DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der «IS» verhängt Burka-Verbot



Der sogenannte «Islamische Staat» ist auf dem Rückzug; sein selbstproklamiertes Kalifat schrumpft. Nun scheinen sich die Gotteskrieger auch noch von ihren wenig menschenfreundlichen Prinzipien zu verabschieden: Ausgerechnet die Vollverschleierung von Frauen, die die Fanatiker in ihrem Herrschaftsbereich sonst erbarmungslos durchsetzen, ist in Mosul von der «IS»-Spitze verboten worden – allerdings nur in der direkten Umgebung von Sicherheitseinrichtungen und militärischen Hauptquartieren. 

Attentäterinnen in Burka und Nikab

Der Grund für die ungewöhnliche Massnahme: Mehrere zum Teil hochgestellte «IS»-Kämpfer sollen in letzter Zeit durch Attentate umgebracht worden sein, die durch vollverschleierte Frauen ausgeführt wurden. Das berichtet die englischsprachige Ausgabe des iranischen Online-Portals «Alalam News Network». 

Hidschab & Co. – islamische Verhüllungen vom Kopftuch bis zur Burka

1 / 10
Hidschab & Co. – Verhüllungen vom Kopftuch bis zur Burka
quelle: shutterstock
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Nikab und Burka, die extremsten Formen der religiösen Verschleierung, sind im Irak und in Syrien eigentlich nicht üblich; der Nikab wird eher in Saudi-Arabien und in den Golfstaaten getragen, während die Burka in Afghanistan und Teilen Pakistans dominiert. In den Gebieten, die der «IS» erobert hat, müssen sich Frauen aber unter Androhung von drakonischen Strafen von Kopf bis Fuss verschleiern. 

Kein Wunder, dass viele Frauen in Gebieten, die der islamistischen Terrormiliz wieder entrissen wurden, die verhassten Kleidergefängnisse demonstrativ verbrannt haben: 

1 / 7
Tschüss Burka und Nikab: Frauen entledigen sich nach der Befreiung von der «IS»-Herrschaft ihrer Vollverschleierung
quelle: x03675 / rodi said
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Schiedsrichter verboten

Die verbotsfreudigen «IS»-Islamisten, für die auch Rauchen, Tanzen, Satellitenschüsseln, ausländische TV-Programme und private Internet-Anschlüsse «haram» (verboten) sind, haben übrigens unlängst noch in einem ganz anderen Bereich zugeschlagen: In der ostsyrischen Provinz Deir ez-Zor hat ein Gericht der Terrormiliz Fussball-Schiedsrichter verboten. Diese würden nämlich FIFA-Regeln «in Verletzung der Gebote Allahs» anwenden, berichtet die britische Zeitung «The Independent»

Laut der in Grossbritannien ansässigen «Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte» sollen die Islamisten auch Regeln aufgestellt haben, wie Spieler Sharia-konform für erlittene Verletzungen kompensiert werden können. So soll ein verletzter Fussballer vom Täter eine Entschädigung verlangen oder sich an ihm rächen können. (dhr)

Diese Frauen rächen sich an den «IS»-Terroristen

1 / 23
Diese Frauen rächen sich an den «IS»-Terroristen
quelle: x90013 / ahmed jadallah
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Islamischer Staat»

«Wir sprechen hier von einem Nato-Mitglied, das Bomben auf Zivilisten abwirft»

Link zum Artikel

CIA-Todesschwadronen in Afghanistan: Die lange Liste der Kriegsverbrechen

Link zum Artikel

Drei Monate Untersuchungshaft für IS-Rückkehrer

Link zum Artikel

US-Militär veröffentlicht Video und neue Details zu Bagdadi-Angriff – und korrigiert Trump

Link zum Artikel

So verlief der Militärschlag gegen Abu Bakr al-Baghdadi

Link zum Artikel

«Er ist lieber gestorben, als sich zu ergeben – das wird der IS zu seinen Gunsten nutzen»

Link zum Artikel

Donald Trump und die Bagdadi-Tötung: Ein Erfolg mit vielen Fragezeichen

Link zum Artikel

Trumps Triumph: Der gefürchtetste Terrorist der Welt ist tot – doch Russland zweifelt

Link zum Artikel

Donald Trump: «IS-Anführer al-Bagdadi starb als Feigling»

Link zum Artikel

Carla Del Ponte zur Syrien-Invasion: «Man sollte Erdogan wegen Kriegsverbrechen anklagen»

Link zum Artikel

IS-Chef al-Bagdadi ist tot +++ Er hat sich auf der Flucht in die Luft gesprengt

Link zum Artikel

Bundesanwaltschaft klagt gegen zwei Männer wegen IS-Terrorverdacht

Link zum Artikel

Warum dieser 23-Jährige Schweizer lieber in Nordsyrien stirbt, statt nach Hause zu kommen

Link zum Artikel

Die Kurden, Trump, Erdogan und Assad: Was du über die Kriegswirren in Rojava wissen musst

Link zum Artikel

«Sie hat uns das Leben versaut»: Seine Tochter ging zum «IS» – jetzt rechnet er mit ihr ab

Link zum Artikel

USA schicken 400 Soldaten in die Schlacht um die IS-Hochburg Rakka

Link zum Artikel

Dutzende Tote: Terrormiliz Fateh al-Scham bekennt sich zu Anschlägen in Homs

Link zum Artikel

Über 100 Beamte im Tessin im Einsatz – und sie fassen EINEN mutmasslichen Islamisten

Link zum Artikel

«IS» verkündet Tod ihres Sprechers Abu Mohammed al-Adnani

Link zum Artikel

Nein, Herr Trump, Obama ist NICHT der Gründer des «IS» – aber ganz unschuldig ist er auch nicht

Link zum Artikel

«IS»-Vorwurf gegen muslimische Schüler in Therwil fällt in sich zusammen

Link zum Artikel

US-Soldaten in Syrien: Obama will Kontingent versechsfachen

Link zum Artikel

«IS» soll syrischen Piloten nach Kampfjet-Abschuss gefangen genommen haben

Link zum Artikel

Der «IS» funktioniert wie eine Sekte – das erklärt auch, warum die Terroristen so grausam sind

Link zum Artikel

Der «Islamische Staat» wirbt im Darknet – zu Besuch bei der Terror-Propaganda-Abteilung

Link zum Artikel

ETH-Sicherheitsexperte: «Es bringt dem ‹IS› nichts, Schweizer zu töten»

Link zum Artikel

Die derzeit 6 populärsten Antworten auf den Terror – und warum sie alle in die Sackgasse führen

Link zum Artikel

6 Indizien dafür, dass der IS schwächer ist, als wir dachten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Darum bleibt Kurdistan ein Traum

Der Krieg ist zurück: Eine Splittergruppe der kurdischen Arbeiterpartei PKK verübt einen verheerenden Selbstmordanschlag in Ankara, die türkische Luftwaffe bombardiert darauf PKK-Stellungen in Anatolien. Dabei waren noch nie so viele Kurden der Unabhängigkeit so nah wie heute. Dennoch wird es vermutlich keinen gemeinsamen kurdischen Staat geben. 

Als Karl May seinen Roman «Durchs wilde Kurdistan» (1881) veröffentlichte, waren die meisten Kurden Untertanen des Sultans – Kurdistan war zum grössten Teil ein östliches Randgebiet des riesigen Osmanischen Reichs. Heute leben die 24 bis 30 Millionen Kurden zur Hauptsache in vier verschiedenen Ländern: in der Türkei, im Iran, im Irak und in Syrien. Kleinere Minderheiten gibt es in weiteren Ländern wie Armenien oder Aserbaidschan. Die Kurden sind das grösste Volk im Nahen …

Artikel lesen
Link zum Artikel