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Er hat 250 Personen umgebracht – jetzt will Escobars Auftragskiller in die Politik



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Jhon Jairo Velásquez (Aufnahme aus dem Jahr 2006). bild: keystone

Er hat als Auftragsmörder in Diensten von Kolumbiens Drogenboss Pablo Escobar rund 250 Menschen erschossen und Tausende weitere Verbrechen koordiniert - nun will Jhon Jairo Velásquez alias «Popeye» in die Politik.

«Ja, ich will Senator werden», sagte er der Nachrichtenagentur dpa in Medellín. Nach mehr als 23 Jahren Gefängnis war er entlassen worden, weil er bei der Aufklärung der Taten des Medellín-Kartells mit der Justiz kooperiert hat.

Sein Leben wurde verfilmt. Im April will der Streaming-Anbieter Netflix, der schon die «Narcos»-Reihe über Escobar ausstrahlte, die Serie zeigen.

Der 54-Jährige polarisiert, Medellíns Bürgermeister Federico Gutiérrez warnte jüngst vor einer Verherrlichung der Verbrechen. In Kolumbien wird 2018 gewählt. Velásquez pocht darauf, dass wegen der geplanten politischen Betätigung von Ex-Mitgliedern der FARC-Guerilla die Gesetze so geändert werden, dass Amnestieregelungen ausgeweitet werden und auch verurteilte Straftäter kandidieren können. Bisher ist das im Rahmen einer Sonderjustiz nur für FARC-Mitglieder möglich.

Kritiker von Santos

Velásquez alias «Popeye» ist ein scharfer Kritiker von Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos und bezeichnet ihn als «korrupt». Auf Twitter mischt er sich in Debatten ein, nimmt kein Blatt vor den Mund. Jüngst beschwerte er sich über die Unsicherheit in Medellín, nachdem er überfallen worden war. Das Friedensabkommen mit der FARC-Guerilla hält er für zu soft. Er will aber auch die Korruption bekämpfen. Und im Kampf gegen den Kokainhandel, der ihn einst reich machte und der von Gewalt geprägt ist, lautet sein Rezept, es zu legalisieren - um den Teufelskreislauf zu durchbrechen.

Velásquez betont, mit Opfern seiner Verbrechen das Gespräch gesucht und für seine Taten gebüsst zu haben. Rückhalt hat er vor allem in Armenvierteln von Medellín, die einst vom Kartell unterstützt wurden. (sda/dpa)

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 21.03.2017 19:06
    Highlight Highlight Na ja, auf der Welt ist es so, dass die grossen Kriminellen die kleinen Kriminellen ins Gefängnis stecken.

    Jetzt will halt ein kleiner Krimineller ein grosser Krimineller werden.
  • die 200 21.03.2017 17:07
    Highlight Highlight ... sich wählen lassen, dann morden. So wäre die normale Reihenfolge... Dann kann er es ganz offiziell mit Todesliste und Drohnen machen wie Obama...
  • pedrinho 21.03.2017 14:17
    Highlight Highlight No Way

    Seltsam wie einige kommentare seinen lebenslauf bewerten. Mit nur 250 morden hat der nicht mal chancen auf den friedens nobelpreis, geschweige denn als politiker.
  • Allblacks 21.03.2017 10:32
    Highlight Highlight Welcome to the crazy, stupid 2017 😝
  • Triumvir 21.03.2017 08:21
    Highlight Highlight Och wie nobel, "er hat mit den Opfern seiner Verbrechen das Gespräch gesucht"...Ja, wie hat er dies denn genau mit seinen vielen Mordopfern bewerkstelligt...!?! Jetzt wollen also schon Massenmörder in die Politik. Die Menschheit ist wirklich verkommen!
  • pamayer 21.03.2017 07:32
    Highlight Highlight Einer der grössre Gauner als sein Vorgänger.

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