International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Gerettete Menschen dürfen das Flüchtlingsschiff Diciotti verlassen



Die 67 Flüchtlinge, die im Mittelmeer von der italienischen Küstenwache aufgegriffen wurden, haben das Schiff nach Angaben italienischer Medien verlassen. Fernsehbilder zeigten, wie die Migranten am Donnerstag kurz vor Mitternacht von Bord gingen und in einen schwarzen Bus stiegen, der von Polizeifahrzeugen begleitet wurde.

The Diciotti ship of the Italian Coast Guard, with 67 migrants on board rescued 4 days ago by the Vos Thalassa freighter, is moored in the Sicilian port of Trapani, southern Italy, Thursday, July 12, 2018. An Italian coast guard ship has docked in Sicily but is still awaiting permission to disembark its 67 migrants, after two of them were accused of threatening their rescuers if they were taken back to Libya. Interior Minister Matteo Salvini said Thursday he won't let the migrants off until there is clarity over what happened after an Italian commercial tugboat rescued them over the weekend. Italy's transport minister said some migrants made death threats against the crew. The threats prompted the Italian coast guard to board the migrants and bring them to Trapani. (Igor Petyx/ANSA via AP)

Die Diciotti im Hafen von Trapani. Bild: AP/ANSA

Zuvor hatte Italiens Regierungschef Giuseppe Conte am Donnerstagabend in einer Mitteilung angekündigt, die Migranten dürften die Diciotti verlassen, sobald ihre Personalien festgestellt worden seien.

Das Schiff hatte am Nachmittag im Hafen der sizilianischen Stadt Trapani angelegt. Den Migranten war jedoch untersagt worden, von Bord zu gehen. «Ich erlaube niemandem, die Diciotti zu verlassen», hatte Italiens Innenminister Matteo Salvini am Rande des EU-Innenministertreffens in Innsbruck gesagt. «Wenn es jemand macht, dann auf eigene Verantwortung.»

Schlepper an Bord?

Nach Medienangaben intervenierte am Donnerstagnachmittag der italienische Präsident Sergio Mattarella mit einem Appell an Conte, um die Situation aufzulösen. Zudem berichteten italienische Medien, dass die Polizei zwei Menschen an Bord als Schlepper identifiziert habe. Die Staatsanwaltschaft von Trapani habe daraufhin verlangt, alle Passagiere als Zeugen zu hören.

epa06883666 Italian Coast Guard ship Diciotti with 67 migrants on board enters the port of Trapani, Sicily, Italy, 12 July 2018. According to reports, the migrants were rescued by a civilian ship, the Vos Thalassa, off the Libyan coast and then transferred to the Diciotti after the civilian vessel was denied entry to Italy by Italian government. The Italian Transport Minister Danilo Toninelli has granted a permision for the Diciotti to disembark migrants in the port of Trapani.  EPA/IGOR PETYX

An Bord der Diciotti befanden sich 58 Männer, 3 Frauen und 6 Kinder. Bild: EPA/ANSA

Salvini hatte der Diciotti am Mittwoch zunächst das Anlegen in einem italienischen Hafen verweigert. An Bord befanden sich 58 Männer, 3 Frauen und 6 Kinder. Sie waren zunächst vom italienischen Schiff Vos Thalassa vor der libyschen Küste an Bord genommen worden.

Verantwortliche ins Gefängnis

Einige der Flüchtlinge sollen jedoch auf der Vos Thalassa gegen die Besatzung vorgegangen sein. Medienberichten zufolge schlossen sich die Besatzungsmitglieder daraufhin im Kommandoraum ein und verständigten die Rettungszentrale in Rom.

Salvini hatte am Mittwoch von Verbrechern und gewalttätigen Piraten gesprochen, die «in Handschellen» von Bord geholt werden sollten. Am Donnerstag drohte der italienische Innenminister den Flüchtlingen erneut: «Wenn es Gewalt (an Bord der Vos Thalassa) gab, werden die Verantwortlichen ins Gefängnis gehen, und wenn es nicht so war, dann hat jemand gelogen und wird die Konsequenzen tragen.» (sda/afp)

Endlich wieder Land unter den Füssen

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Beto gegen Donald: Showdown an der «Grenzmauer» in Texas

Link zum Artikel

«Eine Hure zu sein, war oft top», sagt Virginie Despentes aus Erfahrung

Link zum Artikel

Mirco Müller – ein vergessener Titan auf dem Weg zum Millionär

Link zum Artikel

Hacker verkauft 617 Millionen Nutzerdaten im Darknet – diese 16 Seiten sind betroffen

Link zum Artikel

Ohne Solarium und Haarpracht – wie Donald Trump wirklich aussieht 😱

Link zum Artikel

Zersiedelungs-Initiative abgeschmettert: So lief der Abstimmungssonntag

Link zum Artikel

«Ich war überrascht, dass es reicht» – Corinne Suter holt in der WM-Abfahrt Silber

Link zum Artikel

Kantonale Vorlagen: Basel versenkt Spitalfusion, Berner Energiegesetz scheitert hauchdünn

Link zum Artikel

Frauen schreiben ihren Freunden: «Ich will ein Baby» – die Antworten sind 😱😱😱

Link zum Artikel

WLAN auf dem Mars? Bibis Beauty Palace liefert TV-Blamage für die Ewigkeit

Link zum Artikel

Diese 7 Fälle zeigen, was bei der Rüstungsbeschaffung in der Schweiz alles schief läuft

Link zum Artikel

Hey Emma, Suff-SMS-Sandro hat auch ein paar Sex-Fragen an euch Frauen!

Link zum Artikel

Stimmen diese 9 Koch-Mythen wirklich?

Link zum Artikel

Dieser NBA-Star erfuhr gerade mitten im Spiel, dass er getradet wurde

Link zum Artikel

Wenn du in der (Fake-)Sexfalle sitzt – so kommst du wieder raus

Link zum Artikel

So klicken, blocken und spulen wir die Werbung weg – die Fakten in 15 Punkten

Link zum Artikel

Auf einer Party aufs Klo, das gar keins war...Diese Jodel-Geschichte hat kein Happy-End 😱

Link zum Artikel

Leute, PICDUMP! 🙏

Link zum Artikel

Google reserviert jetzt für dich in Schweizer Restaurants (aber nicht per Telefon)

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mogad 13.07.2018 09:33
    Highlight Highlight Zur Ergänzung: Ich gehe nicht davon aus, dass die Migranten nach der polizeilichen Einvernahme wieder an Bord gebracht und weggewiesen werden. Bin gespannt, ob und wie über den weiteren Verlauf der Geschichte berichtet wird.
  • mogad 13.07.2018 09:26
    Highlight Highlight 58 Männer, darunter 2 Schlepper. Einige haben auf einem andern Schiff die Besatzung bedroht. Salvini: Ich erlaube niemandem das Schiff zu verlassen. Der Regierungschef überstimmt den Innenminister und lässt die Migranten nachts am Hafen abholen. Rechtsstaatlichkeit und Menschlichkeit machen uns hilflos gegenüber dem Ansturm, die Einwohner Europas zu mundtoten Erduldern. Und das dürfte von Migranten, die aus autoritären Regimes kommen, als Schwäche ausgelegt werden. Schwäche wird meist ausgenützt. Wirklich schutzbedürftig waren wohl nur die 6 Frauen und Kinder an Bord.
    • Maracuja 13.07.2018 15:27
      Highlight Highlight @Graustufe: Wirklich schutzbedürftig waren wohl nur die 6 Frauen und Kinder an Bord

      Bzgl. Kinder einverstanden, aber wieso Frauen per se schutzbedürftig sein sollen und Männer nicht, kann ich nicht nachvollziehen. Hoffentlich wird die Schutzbedürftigkeit (Asyl oder vorläufige Aufnahme) auch weiterhin von Experten seriös geprüft und nicht dem Urteil von Onlinekommentatoren überlassen.
    • Maracuja 13.07.2018 15:37
      Highlight Highlight @Graustufe Rot: Der Regierungschef überstimmt den Innenminister und lässt die Migranten nachts am Hafen abholen

      Da es sich um ein italienisches Schiff handelte, hat der Regierungschef korrekt gehandelt. Wie lange hätte er denn die Flüchtlinge auf dem Schiff lassen sollen?

      Graustufen Rot: ... die Einwohner Europas zu mundtoten Erduldern

      Solange Sie täglich Ihre Kommentarflut zu diesem Thema absondern dürfen, ist es lächerlich von „mundtot“ zu sprechen. Im übrigen haben die Einwohner Europas nach wie vor das Wahlrecht.
    • mogad 13.07.2018 16:37
      Highlight Highlight @Maracuya. 58 Männer, dazu 3 Frauen und 6 Kinder! No furher comment.
  • reich&schön 13.07.2018 09:12
    Highlight Highlight "Gerettete Menschen" - was für ein Euphemismus für diese Kriminellen, die die Crew der Vos Thalassa bedroht haben!
    • Legaschtenie 13.07.2018 12:44
      Highlight Highlight Mal abgesehen von deiner Deutung das dies Kriminelle seinen... Dürfen Kriminelle nicht gerettet werden? Wie tief muss man gesunken sein?!

Illegale Grenzübertritte auf einem Tiefststand: Flüchtlinge wollen nicht in die Schweiz

Die Fluchtroute über das Mittelmeer ist faktisch zu. Das hat auch Auswirkungen auf die Schweiz. 

Rund 16'000 Personen dürften im 2018 in der Schweiz um Asyl gebeten haben. Bis Ende November gingen beim Staatssekretariat für Migration (SEM) 14'000 Gesuche ein. Die Zahlen für den Dezember sind noch nicht publik. Klar ist allerdings jetzt schon: Im vergangenen Jahr gelangten so wenig Flüchtlinge in die Schweiz wie seit acht Jahren nicht mehr.

Diese Entwicklung macht sich auch an den Schweizer Grenzen deutlich bemerkbar. 2018 wurden fast halb so viele illegale Grenzgänger aufgegriffen wie im …

Artikel lesen
Link zum Artikel