a candle in St. Sergiy of Radonezh church in Tsarskoye Selo outside St. Petersburg, Russia, 08 December 2014.  EPA/ALEXEY DRUGINYN  / RIA NOVOSTI / KREMLIN POOL MANDATORY CREDIT

Putin zündet in Gedenken an die Opfer der Bombe eine Kerze an. Bild: EPA/RIA NOVOSTI POOL

In einem Supermarkt der Kette Perekrjostok in Russlands zweitgrösster Stadt war am Mittwoch eine selbstgebaute Nagelbombe mit einer Sprengkraft von etwa 200 Gramm Dynamit explodiert. 13 Verletzte wurden in ein Krankenhaus gebracht, zudem gab es zahlreiche Leichtverletzte.

Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete den Vorfall am Donnerstag als einen «terroristischen Akt». (leo/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Hilfszahlung: USA unterstützen syrische Opposition mit 70 Millionen Dollar

Finanzspritze aus Washington: Das US-Aussenministerium will weitere 70 Millionen Dollar nach Syrien überweisen. Die Hilfen sollen an «überprüfte Einheiten der Opposition» gehen.

Washington – Die USA verstärken ihr finanzielles Engagement in Syrien. Wie das Aussenministerium am Freitag mitteilte, stehen weitere 70 Millionen Dollar kurz vor der Freigabe. Noch seien aber Verhandlungen mit dem Kongress über die Zahlung in das Bürgerkriegsland nötig. Mit der neuen Zuwendung würde die Gesamtsumme der US-Hilfen bereits auf 400 Millionen US-Dollar anwachsen.

Vize-Aussenminister Tony Blinken verkündete den Plan auf einem Treffen zum vierten Jahrestag des Beginns der …

Artikel lesen
Link zum Artikel