International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04343810 A group of over 1,000 Pacific white-sided dolphins are spotted in waters off Ulsan, southeastern South Korea, on 07 August 2014.  EPA/STRINGER SOUTH KOREA OUT

Delfine in geheimer Mission: Die Hamas vermutet, dass Israel die intelligenten Tiere als Spione einsetzt. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.  Bild: EPA/YONHAP NEWS

Delfin 007: Hamas will israelischen Spionage-Delfin gefangen haben

Die Hamas im Gazastreifen hat nach eigenen Angaben einen israelischen Spion geschnappt: Er schwamm im Mittelmeer und soll mit einer Kamera sowie tödlichen Pfeilen ausgerüstet gewesen sein. Die Rede ist von einem Delfin.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Der Spion, der aus der Kälte kam, war eine Fiktion des britischen Schriftstellers John le Carré. Den Spion, der aus der Nässe kam, gibt es wirklich. Und er kommt aus Israel. Das behauptet jedenfalls die Hamas.

Die palästinensische Zeitung «al-Quds» und der israelische Armee-Rundfunk berichten unter Berufung auf Funktionäre im Gazastreifen, dass ein Marinekommando der Hamas vor einigen Wochen einen mysteriösen Delfin in Mittelmeer gefangen habe. Das Tier habe sich durch «verdächtige Bewegungen» verraten.

Nach Angaben aus Hamas-Kreisen soll der Meeressäuger mit einer Kamera und anderer Spionageausrüstung ausgestattet gewesen sein. Zudem sei er mit einer Abschussvorrichtung für potentiell tödliche Pfeile bewaffnet gewesen. Die Hamas glaubt, der Delfin habe das Training ihres Marinekommandos ausspionieren sollen. Während des jüngsten Gazakriegs im Sommer 2014 waren palästinensische Kämpfer aus dieser Einheit über das Meer nach Israel eingedrungen, wurden aber am Strand von Zikim von israelischen Soldaten getötet.

Nicht zum ersten Mal geraten Tiere in Verdacht, für den israelischen Geheimdienst zu arbeiten. 2010 beschuldigte Ägypten den Mossad, er habe Haie ins Rote Meer geschickt, um Touristen am Strand von Scharm el-Scheich anzugreifen. 2013 wurde in der Türkei ein verdächtiger Falke aufgegriffen, der einen Ring aus Israel trug. Nach wenigen Tagen wurde der Vogel für unschuldig erklärt und wurde wieder in die Freiheit entlassen.

Über das Schicksal des Delfins von Gaza ist derzeit nichts bekannt.

trs/syd

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen

Wenn du auf den längsten Strich der Welt gehen willst – eine Geografie-Reise des Grauens

Kann gut sein, dass Guy Bruneau als Kind stundenlang im Atlas herumstöberte. Als Erwachsener kam der Kanadier, der beruflich mit Geoinformationsdaten zu tun hat, jedenfalls auf eine unkonventionelle Idee – eine Idee, auf die wohl nur Karten-Freaks kommen. Bruneau suchte und fand die längste gerade Strecke, die man auf diesem Globus zu Land zurücklegen kann, ohne ein Meer oder ein grösseres Gewässer zu überqueren. 

Das Resultat ist erstaunlich: Die Linie beginnt im Westen von Afrika am …

Artikel lesen
Link to Article