International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Roms marodes Nahverkehrssystem wird nicht liberalisiert



An off duty bus is seen at Termini train station during a public transportation strike in Rome, Friday, Oct. 27, 2017.  (Massimo Percossi/ANSA via AP)

Bild: AP/ANSA

Ein Referendum über die Liberalisierung von Roms ineffizientem Nahverkehrssystem ist am Sonntag am Quorum gescheitert. Lediglich 16,3 Prozent der wahlberechtigten Römer beteiligten sich an der Volksbefragung. Um gültig zu sein, wäre eine Beteiligung von 33 Prozent notwendig gewesen.

Lediglich 386'900 von 2,36 Millionen Wahlberechtigten gingen zu den Wahllokalen, um ihre Stimme abzugeben, wie aus den offiziellen Wahlergebnissen am Sonntagabend hervorgeht. 74 Prozent der Wahlbeteiligten stimmten für die Liberalisierung, was den Einstieg von Privaten in die marode Nahverkehrsgesellschaft ATAC ermöglicht hätte.

ATAC betreibt Busse, das Strassenbahnnetz, die U-Bahn-Linien A, B und C sowie die Züge in die Vororte. Das Unternehmen hat 11'500 Angestellte und ist einer der grossen Arbeitgeber der Stadt.

Die populistische Fünf-Sterne-Bewegung, die mit Bürgermeisterin Virginia Raggi an der Spitze seit Juni 2016 die italienische Hauptstadt regiert, stemmt sich gegen die Liberalisierung und will sich weiterhin um eine Sanierung der schwerverschuldeten ATAC, der grössten Nahverkehrsgesellschaft Europas, bemühen.

«Mit diesem Referendum haben die Römer klar gesagt, dass ATAC in öffentlicher Hand bleiben soll», meinte die Bürgermeisterin. Die Initiatoren des Referendums, die Radikale Partei und die europaorientierte Gruppierung Piu Europa um Ex-Aussenministerin Emma Bonino sehen in der Liberalisierung des Nahverkehrssystems den einzigen Weg, um Rom effizientere Verkehrsmittel zu garantieren. Fahrzeuge und Infrastrukturen gelten als veraltet. (aeg/sda/apa)

Der Ätna meldet sich zurück

abspielen

Video: srf

Italienische Mafia

Riesenprozess gegen die «Mafia Capitale» in Rom: «Die Stadträte müssen unseren Befehlen folgen»

Link zum Artikel
Verstaatlichung von Mafia-Restaurants

Pizza, Pasta, Basta: Italien verstaatlicht Mafia-Restaurants

Link zum Artikel

250 italienische Soldaten sollen in Neapel die Mafia bekämpfen

Link zum Artikel

Italien: Polizisten im Pizzaboten-Kostüm schnappen Mafiaboss

Link zum Artikel

Italienischer Mafia-Boss Antonio Lo Russo gefasst 

Link zum Artikel

Polizeirazzia: Spuren der Mafia führen in die Schweiz

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Dieser Kapitänin droht Gefängnis – sie rettete Flüchtenden das Leben

Pia Klemp ist überzeugt, dass die italienische Justiz es ernst meint. Noch im Januar gebe es eine Anhörung, sagt die 35-Jährige zu watson. Dann werde entschieden, ob Ermittler Klemps beschlagnahmtes Smartphone auslesen dürfen. Andere Daten aus ihrer Arbeit als Seenotretterin hätten Beamte längst durchforstet.

Noch im ersten Halbjahr 2019 wird die Staatsanwaltschaft in Italien wohl Anklage gegen sie erheben. Wahrscheinlich ist dem so, weil dem Verfahren jahrelange Ermittlungen vorausgegangen …

Artikel lesen
Link zum Artikel