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Tempelberg mit Felsendom: Wahrzeichen Jerusalems. Bild: EPA/EPA

Hass auf dem heiligen Hügel: 10 Fragen und Antworten zur Gewalt auf dem Tempelberg

25.07.17, 11:00 25.07.17, 16:21


Nirgendwo sonst treffen die Besitzansprüche der drei abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam) auf so gedrängtem Raum aufeinander: Der Tempelberg in Jerusalem ist ein heikles Pflaster. Das zeigte sich in den letzten Tagen, als eine an sich harmlose Sicherheitsmassnahme der israelischen Regierung zu gewalttätigen palästinensischen Protesten führte. 

Israelische Polizisten bauen die umstrittenen Metalldetektoren ab.  Bild: AP/AP

Unter dem Eindruck der blutigen Unruhen hat Jerusalem beschlossen, die umstrittenen Metalldetektoren am Tempelberg wieder zu entfernen. Sie wurden in der Nacht zum Dienstag abgebaut. 

Was löste die Unruhen aus?

Am 14. Juli erschossen drei israelische Araber auf dem Tempelberg zwei israelische Polizisten. Die Waffen hatten sie zuvor auf das Areal geschmuggelt. Die israelischen Behörden schlossen darauf den Tempelberg für 48 Stunden und führten strikte Sicherheitsmassnahmen ein. Darunter fielen auch die umstrittenen Metalldetektoren. Am Tag des Freitagsgebets verwehrten die Israelis zudem – wie dies schon früher gelegentlich vorkam – Muslimen unter 50 Jahren den Zugang zum Tempelberg. 

Gegen diese Massnahmen protestierten tausende Palästinenser. Es kam zu gewaltsamen Ausschreitungen, bei denen insgesamt fünf Palästinenser ums Leben kamen. Ein palästinensischer Attentäter tötete in der jüdischen Siedlung Newe Tsuf drei Israelis beim traditionellen Freitagsmahl vor dem Sabbat. Auf Facebook hatte er zuvor geschrieben: «Der Tod ist süss für die Sache Allahs, seines Propheten und die al-Aksa-Moschee.»

Beerdigung eines der getöteten Polizisten. Die beiden erschossenen Beamten gehörten zur drusischen Minderheit in Israel.   Bild: AP/AP

Die Empfindlichkeit der muslimischen Seite gegenüber einer Sicherheitsmassnahme wie der Errichtung von Metalldetektoren ist zum Teil erklärbar durch Ängste, die muslimische Kontrolle über den Tempelberg könne Stück für Stück verloren gehen. So sagte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas: «Wir lehnen die Metalldetektoren ab, weil sie ein politischer Akt unter dem Deckmantel von Sicherheitsmassnahmen sind, der auf eine Kontrolle der al-Aksa-Moschee abzielt.»

Tränengas und Blendgranaten: Gewaltsame Zusammenstösse in Jerusalem.  Bild: EPA/EPA

Gab es keine Warnungen?

Doch. Premierminister Benjamin Netanyahu soll laut Medienberichten vom israelischen Inlandsgeheimdienst Schin Bet und auch aus Armeekreisen gewarnt worden sein, dass die Einrichtung von Metalldetektoren zu weiteren Gewalttätigkeiten führen könnte. 

Premierminister Benjamin Netanyahu wurde vor der Eskalation gewarnt.  Bild: EPA/AFP POOL

Sind die Unruhen der Beginn einer 3. Intifada? 

Mit der Entscheidung der israelischen Regierung, die umstrittenen Metalldetektoren wieder zu entfernen, dürfte sich das Potential für eine weitere Eskalation der Unruhen deutlich verringert haben. Zuvor hatten Beobachter vor einer 3. Intifada gewarnt – unter anderen auch der israelische Oppositionspolitiker Ayman Odeh, Präsident der arabisch-antizionistischen Vereinten Liste. Allerdings gab es auch in den letzten Jahren gewaltsame Ausschreitungen, so im Oktober 2014 oder im September 2015. Damals warnten manche Beobachter ebenfalls vor einer 3. Intifada.

Vorwand für 2. Intifada: Ariel Scharon (M.) am 28. September 2000 nach seinem Besuch auf dem Tempelberg.  Bild: AP

Die gegenwärtige angespannte Lage weckt Erinnerungen an den Ausbruch der 2. Intifada Ende September 2000. Der spätere israelische Premierminister Ariel Sharon hatte als Oppositionspolitiker demonstrativ den Tempelberg besucht. Kurz danach eskalierte die Gewalt; die 2. Intifada – von Palästinensern oft «al-Aksa-Intifada» genannt – brach los. Sie dauerte bis 2005. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass die palästinensische Führung Scharons Besuch nur als Vorwand benutzte und den Aufstand bereits geplant hatte. 

Was ist der Tempelberg?

Es handelt sich um einen Hügel im Südosten der Altstadt von Jerusalem, auf dem sich ein rund 500 Meter langes und 300 Meter breites künstliches Plateau erstreckt. Auf Arabisch heisst er al-Haram asch-Scharif («das edle Heiligtum»), die Juden nennen ihn Har haBait («Tempelberg»). Die Bezeichnung Tempelberg erinnert daran, dass hier ursprünglich der Erste und danach der Zweite Jüdische Tempel standen. Auf dem Plateau befinden sich heute zwei wichtige islamische Sakralbauten: der Felsendom mit seiner bekannten goldenen Kuppel und die al-Aksa-Moschee. 

Der Tempelberg mit dem Felsendom (M.) und der al-Aqsa-Moschee (vorn). Ein Teil der westlichen Stützmauer (l.) ist heute als Klagemauer bekannt.  Bild: AP

Welche Bedeutung hat der Tempelberg für die Juden?

Auf dem Berg Moriah, wie der Hügel anfänglich hiess, sollte Abraham der Legende nach seinen Sohn Isaak opfern. Laut dem Talmud formte Gott Adam aus einem Stück Erde, das er hier entnahm. Nachdem David den Platz einem Jebusiter namens Arauna für 50 Silberstücke abgekauft hatte, baute sein Nachfolger Salomo hier um 951 v. Chr. den Ersten Tempel, in dessen Allerheiligstem die Bundeslade aufbewahrt wurde. Mit der Zeit wurde dieser Tempel zur einzigen jüdischen Kultstätte. Der Erste Tempel wurde 586 v. Chr. von den Neubabyloniern unter Nebukadnezar II. zerstört. 

Modell des Zweiten Tempels in römischer Zeit.  Bild: https://richedwardsimagery.wordpress.com

Nach dem Ende der babylonischen Gefangenschaft konnten die Juden 516 v. Chr. mit persischer Hilfe einen Zweiten Tempel errichten, der dann um 19 v. Chr. von Herodes dem Grossen zu einer grossen Anlage ausgebaut wurde. Dieser Zweite Tempel wurde von den Römern nach einem jüdischen Aufstand um 70 n. Chr. zerstört. Einzig die westliche Stützmauer blieb erhalten, die heute Klagemauer heisst und das wichtigste jüdische Heiligtum überhaupt darstellt. Viele orthodoxe Juden vermeiden es, auf den Tempelberg zu gehen, da sie nicht unwissentlich den Ort betreten wollen, an dem sich das Allerheiligste befand. Das Judentum verlor mit dem Tempel sein einziges kulturelles und religiöses Zentrum; fortan gewann das rabbinische Judentum mit der Synagoge an Bedeutung.

Und für die Muslime?

Für den Islam, die jüngste der drei abrahamitischen Religionen, hatte Jerusalem schon vor der muslimischen Eroberung (638 n. Chr.) eine besondere Bedeutung: Der Religionsgründer Mohammed hatte ursprünglich bestimmt, dass die Muslime in Richtung Jerusalem (al-Kuds) beten sollten. Erst um 624 n. Chr. änderte er die Gebetsrichtung (Qibla) – heute richten sich die Muslime nach der Kaaba in Mekka aus. 

Der Felsendom ist heute der älteste islamische Sakralbau. Bild: AP

Nachdem Kalif Omar Jerusalem erobert hatte, bauten die Muslime am Ort des Allerheiligsten den Felsendom (687-691) – heute der älteste islamische Sakralbau –  und am Rand des Plateaus die al-Aksa-Moschee («die fernste Moschee», 706-717). Zusammen gelten sie als drittwichtigstes Heiligtum des Islams; ein Gebet soll hier 500 Mal eher erhört werden als anderswo. Der Überlieferung nach wurde hier auch das erste Minarett errichtet. 

Das Reittier des Propheten: al-Buraq – ein geflügeltes weisses Pferd mit menschlichem Antlitz. Darstellung aus dem 17. Jahrhundert. Bild: Wikimedia

Mohammed war nie in Jerusalem, doch die muslimische Überlieferung spricht von einer wundersamen Nachtreise des Propheten. Mohammed soll demnach auf einem Fabelwesen namens al-Buraq – ein weisses Pferd mit Adlerschwingen und menschlichem Antlitz –  in einer Nacht von Mekka nach Jerusalem geritten sein. Vom Tempelberg soll er dann in den Himmel aufgestiegen sein, wo er mit Allah über die Zahl der täglichen Gebete verhandelte. Ein Hufabdruck im Gestein unter dem Felsendom erinnert daran. 

Muslimische Darstellungen des Propheten Mohammed

Wer darf auf den Tempelberg, wer nicht?

11 Tore an der Nord- und Westseite des Plateaus ermöglichen den Zutritt zum Tempelberg. Zehn davon sind für Muslime reserviert, die in der Regel ungehinderten Zugang geniessen. . Aus Sicherheitsgründen untersagen die israelischen Sicherheitskräfte jedoch an bestimmten Tagen – besonders an hohen Feiertagen – muslimischen Männern unter 50 Jahren den Zugang zum Tempelberg. 

Juden und arabischen Israelis verwehrte Jordanien bis zur israelischen Eroberung 1967 den Zutritt. Heute dürfen Juden und andere Nicht-Muslime den Tempelberg als Touristen betreten, allerdings nur über das Marokkanertor (auch Maghrebinertor, Bab al-Magariba genannt) bei der Klagemauer. Bis zu den aktuellen Spannungen mussten die Besucher nur an diesem Zugang Sicherheitsschleusen mit Metalldetektoren passieren. 

Umstrittene Metalldetektoren beim Löwentor.  Bild: EPA/EPA

Für Nicht-Muslime gelten zudem zeitliche Beschränkungen: Sie dürfen den Tempelberg nur ausserhalb der muslimischen Gebetszeiten betreten, am Freitag ist ihnen der Zugang den ganzen Tag über verwehrt. Die al-Aksa-Moschee und den Felsendom dürfen sie seit 2000 nicht mehr betreten. Den nicht-muslimischen Besuchern ist ausserdem verboten, Bücher oder Kultgegenstände – zum Beispiel Kreuze – mitzunehmen. Auch ist es Nicht-Muslimen verboten, auf dem Tempelberg zu beten. 

Wer kontrolliert den Tempelberg?

Seit der Eroberung Ostjerusalems im Sechstagekrieg kontrollieren israelische Sicherheitskräfte den Zugang zum Tempelberg. Das Areal selber wird aber von Mitarbeitern des Waqf verwaltet und überwacht. Diese islamische Stiftung übt die Aufsicht über die heiligen islamischen Stätten auf dem Tempelberg und zudem über die Moschee im Patriarchengrab in Hebron aus.

Mitglieder des Waqf und weitere palästinensische Offizielle beten ausserhalb des Tempelbergs. Bild: Times of Israel

Der Waqf wiederum steht unter jordanischer Aufsicht und wird gänzlich von Jordanien finanziert, da die Dynastie der Haschemiten – die Jordanien beherrscht – seit 1924 über die heiligen Stätten von Jerusalem wacht. Diese Rolle Jordaniens wurde im israelisch-jordanischen Friedensvertrag von 1994 ausdrücklich bestätigt. 

Wem gehört der Tempelberg?

Nach dem Ende des Osmanischen Reiches war Jerusalem Teil des Völkerbundsmandats Palästina, das von Grossbritannien verwaltet wurde. Der UNO-Teilungsplan von 1947, der Palästina nach dem Ende des britischen Mandats in einen jüdischen und einen arabischen Staat teilen sollte, sah für Jerusalem eine internationale Verwaltung vor. Dies wurde nie realisiert, da die arabische Seite den Teilungsplan gesamthaft ablehnte. Im Palästinakrieg kam Ostjerusalem wie das Westjordanland unter jordanische Kontrolle. Jordanien annektierte das Gebiet 1950, was international jedoch nicht anerkannt wurde. 

Im Sechstagekrieg erobert: Israelische Soldaten 1967 vor der Klagemauer. Bild: AP IMD

Im Sechstagekrieg 1967 eroberten israelische Truppen Ostjerusalem. Die Verwaltung des Tempelbergs beliessen die Israelis aber auf Geheiss von Verteidigungsminister Mosche Dajan in den Händen des Waqf. Dieser Status quo blieb auch bestehen, nachdem Israel 1980 Ostjerusalem annektierte und israelisches Recht auch im Ostteil der Stadt gilt. Auch diese Annexion wurde im Übrigen international nicht anerkannt – der Tempelberg gilt daher nach wie vor als besetztes Gebiet. 

Wollen die Juden den Tempelberg für sich?

Auf der palästinensischen Seite herrschen Unmut und Besorgnis, weil eine zunehmende Anzahl von nationalistischen Juden den Tempelberg aufsucht, von denen manche beten wollen. Wenn sie dabei erwischt werden, wirft sie die israelische Polizei normalerweise hinaus. Bestrebungen, den Juden das Gebet auf dem Tempelberg zu erlauben, werden auch von einigen Abgeordneten in der Knesset unterstützt.

Tempel statt Felsendom: Rabbi Chaim Richman, Vorsitzender des Tempel-Instituts. bild: Times of Israel

Einige ultranationalistische Hardliner – namentlich die Mitglieder des sogenannten «Tempel-Instituts» – würden sogar gern den Felsendom sprengen, um an dieser Stelle einen dritten jüdischen Tempel zu bauen. Diese Pläne sind derzeit in Israel jedoch alles andere als mehrheitsfähig; auch die Regierung in Jerusalem hat mehrmals ausdrücklich betont, es sei keine Statusänderung beabsichtigt. 

Passend dazu: Archäologen entdecken legendäre Festung in Jerusalem

Netanjahu bereit zu neuen Verhandlungen über Friedensinitiative

Video: reuters

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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57
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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • gianny1 26.07.2017 10:00
    Highlight https://www.welt.de/debatthttps://www.welt.de/debatte/kommentare/article167039915/Das-zynische-Kalkuel-der-Palaestinenser.htmle/kommentare/article167039915/Das-zynische-Kalkuel-der-Palaestinenser.html
    4 1 Melden
  • rodolofo 26.07.2017 07:59
    Highlight Ach die schon wieder...!
    Seit ich die Tagesschau mitverfolge, hat sich an den Nachrichten, die Israel und die Palästinenser betreffen, überhaupt NICHTS geändert!
    Eigentlich könnten wir uns den ganzen Aufwand für die journalistische Aufarbeitung dieser Dauerfehde zwischen miteinander eng verwandten Religionen und Denkweisen in dieser trockenen Halbwüsten-Gegend eigentlich sparen und immer den gleichen Bericht aufschalten.
    Kleinen Kindern würde ich entgegenschreien: "Hört sofort auf damit!"
    Aber die sind ja Erwachsen und erst noch von Gott auserwählt.
    Also seufze ich nur resigniert und winke ab.
    5 7 Melden
  • mr-marple 25.07.2017 18:44
    Highlight 11. Wer löst die gegenwärtige Krise am Tempelberg?

    Der König von Jordanien

    (Gottseidank gibt in dieser Verrückten Gegend noch Stimmen der Vernunft.)
    11 3 Melden
  • Pointer 25.07.2017 17:22
    Highlight Es gab bereits am 16. Juni 2017 einen Angriff, bei dem eine israelische Polizistin erstochen wurde.
    8 1 Melden
  • kleiner_Schurke 25.07.2017 15:28
    Highlight Als ich die Klagemauer besuchte musste ich auch durch Metall Detektoren. Wer in Israel einen Supermarkt betritt muss durch einen Metall Detektor. Warum also nicht auch bei der Moschee?
    46 5 Melden
    • Pointer 25.07.2017 17:14
      Highlight Auch bei Supermärkten? Traf die Metalldetektoren nur am Flughafen und am Eingang zur Klagemauer an.
      6 2 Melden
    • kleiner_Schurke 25.07.2017 19:13
      Highlight nö in jedem grösseren Gebäude.
      9 1 Melden
    • Zurichda 26.07.2017 06:51
      Highlight Und keiner beschwert sich. Es dient auch der eigenen Sicherheit. Hab vor Moscheen in anderen Ländern ebensolche auch gesehen.
      3 1 Melden
  • BoJack Horseman 25.07.2017 14:43
    Highlight Sitze gerade im Bus von Jerusalem nach TLV (wifi & usb chargers, top!)

    Um den Tempelberg ist heute alles business as usual. Es hat definitiv noch viele Metalldetektoren und Armeepräsenz, die etwas nervös scheinen.

    Touristen stört das nicht, sind alle fröhlich am Shoppen und Selfiesticklen
    33 2 Melden
    • Pointer 25.07.2017 17:15
      Highlight Du meinst wohl diejenigen am Eingang zum Platz bei der Klagemauer?
      4 0 Melden
  • pamayer 25.07.2017 14:00
    Highlight Oh je.

    Wie das Anselm Feld, worum sich Serben und Kosovaren seit Jahrhunderten streiten.
    Und immer ist Religion mit im Spiel.


    Wer kommt überhaupt auf die Idee, den Typen mit "lieber Gott" zu bezeichnen?
    24 17 Melden
    • kleiner_Schurke 25.07.2017 15:32
      Highlight Ein Israeli hat mir mal folgendes erklärt. Es kommt vor dass Islamische und Jüdische Feiertage auf das selbe Datum fallen. Oben bei der Moschee beten dann 25'000 Muslime und unten an der Mauer 5'000 Juden. Es kommt vor das ein muslimischer Spassvogel einen Stein hinunter schmeisst zu den betenden Juden. So eine nette kleine Provokation am Rande. Allein die Tatsache, dass die sich deswegen noch nie an die Gurgel gesprungen seien, sei der beste Beweis dafür dass es einen Gott gäbe.... naja auch eine Sichtweise.
      34 3 Melden
    • pamayer 25.07.2017 18:52
      Highlight Kleiner Schurke
      Das ist der erste Gottesbeweis, den ich akzeptieren könnte, wenn ich wollte.


      😎
      3 0 Melden
    • kleiner_Schurke 25.07.2017 19:23
      Highlight @BigPun
      Ich sehe du hast da ein etwas einseitiges Bild. Bedenke dass auch Palästinenser in bei israelischen Sicherheitsdiensten Arbeiten, 40% der Israelis Atheisten sind, die Mehrheit der Israelis die ultraorthodoxen rechten Juden zum Kotzen finden, das man um zur Klagemauer zu gelangen schon seit vielen Jahren durch eine Metalldetektor muss, dass man in jedem grösseren Einkaufzentrum durch einen Metallspürer muss (in Shanghai und New Delhi übrigens auch), weshalb sollen Muslime nun nicht durch eine Metallspürer zur Moschee können? Und eine Trottel der einen Stein wirft findest du: überall!
      20 1 Melden
    • satyros 26.07.2017 09:35
      Highlight Das Problem ist doch, dass diese religiösen Spinner auf beiden Seiten zu viel Einfluss haben. Auch wenn die Mehrheit der Israelis die ultraorthodoxen zum Kotzen findet, schützt die israelische Armee religiöse Fanatiker, die unbedingt im Westjordanland siedeln wollen, weil sie die Thora mit einem Grundbuch verwechseln.
      3 0 Melden
    • kleiner_Schurke 26.07.2017 10:21
      Highlight Emmm woher genau kommen die Israelis?
      Und wenn ich in Israel bin, dann sehe ich dass: Am Strand ist der Touristenbadestrand, neben dem Badestrand (mit Flutlicht) für Muslime, neben dem Badestrand (mit Blickschutz) für orthodoxe Juden nach Männer und Frauen getrennt. Alles nebeneinander. Dahinter vermischt sich alles relativ kunterbunt. Du hast da eine etwas einseitiges Bild aus den Medien, die Realität ist anders.
      7 1 Melden
  • Randy Orton 25.07.2017 13:41
    Highlight Sehr informativ, vielen Dank für den gut recherchierten Artikel. Spannend wäre auch noch über die christlichen Gedenkstätten zu schreiben (Grab Jesu etc), denn die sind ja auch genau dort. Zudem ist es nicht so, dass man als nicht-Muslime nur über das Maghrebinertor reinkommt, man kann auch über andere Tore rein (ich bin mit Juden schon durch mindestens drei verschiedene Tore eingetreten). Aber die Spannung im Tempelberg selbst ist deutlich spürbar je nachdem wo man sich aufhält.
    28 2 Melden
  • ströfzgi 25.07.2017 13:10
    Highlight Sehr schöner Artikel. Danke!
    31 2 Melden
  • Daniel Caduff 25.07.2017 12:57
    Highlight Religioten. Immer. und. immer. wieder...
    52 26 Melden
    • Pointer 25.07.2017 17:43
      Highlight Ach, wenn es so einfach wäre. Ohne Religion würden sich die Menschen wegen anderer unterschiedlicher Auffassungen bekriegen.
      7 3 Melden
    • rauchzeichen 25.07.2017 18:27
      Highlight die wortschöpfung klau ich dir! ;)
      4 2 Melden
    • Daniel Caduff 25.07.2017 19:06
      Highlight Da leg ich noch die Patridioten obendrauf... ;-)
      9 10 Melden
  • amore 25.07.2017 12:40
    Highlight Mein Vorschlag: Die ganze Tempelberg-Ärea wird per UNO-Beschluss als eigenständiges Gebiet deklariert und von ihr verwaltet. Die UNO konnte ja seinerzeit auch den Staat Israel stipulieren. Zusätzlich wird dieser Tempelberg zum UNESCO-Kulturerbe. Der Berg ist für ALLE Menschen zugänglich. Alle können beten oder nicht. Keine Religion hat auch nur ein Mü Vorrecht. Alle sind gleich, alle sind Brüder und Schwestern. Das müsste ja den normalen Religiösen eigentlich einleuchten. Als Ersatz erstellen die einzelnen Religionen in ihren Ländern je einen neuen Ersatzbau.
    48 19 Melden
    • Bene86 25.07.2017 12:52
      Highlight "Das müsste ja den normalen Religiösen eigentlich einleuchten"

      Iu driim du...
      35 3 Melden
    • Moudi 25.07.2017 13:34
      Highlight Finde ich gar nicht so schlecht.. Es wäre jedenfalls ein Anfang..
      21 7 Melden
    • Randy Orton 25.07.2017 13:38
      Highlight So in etwa wäre es zu Anfang geplant gewesen, die muslimischen Staaten haben das abgelehnt und lieber zu fünft Israel den Krieg erklärt, diesen aber verloren.
      36 2 Melden
    • Hierundjetzt 25.07.2017 13:39
      Highlight Und wer verwaltet dann das Gebiet der UNO...? Die UNO ist eine Organisation kein Staat der Recht spricht. Es ist eben nicht so einfach.

      Auch mit dem Zutritt tun sich die Muslime äusserst schwer, zum Petersdom (Papst) oder Geburtskirche (Jesus) dürfen ohne Ausnahme alle. Mekka darfst Du als Nicht-Muslim nicht besuchen....
      29 2 Melden
    • Asmodeus 25.07.2017 13:58
      Highlight "Als Ersatz erstellen die einzelnen Religionen in ihren Ländern je einen neuen Ersatzbau."

      Das funktioniert nicht. Das ist wie zu sagen man würde den Vatikan schliessen und den Papst nach Neapel verfrachten.

      Der Tempelberg ist deswegen so umstritten weil es der Tempelberg selber ist. Und nicht weil da oben was drauf steht.
      17 2 Melden
  • Angelo C. 25.07.2017 12:33
    Highlight Wieder einmal ein ebenso erhellender wie unvoreingenommener Daniel-Huber-Artikel....

    Ich lese ALLE seine Artikel gerne und erachte sie grossmehrheitlich als bildungs- und wissensfördernd.

    Kompliment 👍🏼!
    81 3 Melden
    • Daniel Huber 25.07.2017 13:13
      Highlight Danke sehr! Das Kompliment geht runter wie griechisches Öl (pardon, Anna!) ;-)
      68 1 Melden
    • Moudi 25.07.2017 13:35
      Highlight Kann dir nur zustimmen! In dem Sinn Bravo Herr Huber!
      35 0 Melden
    • pamayer 25.07.2017 13:57
      Highlight Huber! He mehr du schreibst, umso Wissenswertes musst du quasi werden, umso flacher komme ich bei deinen Schlag-den-Huber Geschichten raus.
      Was mir also bleibt ist ALLES von dir lesen und lernen.
      Oder Annas Griechenland Mythologie nachverfolgen und meinen Kummer in importieren, temperierten Rotwein einlegen.
      23 0 Melden
  • Friction 25.07.2017 12:32
    Highlight Danke für diese Berichterstattung insbesondere hinsichtlich der historischen Bezüge. Zeigt auf, wie komplex und verflochten alles ist...
    59 0 Melden
  • Asmodeus 25.07.2017 11:58
    Highlight "Premierminister Benjamin Netanyahu soll.... gewarnt worden sein, dass die Einrichtung von Metalldetektoren zu weiteren Gewalttätigkeiten führen könnte. "

    Seine Antwort war "guuuut"
    24 45 Melden
    • Wald Gänger 25.07.2017 12:36
      Highlight Nö, seine Antwort war:
      "Na, wenn das in Mekka geht, sollte es bei uns ja kein Problem sein. Die Leute werden da sicher vernünftig reagieren."
      42 8 Melden
    • Saraina 25.07.2017 14:15
      Highlight Netanyahu irrt. Es gibt keine Metalldetektoren an den Pforten der grossen Moschee in Mekka. Es gibt haufenweise hochauflösende Kameras, Security an den Eingängen, und Sprengstoffdetektoren. Aber es wäre kaum möglich, über eine Million (bis 2020 2,2 Millionen!) Gläubige zu kontrollieren, die gleichzeitig am selben Ort dasselbe tun.
      7 19 Melden
    • gianny1 25.07.2017 15:31
      Highlight @seraina ... von wo wissen sie das? waren Sie schon mal da?
      11 5 Melden
    • Wald Gänger 26.07.2017 08:38
      Highlight Saraina:
      Nach einer längeren Recherche zu dem Thema Metalldetektoren muss ich dir Recht geben. Es gibt sie nicht, aber geplant scheinen sie zu sein:

      https://www.theguardian.com/world/2011/aug/15/explosives-detectors-mecca-holy-mosque

      Dann die grundsätzliche Frage: Was ist die entheiligende Wirkung von Metalldetektoren? Denn bei x anderen Moscheen (auch in SA) gibt es welche.

      http://www.cnsnews.com/news/article/patrick-goodenough/
      3 1 Melden
    • Saraina 26.07.2017 09:25
      Highlight Eben, geplant sind Sprengstoffdetektoren, wie sie für Fluggepäck verwendet werden. Es gibt keine "entheiligende Wirkung von Metalldetektoren". Genausowenig wie es die berüchtigten 70 Jungfrauen für Selbstmordattentäter gibt. Beides gehört in die Märchenstunde palästinensischer Ideologen, die so ihre Schäfchen motivieren wollen. Aber in der Rechtsliteratur des Islam gibt es beides nicht. Wie auch, gab ja keine Metalldetektoren bis vor kurzem. Da hat wohl einer eine krude Fatwa erstellt. Ich denke, die Detektoren werden als ersten Schritt zur Enteignung gesehen.
      2 1 Melden
    • Saraina 26.07.2017 09:33
      Highlight Wald Gänger: die von den Israeli installieren Dinger müssen einzeln durchschritten werden, was es schwierig machen könnte, rechtzeitig zu den Gebeten zu kommen. Zudem erinnern sie an die Käfige und Gates durch die man in den besetzten Gebieten getrieben wird. In Mekka wäre sowas undenkbar, weil buchstäblich Hunderttausende gleichzeitig innert Minuten in und aus dem Haram strömen. Die grosse Moschee in Mekka soll nach Vollendung der neuesten Erweiterung über zwei Millionen Menschen fassen, die an zeitlich festgelegten Gemeinschaftsgebeten teilnehmen.
      3 2 Melden
    • Wald Gänger 26.07.2017 09:55
      Highlight Saraina: In dem einen Artikel steht, dass auch partiell Metalldetektoren geplant sind.
      Ansonsten und zu dem Rest, den du schreibst, bleibt mir wenig mehr zu sagen als: Da hast du Recht.
      0 0 Melden
    • Saraina 26.07.2017 10:46
      Highlight Ja, aber ich glaube nicht, dass es solche Metalldetektoren sind, wie am Flughafen für einzelne Menschen und am Tempelberg angewandt werden. Die schlimmste Gefahr anlässlich der Hadsch ist eine Stampede. In der Vergangenheit sind mehrmals Hunderte bei einer solchen gestorben, und die saudischen Behörden würden keinesfalls den Menschenfluss behindern wollen.
      0 0 Melden
  • kleiner_Schurke 25.07.2017 11:06
    Highlight Ein Gebet werde hier 500 mal eher erhört als anderswo? Wie wurde das gemessen?
    68 13 Melden
    • gianny1 25.07.2017 11:49
      Highlight Oder das Gebet geht nicht zu Allah, wenn mann vorher durch Metalldetektoren gehen muss...
      In welcher Welt leben diese Menschen?
      60 20 Melden
    • Quacksalber 25.07.2017 12:59
      Highlight 500 mal von wieviel?
      15 0 Melden
    • Hierundjetzt 25.07.2017 13:40
      Highlight Bei den Katholiken kann man mittels Rosenkranz sich sämtlicher Sünden wegbeten, von daher glaub ich diese Aussage gerne
      16 0 Melden
    • Randy Orton 25.07.2017 13:41
      Highlight Das hat Uriella höchtspersönlich mit Gott so abgesprochen.
      14 0 Melden
    • kleiner_Schurke 25.07.2017 13:55
      Highlight von 500 kommt eines durch. Von 1000 deren 2. von 10'000 schon 20 usw. Die frage ist, wie hat man das gemessen?
      6 1 Melden
    • chrisdea 25.07.2017 14:01
      Highlight Ihr Banausen: es liegt einfach an der besseren W-Gan (Wireless God Answering Network) -Verbindung auf dem Hügel.
      Während anderswo Gebete bloss eine Geschwindigkeit von 1PPP (prayer per person) erreichen, werden sie vor Ort mit 500PPP auf den Heiligen Server hochgeladen. Selbstverständlich bleibt die Erfolgsquote der Gebete weiterhin konstant.
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    • kleiner_Schurke 25.07.2017 14:42
      Highlight :-))
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    • Pasch 25.07.2017 15:13
      Highlight Ah ja, dann stimmt das also... wenn Gott überall sein sollte dann auch manchmal im Funkloch oder im Tunnel! Wie ist denn das auf dem Berg? Etwa per Richtstrahl zum Heavenspoint? (HP)
      Und findet da eine Umsetzung zu den verschiedenen Religionsgotteshäusern statt nur hat dann jede Religion von der einzigen wahren Botschaft eine Art Spamfilter davor??
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    • Me, my shelf and I 25.07.2017 19:08
      Highlight <bullshit>
      Das ist der sogenannte "Ping". Er beschreibt die allgemeine Reaktionszeit Gottes.

      Folgendermassen wird gemessen:
      Ein ungläubiger wird in die Kirche/Moschee/Synagoge gezogen, und gemessen wird die Zeit, bis er vom Blitz erschlagen wird, wenn man ihn an einem hölzernen Pfahl während eines Gewitters aufspiesst.

      Da diese Experimente nur einmal pro Gotteshaus durchgeführt werden, sind die Zahlen nicht sehr repräsentativ, es handelt sich also nicht um eine genaue Messmethode
      </bullshit>
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    • _kokolorix 25.07.2017 20:15
      Highlight Da Gebete mangels Empfänger sowieso nie ankommen, spielt es wohl kaum eine Rolle. Ist auch mathematisch leicht zu bewiesen: 1x0=0, 10x0=0, 500x0=0, 10000000x0=0
      😁
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    • Quacksalber 25.07.2017 20:47
      Highlight Jetzt weiss ichs: die Gläubigen werden auf dem Tempelberg so beeindruckt und dadurch bescheiden, dass sie sich nur Dinge erbeten die sowieso eintreten. Z.B. dass es am Morgen wieder hell wird.
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