International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Facebook sperrt Seite des Sohns von Israels Ministerpräsidenten



18.02.2018, Bayern, Muenchen: Benjamin Netanjahu, Ministerpraesident von Israel, spricht waehrend der 54. Muenchner Sicherheitskonferenz. Zu der dreitaegigen Veranstaltung werden mehr als 500 Gaeste, darunter Staats- und Regierungschefs, erwartet. (KEYSTONE/DPA/Sven Hoppe)

Benjamin Netanjahu. Bild: dpa

Facebook hat die Seite des Sohns von Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, Jair, nach dessen Angaben vorübergehend blockiert. Der 27-Jährige hatte nach einem weiteren tödlichen Anschlag auf Israelis im Netz dazu aufgerufen, deren «Tod zu rächen», wie die «Times of Israel» am Montag berichtete.

«Es wird nie Frieden geben mit diesen Monstern in Form von Männern, die sich selbst seit 1964 ‹Palästinenser› nennen», schrieb Jair Netanjahu demnach unter anderem. In einem weiteren Post habe er gesagt: «Es wird hier keinen Frieden geben, bis: 1. Alle Juden Israel verlassen. 2. Alle Muslime Israel verlassen. Ich bevorzuge die zweite Option.»

Nachdem mehrere seiner Posts von Facebook gelöscht worden waren, griff er das Netzwerk scharf auf seiner Seite an. «Die Gedankenpolizei der radikalen Progressiven von Facebook sind auch bei mir angekommen», schrieb er. Diesen Post teilte er am Sonntagabend auf Twitter und schrieb, Facebook habe seine Seite für 24 Stunden blockiert.

Er kritisierte in dem Facebook-Post, dass etwa die radikal-islamische Hamas oder die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah offizielle Facebook-Seiten hätten. «Es gibt auch endlos viele Seiten, die zur Zerstörung Israels und zum Mord von Juden aufrufen.» Doch all diese Aussagen verstiessen nicht gegen die Regeln der Facebook-Gemeinde und fielen unter die Meinungsfreiheit, schrieb er.

Nach Angaben der «Times of Israel» äusserte sich Facebook zunächst nicht dazu.

Jair Netanjahu war in der Vergangenheit schon mehrmals aufgefallen. Im vergangenen Jahr verklagte ihn eine linksorientierte Organisation, die er im Internet als radikal und anti-zionistisch angegriffen hatte. Es gibt auch immer wieder Kritik daran, dass Jair Netanjahu auf Kosten der Steuerzahler mit Personenschützer und Fahrer unterwegs ist. (aeg/sda/dpa)

Twitter und Facebook über russischen Einfluss bei US-Wahlen

Video: srf

Cambridge Analytica und der Facebook-Daten-Skandal

Im Cambridge-Analytica-Skandal zieht sich die Schlinge um Facebook zu

Link zum Artikel

Facebook legt Widerspruch gegen britisches Datenschutz-Bussgeld ein

Link zum Artikel

7 Lehren, die wir aus dem Facebook-Skandal dringend ziehen müssen

Link zum Artikel

Der Facebook-Skandal erzählt in 30 Cartoons

Link zum Artikel

Jetzt untersucht Facebook die Verbindungen eines Angestellten zu Cambridge Analytica

Link zum Artikel

Wegen Datenmissbrauch bei Trump-Wahlkampf: Facebook schmeisst Datenanalyse-Firma raus

Link zum Artikel

Firma verwendet für Trumps Wahlkampf missbräuchlich Daten von 50 Millionen Facebook-Usern

Link zum Artikel

Facebook steht vor dem Super-GAU – das musst du wissen

Link zum Artikel

Dirnen, Bestechung und Fake-IDs: Die finsteren Methoden von Trumps Facebook-Helfern

Link zum Artikel

85 neue Corona-Fälle innert 24 Stunden gemeldet

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Saraina 17.12.2018 18:15
    Highlight Highlight Das finde ich jetzt deutlich weniger interessant als die Nazi-Zelle in der Frankfurter Polizei, von der eine deutsch-türkische Anwältin, welche Opfer des NSU vertreten hatte, mit der Ermordung ihrer 2-jährigen Tochter bedroht wurde. Warum denn immer in die Ferne schweifen? Sieh, das Grauen ist ganz nah.

Analyse

Terra Incognita: Warum wir kaum eine Ahnung haben, was auf Social Media abläuft

Soziale Medien sind ein fester Bestandteil unseres Alltags. Wir mögen angesichts des fragwürdigen Geschäftsmodells dieser Plattformen, der manchmal oberflächlichen und oft vulgären Kommunikationskultur der User sowie der bisweilen extremistischen Inhalte die Stirn runzeln, aber eine Welt ohne soziale Medien können wir uns fast nicht mehr vorstellen.

Facebook und Co. sind für viele von uns mittlerweile zu einem wichtigen, vielleicht sogar dem wichtigsten Fenster in die Welt geworden. Was früher …

Artikel lesen
Link zum Artikel