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epa06267811 Supporters of the leader of the right-wing Austrian Freedom Party (FPOe) Heinz-Christian Strache (not pictured) waves small Austrian national flags as they watch a projection of the Austrian Federal Elections in Vienna, Austria, 15 October 2017. According to the Interior ministry more than six million people were eligible to vote in the elections for a new federal parliament, the Nationalrat, in Austria.  EPA/VALDRIN XHEMAJ

FPÖ-Fans feiern – trotzdem muss man das Land mögen. Bild: EPA/EPA

Kommentar

Felix Austria! Du nervst und bist doch ein tolles Land

Österreich macht sich wieder einmal zur weltweiten Lachnummer. Und dann stirbt auch noch Niki Lauda! Höchste Zeit für eine Ehrenrettung.



Bekümmert trat Alexander Van der Bellen vor die Medien. «So ist Österreich einfach nicht», sagte der grüne Bundespräsident zum Ibiza-Skandalvideo, das FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache zu Fall brachte. Als die Szene am Abstimmungssonntag auf der watson-Redaktion im Fernsehen gezeigt wird, bricht kollektive Heiterkeit aus. «Genau so ist Österreich!» lästert der Chefredaktor.

Dienstagabend in Zürich: Bei der NZZ findet eine Veranstaltung zum Thema Populismus und Demokratiemüdigkeit statt. Auf dem Podium sitzt auch der Korrespondent der Zeitung in Wien. Als er das Wort «Österreich» nur schon erwähnt, beginnt das Publikum zu lachen, erst leise, dann immer lauter.

Formel-1-Legende Niki Lauda ist tot

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Video: srf

Ist ja verständlich. Die «bsoffene Gschicht», wie Strache seine Mauschelei mit einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte nannte, scheint alle Klischees über unsere östlichen Nachbarn zu bestätigen. Der Balkan beginnt jenseits des Arlbergs. Oder vielleicht schon am Bodensee.

In der Politik ist Österreich kein Musterland. Zu viel hängt noch immer vom «richtigen» Parteibuch oder von der Mitgliedschaft in bestimmten Vereinen und Verbänden ab.

Es fällt nicht gerade leicht, die Österreicher zu verteidigen. Der braune Sumpf wurde nie richtig trockengelegt. Der frühere Bundespräsident Kurt Waldheim etwa war bezüglich seiner NS-Vergangenheit von akutem Gedächtnisschwund befallen. Wahre Abgründe tun sich auf, wenn man an Natascha Kampusch oder Josef Fritzl denkt.

Und als ob das aktuelle Polit-Kabarett nicht genug wäre, muss Österreich auch noch den Tod von Niki Lauda verkraften, einem Vorzeige-Sportler und -Unternehmer. Das Eishockey-Nationalteam ist auf peinliche Art abgestiegen. Beim ESC ist man kläglich gescheitert, während die Schweiz mit Luca Hänni den vierten Platz holte.

Höchste Zeit also, die Österreicher-Witze zu reaktivieren? Besonders lustig fand ich sie nie, und auch jetzt sollte man das Gesamtbild im Auge behalten. Und das sieht gar nicht schlecht aus.

Sicher, politisch ist Österreich kein Musterland. Zu viel hängt noch immer vom «richtigen» Parteibuch oder von der Mitgliedschaft in bestimmten Vereinen und Verbänden ab. Das führt zur berüchtigten «Freunderlwirtschaft», wie der Hang zu Nepotismus und Korruption so schön genannt wird. Die Erfolge der FPÖ sind zum Teil auch eine Reaktion auf diese politische Unkultur.

Nicht selten hat man das Gefühl, die Alpenrepublik habe das Ende des Kaiserreichs und Vielvölkerstaats vor 100 Jahren nie richtig verwunden. Ein Überbleibsel ist die für das kleine Land in vielerlei Hinsicht überdimensionierte Hauptstadt. Im Zentrum von Wien zeigt sich das einstige Glanz und Gloria der K.u.K.-Doppelmonarchie Österreich-Ungarn auf beeindruckende Art.

Mit dem Heiraten funktionierte es nicht immer so toll, etwa als die grosse Kaiserin Maria Theresia ihre Tochter Maria Antonia mit dem französischen Thronfolger verkuppelte.

Das Habsburgerreich gehörte während Jahrhunderten zu den Grossmächten in Europa. Damals entstand das legendäre Motto «Bella gerant alii, tu felix Austria nube» – Kriege führen mögen andere, du, glückliches Österreich, heirate. Es spielte an auf die Tradition der Habsburger, ihren Herrschaftsbereich weniger auf dem Schlachtfeld als durch eine kluge Heiratspolitik auszudehnen.

In der Realität führten die Habsburger durchaus Kriege. Und mit dem Heiraten funktionierte es nicht immer so toll, etwa als die grosse Kaiserin Maria Theresia ihre Tochter Maria Antonia mit dem französischen Thronfolger verkuppelte. Die Liaison kostete Marie Antoinette, wie sie in Versailles genannt wurde, im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf.

Es war ein grosser Krieg, der dem morsch gewordenen «Kakanien» den Todesstoss versetzte. Es zerfiel nach dem Ersten Weltkrieg in seine Einzelteile. Für Rest-Österreich begann eine unruhige Zeit. Sie führte dazu, dass man sich 1938 einem gewissen Herrn an den Hals warf, der die Rückkehr zur Grösse versprach und erst noch ein Landsmann war.

Es stimmt, Ferien in Österreich sind nicht mehr unbedingt billiger als bei uns. Aber man erhält mehr für sein Geld.

Die Nazizeit wurde in Österreich wesentlich länger verdrängt als in Deutschland. Man sah sich primär als Hitlers erstes Opfer, und nicht als Mittäter. Entsprechend gut hat sich das rechte, deutschnationale Gedankengut gehalten, etwa in den berüchtigten Burschenschaften. Es bildet den Nährboden für die FPÖ von Jörg Haider bis Heinz-Christian Strache.

epa05239671 Vienna Giant Wheel is seen with the Stephansdom in the backround at Vienna's Prater in Vienna, Austria, on 30 March 2016. The Prater is one of the world's oldest amusement parks dating back to the 18th century. A celebration for the 250th anniversary will be held on 09 April 2016.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Wien gilt als Stadt mit der höchsten Lebensqualität. Bild: EPA/EPA

Österreich aber ist mehr als das. Viel mehr. Wien gilt nicht zufällig als Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität. Wirtschaftlich gehört Österreich zu den dynamischsten Ländern in Europa. Die Chancen im Osten nach dem Fall des Eisernen Vorhangs hat man resolut genutzt. Die Kaufkraft in der EU ist nur in Luxemburg (ein Sonderfall in mancher Hinsicht) und Dänemark höher.

In mancher Hinsicht ist man der Schweiz sogar voraus. Zum Beispiel im Fremdenverkehr. Es stimmt, Ferien in Österreich sind nicht mehr unbedingt billiger als bei uns. Aber man erhält mehr für sein Geld. Das Preis-Leistungsverhältnis ist unschlagbar. Auch die Gastfreundschaft ist mehr als ein Klischee. Während wir nur noch mit den höheren Bergen punkten können.

Von der Kultur braucht man gar nicht zu reden. Schier endlos ist die Zahl der berühmten und genialen Köpfe, die Österreich hervorgebracht hat, von Mozart über Freud bis Romy Schneider und Michael Haneke. Was haben wir dagegen zu bieten? Wir suhlen uns im Mittelmass und sind insgeheim neidisch auf die kreativen Energien, die unser östlicher Nachbar zu entfesseln vermag.

Ein bösartig-brillanter Spötter wie der verstorbene Zeichner Manfred Deix hätte es bei uns schwer. Die Österreicher haben sich an ihm gerieben und ihn gleichzeitig verehrt.

Gerade der Eurovision Song Contest ist dafür ein gutes Beispiel. Kann man sich ernsthaft vorstellen, dass jemand wie Conchita Wurst für die Schweiz singen würde? Die Ösis schickten ihn/sie nicht nur an den ESC, er/sie gewann auch. So mancher Spötter musste danach seine Vorurteile gegenüber den vermeintlich bornierten Österreichern hinterfragen.

ARCHIV -- Cartoonist Manfred Deix im Interview mit der Austria Presse Agentur am Donnerstag, 05. Februar 2009. Der grosse oesterreichische Zeichner und Karikaturist Manfred Deix ist am Samstag, 25. Juni 2016 67-jaehrig gestorben. (KEYSTONE/APA/HERBERT PFARRHOFER)

Manfred Deix hielt den Österreichern mit spitzem Stift den Spiegel vor. Sie bauten im dafür ein Museum. Bild: APA

Der Humor ist eine Austria-Domäne. Ein bösartig-brillanter Spötter wie der verstorbene Manfred Deix hätte es bei uns schwer. Die Österreicher haben sich an ihm gerieben und ihn gleichzeitig verehrt. Das Bundesland Niederösterreich, das seit Jahrzehnten von der ÖVP dominiert wird, hat auf Initiative von Deix ein Karikatur-Museum gebaut, in dem als Schwerpunkt seine Werke gezeigt werden.

Man kann über Österreich lachen, aber es gibt eben auch viele Gründe, warum man dieses Land bewundern, ja sogar lieben darf (das Essen habe ich noch gar nicht erwähnt). Doch, Herr Präsident, Österreich ist tatsächlich so. Aber eben auch ganz anders.

Beidlpracker und Co. – Schimpfwörter zu Österreichs Krise.

Mit 31 Jahren zum jüngsten Regierungschef Europas

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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Team Insomnia 22.05.2019 20:55
    Highlight Highlight Falco😎💪🏻🙂
  • Knety 22.05.2019 20:20
    Highlight Highlight Dieses Stummelchen hat den Namen Österreich doch gar nicht verdient🤪
  • DomKi 22.05.2019 18:08
    Highlight Highlight Dieses Bashing ist einfach k. objektiver Journalismus: "FPÖ-Fans feiern – trotzdem muss man das Land mögen"
  • @schurt3r 22.05.2019 15:12
    Highlight Highlight Nicht zu vergessen den besten TV-Kommissar der Neuzeit, den grantelnden Wiener Gedeon Winter.

    https://www.watson.ch/!668691242

    PS: Neben Saga Norén, natürlich :)
  • Pascolo 22.05.2019 14:29
    Highlight Highlight Österreich und seine tollen Menschen verdienen dev. besseres!
  • Janis Joplin 22.05.2019 13:50
    Highlight Highlight Niki wusste wann man gehn muss. Apropos "wissen wann man gehn muss":
    Es gibt ja noch die gute alte EAV, noch ist Felix Austria nicht ganz verloren ♥
    • salamandre 22.05.2019 15:00
      Highlight Highlight ...zu mir nach Hause kömmer nicht, weil da der Klempner grad was richt...
      oder Frösche auf der Autobahn kommen selten Drüben an, sackstark danke für den Reminder Mrs Joplin
    • Janis Joplin 23.05.2019 07:50
      Highlight Highlight Gern geschehen...denn es fährt kein Zug....nach Eierbach!!! :)
  • B-Arche 22.05.2019 13:40
    Highlight Highlight Österreicher können allgemein etwas gleichzeitig lieben und hassen.
    Beispiel Wien. Fast alle ausserhalb Wien hassen die Stadt aber sind auch unendlich stolz darauf dass sie weitweit beliebt ist (anders als bsp Zürich, welches immer nur mit Schwarzgeld zusammen auftaucht; kulturell hat man jenseits Knabeschiesse und Sächsilüte nichts zu bieten).
    Wien ist pompös und verschwendungssüchtig, Zürich ist die geldzählende Krämerseele mit einem Bundesheer welches den Banktresor verteidigt.

    Wien hat ausserdem ein ausgefallenes System des sozialen Wohnungsbaus, was Gentrifizierung deutlich verlangsamt.
    • MacB 22.05.2019 14:00
      Highlight Highlight Naja, mit deinem Kommentar bin ich nicht einverstanden. Aber: Wien hat tatsächlich einen extrem spannenden Ansatz des sozialen Wohnungsbaus im Gegensatz zu eigentlich allen anderen europäischen Städten, wo die Mieten deshalb durch die Decke schiessen.

      @watson: Das Thema "soz. Wohnungsbau Wien" wär mal ein Artikel wert! Da staunt man selbst als halbwegs liberaler, wie gut das System funktioniert. (Im Gegensatz zu Berlin, wo gerade über Enteignungen von Riesen-Immofirmen beraten wird)
    • Neruda 22.05.2019 14:06
      Highlight Highlight Warum es in der Schweiz weniger pompöse Bauten gibt liegt auch daran, dass wir wohl weniger ausgepresst wurden, da keine Monarchie. Man kann das jetzt schade finden, aber eigentlich ist es ganz gut so.
    • B-Arche 22.05.2019 16:02
      Highlight Highlight Neruda; Frage doch mal Einwanderer und Touristen warum sie in die Schweiz und dann nach Zürich kommen. Hint: Kultur taucht nie auf. Nie!
      Bei Einwanderern taucht auf Money Money Money low tax low tax low tax.... Und das relativ homogene Umfeld von Weissen, viel Osteuropa um unter seinesgleichen Anschluss zu finden. Durchmischung gibt's kaum.

      Touristen kommen wegen "Wolle Schweizer Uhr kaufen?", den Bergen, und um illegal Geld auf die Bank zu bringen. Keiner wird sagen wegen der Kultur oder des Essens....

    Weitere Antworten anzeigen
  • Phaf 22.05.2019 13:40
    Highlight Highlight Als Mitglied der kleinen Schweizer Community hier in Wien, verfolge ich die Medienberichterstattung in den Schweizer Medien über die Ibiza-Affäre sehr interessiert. Mich überrascht, wie prominent das ist platziert ist - teilweise mit mehreren Artikeln pro Tag.

    Das mit dem richtigen Parteibuch ist für mich auch immer wieder überraschend (bei meiner Firma aber nicht prominent). Einer österreichischen Kollegin, habe ich mal erzählt, dass ich keine Ahnung, wer bei unserer Geschäftsleitung in welcher Partei ist. Sie konnte nicht verstehen, dass das kein Kriterium war in meiner Firma!
  • Hosesack 22.05.2019 13:30
    Highlight Highlight Ein für mich passender Vergleich, die Austria verhält sich zur Schweiz wie Falco zu DJ Bobo oder Gabaliert zu Golä.

    • B-Arche 22.05.2019 16:10
      Highlight Highlight Heurigen zu Bindella-Restaurants...
      Krügerl Gösser zu Feldschlösschen...
      Schnelle U-Bahn vs quietschende Tram... (OK Trams hat Wien auch)...

      "Zürich ist zwar doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof aber nur halb so lustig".
  • swisskiss 22.05.2019 13:30
    Highlight Highlight Ach kommt jetzt. Die Oessis sind einfach geile Nachbarn. Wenn wir die nicht hätten, man müsste sie erfinden!
    • Patrick Toggweiler 22.05.2019 14:46
      Highlight Highlight Word!
  • es isch wies isch (Love & Peace Edition) 22.05.2019 13:25
    Highlight Highlight Als ob die Österreicher (politisch) so weit von uns weg wären... lachhaft... und, das ''richtige'' Parteibuch und so richtig tolle (Männer)seilschaften sind bei uns auch nicht wirklich hinderlich.
    Ich mag die Österreicher (nicht ganz so fest wie die Franzosen, die liebe ich) und ihren Humor und ihren ausgeprägten Hang zum Avantgardistischen.
    Ich schau' mich in der Welt und besonders in Europa um und frag' mich, wer da berechtigt ist auf das politische Österreich einzudreschen. Ringsum und mit uns rutscht die Welt und Europa immer weiter rechts ... leider.
  • Glenn Quagmire 22.05.2019 13:18
    Highlight Highlight Wenigstens haben sie noch den Hirscher....
  • WID 22.05.2019 13:17
    Highlight Highlight Wir sollten mehr für die CH-A Freundschaft tun. Es ist ein Land mit ähnlichen Problemen.
  • Julian_87 22.05.2019 13:15
    Highlight Highlight "Der Balkan beginnt jenseits des Arlbergs"

    Das ist definitiv so... Vorarlberg ist gar nicht so richtig Österreich...
  • Tomtom64 22.05.2019 13:10
    Highlight Highlight Man lasse beim Thema Österreich einfach Politik und Geschichte (ist ja auch politisch) aussen vor und alles ist gut.
    Ganz tollen, teilweise rabenschwarzen Humor. Kultur von grossartig bis Gaballier. Schöne Landschaften und mit Kärnten auch ein Tessin. Ganz herrliche Weine, die man auch zahlen kann (ausser man kauft sie in der Schweiz), eine schöne Sprache mit herrlichen Ausdrücken (Oachkatzerl ist mein Liebling).
    Und noch so vieles mehr, einfach Politik und Politiker (insbesondere FPÖ) ausklammern.
    • maatze 22.05.2019 13:35
      Highlight Highlight Oachkatzerl ist aber Bayrisch.
    • nukular 22.05.2019 14:18
      Highlight Highlight Nein, auch vorarlbergerisch.
    • Kiril 22.05.2019 14:29
      Highlight Highlight Nicht nur bayrisch und vorarlbergerisch, auch steirisch. Und generell, österreichisch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • salamandre 22.05.2019 12:56
    Highlight Highlight Wer noch nie in Wien war dem empfehl ich das wärmstens und wer noch etwas Zeit "und die dreht sich da etwas langsamer" sollte das Burgenland und seine Weinkultur miteinbeziehn.
    Wien ist anders.
  • MacB 22.05.2019 12:56
    Highlight Highlight Österreich ist uns moralisch und kulturell viel näher als wir denken. Auch Österreich ist tendenziell (!) föderalistisch aufgebaut und hat starke Landeshauptmänner, auch wenn das kulturelle und politische Zentrum Wien ist.

    Eine Differenz zu uns ist aber, dass in unserem direktdemokratischeren System Parteien wie die FPÖ nicht derart an die Macht kämen, während eine SPÖ in der Opposition bleiben muss. Exzentrische Parteien können bei uns wohl partizipieren aber erhalten wohl nie derart viel Macht und Spielraum (die FPÖ besetzt(e) wichtige Ministerien).

    Ein "Ibiza" kann es aber überall geben.
    • atomschlaf 22.05.2019 13:16
      Highlight Highlight Einverstanden, bis auf einen Punkt: Was Du als Resultat der direkten Demokratie beschreibst, ist stattdessen Folge unseres Konkordanzsystems, das nicht zwischen Regierungsparteien und Opposition unterscheidet.
    • MacB 22.05.2019 13:57
      Highlight Highlight Ich habe nicht geschrieben, dass es das Resultat der direkten Demokratie ist. Der Begriff "direktdemokratischer" ist lediglich ein Attribut zum Wort "System", das man in diesem Zusammenhang aber durchaus auch hätte weglassen können. Ich fand es aber eine passende Ergänzung.
    • Neruda 22.05.2019 14:09
      Highlight Highlight Politische Systeme mit Präsident oder Kanzler/Premier sind eh nur die Weiterführung der Monarchie mit alle paar Jahre stattfindenden Königswahlen.
  • Bort? 22.05.2019 12:50
    Highlight Highlight Da fehlen die (mittlerweile) wirklich grossartigen, oesterreichischen Weine die man durchaus auch lieben darf ! :-D

    Ich weiss ja nicht, ich mag die Oesterreicher. Zudem sind sie uns nicht ganz so "unaehnlich" (Alpenmentalitaet?). Einzig die "Grossmacht"-Vergangenheit liegt bei uns halt noch ein paar hundert Jahre laenger zurueck ;-) so, ca 1515 wars ja damit vorbei.
    • atomschlaf 22.05.2019 13:17
      Highlight Highlight Grossmacht? Die Schweiz war nie eine Grossmacht.
      Bestenfalls gab es Grossmachtsphantasien...
    • Neruda 22.05.2019 14:11
      Highlight Highlight Welche Alpenmentalität? Österreich hat keinen einzigen 4000er. Wennschon haben die Voralpen 😁
    • Bort? 22.05.2019 15:35
      Highlight Highlight @atomschlaf

      Aus diesem Grund steht das wort ja auch in " "...
      ;-)

      @Neruda
      :-D :-D ok, hab den Grossglockner nun unter Kategorie Voralpen abgespeichert
  • rudolf_k 22.05.2019 12:49
    Highlight Highlight Von den deutschsprachigen Ländern ist Österreich sowieso mit grossem Abstand die Nr. 1, sei es bezüglich Gastfreundschaft, Küche, südländischem Familienzusammenhalt oder einfach einer gewissen Lockerheit. Über Deutschland müssen wir eh nicht sprechen, und die Schweiz ist in den letzten Jahren zu einer Milchkuh verkommen, die jeder möglichst finanziell auspressen will damit er dann an einem anderen Ort einen schönen Lebensabend verbringen kann.
    • B-Arche 22.05.2019 15:43
      Highlight Highlight Das sehen wohl viele Schweizer nicht so (dass man von DE nicht zu reden bräuchte). Es ist das beliebteste Ferienland der Schweizerinnen und Schweizer ;-)
    • Kruk 22.05.2019 22:03
      Highlight Highlight Deutschland ist doch auch ganz ok und genug gross dass es für jeden Geschmack etwas gibt.
  • Militia 22.05.2019 12:41
    Highlight Highlight Ich mag die Österreicher sehr. Ein Land, das seine Traditionen bewahrt hat und trotzdem topmodern ist. Dieser Spagat ist nicht so einfach zu bewerkstelligen wie wir wissen. Alles in allem sind uns die Österreicher näher als mancher Eidgenosse zugeben möchte.
  • Randreeh 22.05.2019 12:26
    Highlight Highlight und da war noch Falco
  • lenzbenz 22.05.2019 12:21
    Highlight Highlight Danke für den Kommentar! Wien ist tatsächlich viel zu gross für ein so kleines Land, der Stadt-Land-Graben akzentuiert sich hier auch stärker als beispielsweise in der Schweiz. Auf der einen Seite eine moderne, weltoffene Metropole, auf der anderen Seite konservative, teils reaktionäre Bundesländer (Stichwort Kärnten). Es bleibt zu hoffen, dass die Österreicher durch den Skandal wachgerüttelt werden und begreifen, dass die FPÖ nicht wählbar und schon gar nicht regierungsfähig ist.
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 22.05.2019 12:10
    Highlight Highlight Eine österreichische Delegation kommt in die Schweiz und bitten die Schweizer irgendwas zu tun das nicht immer sie die Lachnummer sind. Sagen die Schweizer; gut legen wir los.
    Die Schweizer bauen im Flachland eine Brücke da wo es überhaupt kein Fluss noch sonst was gibt, wo eine Brücke benötigt wird. Sie laden die Nachbar ein um ihr Kunstwerk zu bestaunen. Die Österreicher fangen an zu lachen, kommt ein Schweizer dazu und sagt: seht ihr die 2 Männer die da auf der Brücke fischen?-Das sind Österreicher
  • Armend Shala 22.05.2019 11:59
    Highlight Highlight „...Sicher, politisch ist Österreich kein Musterland. Zu viel hängt noch immer vom «richtigen» Parteibuch oder von der Mitgliedschaft in bestimmten Vereinen und Verbänden ab. Das führt zur berüchtigten «Freunderlwirtschaft», wie der Hang zu Nepotismus und Korruption so schön genannt wird...“

    Sorry aber da herrscht kein Unterschied zu uns. Alle Parlamentarier haben, obwohl des hohen Gehalts und der steuerfreien Spesen, Interessensbindungen als VR oder NGOs. Volksvertreter sind das nicht. Lobbysten (Korruptionsanlocker) haben eigene Badges fürs Bundeshaus.

Reis zum selber Abfüllen – so sagen die Detailhändler dem Plastik den Kampf an

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