International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ecuador spionierte Assange in der Botschaft aus – und umgekehrt



FILE - In this May 19, 2017 file photo, WikiLeaks founder Julian Assange greets supporters from a balcony of the Ecuadorian embassy in London. Ecuadorean officials announced Wednesday, March 28, 2018, that they are cutting off Assange's communications to the outside. Assange has been living in Ecuador's embassy for more than five years. (AP Photo/Frank Augstein, File)

Julian Assange. Bild: AP/AP

Ecuador hat nach Informationen des «Guardian» ein millionenschweres Überwachungsprogramm für Wikileaks-Gründer Julian Assange in seinem Londoner Botschaftsexil aufgelegt.

Die Geheimdienstmission diente ursprünglich dem Schutz des Australiers vor den britischen Behörden, wie die britische Zeitung am Mittwoch berichtete. Später habe sich das Programm aber gegen Assange gerichtet, der das Netzwerk der Botschaft gehackt haben soll.

Dem Bericht zufolge liess sich Ecuador die Spionageaktivitäten fünf Millionen Dollar kosten. Eine Sicherheitsfirma sei damit beauftragt worden, Assanges Aktivitäten in der Botschaft zu überwachen und zu dokumentieren, wen er zu Besuch empfing. Dafür sei eine Wohnung nahe der Botschaft angemietet worden.

Auch internes Netzwerk gehackt?

Ecuadors damaliger Präsident Rafael Correa habe die «Operation Gast», die später in «Operation Hotel» umbenannt worden sei, unterstützt, berichtete der «Guardian». Unter seinem seit 2017 amtierenden Nachfolger Lenín Moreno, der Assange als ein «geerbtes Problem» betrachtet, sei das Programm zurückgefahren worden.

Den vertraulichen Dokumenten zufolge verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Assange und seinen ecuadorianischen Gastgebern auch, weil der Wikileaks-Gründer sich Zugang zum internen Netzwerk der Botschaft verschaffte. Der 46-Jährige habe «die offizielle und persönliche Kommunikation der Mitarbeiter» einsehen können. Wikileaks wies diese Anschuldigungen zurück.

Assange hatte die Regierung in Quito in den vergangenen Monaten auch mit politischen Stellungnahmen verärgert. Im März kappte die Botschaft daher seinen Internetzugang.

Angst vor Auslieferung an USA

Assange war 2012 in Ecuadors Vertretung in London geflohen, um einer Auslieferung an Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen zu entgehen. Die Stockholmer Staatsanwaltschaft legte den Fall vergangenes Jahr zu den Akten. Allerdings besteht nach wie vor ein britischer Haftbefehl, weil Assange 2010 gegen Bewährungsauflagen verstossen haben soll.

Der Australier befürchtet, an die USA überstellt zu werden, wo ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats und womöglich sogar die Todesstrafe droht. Die von ihm mitgegründete Enthüllungsplattform Wikileaks hatte 2010 geheime Dokumente des US-Militärs veröffentlicht. (sda/afp)

Von dieser Geheimarmee wussten nicht einmal alle Bundesräte

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

114
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

77
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

118
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

149
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

129
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

105
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

114
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

77
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

118
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

149
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

129
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

105
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die ehemalige Wikileaks-Informantin Chelsea Manning bleibt in Haft

Die ehemalige Wikileaks-Informantin Chelsea Manning bleibt in Haft. Ein US-Bundesgericht wies am Montag die Berufung der 31-Jährigen gegen ihre Beugehaft zurück.

Mit der Massnahme soll sie zur Aussage im Fall des Wikileaks-Gründers Julian Assange gezwungen werden. Das Bundesberufungsgericht im Bundesstaat Virginia erklärte, es habe «keinen Fehler» in der Beugehaft-Anordnung der untergeordneten Instanz gefunden.

Die Transgender-Frau – früher als Bradley Manning bekannt – befindet sich seit dem …

Artikel lesen
Link zum Artikel