International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

40 Monate in der Hand von Extremisten – japanischer Journalist kommt frei



In this image released by the Hatay governorate in Turkey, Jumpei Yasuda of Japan, talks in Antakya, Turkey, Wednesday, Oct. 24, 2018. Japan confirmed Wednesday that a man freed from Syria is the Japanese freelance journalist Yusuda, who was kidnapped three years ago by al-Qaida's branch in Syria, known at the time as the Nusra Front, and said he appears to be in good health. (Antakya Governorate via AP)

Der japanische Journalist Jumpei Yasuda. Bild: AP/AP

Nach drei Jahren in der Hand syrischer Extremisten ist der japanische Journalist Jumpei Yasuda wieder frei. Der japanische Aussenminister Taro Kono sagte am Mittwoch, er könne bestätigen, dass der 2015 in Syrien entführte Journalist in Sicherheit sei.

Der freiberufliche Reporter, der vermutlich vom syrischen Al-Kaida-Ableger verschleppt worden war, wurde demnach in die Türkei gebracht und soll in Kürze in seine Heimat zurückkehren. «Er scheint bei guter Gesundheit. Wir sind sehr froh, dass er sicher ist», sagte Aussenminister Kono.

Ministerpräsident Shinzo Abe sagte, er habe den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und den katarischen Emir Tamim bin Hamad Al Thani angerufen, um ihnen für ihre Unterstützung zu danken. Vertreter der japanischen Botschaft in Ankara sagten, Yasuda sei in einem Einwanderungszentrum im südtürkischen Antakya und werde bald nach Japan ausreisen.

40 Monate in Gefangenschaft

«Ich wurde in Syrien 40 Monate gefangen gehalten, nun bin ich in der Türkei», sagte Yasuda auf Englisch in einem im japanischen Fernsehsender NHK gezeigten Video, das in dem Zentrum in Antakya aufgenommen worden war. Der 44-Jährige trug einen langen Bart und schien gefasst.

Seine Ehefrau Myu dankte der Regierung und ihren Unterstützern unter Tränen. «Ich will ihn in guter Form sehen. Das ist alles, was ich will», sagte sie.

Der freiberufliche Journalist war im Juni 2015 im Norden Syriens entführt worden. Der Verdacht fiel auf die islamistische Al-Nusra-Front, den syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida, aus dem inzwischen die Dschihadistenallianz Hajat Tahrir al-Scham (HTS) hervorgegangen ist.

Regierung bestreitet Lösegeldzahlung

Im vergangenen Sommer tauchte ein Video auf, in dem Yasuda und der ebenfalls verschleppte italienische Journalist Alessandro Sandrini um ihre Freilassung baten.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte nun, an der Freilassung Yasudas seien Katar und die Türkei beteiligt gewesen, möglicherweise sei Lösegeld gezahlt worden. Die Entführer hätten Yasuda an eine «nicht-syrische» bewaffnete Gruppe übergeben, die der Türkei nahe stehe. Der Japaner sei zuletzt im Westen der Provinz Idlib festgehalten worden.

Ein japanischer Regierungssprecher bestritt aber die Zahlung von Lösegeld. Im Jahr 2015 hatte die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») in Syrien den japanischen Kriegsreporter Kenji Goto und dessen Freund Haruna Yukawa enthauptet. Kritiker hatten damals der japanischen Regierung vorgeworfen, nicht genug für die Freilassung der beiden Männer getan zu haben. (sda/afp)

Wiederaufbau in Syrien wird zur Herkulesaufgabe

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Gestrandet im Terminal – diese Kurden leben seit 49 Tagen im Transit des Flughafens Zürich

Vier kurdische Familien wollen in der Schweiz Asyl beantragen. Unbemerkt von der Öffentlichkeit stecken sie in der Transitzone des Flughafens Zürich fest – teilweise seit sieben Wochen. watson hat sie vor Ort besucht.

«I am going home» – «Ich gehe nach Hause», sagt Tom Hanks in seiner Rolle als Viktor Navorski am Ende des Hollywood-Blockbusters  «Terminal» von Steven Spielberg. Er spielt einen im New Yorker Flughafen JFK gestrandeten Touristen aus Osteuropa. Als in seiner Heimat ein Bürgerkrieg ausbricht, wird Navorskis Pass ungültig. Er harrt neun Monate im Transitbereich aus, bevor er endlich wieder nach Hause darf.

Die Realität der acht kurdischen Kinder und Jugendlichen, vier Frauen und acht Männer, …

Artikel lesen
Link zum Artikel