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Waffenruhe in Nahost – Palästinenser erklären Ende der Kämpfe

10.08.18, 06:52 10.08.18, 07:32


Nach israelischen Luftangriffen als Reaktion auf Beschuss aus dem Gazastreifen hat in der Nacht zum Freitag vorerst Ruhe geherrscht. Gegen Mitternacht hatten militante Palästinenser nach eigenen Angaben ein Ende der Kämpfe mit Israel erklärt.

Es sei eine Vereinbarung der gegenseitigen Ruhe unter Vermittlung von Ägypten und dem Uno-Nahostgesandten Nikolay Mladenov geschlossen worden, teilten die Widerstandskomitees im Gazastreifen mit. Diese sei nun in Kraft, unter der Bedingung, dass Israel sich daran halte.

Zu der Gruppierung gehört auch die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas. Israel bestätigte die Vereinbarung zunächst nicht.

epa06938462 A child stands in the rubble of Said al-Mishal Cultural Center building destroyed in Israeli air strike in the west of Gaza City in Gaza, 09 August 2018. According to reports, 18 Palestinians were wounded in the strike on alleged Hamas headquarters at the Al-Shati Camp.  EPA/HAITHAM IMAD

Ein Kind klettert über die Trümmer eines Hauses in Gaza-Stadt, das bei einem Bombenangriff der israelischen Streitkräfte zerstört wurde. Bild: EPA/EPA

Mehrere Tote und Verletzte

Die israelische Luftwaffe hatte schon in der Nacht zum Donnerstag Ziele der radikalislamischen Hamas angegriffen. Dabei wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums eine schwangere Frau und ihre 18 Monate alte Tochter sowie ein Mitglied des militanten Arms der Hamas getötet.

27 weitere Palästinenser wurden demnach insgesamt verletzt. In Israel wurden nach Angaben der Armee durch Beschuss aus dem Gazastreifen sieben Menschen verletzt.

Dutzende Raketen

Die israelische Armee zählte bis Donnerstagmorgen rund 150 Raketen, die aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert wurden. Das israelische Sicherheitskabinett befahl der Armee, «weiterhin hart gegen die terroristischen Elemente vorzugehen», wie ein Sprecher von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mitteilte.

Mehr als 30 palästinensische Raketen wurden abgefangen, der Rest schlug meist auf freiem Gelände ein, wie die Armee mitteilte. Sie attackierte nach eigenen Angaben daraufhin mehr als 150 militärische Ziele im Gazastreifen – unter anderem Trainingscamps, Lagerstätten und eine Waffenfabrik.

Die radikalislamische Hamas wird von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahne geschrieben. (sda/dpa)

Wie entstand der Konflikt im Nahen Osten?

Video: www.explain-it.ch

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MitchMossad 10.08.2018 08:57
    Highlight Wow, wie grosszügig! Ironie off
    7 2 Melden
  • Peter Silie (1) 10.08.2018 08:40
    Highlight Quote: "Diese sei nun in Kraft, unter der Bedingung, dass Israel sich daran halte." Das ist an Humor kaum zu übertreffen.. Da feuern die Araber 150 Raketen auf Israel ab, um möglichst viele Zivilisten zu töten, und sobald Vergeltungsschläge kommen versuchen sie es so aussehen zu lassen, als ob die Israelis damit anfingen 🙄. "Frieden zwischen den Palästinensern und den Israelis wird es erst geben, wenn die Palästinenser ihre Kinder mehr lieben als sie die Juden hassen." (Golda Meir)
    22 7 Melden
    • Ursus ZH 10.08.2018 12:18
      Highlight Da gibt es allerdings einen um Lichtjahre grossen Unterschied zwischen Golda Meir und dem Kriegstreiber und Menschenrechts-Verachter Netanjahu. Er und seine Vasallen sind das Problem im Nahen Osten.
      7 15 Melden
    • Peter Silie (1) 10.08.2018 13:05
      Highlight @ Ursus: Bibi Netanyahu ist das Resultat von 4 Kriegen der Nachbarn gegen Israel, der tausenden von Raketen die die Hamas auf Israel gefeuert haben, der Selbstmordattentate, der Flugzeugentführungen, der Feuerdrachen, der Messerattacken etc. etc. Das kleine Israel steht noch immer und die Juden lassen sich nun einfach nicht ohne sich zu wehren ins Meer treiben, auch wenn das die Araber gerne möchten.
      16 5 Melden
    • waedi 10.08.2018 15:34
      Highlight @Ursus ZH Können Sie das betreffend "Kriegstreiber" auch mit Fakten (!) belegen oder handelt es sich hier um eine Theorie aus den üblichen Verschwörungsforen à la "die Juden stecken hinter allen Kriegen"? Btw, Golda Meirs Sicherheitspolitik unterscheidet sich nicht massgeblich von der Netanjahus, denn für die Juden geht es wie immer in ihrer Geschichte um "to be or not to be".
      9 4 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 10.08.2018 15:53
      Highlight @peter silie Israels Rektionen dagegen findest duok?
      3 7 Melden
    • Peter Silie (1) 10.08.2018 18:30
      Highlight @ Sebastian: Es geht nicht darum was ich OK finde und was nicht, sondern was hilft die Sicherheit der israelischen Bürger (auch der israelischen Araber) zu verbessern. Es gibt einen grossen und wichtigen Unterschied in dieser ganzen Geschichte: Wenn die Araber die Waffen niederlegen gibt es Frieden. Wenn Israel die Waffen niederlegt, wird es sofort auch von den Nachbarn vernichtet. "Frieden zwischen den Palästinensern und den Israelis wird es erst geben, wenn die Palästinenser ihre Kinder mehr lieben als sie die Juden hassen." (Golda Meir)
      6 3 Melden
  • Smeyers 10.08.2018 08:10
    Highlight Ich kann kann Gianny nur zustimmen. Für die Hamas ist Frieden der grösste Feind. Die werden und wollen nie aufhören darum bilden Sie Kinder zu Soldaten aus anstatt das die in die Schule geschickt werden.
    17 4 Melden
    • Astrogator 11.08.2018 07:28
      Highlight @Smeyers: Bis jetzt habe ich noch kein offizielles Statement gelesen, dass man Israelis aus humanitären Gründen erschiessen muss. Von Israel hat man das über Palästinenser gehört. Mit dem Nationalitätengesetz ist Israel offiziell ein Apartheidsstaat, der oberste Gerichtshof erlaubt ausdrücklich Folter, Israel wurde unzählige Male wegen illegaler Siedlungen und Kriegsverbrechen angeprangert- aber die Palästinenser sind böse weil sie sich gegen Terror wehren.
      Wie die Aufständischen im Warschauer Ghetto, auch böse, haben sich gegen Nazis gewehrt....
      Heute ist das Ghetto Gaza.
      0 3 Melden
    • Smeyers 12.08.2018 11:16
      Highlight Den Vergleich mit dem Warschauer Ghetto zeigt, dass Du keine Ahnung hast. Der Mufti von Jerusalem hat bereits damals mit Hitler zusammengearbeitet und war ein Nazi. Interessant wer deine Vorbilder sind.
      3 0 Melden
  • gianny1 10.08.2018 07:29
    Highlight Die Araber haben schon oft das Ende der Kämpfe erklärt...... leider wird das nie passieren, solange Israel existiert!
    25 12 Melden
    • Astrogator 10.08.2018 08:45
      Highlight Früher oder später wird der Apartheidsstaat verschwinden - ob mit oder ohne Araber.
      7 18 Melden
    • gianny1 10.08.2018 10:48
      Highlight Astrogator.... Sie wissen aber schon das Araber in Israel leben? Lebt ein Jude in Gaza? Wer ist hier der Apartheidsstaat?
      17 5 Melden
    • cheko 10.08.2018 12:12
      Highlight gianny1, lebten während de Apartheid in Südafrika weisse in Townshipps und Vororten? Wohl eher weniger..
      7 11 Melden
    • gianny1 10.08.2018 12:44
      Highlight cheko.. warst du schon mal in Israel? Hast du einmal mit Israelischen Arabern gesprochen?
      10 3 Melden
    • Peter Silie (1) 10.08.2018 13:07
      Highlight @ Gianny1: Doooch da leben Juden in Gaza.. die leben vorallem in diesen Hotels. https://i.ytimg.com/vi/-1Rua3DCd-o/maxresdefault.jpg
      7 3 Melden
    • Astrogator 11.08.2018 07:24
      Highlight @gianny1: Schon mal vom neuen Nationalitätengesetz gehört?

      Südafrika war also nie ein Aoartheidsstaat weil immer Schwarze dort gelebt haben?

      Schon bedenklich wie das Terror-Regime in Israel verteidigt wird. Und wenn die Geschichte etwas lehrt, Staaten die mit Terror und Unterdrückung regiert werden verschwinden alle.
      0 3 Melden
    • Smeyers 11.08.2018 20:37
      Highlight Astrogator; du warst anscheinend nie in Israel sonst wüsstest Du, dass in Israel im Gegensatz zu allen arabischen Ländern, ALLE Religionen, Rassen und Einstellungen akzeptiert werden. Hier noch ein Bild der TEL Aviv Pride Parade. Aber das kennst Du sicher.
      3 0 Melden

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