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Italien will Migranten von «Open Arms» nach Spanien bringen



Die italienische Regierung will die Migranten vom Rettungsschiff der spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms mit der Küstenwache nach Spanien zu bringen.

epa07781139 Lampedusa's Mayor Salvatore Martello (3-L) visits the Spanish rescue ship Open Arms, which carries 107 migrants that remain on board after 18 days at sea off Lampedusa, Italy, 19 August 2019. The Spanish aid organization Proactiva Open Arms raised the possibility to transfer the migrants to Catania, Sicily, and then charter them to Spain, whose government offered to receive them.  EPA/Francisco Gentico

Der Bürgermeister von Lampedusa besucht das Rettungsschiff «Open Arms». Bild: EPA

Im Gegenzug müsse sich die Regierung in Madrid allerdings zuerst bereiterklären, dem Schiff «Open Arms» sofort die spanische Flagge zu entziehen, erklärte Verkehrsminister Danilo Toninelli am Montagabend.

«Wir sind bereit, mit unserer Küstenwache alle Migranten, die an Bord der »Open Arms« sind, in den spanischen Hafen zu bringen, der uns zugewiesen wird.»

Die Regierung in Madrid hatte dem Schiff, das seit knapp 20 Tagen auf dem Mittelmeer blockiert ist, den nächstgelegenen spanischen Hafen angeboten. Das wären die Baleareninseln Menorca und Mallorca.

Allerdings hielt die Hilfsorganisation die tagelange Fahrt quer über das Mittelmeer für nicht machbar. «Wir können keine Reise von 600 Meilen (3 Tagen) antreten in dem Zustand, in dem wir uns befinden», twitterte der Chef Oscar Camps. Psychologen hätten nicht nur davon abgeraten, sondern seien dagegen.

Derweil wurden nach Angaben der Organisation neun weitere Menschen mit gesundheitlichen Problemen von Bord gebracht. Damit wären noch 98 Migranten an Bord, die Proactiva Open Arms auf dem Mittelmeer gerettet hatte.

Die «Open Arms» befindet sich seit Tagen in unmittelbarer Nähe der italienischen Insel Lampedusa, darf wegen der harten Haltung des Lega Nord - Innenministers Matteo Salvini die Menschen aber nicht an Land bringen. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Saerd neute 20.08.2019 09:10
    Highlight Highlight 20 Tage vor der Küste warten geht, aber 3 Tage Fahrt nach Spanien ist unzumutbar?
    • Bitsundbites 20.08.2019 13:19
      Highlight Highlight Woliegt das Probelm. ? Sousse und Monastir liegen gleich neben an. Das ist eine Tagesreise mit dem Schiff und Tunesien ist ein sicheres Land. Könnte sein das hier mit den ärmsten Propaganda und Politik gemacht wird. ?
    • Saerd neute 20.08.2019 14:24
      Highlight Highlight Es könnte nicht nur sein, es ist so.
    • Watson - die Weltwoche der SP 20.08.2019 18:39
      Highlight Highlight Es geht nicht darum diesen Menschen zu helfen, sondern darum ein politisches Zeichen zu setzen.

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