International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
In this Nov. 22, 2017 photo provided Thursday, Nov. 23, 2017, migrants on a small wooden boat wait to be rescued by the German non-profit organization Sea Watch, in the central Mediterranean Sea. According to the Italian Coast Guard, some 1100 migrants were rescued on Wednesday from the central Mediterranean Sea in different rescue operations by the Italian Coast Guard, the Italian Navy and several NGO's, including Sea Watch who has 254 people are on board their ship which is heading to Italy. (Johannes Moths/Sea Watch via AP)

Die NGO Sea Watch rettete diese Flüchtlinge Ende 2017 aus ihrer misslichen Lage.  Bild: AP/Sea Watch

Gegen Willen der italienischen Regierung: NGOs schicken neues Schiff aufs Mittelmeer



Hilfsorganisationen haben gegen den Willen der italienischen Regierung ein neues Schiff aufs Mittelmeer geschickt. Das Beobachtungsschiff des Projekts «Mediterranea» soll vor allem die «dramatische Lage» der Migranten auf der Flucht aufdecken.

Dies schreiben die Organisatoren am Donnerstag in einer Mitteilung. Die «Mare Jonio» sei von Italien aus gestartet und werde vor Libyen im Einsatz sein, sagte Ruben Neugebauer, Sprecher der deutschen NGO Sea Watch, die das Projekt unterstützt.

Das Schiff «Mare Jonio» soll unter anderem Zeugenberichte sammeln und aufzeigen, «wie Frauen, Männer und Kinder enormen Gefahren ausgesetzt sind», weil es keine Rettungsschiffe mehr gebe, hiess es in einer Mitteilung der Organisatoren. Das Schiff sei aber auch ausgerüstet, im Notfall Menschen aus Seenot zu retten, ergänzte Neugebauer. «Es geht letztlich darum, Menschen zu retten.»

Beteiligt an der Aktion sind mehrere italienische Organisationen, unterstützt wird es auch von Parlamentariern und der spanischen NGO Proactiva Open Arms. Die Crew komme aus Italien, sagte Neugebauer. Das Schiff soll am Samstag in der Such- und Rettungszone vor Libyen ankommen.

Die Regierung in Rom lässt keine privaten Rettungsschiffe mit Migranten mehr in die Häfen des Landes. Mehrere NGO-Boote wurden in den vergangenen Monaten tagelang auf dem Meer blockiert, nur noch ein Schiff von Proactiva ist derzeit vor Libyen unterwegs. «Es ist Zeit für ein italienisches Schiff», hiess es auf dem Twitter-Profil von «Mediterranea».

Hohe Dunkelziffern an Opfern

Mittlerweile kommen wesentlich weniger Migranten in Italien an. Doch in Relation zu den Abfahrten wird die Überfahrt immer gefährlicher. In diesem Jahr kamen bereits mehr als 1700 Menschen im Mittelmeer auf der Flucht Richtung Europa ums Leben, 1260 alleine auf der zentralen Route zwischen Libyen und Italien. Die Dunkelziffer liegt nach Angaben von NGOs aber weit höher, weil niemand mehr vor Ort sei, um zu sehen, wie viele Menschen wirklich untergehen.

Derweil kam das Rettungsschiff «Aquarius» am Donnerstag im südfranzösischen Marseille an und sucht weiter nach einem neuen Flaggenstaat. «Wir rufen die europäischen Regierungen auf, es uns zu ermöglichen, unsere lebensrettende Arbeit fortzusetzen, indem sie der Aquarius eine Flagge geben», teilte die Hilfsorganisation SOS Méditerranée mit. «Wir sind entschlossen, so schnell wie möglich zurück in den internationalen Gewässern des zentralen Mittelmeers zu sein.»

Der bisherige Flaggenstaat Panama hatte angekündigt, das Schiff aus seinem Schifffahrtsregister zu streichen und ihm somit die Flagge zu entziehen. Wenn das geschieht, wäre das Schiff, das seit der Registrierung in Panama offiziell «Aquarius 2» heisst, bis auf Weiteres stillgelegt. (sda/dpa/kün)

Das könnte dich auch interessieren:

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link zum Artikel

20'000 Schüler demonstrieren für Klimaschutz

Link zum Artikel

Ein ziemlich seltsames Outfit – so erklärt Serena Williams ihren Netzstrumpf-Auftritt

Link zum Artikel

Drei Lawinen fordern eine Tote und mehrere Verletzte im Wallis

Link zum Artikel

Nico soll Schneeketten montieren und bringt damit den Chef zur Verzweiflung 😂

Link zum Artikel

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Link zum Artikel

So hast du die Karriere von Roger Federer noch nie gesehen

Link zum Artikel

Warum die Bezahl-App Twint bei Schweizer Teenagern gerade so richtig durchstartet

Link zum Artikel

Vorsicht! Mit den Apple-Ohrstöpseln wird das iPhone zur Wanze 😳

Link zum Artikel

«Der Zug stellt einfach ab»: So leiden die Lokführer unter den SBB-Pannen-Doppelstöckern

Link zum Artikel

Der Lambo-Trottel, sein High-Heels-Schrank und ich

Link zum Artikel

Die grössten Apple-Irrtümer – was nicht nur iPhone-Fans wissen sollten

Link zum Artikel

Die grosse Game-Vorschau: Auf diese 50 Spiele dürfen wir uns 2019 freuen

Link zum Artikel

So cool ist es WIRKLICH, im Januar auf Alkohol zu verzichten 🤔😂

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Trump will den Notstand ausrufen – aber darf er das überhaupt?

Link zum Artikel

«Gölä ist die falsche Art von Büezer» – Nico bügelt mit dem Berner Rapper Nativ

Link zum Artikel

Samsung, Huawei oder doch Nokia? Diese Android-Handys erhalten am längsten Updates

Link zum Artikel

Sie wollte dieses Kleid kaufen – und brach bei der Lieferung (zu Recht) in Tränen aus

Link zum Artikel

Säntisbahn muss Betrieb für Monate einstellen

Link zum Artikel

Genfer Caritas-Lagerleiter vergriff sich an jungen Mädchen

Link zum Artikel

Warum Trump plötzlich die Sowjets verteidigt

Link zum Artikel

«Die toten Hoden» – neue Twitter-Challenge ruiniert die Namen deiner Lieblingsbands

Link zum Artikel

«Familie wird mich töten»: Rahaf auf Flucht aus Saudi-Arabien in Thailand vorerst sicher

Link zum Artikel

Wenn sogar Fox News Trumps Grenz-Lüge anprangert

Link zum Artikel

Das Beste an den Golden Globes? Diese Wasserträgerin

Link zum Artikel

Die bizarre Liebesgeschichte der KZ-Aufseherin, die sich in eine Gefangene verliebte

Link zum Artikel

7 Wahlen hat er analysiert – jetzt meint er: «Das System könnte aus den Fugen geraten»

Link zum Artikel

Sexy Särge oder phallische Felsen – welcher Wandkalender darf's denn sein?

Link zum Artikel

Bellydah: «Diesen Job nennt man ‹Rap-Video-Bitch›»

Link zum Artikel

Kann man wirklich zu lange schlafen?

Link zum Artikel

Der einzige Schweizer auf Mikronesien braut Bier und lebt auf diesem Inselcheln

Link zum Artikel

6 Webseiten, auf denen du dir toll die Zeit totschlagen kannst – klicken auf eigene Gefahr

Link zum Artikel

7 Dinge, die dir bei diesen bekannten Weihnachtsfilmen noch nie aufgefallen sind

Link zum Artikel

Jetzt muss Trump die Börse mehr fürchten als Mueller 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Maria B. 05.10.2018 12:06
    Highlight Highlight Aufhören mit dieser erwiesenen Kooperation von "privaten Rettern" mit den Schleppern, diesen mehrheitlichen Taxidienstleistern welche auch Ungefährdete aus intakten Booten "retten".

    Schiffe beschlagnahmen, ganz sicher aber am Einlaufen in italienische, griechische und maltekische Häfen hindern, während das nun im Vordergrund stehende Spanien, das wohl in absehbarer Zeit italienische Verhältisse zu beklagen hat, durch zunehmenden Bevölkerungsdruck in absehbarer Zeit ebenfalls die Reissleine ziehen muss.

    Es müssen geschlossene Asyl-, Warte- und Verteilzentren in Nordafrika geschaffen werden...
  • Lacaduc 05.10.2018 11:59
    Highlight Highlight Nach Seerecht müssen die Geretteten in den nächsten Hafen gefahren werden. DAS IST SEERECHT! Alles andere ist Personentransport und hat nichts mit Seenot zu tun. Ob das jetzt ethische oder unmenschlich ist, ist Ansichtssache. Fakt ist, dass die NGO Schiffe nicht legal handeln und dementsprechend als Schlepper fungieren.
  • Weissbrot 05.10.2018 06:33
    Highlight Highlight Wie wär's,wenn die Schweiz ihre Flagge zur Verfügung stellt?(Rhetorische Frage,bringt ja kein Geld aber"Ärger")
  • Miikee 05.10.2018 02:20
    Highlight Highlight Mich würde es interessieren ob es in Lybien angekommen ist, dass da keine "Rettungs"-schiffe mehr sind im Mittelmeer. Dies würde sehr zu Abnahme beisteuern, wenn die wüssten das da niemand mehr ist, würden die es auch nicht mehr wagen.

    Es wäre natürlich fahrlässig, die NGO zu blockieren und seitens Lybien auch nichts zu unternehmen.

    Aber nur auf diesem Weg werden die Toten auf dem Mittelmeer abnehmen, dies wird aber ein harter Weg sein, da muss man nichts schönreden. Sind wir ja auch nicht unschuldig an der Misere.
  • s0LiD 05.10.2018 01:02
    Highlight Highlight Seenotrettung ist kein Verbrechen.
  • Sherlock_Holmes 05.10.2018 00:14
    Highlight Highlight Campax hat eine Petition gestartet:
    'Schweizer Flagge für das Hilfsschiff «Aquarius»'

    https://act.campax.org/petitions/schweizer-flagge-fur-das-hilfsschiff-aquarius?bucket=campaxblast

Er verglich schwarze Ministerin mit Affe – Lega-Politiker Calderoli verurteilt

Für seinen Vergleich einer schwarzen Ministerin mit einem Affen vor fünf Jahren ist der rechte italienische Politiker Roberto Calderoli am Montag wegen rassistischer Beschimpfung verurteilt worden. Das Gericht in Bergamo hielt eine eineinhalbjährige Gefängnisstrafe für den Lega-Politiker für gerechtfertigt.

Calderoli hatte im Juli 2013 auf einer Parteiveranstaltung über Italiens damalige Integrationsministerin Cécile Kyenge gesagt, sie erinnere ihn an einen Orang-Utan.

Der 62-Jährige ist einer …

Artikel lesen
Link zum Artikel