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«Ausbeutung Afrikas» - Italien fordert Sanktionen gegen Frankreich



Italian Deputy Premier and Labour and Industry Minister, Luigi Di Maio, speaks at a press conference following a Cabinet meeting at Chigi Palace's premier office in Rome, Thursday, Jan. 17, 2019. The government unveiled details of how it will fulfill two core campaign promises: providing a basic income to needy Italians looking for work, and reforming unpopular pension regulations.  (Riccardo Antimiani/ANSA via AP)

Luigi Di Maio

Der italienische Vizepremier und Chef der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio, hat die EU zur Verhängung von Sanktionen gegen Frankreich und andere Länder aufgerufen, die Afrika «verarmen».

Diese Länder seien für das Drama der Migration im Mittelmeer verantwortlich, so Di Maio nach Medienangaben. «Heute werden so viele Afrikaner in die Migration getrieben, weil einige europäische Länder, vor allem Frankreich, nie aufgehört haben, Dutzende afrikanische Länder zu kolonisieren», sagte Di Maio. Italien besass allerdings in der Vergangenheit auch Kolonien in Afrika: Libyen und Italienisch-Ostafrika (Eritrea, Italienisch-Somaliland, Äthiopien).

Der italienische Innenminister, Vizepremier und Lega-Chef Matteo Salvini bekräftigte unterdessen seinen harten Kurs in Sachen Einwanderung. «Man muss die Schlepper verhaften. Sie müssen wissen, dass die italienischen Häfen geschlossen sind. Das ist der einzige Weg, um Menschenleben zu retten.»

Im vergangenen Jahr seien weniger Migranten in Italien eingetroffen und weniger Migranten seien gestorben, erklärte Salvini. Menschenhändler würden auch Drogen- und Waffenhandel betreiben. Er wolle nicht ihr Komplize sein, sagte der Innenminister. 

Fast 400 Migranten gerettet

Am Wochenende seien 393 Migranten im Mittelmeer gerettet, von der libyschen Küstenwache geborgen und nach Libyen zurückgeführt worden, teilte das italienische Innenministerium am Montag mit.

Seit Anfang 2019 seien 155 Migranten in Italien eingetroffen, im Vergleichszeitraum 2018 waren es noch 2730 gewesen. Die meisten 2019 eingetroffenen Migranten stammen aus Bangladesch, dem Irak und Tunesien. (aeg/sda/apa)

Ex-Linksterrorist nach 40 Jahren an Italien ausgeliefert

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Heinz Maag 21.01.2019 18:57
    Highlight Highlight Schuld an der ganzen Flüchtlingen ist eher weniger Frankreich. Aber die verarmung von Frankreich kolonisierten Länder schon. Frankreich sollte sich der Völkermord in Afrika verantworten, nicht nur aber Frankreich, viele andere europäische Länder auch. Nur weil Frankreich zu Westen zählt wird es eher nie verantworten müssen.... Leider. Hätte ein anderer Staat (kein westlicher) das gleiche Elend über Afrika gebracht, wäre das als Genozid des Jahrhunderts in die Geschichte eingegangen.
  • Prügelknabe 21.01.2019 14:19
    Highlight Highlight Wer sich über die wirklichen Gründe der Migration aus Afrika informieren möchte, oder sich auch ein Bild machen möchte was in den nächsten Jahren auf uns zu kommt, lege ich diesen Artikel ans Herz. Der Angriff von Di Maio auf Frankreich ist nicht einmal Symptombekämpfung.

    https://www.welt.de/politik/ausland/article174796884/Millionen-Fluechtlinge-aus-Afrika-Zweite-Phase-der-Migration-hat-laengst-begonnen.html
  • Prügelknabe 21.01.2019 13:00
    Highlight Highlight Zu den noch vorhandenen Übersee-Départements Frankreichs gehöhren:
    Guadeloupe, Martinique, Französisch-Guayana, Réunion und Mayotte.

    2017 beantragten ca. 198'000 Personen in Deutschland Asyl, davon:
    49000 - Syrien, 22000 Irak, 16400 Afghanistan, 10200 Eritrea, 8600 Iran, 8000 Türkei, 7800 Nigeria, 6800 Somalia, 4900 Russische Föderatin.

    Irgendwie passt die Aussage Di Maio mit der Realität überhaupt nicht zusammen.
  • AdiB 21.01.2019 11:34
    Highlight Highlight Für einmal stehe ich hinter der aussage von di maio. Die staaten hätten aber schon vor langer zeit zur verantwortung gezogen werden. Jetzt ist es nicht zu spät aber schwerer und komplizierter, da zuviele wirtschaftliche interessen (geld) auf dem spiel stehen. Es wäre aber wirklich an der zeit, die afrikanischen staaten fair zu behandeln und auch fairen handel zu betreiben. Wieso geht fairer handel unter den wohlhabenden aber nicht mit den armen?
    • Töfflifahrer 21.01.2019 11:56
      Highlight Highlight Wäre schon seit langer Zeit fällig aber es passt eben nicht ins Ausbeuterbild der Neoliberalen. Es ist doch einfach einige Despoten zu kaufen und deren Ressourcen billig auszubeuten.
      Man muss nicht nur Länder verpflichten, nein es sind Firmen welche ebenfalls grosse Treiber des Elends sind.
    • manhunt 21.01.2019 14:48
      Highlight Highlight naja, in italien werden asylbewerber schwarz als erntehelfer beschäftigt und dabei massivst ausgebeutet. dagegen unternimmt keine der populistischen parteien etwas. wer im glashaus sitz, sollte besser nicht mit steinen werfen.
  • P. Silie 21.01.2019 11:21
    Highlight Highlight Ein äusserst interessantes Thema, die NOCH Ausbeutung Afrikas durch Frankreich. Hört Euch mal den Podcast an.. Meine Wenigkeit war bisweilen erstaunt... https://www.deutschlandfunk.de/der-westafrikanische-franc-frankreich-und-der-unsichtbare.724.de.html?dram:article_id=436556
  • Olmabrotwurst 21.01.2019 11:10
    Highlight Highlight Moment Eritea Somalia waren doch Italienische Kolonien?
    • Rhabarber 21.01.2019 11:59
      Highlight Highlight Versuch doch nächstes Mal, den ganzen Artikel zu lesen anstatt nur den Titel. Dann kannst du dir solche Kommentare schenken :D
    • Olmabrotwurst 21.01.2019 12:22
      Highlight Highlight Mir dieser Aussage habe ich nur vermerkt das Italien auch Kolonien in Afrika hatten und das noch in Länder die bis heute unmengen von Ressourcen besitzen.
  • Snowy 21.01.2019 11:03
    Highlight Highlight "Im vergangenen Jahr seien weniger Migranten in Italien eingetroffen und weniger Migranten seien gestorben," erklärte Salvini.

    Stimmt diese Aussage (ernst gemeinte Frage)?
    • Oh Dae-su 21.01.2019 11:37
      Highlight Highlight Gemäss

      https://missingmigrants.iom.int/

      sind im zentralen Mittelmeer im Jahr 2017 2853 Migranten gestorben, im Jahr 2018 waren es nur noch 1314. Absolut gesehen, stimmt die Aussage also durchaus. Gleichzeitig hat die Anzahl Ankünfte von knapp 120k in 2017 auf knapp 25k im Jahr 2018 abgenommen. Die Todesrate hat also signifikant zugenommen.
    • pun 21.01.2019 12:53
      Highlight Highlight Oh Dae-su fasst es bereits gut zusammen. Gleichzeitig wird die Dunkelziffer an Opfern ebenfalls zugenommen haben, da ja weniger Hilfsschiffe unterwegs sind und viele gar nicht erst entdeckt werden. Der libyschen Küstenwache, diesen Halunken, ist auch einfach nicht zu trauen. Das sind diejenigen, die mit den Menschenhändlern gemeinsame Sache machen.
  • Butschina 21.01.2019 10:30
    Highlight Highlight Sind wirklich weniger gestorben?
    • Trompete 21.01.2019 11:15
      Highlight Highlight de.statista.com/statistik/daten/studie/892249/umfrage/im-mittelmeer-ertrunkenen-fluechtlinge/
    • Snowy 21.01.2019 11:26
      Highlight Highlight Kannst Du uns einen Screenshot machen, Trompete?

      Ist nur für zahlende Kunden ersichtlich.
    • Töfflifahrer 21.01.2019 11:59
      Highlight Highlight In absoluten Zahlen hat es abgenommen aber im Verhältnis zur Gesamtzahl der Flüchtlinge massiv zugenommen.
      https://missingmigrants.iom.int
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hercules Rockefeller 21.01.2019 10:00
    Highlight Highlight Di Maio meint wahrscheinlich die humanitären und ökologischen Desaster wie diese:
    Play Icon
    • AdiB 21.01.2019 11:31
      Highlight Highlight Nnein, er meint due staaten. Frankreich nihmt sich heute noch das recht für ressourcen in ihren ehem. kolonien nichts zu zahlen. Aber auch unternehmen wie clencore oder nestle sind nicht ganz unschuldig an der lage in afrika.
  • Magnum 21.01.2019 09:56
    Highlight Highlight Di Maio hat im Geschichtsunterricht wohl tief geschlafen. Dieses Halbwissen, das eigene Zulänglichkeiten als fürs Wunschdenken störend konsequent ausblendet, ist typisch für die Denkfaulheit von Populisten - ob von links oder rechts. Die Fünf-Sterne-Bewegung sind nicht nur lächerliche Polit-Clowns, sie tragen auch Verantwortung dafür, dass ein Faschist (Salvini) zum Innenminister Italiens werden konnte. Povera Italia!
    • Max Dick 21.01.2019 11:38
      Highlight Highlight Und Sie würden besser argumentieren anstatt einfach über den "Gegner" herzuziehen. Di Maio hat eine sachliche Aussage gemacht. Die kann man entweder sachlich wiederlegen, oder ihr zustimmen. Wer nicht Fussball spielen kann, zielt immer nur auf den Mann.
    • Magnum 21.01.2019 17:01
      Highlight Highlight Nochmals: Angesichts der Handlungen von Italien als Kolonialmacht (Giftgas-Einsätze am Horn von Afrika inklusive) sollte di Maio einfach zu diesem Thema schweigen. Aber es zeichnet lächerliche Populisten nun einmal aus, dass sie lieber auf andere zeigen, als in den Spiegel zu schauen.
      Die Herausforderung Migration kann nur gemeinsam gestemmt werden. Genau ein solches, koordiniertes Vorgehen ist aber mit der aktuellen Regierung Italiens leider nicht machbar. Die steht vielmehr auf publicity-trächtige Alleingänge bis zum Vertragsbruch.

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