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Tote nach Unwettern in Italien - Venedig überschwemmt



A woman walks in a flooded street of Venice, Italy, Monday, Oct. 29, 2018, as, according to city officials, 70 percent of the lagoon city has been flooded by waters rising 149 centimeters (more than 58 1/2 inches) above sea level. Venice frequently floods when high winds push in water from the lagoon, but Monday's levels are exceptional and forecast to rise even higher, to 160 centimeters (nearly 63 inches) by mid-afternoon. (Andrea Merola/ANSA via AP)

Eine Frau stapft in Venedig durch die gefluteten Strassen. Bild: AP/ANSA

Der Sturm reisst Bäume aus, Venedig steht unter Wasser, Menschen sterben: Unwetter haben fast ganz Italien getroffen und schwere Schäden angerichtet. Mehrere Menschen starben. Auf die Brenner-Autobahn in Südtirol rutschten Erdmassen. Die wichtige Verkehrsverbindung zwischen Österreich und Italien wurde am Montag zeitweise gesperrt.

Venedig vermeldete ein Hochwasser, so schlimm wie seit zehn Jahren nicht mehr, der Markusplatz wurde evakuiert. Die Polizei brachte Touristen in Sicherheit.

In Rom knickte der Wind Bäume um wie Streichhölzer, Antennen flogen von den Dächern. In der Provinz Frosinone südlich von Rom kamen am Montag zwei Menschen ums Leben, als ein Baum auf ihr Auto stürzte, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. In Terracina in der Region Latium, in Neapel und in Savona in Ligurien starben insgesamt drei Menschen. Schon am Sonntag waren mindestens fünf Menschen gestorben.

In Rom knickte der Wind Bäume um wie Streichhölzer, Antennen flogen von den Dächern. In der Provinz Frosinone südlich von Rom kamen am Montag zwei Menschen ums Leben, als ein Baum auf ihr Auto stürzte, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. In Terracina in der Region Latium, in Neapel und in Savona in Ligurien starben insgesamt drei Menschen. Schon am Sonntag waren mindestens fünf Menschen gestorben.

Höchste Alarmstufe in Südtirol

In Südtirol rief der Zivilschutz die höchste Alarmstufe Rot aus, das bedeute, dass ein «Katastrophenfall» möglich sei. «Der Boden kann nur mehr wenig Wasser aufnehmen», erklärte die Feuerwehr. Damit steige die Gefahr für weitere Erdrutsche. Auch die Flüsse dürften weiter anschwellen.

Auf der Autobahn zwischen Brenner und Sterzing hatte schon am Sonntag ein Erdrutsch mehrere Autos erfasst, es gab aber keine Schwerverletzten. Der ADAC rief Autofahrer auf, die Gegend weiträumig umfahren.

In der nordöstlichen Region Venetien war die Lage äusserst kritisch. In Venedig wurde am Nachmittag ein Hochwasser von 150 Zentimetern erwartet - so viel wie seit zehn Jahren nicht mehr. Schon am Sonntag war der Markusplatz überflutet, die Menschen bewegten sich - wie in solchen Situationen üblich - auf Holzstegen fort. Im bekannten Skiort Cortina d'Ampezzo in Venetien mussten Dutzende Menschen ihre Häuser räumen.

In Ligurien war ebenfalls höchster Unwetteralarm. Der Zivilschutz sprach von einer Sturmflut mit Wellen, die bis zu sieben Meter erreichen könnten, meldete die Nachrichtenagentur Ansa. In dem Ort Monterosso in der Touristengegend Cinque Terre mussten die Menschen Erdgeschosswohnungen verlassen.

Schiffe bleiben im Hafen

Auch weiter im Süden blieben Schiffe im Hafen, so wurde zwischen Neapel und der Insel Ischia der Verkehr eingestellt. In Apulien meldete der Agrarverband Coldiretti entwurzelte Olivenbäume. In Alghero auf Sardinien sprachen Medien von Hagelkörner so gross wie Tischtennisbälle. Mindestens fünf Menschen waren am Sonntag in Italien bei den Unwettern ums Leben gekommen.

Immerhin: Am Dienstag sollte sich das Wetter ein wenig bessern, jedoch warnte der Wetterdienst 3B Meteo vor neuen Unwettern im Nordwesten.

Nicht nur Italien, auch Kroatien war betroffen. Die Autobahnen rund um die nördliche Hafenstadt Rijeka wurden nach Medienberichten wegen Starkregens vorerst für den Verkehr gesperrt.

Wegen Sturms mit Orkanböen fielen zwischen Dubrovnik und Rijeka zahlreiche Fährverbindungen vom Festland zu den Inseln aus. Der staatliche Wetterdienst erliess am Montagmorgen für die gesamte kroatische Küstenregion höchste Warnstufe.

Auch Österreich rüstete sich für starke Regenfälle im Süden und Westen des Landes. Die Pflichtschulen bleiben am Dienstag und Mittwoch in Kärnten geschlossen. Auch in Osttirol bekommen am Dienstag alle Schüler frei. (aeg/sda/dpa/apa/tam)

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Video: srf

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