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Blutiger «Marsch der Rückkehr»: Tote und 1400 Verletzte in Gaza

epa06636315 Palestinians children hold up a Palestinian and Algerian flags during preparation for mass protests along the border between Israel and Gaza Strip, in the eastern Beit Hanun towm in the northern Gaza Strip on, 29 March 2018. Protesters plan to call for the right of Palestinian refugees across the Middle East to return to homes they fled in the war surrounding the 1948 creation of Israel.  EPA/MOHAMMED SABER

Bild: EPA/EPA

In Gaza kommt es zu den massivsten Protesten seit der US-Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt. Die Palästinenser fordern die Rückkehr in die alte Heimat. Israels Armee schiesst scharf. Mindestens 15 Palästinenser werden getötet.



Blutige Bilanz beim «Marsch der Rückkehr» im Gazastreifen: Bei Zusammenstössen mit der israelischen Armee sind am Freitag mindestens 15 Palästinenser getötet worden, einer von ihnen schon vor Beginn der Proteste am frühen Morgen. Rund 1400 Demonstranten wurden an der Grenze zu Israel verletzt, wie das Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte.

Dem Palästinensischen Roten Halbmond zufolge erlitten über 200 Palästinenser Schussverletzungen. Die meisten wurden durch Tränengas verletzt.

epa06637241 Palestinians carry the body of youth who was shot dead by Israeli troops during clashes after protests along the border between Israel and Gaza Strip, in the eastern Beit Hanun town, in the northern Gaza Strip, 30 March 2018. Seven Palestinians were kiled and more 500 others injured during the clashes along the border with Israel. Clashes erupted in various locations in the West Bank and alongside the Israeli borders with Gaza as Palestinians hold protests on the occasion of Land Day, the annual day commemorating the events of 30 March 1976 when marches and a general strike was organized in the Arab towns in the occupied lands. The 1976 marches were against the Israeli government announcement to expropriate thousands of acres of land for settlement. Its considered a day for the right of Palestinians to return to their land.  EPA/MOHAMMED SABER

Bild: EPA/EPA

Nach Aussage der israelischen Armee haben deren Soldaten bei den gewaltsamen Protesten an der Grenze gezielt auf Rädelsführer geschossen. Ein Sprecher sprach von mehr als 30'000 Demonstranten. An vielen Stellen hätten junge Männer versucht, die Grenzbefestigungen zu durchbrechen. Auf sie sei scharf geschossen worden. Alle Todesopfer seien junge Männer im Alter zwischen 18 und 34 Jahren.

Zwei der getöteten Palästinenser wurden nach Angaben aus Gaza Opfer von israelischem Panzerfeuer bei Beit Hanoun im Norden des Küstenstreifens. Nach palästinensischen Medienberichten waren mehr als 20'000 Menschen zum «Marsch der Rückkehr» gekommen.

«Recht auf Rückkehr» für Flüchtlinge

Die radikal-islamische Hamas wollte mit der Aktion ihren Anspruch auf ein «Recht auf Rückkehr» für palästinensische Flüchtlinge und deren Nachkommen in das Gebiet des heutigen Israels untermauern. Israel lehnt eine Rückkehr in das eigene Staatsgebiet ab. Auch im Westjordanland gab es vereinzelt Proteste.

Fotos zeigten zahlreiche Zelte im Grenzgebiet, Menschen schwenkten palästinensische Flaggen. Demonstranten verbrannten Bilder von US-Präsident Donald Trump. Die USA hatten im Dezember einseitig Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt und damit den Zorn der Palästinenser auf sich gezogen. Die Palästinenser wollen Ost-Jerusalem als Hauptstadt für einen eigenen Staat neben Israel.

A Palestinian protester slings stones towards Israeli soldiers during clashes with Israeli troops along the Gaza Strip border with Israel, east of Khan Younis, Gaza Strip, Friday, March 30, 2018. (AP Photo/Adel Hana)

Bild: AP/AP

Die Hamas schickte während des Protests nach Angaben der israelischen Armee eine Siebenjährige über den Sicherheitszaun. Das Mädchen sei über den Zaun nach Israel geklettert, sagte ein Sprecher der Armee. Die Armee habe dafür gesorgt, dass das Kind wieder sicher zu seinen Eltern zurückkomme.

Botschaft an Trump

Die Massenproteste sind nach Angaben der Hamas eine Botschaft an Trump. Für den von Trump angekündigten Friedensplan für Israel und die Palästinenser gelte: «Es gibt kein Zugeständnis in Bezug auf Jerusalem, keine Alternative zu Palästina und keine Lösung, ausser zurückzukehren», sagte Hamas-Chef Ismail Hanija am Freitag. Der «Marsch der Rückkehr» sei der Anfang der Rückkehr in das historische Palästina. Hanija nahm ebenfalls an der Aktion teil.

Die USA, die EU und Israel stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Sie hatte 2007 die Macht in dem Küstengebiet an sich gerissen.

Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman warnte die Menschen vor einer Annäherung an den Grenzzaun. «Jeder, der sich dem Zaun nähert, riskiert sein Leben», schrieb Lieberman auf Twitter auf Arabisch. Die Armee hatte nach einem Bericht der israelischen Nachrichtenseite «ynet» bereits vor den Protesten mehr als 100 Scharfschützen in der Nähe der Grenze postiert.

epa06636764 Israeli soldiers take positions at the Israeli Gaza border near Nir Am and next to the Gaza town of Beit Hanun, 30 March 2018. The Israeli army is on high alert and deployed sharpshooters along the border as they expect thousands of people from Gaza, to answer Hamas call to marking the 42 anniversary of the Land Day next to the Border.  EPA/ATEF SAFADI

Bild: EPA/EPA

In der Nacht zum Freitag war ein Palästinenser nach Angaben des Gesundheitsministeriums von israelischen Soldaten erschossen worden. Die israelische Armee teilte mit, ein Panzer habe in der Nacht das Feuer auf zwei Verdächtige eröffnet, die sich im südlichen Teil des Küstengebietes dem Sicherheitszaun genähert hätten.

Proteste dauern bis Mitte Mai

Die Proteste sollen bis zum 15. Mai dauern. Anlass sind die Feiern zum 70. Jahrestag der Gründung Israels. Die Palästinenser begehen den 15. Mai als Nakba-Tag (Tag der Katastrophe), weil im ersten Nahost-Krieg 1948 rund 700'000 Palästinenser flohen oder vertrieben wurden. Am 14. Mai wollen die USA zudem die US-Botschaft in Jerusalem eröffnen.

Bereits in den vergangenen Jahren kam es am 30. März zu Protesten in den Palästinensergebieten. Am «Tag des Bodens» gedenken die Palästinenser stets massiver Landenteignungen und sechs israelischer Araber, die am 30. März 1976 in dem Ort Sachnin von der israelischen Polizei getötet wurden. Sie hatten gegen die Beschlagnahmung arabischen Bodens protestiert. (sda/dpa/reu/afp)

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  • Maya Eldorado 31.03.2018 15:41
    Highlight Highlight Palästina hat keine Lebensgrundlage mehr. Viel zu wenig Land und eingekesselt. Sehr viele Bauern können kaum mehr ihr Land bestellen, wegen Checkpoints.
    Grundsätzlich lässt sich das Problem nur lösen, wenn den Palästinensern von den Israelis zugestanden wird, dass es nicht ohne Lebensgrundlage geht.
    Und so wie es heute ist, lässt sich das Problem nicht lösen, sondern höchstens verschlimmern.
    • durrrr 01.04.2018 11:12
      Highlight Highlight Keine Lebensgrundlage? Palästinenser erhalten so viel "Pro-Kopf-Hilfsgelder", wie niemand sonst auf der Welt. In den Gaza fliessen jährlich Milliarden. Das Problem ist die korrupte Hamas, in deren Tasche das meiste davon fliesst und die implizit gar kein Interesse an friedlichen Lösungen haben. Die Palästinenser müssen sich von der Hamas abwenden und diese müssen ihre Waffen niederlegen, dann gibt es keinen Krieg mehr. Legt Israel die Waffen nieder, gibt es kein Israel mehr.

      https://www.nzz.ch/international/besuch-in-gaza-kopie-von-kopie-von-stillhalten-fuer-die-vernichtung-israels-ld.151040
    • Maya Eldorado 01.04.2018 12:41
      Highlight Highlight Ja das stimmt. Sie bekommen viel Geld. Und es ist bekannt, dass davon viel in falsche Häne gerät.
      Diese Entwicklungshilfe ist aber keine Lebensgrundlage.
      Sie hätten genügend Lebensgrundlage, wenn die Israelis ihnen ihr Land zurückgeben würden und sie auf ihrem Land arbeiten lassen würden.
      Und man sie ohne Probleme ihre Erzeugnisse ausführen lassen würde.
      Ich mache das so. Ich kaufe palästinensisches Bio-Olivenöl. So kommt der Erlös direkt an die Bauern und nicht an irgendwelsche korrupten Stellen.
  • Maya Eldorado 31.03.2018 15:38
    Highlight Highlight 2.) Im Laufe der Zeit wurde der Gazastreifen zu einem immensen Freiluftgefängnis. Sie können ja auch nicht über das Meer entweichen. Mit dem Flugzeug ausser Landes zu gehen und wieder einreisen, ist sehr, sehr erschwert und nur ausnahmsweise möglich.
    Ich habe einen Freundin, deren Mann Palästinenser ist. Er möchte doch mindestens alle paar Jahre seine Verwandten im Gazastreifen besuchen. Aber das ist jedes Mal eine Zitterpartie, ob er auch wieder raus kommt. Allerdings ist es für ihn noch viel einfacher einzureisen, als für seine Verwandten auszureisen.
    Forts.
    • Royeti 31.03.2018 18:05
      Highlight Highlight Er kann ja mal bei den Ägyptern fragen, ob er über deren Grenze rein und raus darf....habe dieses Israel bashing satt!
      Würden sich di Palästinenser normal verhalten gäbe es keine Einschränkung- da keine Sicherheitsbedenken!
    • Maya Eldorado 31.03.2018 21:23
      Highlight Highlight Ueber Aegypten dürfen die Palästinenser schon ziemlich lange auch nicht mehr hinein und hinaus.
      Der Gazastreifen ist wirklich ein riesiges Freiluftgefängnis.
      Ja früher hat er seine Verwandten in Aegypten getroffen. Aber das geht eben nicht mehr.
    • Royeti 31.03.2018 22:49
      Highlight Highlight Und hast du dich gefragt, weshalb das über Ägypten nicht mehr geht? Sind ja immerhin auch moslems und und müssten doch Verständnis für die Palästinenser in Gaza haben..?!
      Wenn du dazu eine ehrliche und Fakten basierte Antwort erhältst, dann wirst auch du erkennen, dass es den Palästinenser viel besser gehen würde, wenn die Hamas weg ist, die Waffen niedergelegt würden und sie ernsthaft über Frieden verhandeln würden.....oder?
  • Maya Eldorado 31.03.2018 15:31
    Highlight Highlight Ich kann das schon fast nicht mehr hören, was da abläuft.
    Hitzköpfe und Sture hat es auf beiden Seiten.
    Die Weltgemeinschaft hat den Isrealis geholfen wieder ein eigenes Land zu haben.
    So wurde das Land, wo die Palästinenser wohnten, ziemlich genau hälftig zwischen den Palästinensern und den Isralis aufgeteilt.
    Dann machten die Israelis Siedlungen in Palästinensergebiet. Das hat es heute noch in Westjordanland. Viele Palästinenser wehrten sich. So errichteten die Israelis Checkpoints. Daraus folgt, dass sich die Palästinenser in ihrem zugeteilten Land nicht mehr frei bewegen konnten.
    Forts.
  • swisskiss 31.03.2018 10:43
    Highlight Highlight Das ewig gleiche ideologische Ping-Pong Spiel der Schuldzuweisung, die gesteuerte Eskalation beider Seiten, der sinnbefreite Verweis historischer Ansprüche auf ein Gebiet und keiner macht sich Gedanken, wie palästinensische und israelische Kinder in solch einem Umfeld aufwachsen.

    Vielleicht sich mal um die Zukunft dieser Kinder kümmern, statt die sinnlose Gewaltspirale immer weiter zu drehen, die nur weitere Generationen radikal denkender und handelnder Menschen heranzüchtet.

    So gibts in hundert Jahren kein friedliches Zusammenleben. Denn dafür brauchts 2 Parteien, die das auch wollen.
  • Nik G. 31.03.2018 09:34
    Highlight Highlight Schön wie sich alle wieder über Israel aufregen. Aber keiner kommt auf die Idee die Zahl von 1400 Verlezten zu hinterfragen nicht mal der Journalist, der ihn aus Reuters kopiert hat. Sie schreiben sogar von Tränengas verletzten! Dann hätten wir an jeder 1. Mai Demo oder Fussbalmatch mehrere 100 Verletzte.
    • swisskiss 31.03.2018 12:42
      Highlight Highlight Solange sich Menschen mehr Gedanken machen um die Anzahl der Betroffenen, statt das Einzelschicksal jedes Einzelnen sehen zu können oder zu wollen, ändert sich gar nichts!

      Emphatie und Nächstenliebe ist nicht die Fähigkeit, sich in den Anderen einfühlen zu können, sondern zu wollen.
  • malu 64 31.03.2018 08:20
    Highlight Highlight Israel gehört zu den gleichen Verbrechern wie die Türkei! Eine Volksgruppe drangsalieren, bekämpfen und ermorden! Kritisiert man diesen Staat, gilt man als Antisemit! Lächerlich!
    • _kokolorix 31.03.2018 10:15
      Highlight Highlight Auch die Palästinenser sind rassistisch. Würde irgend eine Macht die Israelis ausrotten, würden sie jubelnd zuschauen. Auf dieser Basis ist ein Frieden genau so wenig realisierbar wie auf dem aus Unterdrückung und Ausbeutung basierenden Siegergehabe der Israelis. Von den Fundamentalisten jüdischer und islamischer Ausprägung ist ausser Gewalt auch nichts zu erwarten.
      Iran, USA und Europa unterstützen nur gewaltbereite Gruppen, die Pragmatischen sind auf sich gestellt oder werden gar aktiv bekämpft. Das gleiche Problem wie in Syrien, mit heutiger Politik unlösbar.
    • Roterriese 31.03.2018 10:19
      Highlight Highlight Ihr schwingt ja auch bei allem gleich die Nazi- und Rassismuskeule. Jetzt bekommt ihr eine Kostprobe euer eigener Medizin.
  • Thurgauo 31.03.2018 07:55
    Highlight Highlight Einfach unglaublich was sich Israel, als angeblich fortschrittlichster Staat in der Region, aufgrund ihrer Geschichte heute noch erlauben kann. Irgendwann ist einfach genug. Israel geht genau so radikal mit "Minderheiten" um, wie die örtlichen Nachbarländer um. Für mich gehört Israel längst sanktioniert. Aber Papa USA regelt dass ja schon.
    • _kokolorix 31.03.2018 10:21
      Highlight Highlight 'Israel geht genau so radikal mit "Minderheiten" um, wie die örtlichen Nachbarländer'
      Das ist der wohl treffendste Satz.
      Allerdings macht er auch das Problem deutlich. Allein von Israel kann die Lösung nicht kommen, genau so wenig wie es die Palästinenser allein vermögen.
      Solange Saudis, Iran, USA und Russland in der Region ihr Unwesen treiben und gewaltbereite Gruppen gegeneinander aufhetzten wird es keinen Fortschritt geben. Die Unterstützung von pragmatischen Gruppierungen ist innenpolitisch einfach nicht sexy genug...
    • TheMan 31.03.2018 11:47
      Highlight Highlight Israel verteidigt seinen Rechtmässigen Staat. Sogar nach dem Koran, dem Gesetzbuch der Muslime gehört das Land ihnen. Also darf ein Staat sich nicht Verteidigen? Und Papa USA macht dabei genau nichts. Warum nicht? Weil Papa USA nichts zu melden hat. Israel ist Mächtiger als die USA.
    • Sebastian Wendelspiess 31.03.2018 14:10
      Highlight Highlight @theman also bei Syrien wirds dauernd kritisiert, wenn Assad sein Land verteidigt. Meiner meinung ist Israel der demokratischere fortschrittlichere Staat der beiden, und sollte mit der Gewaltspirale und Provokation aufhören, statt ständig Ausreden zu suchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 31.03.2018 07:18
    Highlight Highlight Das Verstörendste an der Leidensgeschichte der Palästinenser ist, dass sie der Leidensgeschichte der Israelis gleicht.
    Die Jüdischen Vorfahren der Israelis wurden von Nazis als minderwertige Rasse zuerst verbal belästigt, beschimpft und diskriminiert, dann in Ghettos eigepfercht und auf der letzten Eskalations-Stufe von einem furchtbaren, mit systematischer Präzision begangenen, kollektiven Raubmord durch die Nazis und ihre Charakterlosen Mitläufer beinahe vernichtet.
    Die heutigen Nazis aber sind Ultra-Orthodoxe Juden, und ihre Charakterlosen Mitläufer wählen Netanyahu und den Likud...
    • AdiB 31.03.2018 12:41
      Highlight Highlight @rodolfo. es sind nicht die ultra-orthodoxen juden die ihn wählen. es sind nur faschistische israelis. den die ultra-orthodoxen anerkennen israel nicht und werden oft von der eigenen regierung selbst diskriminiert. da gibts genug videos und artikel dazu.
    • rodolofo 31.03.2018 14:31
      Highlight Highlight @ AdiB
      Sind die Ultra-Orthodoxen nicht die Speerspitze von Netanyahos Siedlungs-Politik, welche faktisch auf eine schleichende Besetzung und Verdrängung der noch dort lebenden Palästinenser hinausläuft?
      Das kann schon sein, dass denen der Israelische Staat zu säkular und zu demokratisch ist und sie ihn deswegen nicht akzeptieren.
      Umso schlimmer...
    • Royeti 31.03.2018 18:17
      Highlight Highlight Du hast keine Ahnung, aber eine Meinung. Das ist ok.
      Hier eine gratis Lektion: die Ultra Orthodoxen (schwarzer Hut und Mantel) wählen weder Netanyahu noch leben sie in Siedlungen. Sie leben in Städten wie Beni Brak, Modiin Illit oder Jerusalem. Sie machen weder Militär, noch würden sie jemals eine Waffe anfassen.
      Netanyahu Wähler sind zu 90% Israelis arabischer Abstammung (Sefardi), welche vor ca. 70 Jahre. aus Marokko, Irak, Yemen, Tunesien, Türkei oder Ägypten vertrieben wurden. Die Siedler sind zwar religiös - jedoch eher nationalistisch und sicher nicht orthodox...
    Weitere Antworten anzeigen
  • phreko 31.03.2018 03:57
    Highlight Highlight Wüten die Spanier bei den bestürmten Grenzzäunen ihrer Afrikanischen Enklaven auch so heftig?
    • Randy Orton 31.03.2018 16:13
      Highlight Highlight Haben die Afrikaner zum Ziel die Spanier auszurotten und ihr Land zu eliminieren?
    • phreko 31.03.2018 16:59
      Highlight Highlight Sind die Palästinenser mit Schusswaffen angerückt?

      Gehören demnach die Reichsbürger in Deutschland ebenfalls interiert u d bei Fluchtversuchen erschossen?
    • Randy Orton 31.03.2018 17:54
      Highlight Highlight @ phreko, die Hamas und ihre Anhänger haben in den letzten Jahren hunderte Israelis getötet und tausende Verletzt bei diversen Attenten. Dass du religiös motivierten Terror (in diesem Fall islamischen Terror gegen Juden) derart verharmlost zeigt, dass du das Problem negierst oder aber deckt deine wirkliche Denkweise auf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Me, my shelf and I 31.03.2018 03:36
    Highlight Highlight Nakba, ein Begriff, der für die Erinnerung an die Vertreibung Abertausender aus ihrer Heimat steht, ist in Israel verboten. Wer Nakba-Gedenken organisiert, landet im Gefängnis.

    Wie würdet ihr reagieren, wenn Deutschland den Holocaust aus Geschichtsbüchern verbannen würde?
    Denkt mal drüber nach. Der Vergleich mag zwar ein Bisschen extrem sein, aber trifft es trotzdem relativ gut.
    • zeromaster80 31.03.2018 09:13
      Highlight Highlight Klingt unglaubwürdig, ein kurzer ckeck sagt: Wer solche Gedenken organisiert, verspielt israelische Fördermittel.
      Man muss bei diesem Thema extrem aufpassen, woher man seine Infos bezieht.
  • Posersalami 30.03.2018 23:27
    Highlight Highlight Man stelle sich nur mal vor, das würde in Russland passieren.. Aber Israel gehört zu den Guten, da ist das nicht so schlimm.
    • rodolofo 31.03.2018 09:06
      Highlight Highlight In Israel leben auch viele Nachfahren von Juden, die aus Russland und dem späteren "Ostblock" im "gelobten Land ihres von Gott auserwählen Volkes" einen neuen Anfang machen wollten.
      Dummerweise lebten dort Menschen, welche sich -als sie vom neuen Israelischen Staat zu Menschen 2.Klasse degradiert und vertrieben wurden- mit trotzigem Stolz "Palästinenser" nannten...
      Der Holocaust wurde nicht nur von Deutschland allein begangen!
      Viele halfen mit! Unter Anderem auch Fröntler und Nazi-Sympathisanten in der Schweiz, oder Rechtsextreme Faschisten in Russland...
  • SocialCapitalist 30.03.2018 23:03
    Highlight Highlight Ich glaube diesen Zahlen nicht
    Wenn es um Palestina geht haben wir hier ein verzerrtes Bild
    Und Feiern den Opferkult
    Die Hamas und Hisbollah sind das wahre Problem
    • äti 31.03.2018 09:47
      Highlight Highlight ... glauben? Ah ja, glauben kann man alles. Wissen und begreifen ist dagegen sehr mühsam. Also bleiben lassen.
    • AdiB 31.03.2018 12:44
      Highlight Highlight hisbollah? was haben die mit palästina zu tun. wenn es um die hisbollah geht dann wende deine kritik an den iran. die werden nähmlich von ihren schiitischen brüdern gesponsert.
    • SocialCapitalist 31.03.2018 13:33
      Highlight Highlight Schön wenn man sich nicht auskennt
      Die 3 Fraktionen die sich den Autonomen teil"Palästina" teilen heissen
      Hamas, Fatah und Hisbollah
      Und ich weiss schon jetzt
      Weiss das die Zahlen viel zu hoch geschraubt werden
      Hier wird erzählt das Friedliche Protestierende Menschen Weg gebombt werden
      Was einfach nur Antisemitischen dreck ist
      Mal nicht auf die Hamas sondern auf die Bürger hören
      Die mehr gegen Hamas und Konsorten Demonstrieren als gegen Israel
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phrosch 30.03.2018 22:42
    Highlight Highlight Sind es jetzt 1400 oder 200 Verletzte? Und ist die Zahl auch objektiv verifiziert? Bei Konfliktparteien ist immer Vorsicht geboten, da beide Seiten ihre Sicht der Dinge darstellen.
    • Makatitom 01.04.2018 00:32
      Highlight Highlight Jeder Verletzte und Tote ist doch einer zu viel, auf beiden Seiten
    • Royeti 01.04.2018 17:01
      Highlight Highlight Das ist so
  • Kubod 30.03.2018 22:20
    Highlight Highlight Wär wirklich toll, wenn es mal Sanktionen gäbe.
    Zum Beispiel eine Kürzung der Hilfsgelder nach Gaza, die die Hamas dazu benutzt, Gewalt zu organisieren.
    Oder glaubt jemand, die Hamas habe nicht genau diese Bilder produzieren wollen.
    Eine friedliche Demonstration an einem anderen Ort war nicht propagandareif genug.
    Man suchte die Auseinandersetzung mit den Soldaten, die den Grenzzaun schützen.
    Das Resultat sehen wir jetzt. Die Propaganda wirkt bei den Leuten, die eh darauf gewartet haben, loszuheulen und von den bösen Israelis zu schwadronieren.
    Ein erbärmliches Schauspiel.
    • äti 31.03.2018 09:50
      Highlight Highlight "Eine friedliche Demonstration an einem anderen Ort war nicht propagandareif genug." - hat es aber auch gegeben! Somit ist dein Kommentar was jetzt?
    • _kokolorix 31.03.2018 10:05
      Highlight Highlight Auch wenn ich dir recht geben muss, die Hamas ist eine eiskalt berechnende Organisation für machgierige Islamisten, muss man schon etwas tiefer greifen. Ohne die unerträglich arrogante Unterdrückung und Ausbeutung der Palästinenser seitens Israel, hätte die Hamas wohl nichts zu melden.
      Das Problem ist, dass beidseits des Zaunes Menschen leben welche für die auf der anderen Seite nur Hass und Verachtung empfinden. Das kann nur auf zwei Arten behoben werden: Die eine Seite rottet die Andere aus, oder es setzten sich auf beiden Seiten die konstruktiven Pragmatiker durch.
  • TheRealSnakePlissken 30.03.2018 22:19
    Highlight Highlight .... und was ist mit den Chefs der Hamas, die die Youngster aufhetzen und als Kanonenfutter verheizen? Ist doch logisch, worauf solche Aktionen hinauslaufen. Man will Bilder kreieren, die Israel schlecht dastehen lassen. Die Hamas kriegt wegen ihre irrationalen Politik im Gazastreifen nichts gebacken, die "militärische" Variante mit Raketenattacken ist gescheitert, weil Israel die Geschosse in der Luft abfängt, ergo greift man wieder in die unterste bluttriefende Propagandakriegsschublade.
    • äti 31.03.2018 09:53
      Highlight Highlight ... und was empfiehlst du jetzt den Palästinensern zu tun?
  • Roterriese 30.03.2018 22:07
    Highlight Highlight Die "radikal-islamische Hamas" ist übrigens eine Terrororganisation
    • Saraina 31.03.2018 09:52
      Highlight Highlight Ja, genau wie die PKK.
    • Roterriese 31.03.2018 13:42
      Highlight Highlight @die vielen Blitzer, es herrscht ein breiter Konsens darüber, dass die Hamas eine Terrororganisation ist.

      http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-07/hamas-eu-terrorganisation-eugh
    • Thurgauo 31.03.2018 15:25
      Highlight Highlight @Saraina PKK Terrororganisation? Dann gehört der türkische Staat auch mit auf die Liste.

      Für mich bei der Hamas dasselbe. Die israelische Armee hat jeden Anschlag mit derselben brutalen Härte vergeltet. Aber davon spricht niemand.

      Auch beim Terror braucht es immer zwei Seiten. Solche Organisationen leben vom Fehlverhalten der Gegenpartei.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Smeyers 30.03.2018 22:04
    Highlight Highlight Die Palästinenser haben den Zeitpunkt Medienwirksam richtig gewählt an den hohen Feiertagen um falsche Aufmerksamkeit zu erheischen.

    Dies Frage bleibt nur warum Sie demonstrieren? Mit Jordanien ehemals Teil von Israel/ Ex Palästina und 4x so gross wie Israel haben die seit 70 Jahren ein zu Hause! Das Gejammere der Palästinser langweilt. Seit 20 Jahren sind sie unfähig sich selbst zu regieren und ersticken in der eigen Koruption.

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