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Blick über die Altstadt Bergamos (Symbolbild).  Bild: shutterstock

«Allah wirft Jesus hinaus»: Muslime in Italien kaufen diese Kirche

In Bergamo macht ein «Anti-Moscheen»-Gesetz der rechten Lega die Neueinrichtung nicht-katholischer Gotteshäuser so gut wie unmöglich. Jetzt ersteigerte der Verband der Muslime kurzerhand eine leerstehende Kirche in der Stadt und sorgt für viel Ärger.



Der Verkauf der katholischen Kirche hat in der norditalienischen Stadt Bergamo einen kleinen Religionskonflikt ausgelöst – angestachelt von der rechten Lega. Der Streit begann im Oktober, als eine Gesundheitsbehörde die ehemalige Krankenhauskapelle zur Versteigerung ausschrieb.

Übersetzung: «Nachdem sie alles getan hat, um den Bau neuer Gotteshäuser für Muslime zu verhindern, versteigert die Region Lombardei die ehemalige Kirche der Ospedali Riuniti. Wer gewinnt? Die Muslime, die es in voller Übereinstimmung mit dem Gesetz zu einer Moschee machen werden.»

Die Verkäufer gingen davon aus, dass sich die örtliche Rumänisch-Orthodoxe Gemeinde das Gebäude sichern würde. Sie nutzte die Kirche seit drei Jahren als Leihgabe. «Als wir im August 2015 hierher zogen, hiess es: «Keine Sorge, in der Zukunft werdet ihr die Kirche direkt kaufen können», sagte Priester Gheorghe Velescu der Nachrichtenagentur DPA.

Invasion der Muslime

Aber es lief nicht alles nach Plan: Im letzten Moment schnappte der Verband der Muslime in Bergamo der Rumänisch-Orthodoxen Gemeinde das Gebäude für rund 450'000 Euro vor der Nase weg. Der Verkauf schockierte nicht nur die Rumänen.

Die Vorstellung, die kleine katholische Kirche in der vornehmen Stadt am Alpenrand könne zu einer Moschee umfunktioniert werden, galt Kritikern als Beweis einer muslimischen «Invasion».

Italien war über Jahrzehnte ein Auswandererland. Die wachsende Zahl von Migranten, die in jüngerer Zeit aus muslimischen Ländern nach Italien gekommen sind, hat zu Spannungen in der Bevölkerung geführt und der rechten Lega gute Wahlergebnisse beschert. Lega-Chef Matteo Salvini wurde Innenminister und Vize-Ministerpräsident in Rom.

Derzeit leben in Italien mehr als 5,1 Millionen legal gemeldete ausländische Bürger – ein 27-prozentiger Anstieg seit 2012. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt rund 8,5 Prozent. Zudem leben in Italien Hunderttausende Migranten ohne Papiere.

Region will Moschee verhindern

«Allah wirft Jesus hinaus», titelte die rechte Boulevardzeitung «Libero» zu der Kirchen-Auktion. Ihr Herausgeber Vittorio Feltri stammt selbst aus Bergamo. «Der Tempel wurde den Hassern des Westens zugeschlagen», schrieb Feltri in einem Leitartikel.

Der lombardische Präsident Attilio Fontana von der Lega hat versprochen, die Versteigerung wieder rückgängig zu machen, damit die orthodoxen Gläubigen die Kirche weiter nutzen können. Fontana zufolge könnte die Region von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen.

«Die Kirche der Brüder von Bergamo, ein Symbol des Christentums, wird erhalten bleiben», sagte Fontana in einer Stellungnahme Ende Oktober. Er selbst habe dies Pfarrer Velescu telefonisch zugesichert.

Der Mitte-links ausgerichtete Bürgermeister von Bergamo, Giorgio Gori, hält Fontanas Vorschlag bestenfalls für zweifelhaft und von anti-muslimischen Vorurteilen geprägt. «Sie wollen den Verkauf nur rückgängig machen, weil ihnen der Käufer nicht gefällt», sagt Gori der DPA.

Eigengoal der Lega

«Wenn die Rumänisch-Orthodoxen gewonnen hätten, hätte es kein Problem gegeben», sagt der ehemalige TV-Manager im Medienimperium von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi. «Ich denke, es handelt sich um eine sehr klare Form von Diskriminierung von Muslimen.»

Dennoch verstehe er die öffentliche Verärgerung über das Ergebnis der Auktion. Denn die Kirche habe sentimentalen Wert für die Einwohner der lombardischen Stadt. Dort hätten sie ihre neugeborenen Babys getauft oder für die Kranken gebetet, die im Spital behandelt wurden.

Zuvor hatte Gori die Situation als «sensationelles Eigengoal» für ein regionales «Anti-Moscheen»-Gesetz bezeichnet, das die Eröffnung neuer nicht-katholischer Gotteshäuser stark einschränkt. Das Gesetz war von der Lega initiiert worden.

epa06582949 Giorgio Gori, Partito Democratico candidate as regional premier at the regional elections of 04  March in Lombardia, arrives at the party's headquarters in Milan, Italy, for a press conference, 05 March 2018.  EPA/FLAVIO LO SCALZO

Der Mitte-links ausgerichtete Bürgermeister von Bergamo, Giorgio Gori, hält das «Anti-Moscheen»-Gesetz für eine «sehr klare Diskriminierung». Bild: EPA/ANSA

Die Einrichtung neuer Moscheen ist so gut wie unmöglich – es sei denn, sie befinden sich an einem Ort, der schon als Gotteshaus ausgewiesen ist, wie etwa die ehemalige Krankenhauskapelle, erklärt Gori.

Als diese zum Verkauf angeboten wurde, sei das eine Gelegenheit für die Muslime gewesen. «Solange wir nicht jedem einen angemessenen Platz zum Beten zur Verfügung stellen, werden wir immer wieder solche Probleme haben», sagt Gori.

Lärmiger Gebetsort

Der Verband der Muslime wollte sich auf Anfrage der DPA nicht zu der Sache äussern. Den örtlichen «Bergamo News» hatte Verbandssprecher Joussef Ait Abboudel aber gesagt, seine Gemeinde suche «mehr Autonomie, Stabilität und Würde». Rund 400 Muslime versammeln sich derzeit in einem ehemaligen Lager für Schreinerbedarf unter einer Strassenbrücke zum regelmässigen Gebet.

Im Fastenmonat Ramadan sind es bis zu 2000 Menschen. «Wenn wir beten, wackelt der ganze Raum wegen der Lastwagen, die über uns herfahren», klagt der Sprecher.

Doch Pfarrer Velescu, dessen Gemeinde der Rauswurf droht, hat wenig Mitgefühl mit den Muslimen. «Mit allem gehörigen Respekt, weil sie ja auch Menschen sind wie wir, – das ist eine Kirche. Ich würde nie eine Moschee kaufen und sie in eine Kirche verwandeln. Aus brüderlicher Sicht hätten sie nie an der Auktion teilnehmen sollen», sagt er. (sda/dpa/ohe)

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105Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • hävi (the return) 16.12.2018 19:23
    Highlight Highlight In Europa werden ja Moscheen von der Türkei aus finanziert.
    Von wo kam eigentlich das Geld?

    Bitte nochmals recherchieren.
    • Saraina 16.12.2018 21:38
      Highlight Highlight Die Türkei finanziert allenfalls türkische Moscheen. Dort wird normalerweise auch türkisch gepredigt. Moscheen, die eher von Arabern oder Afrikanern besucht werden, erhalten eher Gelder aus den Golfstaaten. Und die albanischen Moscheen hierzulande werden von den lokalen albanischen Gemeinden selbst finanziert. Diese sind gut etabliert, haben eigenes Geld und meist auch Fähigkeiten, um selbst am Bau mitzuarbeiten.
    • Saraina 17.12.2018 07:00
      Highlight Highlight Ähm, ja Hävi. Das in Schaffhausen ist eine türkische Moschee. Wie gesagt können die Initiatoren sicher Gelder des türkischen Staates bekommen. Araber oder Albaner, Pakistani etc. wirst du allerdings dort nie antreffen, weil die kein Türkisch verstehen. Die neuen Moscheen in Wil und Frauenfeld sind von der dortigen albanischen Gemeinde initiiert und mit Spenden aus der Gemeinde bezahlt. Dito die Moschee mit dem kleinen Minarett in Winterthur. Die Muslime in der Schweiz und in Deutschland beten in Moscheen ihrer eigenen Kultur und Sprache.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wipix 16.12.2018 18:46
    Highlight Highlight Mir wär auch lieber, aus Kirchen würden Discos gemacht anstatt wieder einem religiösen Hirngespinnst Platz geschaffen!
  • Gubbe 16.12.2018 17:07
    Highlight Highlight Vor 9 Jahren war ich mal in Casablanca. Da steht die zweitgrösste Moschee. Imposant, schöne Keramikintarsien, einfach gross. Daneben war eine Bibliothek geplant. Wegen Geldmangels wurde diese auf die sehr lange Bank geschoben. Wie bei den Katholiken, für Gotteshäuser ist Geld da, für Anderes nicht. Ich weis nicht, ob die Bibliothek heute fertig und eingerichtet ist.
  • Alteresel 16.12.2018 16:42
    Highlight Highlight Was ist eigentlich das Problem? Ist doch nur ein Umzug unter Verwandten.
  • Biotop 16.12.2018 16:20
    Highlight Highlight Wenn dies in der Schweiz geschähe, müsste wegen dem Minarett-Verbot zwingend der Kirchturm abgebrochen werden.
    • maricana 16.12.2018 19:18
      Highlight Highlight Der höchste Kirchturm der Schweiz in Malters, knapp hundert Meter hoch.
      Benutzer Bild
  • MarkusPaul 16.12.2018 16:09
    Highlight Highlight Hilfe, Kirche abreisen!
  • Joe Frangelico 16.12.2018 15:59
    Highlight Highlight Zeit um Religionen abzuschaffen.
    Die Menschen haben die Religionen gemacht nicht Gott.
    Jahr 2018.
    • Gubbe 16.12.2018 16:55
      Highlight Highlight Welcher Gott?
    • Jazzdaughter 17.12.2018 14:20
      Highlight Highlight Ich staune immer bei dieser Forderung. Sie ist absolut unrealistisch. Wie genau soll man Religionen "abschaffen"? Religion verbieten? Jeden, der an etwas höheres glaubt einsperren, oder ein Busse http://Geben? G
    • Jazzdaughter 17.12.2018 14:27
      Highlight Highlight Ich staune immer zu dem Vorschlag, er kommt immer wieder und entbehrt jeglichen Sinn oder Pragmatik. "Abschaffen" ist so ein schönes polemisches Schlagwort aber mir ist nicht ganz klar was dahinter steckt. Verbieten? Menschen mit Religion ausschaffen? Einsperren? Busse zahlen lassen? In Therapie stecken? Was genau zählt man dann überhaupt als Religion? (Die Religonswissenschaft hat da eine breite Definition). In der Realität gar nicht so einfach aber hauptsache man hat was Radikales gesagt. Pragmatische, realistische Lösungsansätze sind da besser.
  • Ungläubig 16.12.2018 15:09
    Highlight Highlight Ich kenne viele Muslime, die nie militant waren und Christen akzeptieren.

    Der Islam, das Judentum und das Christentum sind ja die monotheistischen Religionen. Aus meiner Sicht haben alle drei den gleichen "Gott".
    • xlt 16.12.2018 15:51
      Highlight Highlight Haben sie auch. Das Christentum ist aus dem Judentum entstanden.
    • Andi Amo 16.12.2018 16:23
      Highlight Highlight ‚Akzeptieren’ hört sich jetzt nicht gerade an, als ob die ein sehr grosses Interesse haben, gemeinsam mit den Andersgläubigen zusammen zu leben und eine gemeinsame Gesellschaft zu formen. Man existiert eher nebeneinander.
    • Jazzdaughter 17.12.2018 14:30
      Highlight Highlight @Andi das muss aber gar nichts schlechtes sein! Lieber friedlich *neben*einander existieren als Kriege *gegen*einander zu führen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triple A 16.12.2018 14:40
    Highlight Highlight Endlich einmal eine sinnvolle Umnutzung! Was soll man sonst in Italien mit Kirchen tun, die infolge der schrumpfenden katholischen Gemeinde nicht mehr gebraucht werden?
    • äti 16.12.2018 19:01
      Highlight Highlight .. Asylanten Unterkunft, arme Bevölkerung .... dafür waren sie, glaube ich, primär gedacht.
  • quallbum 16.12.2018 14:14
    Highlight Highlight Jesus ist übrigens der bedeutenste Prophet im Koran... So viel zum Titel den Ihr zitiert. Ich will nur wieder mal an unsere Gemeinsamkeiten erinnern. Wir wünschen uns seit Jahrhunderten Leid und Verderb, weil wir unterschiedliche Auffassungen davon haben ob die Person, die wir gleichsam verehren, der Sohn Gottes ist oder einen irdischen Vater hat. Bravo an uns alle
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 16.12.2018 14:40
      Highlight Highlight Stimmt. Im Koran gilt er als Prophet.
      Auch in der Tora ist von ihm die Rede. Aber nur die Christen bezeichnen ihn als Messias.
    • DemonCore 16.12.2018 14:57
      Highlight Highlight Es hilft natürlich nicht, wenn im Koran steht, dass die Ungläubigen im Feuer geröstet werden sollen.
    • rodolofo 16.12.2018 14:59
      Highlight Highlight Eine Muslimin hat mir einmal erklärt, dass die Rede davon sei, dass Jesus im Himmel sei.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Albert J. Katzenellenbogen 16.12.2018 13:44
    Highlight Highlight Gott wirft sich selber raus? Also wenn's einer kann ist es wohl er. Denn er ist ja allmächtig...🤔🤨
    • Ungläubig 16.12.2018 15:06
      Highlight Highlight «Allah wirft Jesus hinaus»

      Jesus Christus ist nach christlicher Lehre (gemäss dem Neuen Testament) der von Gott zur Erlösung aller Menschen gesandte Messias und Sohn Gottes.

      Gott wirft also nicht sich selber, sondern seinen "Sohn" raus. 🤓
    • Albert J. Katzenellenbogen 16.12.2018 16:57
      Highlight Highlight Den Titel gelesen?
  • salamandre 16.12.2018 13:40
    Highlight Highlight Schattenboxen, nächst level!
  • wolge 16.12.2018 13:32
    Highlight Highlight Geschrei wegen 8.5 Prozent Ausländeranteil? Lachhaft... Wir haben rund 25%
    • loquito 16.12.2018 15:03
      Highlight Highlight Mimimi... Wir haben 25, weil hier auch in der 5. Generation Ausländer nicht Schweizer werden...
    • PrinzessinFantaghirò 16.12.2018 15:22
      Highlight Highlight Stimmt. Aber im Verhältnis haben wir eher weniger „eigene“ Probleme.
    • Andi Amo 16.12.2018 16:27
      Highlight Highlight Sorry, dass halt nicht einfach jeder dahergelaufene einfach so Schweizer werden kann. So gross sind die Hürden also auch nicht und wer nicht einmal bereit ist, ein bisschen die Geschichte des Landes zu kennen und etwas Geld in die Hand zu nehmen, hat es wohl einfach auch nicht verdient, ein Bürger dieses wunderschönen Landes zu werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Barracuda 16.12.2018 13:25
    Highlight Highlight Bei allem Relativieren... So ganz ohne Hintergedanken hat man diese Kirche ganz sicher nicht gekauft. Das ist pure Machtdemonstration und beabsichtigte Provokation. Etwas anderes zu glauben wäre naiv.
    • Saraina 16.12.2018 14:36
      Highlight Highlight Das ist eine Möglichkeit, zu einer Moschee zu kommen. Nicht mehr und nicht weniger. Von Macht kann doch keine Rede sein. Die reale Macht hat ja eben verboten, Moscheen zu bauen. Und der Ausländeranteil in Italien ist nicht mal ein Drittel von dem hier, und davon sind ja die Muslime wiederum eine Minderheit.
    • rodolofo 16.12.2018 15:03
      Highlight Highlight Was wären dann alle die Christlichen Kirchen?
      Auch eine Machtdemonstration?
      In gewissem Sinne schon...
      Wenn Michelangelo solche Kirchen mit wunderbaren Bildern im Grossformat bemalte, dann wollte er damit wohl auch seine Macht über die Pinsel demonstrieren...
    • Glücksbringer 16.12.2018 15:04
      Highlight Highlight Den Religionen geht es immer um Macht und um Unterdrückung. Als die katholischen Könige Cordoba eroberten, wollten sie die muslimische Moschee abreissen, aber der Bischof sagte: „Wir stellen besser eine Kirche mittenhinein, das tut ihnen mehr und länger weh“.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eksjugo 16.12.2018 13:12
    Highlight Highlight Doppelmoral der Italiener. Statt im eigenen Garten aufzuräumen (Mafia), stört man sich ab einem Gotteshaus.
    • Neuromancer 16.12.2018 17:22
      Highlight Highlight Na, in Sachen Doppelmoral sind die Schweizer doch mit Abstand weltführend. Anstatt zum Beispiel den Filz im Bundeshaus und staatsnahen Betrieben aufzulösen, stört man sich hier an nichtvorhandenen Minarette und bringt den Schwachsinn sogar zur Abstimmung.
      Siehste, Plattitüden funktionieren in beide Richtungen...
  • Brezel Hugger 16.12.2018 12:58
    Highlight Highlight Solange es nur eine Kirche ist und nicht, Gott bewahre!, etwa eine Trattoria oder Pizzeria.
  • JackMac 16.12.2018 12:55
    Highlight Highlight Schrecklich finde ich alleine die Tatsache, dass in den Gemäuern jetzt kein Wein mehr ausgeschenkt wird.
  • Easy 16.12.2018 12:41
    Highlight Highlight Mezquita de Córdoba... Mal eine ganz grosse Moschee jetzt eine katholische Kathedrale. alles ist vergänglich... Auch Religionen.
    • Oxymora 16.12.2018 13:43
      Highlight Highlight Schade dass ich schneller vergehe
      als all diese Religionen.
    • Sapientia et Virtus 16.12.2018 14:03
      Highlight Highlight Zuerst eine Kirche, dann eine Moschee. Nach mehr als 500 Jahren Fremdherrschaft zurückgewonnen - heute wieder von Enteignung bedroht!
    • Glücksbringer 16.12.2018 15:10
      Highlight Highlight Die Mezquita von Cordoba war bis vor ein paar Jahren in öffentlicher Hand. Dan hat die Volkspartei ein Gesetz erlassen, mit dem die Kirche alle Gebäude, die sie will, sich aneignen kann. Sie hat sich die Mezquita unter den Nagel gerissen, nimmt davon 8 Millionnen € Eintrittsgelder pro Jahr, überlässt aber die Unterhaltskosten der Gemeinde.
  • tzhkuda7 16.12.2018 12:23
    Highlight Highlight Ehemalige Gebetshäuser in Moscheen umzuwandeln hat bei den Muslimen lange Tradition.
    Es geht hierbei auch um das Zeigen von Macht, ähnlich der Hagia Sophia die heute grösste Moschee der Welt, war ebenfalls mal eine Kirche.

    Ehemalige Moscheen zu Kirchen umzubauen ist historisch selten geschehen, meist im Zuge noch im Mittelalter wenn schlicht keine andere Möglichkeit bestand um zu Gott zu beten wenn neues Gebiet erobert wurde.
    Der feine Unterschied.

    Was jetzt noch einzelfälle sind, ist bald mal die Mehrheit, da kann jetzt jrder blitzen und sagen neinein stimmt nicht.

    Ja sehen wir ja dann ;-)
    • satyros 16.12.2018 12:38
      Highlight Highlight Die Hagia Sophia ist scho lange ein Museum und keine Moschee mehr.
    • tzhkuda7 16.12.2018 13:01
      Highlight Highlight Die Gebetsräume sind immer noch in Betrieb. Einfach am morgen früh und Abend spät, wenn keine Touristen mehr kommen
    • Ökonometriker 16.12.2018 13:15
      Highlight Highlight @satyros: Geh mal in die Hagia Sophia - dort muss man immer noch muslimischen Kleidungsvorschriften folgen und die Schuhe ausziehen. Auch wenn man sie als Museum betitelt, spielt der Islam dort noch eine ganz grosse Rolle. Dank der Temperaturen in Istanbul und der dicken, geruchaufsaugenden Teppiche riecht ist dort daher immer etwa wie auf einem Käsemarkt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baba 16.12.2018 12:23
    Highlight Highlight Nix neues... die Hagia Sofia in Istanbul wurde bereits 1453 von einer Griechisch-Orthodoxen Kirche in eine Moschee umgewandelt, was sie dann für die folgenden knapp 500 Jahre auch blieb.

    Wo bleibt die Rechtssicherheit, sollte die Versteigerung tatsächlich rückgängig gemacht werden? Dann würde sich Bergamo/die Lega definitiv als Bananenrepublik(aner) erweisen.
  • Oxymora 16.12.2018 12:17
    Highlight Highlight Betbude kann Betbude bleiben.

    Scheint kein Anlass zu klein zu sein,
    um einen Religionskonflikt auszulösen.
  • Safado 16.12.2018 12:12
    Highlight Highlight Ja die Zeiten ändern sich nach wie vor. Gabs doch schon immer. Siehe Konstantinopel oder die in den 80er zu Discos umfunktionierten Kirchen. Das Leben geht weiter.
    • rodolofo 16.12.2018 15:15
      Highlight Highlight Mir hat mal vor vielen Jahren an einer Therapeuten-Disco, bei der's ausgesprochen wild zu und her ging, ein dort auch anwesender, in sich ruhender Buddhistischer Mönch erzählt, dass sich sein Orden in einem Katholischen Kloster eingemietet habe. Solche Church in Church - Kooperationen sind also nichts Neues.
      Die Beweggründe dafür sind ökonomischer Natur.
      Auch ein Kloster muss für ein ausgeglichenes Budget sorgen.
      Wenn Einnahmen sinken und der Aufwand steigt, müssen neue Einnahmen generiert werden, beispielsweise durch Untervermietung, oder durch Verkauf.
      It's the economy, believer!
  • Yolo 16.12.2018 12:02
    Highlight Highlight Und am letzt ist beides der gleiche Gott. Oh Lord, Halleluja!
  • Corny 16.12.2018 11:56
    Highlight Highlight Im Koran ist Jesus eine höchst wichtige Person, er wird also nicht rausgeworfen, es wird eher eine WG.
  • mondbewohner 16.12.2018 11:54
    Highlight Highlight „Ich würde nie eine Moschee kaufen und sie in eine Kirche verwandeln“
    Dann zieh in das Lager unter der Brücke um und überleg‘s dir dir nochmal...
  • N. Y. P. 16.12.2018 11:49
    Highlight Highlight Mit Geld vom ehrenwerten Hause Saud.
    • Saraina 16.12.2018 14:42
      Highlight Highlight Kaum. Die können sich potthässliche Neubauten leisten.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 16.12.2018 14:42
      Highlight Highlight Wo steht das?
    • N. Y. P. 16.12.2018 15:00
      Highlight Highlight Es ist ein politisches Statement. Dieser Aufkauf. Da hilft das Hause Saud immer gerne.

      Und das steht natürlich nirgends, @Zerpheros.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sikki_nix 16.12.2018 11:47
    Highlight Highlight Einfach nur lächerlich
  • elnino 16.12.2018 11:39
    Highlight Highlight Selber schuld wenn man solche Gesetze durchboxt...

    Das nennt man dann sich ins eigene Bein schiessen
  • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 16.12.2018 11:35
    Highlight Highlight Sie wollten Muslime mittels eines Gesetzes unterdrücken und jetzt haben sich die Muslime halt eine Kirche gesichert die zum Verkauf stand. Alles gesetzeskonform.
    All das Geheule ist doch bloß Selbstmitleid, weil das Gesetz umgangen wurde, vollkommen legal.
    • Triple A 16.12.2018 14:41
      Highlight Highlight Ja, und wenn ich nach Brüssel schaue ist Italien auch nicht für seine ausserordentliche Gesetzestreue bekannt!
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 16.12.2018 11:34
    Highlight Highlight Schon wieder? Das is ja nichts neues...
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 16.12.2018 11:30
    Highlight Highlight Ja, das ist wirklich eine Invasion. Ein 50-Millionen-Land und darin eine Kirche als Moschee unfunktioniert. Keine Chance, liebe Italiener, ihr weldet bald Moslems.
    • Andi Amo 16.12.2018 12:04
      Highlight Highlight Jaja, machen Sie das ganze nur lächerlich und ignorieren Sie dabei sogar die im Text genannten Fakten, dass der Anteil der Migranten seit 2012 bereits um 27% anstieg + die Hunderttausenden (!) von Migranten ohne Papiere. Sind sie komplett ideologisch verblendet, dass sie eine solche Entwicklung als harmlos abtun und lächerlich machen müssen?
    • maga84 16.12.2018 12:25
      Highlight Highlight Jep, ich seh's auch so kommen! ;-)
    • KeineSchlafmützeBeimFahren 16.12.2018 12:44
      Highlight Highlight Ja, Ändu, ich bin komplett verrückt und gefährlich für die Internetgesellschaft.
      Jetzt mal im Ernst, was interpretierst du aus den Fakten? 27 % Anstieg zum Vorjahr, aber nicht 27 % Anteil an der Bevölkerung in diesem Jahr und auch sind Migranten nicht gleich Moslems.
      Also beruhige dich doch und trink das Gesöff aus der islamischen Welt, genannt Kaffee.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 16.12.2018 11:25
    Highlight Highlight Tja, wenn man kein Geld hat...
  • Clife 16.12.2018 11:22
    Highlight Highlight Ich versteh das Problem nicht. Da war ein Gebäude zum Verkauf angeboten worden und eine Partei hat sie rechtmässig erworben. Die Lega hätte halt mitbieten sollen statt Hetze zu machen...mich regt es wirklich auf, wenn man die eigene Moralvorstellung höher gewichtet als die des Landes und Demokratie ist nunmal das A und O in Europa.
    • Phrosch 16.12.2018 11:55
      Highlight Highlight Oder die Behörde hätte die Kapelle wie versprochen der rumänisch-orthodoxen Gemeinschaft direkt verkaufen sollen.
    • sven 16.12.2018 12:01
      Highlight Highlight Ich finde ja, dass ein paar Satanisten die Kirche hätten kaufen sollen.
      Hail Satan!
    • Mietzekatze 16.12.2018 12:16
      Highlight Highlight Muslime mit satanisten vergleichen 🤦🏼‍♀️
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