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Eltern! Kinder sind Kinder, keine Prestige-Projekte! Hört auf mit Stress und Bestechung!

In Zürich tun Eltern alles, um ihre Kids zu den GC-Junioren zu bringen. In den USA tun Hollywood-Promis alles, um ihre Kids an eine Elite-Uni zu bringen. Und dann ist auch noch die Zeit der Gymiprüfungen! Bildung ist das neue Statussymbol. Ein Wahnsinn.



Wann begann eigentlich die Seuche? Der Ausbruch jener Virusinfektion, die exakt einen Teil der Bevölkerung erfasst, nämlich Eltern mit einem gewissen Vermögen, von dem sie denken, dass es Wunder vermag? Welcher Vater, welche Mutter war «Patient Null»? Jener Mensch, der beschloss, dass sein schulisch oder sportlich nur normalbegabtes Kind zu Höherem berufen sei? Der Kind, Lehr- und Trainingspersonal terrorisierte oder gar bestach? Mit Geld? Sex? Oder – noch schlimmer – Plättli?

Denn das verspricht etwa der «Blick» unter dem Titel «Sauladen GC-Campus»: «Wir dachten daran, dem Trainer 10'000 Fr. zu zahlen», «Junioren-Mütter machen die Beine breit», «Trainer liess sich von Junioren-Vater Plättli legen». Der Nachwuchs als Prestige-Projekt der Eltern. Als Eigenfleisch gewordenes Statussymbol.

Bild

Der «Blick» sagt, was Sache ist. bild: screenshot blick

Und ausgerechnet die amerikanische Schauspielerin Felicity Huffman, die in «Desperate Housewives» sowas wie die Vernünftigste unter den Irren an der Wisteria Lane spielte, soll ein College mit 15'000 Dollar bestochen haben, damit ihr nicht so schlaues Kind an einer schlauen Bildungsstätte studieren darf. 48 andere haben es ihr gleichgetan. Weil sie ihren Kindern offenbar nicht zutrauen, von sich aus einen richtigen Weg zu finden, auch wenn der etwas bescheidener ausfallen mag.

FILE - In this 2004, file photo, originally released by ABC, the stars of the network's hit primetime series,

Als verzweifelte Hausfrau wirkte Felicity Huffman (2.v.l.) einnehmend bodenständig in Erziehungsdingen. Bild: AP/ABC

Wie nennt man das jetzt? Diesen Sauladen aus multiplen Bestechungsmethoden? Bad Parenting? Desperate Parenting? Oder gar Criminal Parenting?

Doch es geht auch ohne Sexplättli: Über einer Stadt wie Zürich waberte ja gerade wieder der Nebel des totalitären Grauens schlechthin: die Zeit der Gymiprüfung. Eltern wie Kinder schleichen als fahle Wracks durch die Innenstadt, Familien befinden sich im Zustand höchster Zerbrechlichkeit, am Rand des psychischen und finanziellen Ruins. Viel Geld wurde in einen irren Betrag an Nachhilfestunden und diese wiederum wie Doping in den Nachwuchs gepumpt.

Logisch, ohne Gymnasium droht einem Kind sofortiger sozialer Abstieg, Ausschluss aus der Gesellschaft, Armut, ein Leben unter der Brücke, Alkoholismus, Depressionen, todbringende Krankheiten, der Tod selbst.

Könnte man jedenfalls meinen.

Kinder einer Schulklasse betrachten waehrend ihrer Schulreise die Elefanten des Zirkus Knie, aufgenommen am 25. August 2004 auf der Allmend in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally) === ,  ===  : FILM]

Und jetzt einfach mal: Kinder besuchen 2004 auf der Schulreise die Elefanten des Zirkus Knie. Bild: KEYSTONE

Leute! Hilfe! Nein! Tut das alles nicht! Erstens suchen unzählige Betriebe händeringend nach Auszubildenden für Berufe, die es auch noch in Jahrzehnten brauchen wird. Zweitens gibt es Hindernisse auf dem Weg ins Erwachsenenleben, die eure Kinder selbst aus dem Weg räumen müssen. Erinnert euch an eure eigene Vergangenheit.

Ihr wisst, wie überfürsorgliche Eltern genannt werden: «Helikopter-Eltern», «Schneepflug-Eltern», «Luftpolsterfolien-Eltern».

Drittens ... Nun, ich bin ja jetzt im Alter, da ich sagen darf: «Früher ...» Und nein, da war nicht alles besser, aber einiges war anders als heute. Etwa die Sache mit der sozialen Performance. Es gab keine sozialen Medien, man war, wer man war, Hass und Liebe waren schmerzhaft direkt, niemand hatte die Chance, seinen Status über Likes zu reparieren. Überhaupt war Status nicht besonders wichtig. Und es gab, im handfesten Jargon meiner Kindheit auf dem Land, ganz einfach «dumme» und «weniger dumme» Kinder.

Jugendliche aus Zuerich, die meisten von ihnen tragen eine Muetze der Schweizerischen Kreditanstalt SKA, brechen ins Skilager auf. Die Sportferien sind ausgebrochen und nun fahren zehntausende von staedtischen Bleichgesichtern in Richtung Sonne und Schnee. Fuer zwei Wochen bleiben diesen Zuercher Kindern Pruefungsaengste und Zeugnis-Alptraeume erspart, aufgenommen am 8. Januar 1977 in Zuerich. (KEYSTONE/Str)

Die Zürcher Schuljugend bricht 1977 ins Skilager auf. Nicht alle von ihnen werden später ans Gymi gehen. Was man damals noch okay findet. Bild: KEYSTONE

Als Tochter eines Lehrers und einer Lehrerin war mir – mit etwas Glück – eine gewisse Freude am Schulischen vererbt worden, ich gehörte also zufälligerweise zu den «weniger Dummen», manchmal aber auch gar nicht, gerade in naturwissenschaftlichen Fächern.

Das Dumme war nur, dass die «Dummen» bald auf mich herabschauen konnten, weil ich immer noch ohne Geld an der Uni rumsumpfte, als sie schon lang berufstätig, selbständig und weit lebenserfahrener waren als ich. Durchaus auch lebenstüchtiger.

Denn ich wählte erst einen Studiengang (Geisteswissenschaften), dann einen Berufszweig (Journalismus), bei denen klar war, dass man damit nicht reich wird und es also auch mit dem Status nicht weit her sein würde. Und während die meisten aus meinen früheren Klassen eine Autowerkstatt oder die Dorffiliale der Bank leiteten, wussten, wie man Kälber zur Welt bringt, an internationalen Hotelrezeptionen oder als Reisebüro-Fachkraft mit Spezialgebiet Südostasien arbeiteten, kam ich mir vor wie eine in nichts wirklich qualifizierte Hochstaplerin.

Young people hike along Lake Sihl with their backpacks, pictured in Einsiedeln, Canton of Schwyz, Switzerland, on July 13, 1979. (KEYSTONE/Str)

Jugendliche wandern mit ihren Rucksaecken entlang des Sihlsees bei Einsiedeln, Schweiz, waehrend sich ihr Bild im Wasser des Sees spiegelt, aufgenommen am 13. Juli 1979. (KEYSTONE/Str)

Junge Menschen 1979 am Sihlsee. Im Wasser das ahnungsvolle Spiegelbild ihrer Zukunftsträume. Oder so. Bild: KEYSTONE

Leute, wenn ihr euren Kindern eine Zukunft bieten wollt, dann lasst das mit dem Stress und den Mafiamethoden.

Bildung ist etwas Grossartiges, wenn man dafür ein Flair, Geduld, Talent und richtig Lust darauf hat. Aber eine Ausbildung ist es genau so.

Eine Schreinerin oder ein Klempner, ein Schuhmacher oder eine Metzgerin taugen am Ende des Tages mehr als der Publizistik-Student, der erst in die Werbung ging und sich dann als Consultant selbständig machte. Auf Letzteren kann man gut verzichten. Auf alle andern? Nicht. Nie.

Keine Ahnung, welche Karriere sich Felicity Huffmann für ihre Tochter vorstellte – Anwältin? Ärztin? – auf jeden Fall eine, in der das Kind hilflos hätte hochstapeln müssen. Und damit nicht nur sich selbst geschadet hätte. Dabei wäre es vielleicht – inspiriert durch das elterliche Arbeitsumfeld – als Kameramann oder Kostümbildnerin glücklicher geworden. Für den Schaden – am Kind und am Bildungssystem (was für gewissenlose, unseriöse Lehrpersonen und Institutionen sind das eigentlich, die sich bestechen lassen?) – hat jetzt ja leider schon die Mutter gesorgt. Und das ist ein wirklicher und zutiefst sinnloser Skandal.

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    Alle Leser-Kommentare
  • zeitgeist 18.03.2019 12:44
    Highlight Highlight Ich kenne solchen Wahn eigentlich nur von Eltern der sogenannten Bildungselite... das bedeutet nicht, dass alle "Gebildeten" etwas falsch machen, aber vor lauter Selbstüberschätzung scheint bisweilen die Vernunft auf der Strecke zu bleiben.
  • Bruno Wüthrich 18.03.2019 11:01
    Highlight Highlight Viele Eltern wissen gar nicht, was sie ihren Kindern antun, wenn sie deren Lebensweg allzusehr beeinflussen. Plötzlich sind diese nämlich auf einem Weg, den sie alleine für sich nie und nimmer gewählt hätten, und der sie auch nie glücklich machen wird. Diese Beeinflussung hat auch, aber nicht nur mit Prestige zu tun. Menschen (Eltern) projiezieren ihre Idealvorstellungen, ihre Träume, all das was sie selbst erreicht oder eben nicht erreicht haben, auf ihre Kinder nach dem Motto: Was für mich gut ist (oder gewesen wäre), ist auch für mein Kind gut.

    Ein schrecklicher Irrtum !!!
  • Hardy18 17.03.2019 18:43
    Highlight Highlight Ja, Rhythmus-Gefühl hat er eben schon auch 😂
  • Ich mein ja nur 17.03.2019 18:32
    Highlight Highlight Journalistinnen und Journalisten, hört auf (anderen) Eltern zu sagen, was sie zu tun haben.
    • elias776 17.03.2019 23:16
      Highlight Highlight Und hör du auf JurnalistINNen zu sagen, was sie zu tun haben .
  • Christian Fluri 17.03.2019 16:36
    Highlight Highlight Selten so gelacht. Super Artikel
  • Firefly 17.03.2019 15:31
    Highlight Highlight Woher das kommt? Von der totalen ökonomisierung des Lebens und der Auffassung alles sei dem Wettbewerb zu unterstellen, den nur die besten gewinnen und die alles kriegen. Kurzum die kapitalistische Kultur, die wir pflegen
    • poga 17.03.2019 15:41
      Highlight Highlight Du übersiehst da den Part: Das Leben ist politisch und dein Dasein auch....
    • Firefly 17.03.2019 20:41
      Highlight Highlight No, das Leben ist biologisch und das Dasein immer noch ein Mysterium.
  • smartash 17.03.2019 14:03
    Highlight Highlight Ich wage es zu bezweifeln, dass die Tochter von Huffman als Kameramann glücklich geworden wäre. Aber ja vielleicht als Kamerafrau...
  • achsoooooo 17.03.2019 13:55
    Highlight Highlight Ich erlebe bei meinen Eltern, wie sie um meinen 10 Jahre jüngeren Bruder helikoptern... Inzwischen ists aber besser geworden.
    Was sie nie getan haben, und dafür bin ich ihnen unendlich dankbar, ist, uns zu Höchstleistungen jegl. Art zu zwingen.
    Natürlich fordern sie, dass wir uns Mühe geben, Erfolge im musikalischen, sportlichen, schulischen,... Bereich werden gelobt, Ermutigungen und Möglichkeiten gegeben. Ich denke, wir sind dann "von selbst gut herausgekommen". Jeder etwas anders, aber alle am Schluss glücklich. Und das ist doch, was Eltern am Schluss wollen, nicht? Glückliche Kinder.
    • Hierundjetzt 17.03.2019 14:32
      Highlight Highlight Richtige Helikoptereltern bringen den Anwalt zur Schule, wenn das Töchterchen nur ein 4,5 erhalten hat und verlangen mit dem Anwalt eine Korrektur.

      Fahren und holen die Kinder von und zur Schule.

      Schicken 5 Klässler in den Mandarinunterricht usw.

      Sorry da hast Du noch viel Potenzial 😪
    • achsoooooo 17.03.2019 14:39
      Highlight Highlight @Hierundjetzt Ich habe nicht beschrieben, warum sie helikoptern (das hab ich nur erwähnt), sondern, was sie meiner Meinung nach richtig gemacht haben und machen :)
    • Hierundjetzt 17.03.2019 16:15
      Highlight Highlight Deine Eltern waren normal fürsorglich. Find ich.

      Richtiges Helikoptern geht ganz anders. Dazu reicht als Basis die Stadt Zürich, eine Prise US-Bürger und zu reiche Bankangestellte.

      Dazu alles noch garniert mit Verträgen zwischen Mann und Frau, in denen fix beschrieben wird was diese (zu junge Frau) als Gegenleistung zum high live für das Kind zu leisten hat, inkl. Noten. 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • sikki_nix 17.03.2019 13:51
    Highlight Highlight Ich als Vater mit Universitärem Studienabschluss bin felsenfest überzeugt dass eine Berufslehre ein genau so guter, wenn nicht kurz- und mittelfristig sogar besserer Start ins Berufsleben ist! Ich finde das Verhalten dieser Eltern peinlich und armselig. es geht dabei nicht ums Kind sondern um den Familienstatus.
  • Merida 17.03.2019 13:48
    Highlight Highlight Bei uns reisst der Trend etwas ein, dass Kinder, die in die Sek müssten (also es nicht für die Bezirksschule reicht) an eine Privatschule „eingekauft“ werden...
    ...natürlich nur bei Familien, die es sich leisten können.
  • Merida 17.03.2019 13:40
    Highlight Highlight DANKE! ❤️
  • Todesstern 17.03.2019 13:07
    Highlight Highlight Wo ist den die Chancen Gleichheit, von der man immer hört?? 🙄
  • Mutbürgerin 17.03.2019 13:02
    Highlight Highlight Im Kanton Genf erhalten 45% der Schüler einen Maturaabschluss, im Kanton St. Gallen nur 15%. Der Staat weiss selber nicht, was richtig ist.
  • Nibu 17.03.2019 12:49
    Highlight Highlight Hab das Gymi ohne Probleme geschafft.
    Doch nun bin ich eine gescheiterte Existenz.
    Habe es nicht ertragen, Nihilistische Bücher zu lesen. Halb Spass beiseite. Heutzutage kann man Bildung gut nachholen. 2ter Bildungsweg.
    Persönliche Betreung ist z.B. in Sek besser.... .
    Hauptsache das Kind ist ( psychisch und physisch) gesund.
  • Keller101 17.03.2019 12:40
    Highlight Highlight Leider ist das nicht neu, wer an der „Goldküste“ aufgewachsen ist, hat diesen Schwachsinn schon vor über 30 Jahren miterleben müsse. Blonde Mamis mit Perlen die mit Ihren Kombis (Range Vogue gab es noch nicht) die Kinder von Sport zum Frühenglisch karrten und der tiefen Überzeung waren, dass ihr Kleiner hochbegabt ist und aufs Gymi muss. Etwas Gutes hatte es aber auch, Kinderpsychater und Anorexietherapeuten hatten plötzlich Arbeit. Also, leider nix Neues...🙈🙈🙈
  • chabacha 17.03.2019 12:40
    Highlight Highlight Bildung ist sehr viel mehr als Status, Prestige oder solcherlei Käse. Ich störe mich an der romantischen Sichtweise auf Lehrberufe oder generell das duale Bildungssystem, die Leute, die nie eine Lehre gemacht haben, zuweilen an den Tag legen. Die Beweihräucherung von Errungenschaften aus längst vergangenen Zeiten ist irgendwie nicht mehr sonderlich zeitgemäss.
    Bildung nützt allen und schadet gewiss nie. Was schaden kann, ist vielmehr höchstens die Form, in der Bildung verabreicht wird.
    • sleeper 17.03.2019 13:07
      Highlight Highlight @chabacha
      Natürlich ist Bildung generll nie etwas Schlechtes. Du implizierst aber durch deine Aussage, dass Personen mit einem Lehrabschluss generell weniger Bildung haben, als Leute mit Matura. Dies ist eine zu starke Generalisierung. Während der Gymischüler zwar mehr Allgemeinwissen hat, hat jemand mit Lehrabschluss viel mehr Spezial-Wissen und nicht zu vergessen auch Berufserfahrung. Das beste Beispiel sind mein Bruder und ich. Während ich studiert habe, hat er eine Elektrikerlehre gemacht. Er repariert meine Steckdosen und ich helfe ihm bei der Steuererklärung. (Teil 1/2)
    • sleeper 17.03.2019 13:08
      Highlight Highlight Keiner ist eindeutig "gebildeter" als der Andere, unsere Stärken liegen einfach in komplett unterschiedlichen Bereichen. Zudem macht er nun einige Weiterbidlungen im Bereich IT & Thelematik, nach deren Abschluss er eine gefragte Fachkraft sein wird. Trotz meinem Uniabschluss muss ich ziemlich Gas geben, damit ich ihn Lohntechnisch noch einhole. Seine Leher ist also alles andere als "nicht mehr sonderlich zeitgemäss". (Teil 2/2)
    • Kimelik 17.03.2019 13:58
      Highlight Highlight Dann sollte ein Maurer studieren?
      Ich persönlich bin der Meinung, dass gerade Leute welche zuerst eine Lehre machen und dann auf dem zweiten Bildungsweg z.B. in die Entwicklung oder Leitung kommen häufig sehr kompetent sind, da sie nicht nur theoretisch sondern auch praktisch Wissen worum es geht. Es braucht natürlich auch Leute die keine Lehre gemacht haben und direkt in einen höheren Beruf einsteigen. Vorallem in der Forschung aber auch in den Finanzen kann dies sinnvoll sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maracuja 17.03.2019 12:33
    Highlight Highlight Guter Artikel, ich gebe Ihnen weitgehend Recht. Eines haben Sie aber ausser Acht gelassen, die wenigsten eröffnen später ein eigenes Geschäft (als Metzger, Klempner, Informatiker), die meisten lassen sich irgendwo anstellen. Nicht nur in Grossbetrieben gilt heute: ohne Abschluss einer Universität, Fachhochschule u.ä. sind die beruflichen Aussichten düster. Eltern sind oft nicht nur egoistische Antreiber ihrer Kinder, sondern meist selbst durch einen unerbittlichen Arbeitsmarkt Getriebene, die ihren Kindern schlicht eine Zukunft mit existenzsicherndem Einkommen ermöglichen wollen.
    • wintergrün 17.03.2019 15:25
      Highlight Highlight Auf diesen Kommentar habe ich lange gewartet.
      Die Frage in den USA ist auch nicht Uni oder Lehre, sondern wie Prestige trächtig die Uni denn sein soll.
  • AlteSchachtel 17.03.2019 12:28
    Highlight Highlight "Bildung ist das neue Statussymbol."

    Ein Arzt sagte mal zu mir:
    "Ohne Müllabfuhr gäbe es für Ärzte keine Arbeit mehr."

    Auf mein Erstaunen hin erklärte er mir:
    "Wenn die Müllmänner ihre Arbeit nicht machen, breiten sich Krankheiten und Seuchen aus, die aufgrund ihres Ausmasses nicht behandelbar sind. Da können Aerzte gar nichts mehr machen, ausser untätig zusehen. "

    Wäre schön, wenn unsere Gesellschaft sich öfters auch solche Gedanken machen würde.

    (Es ist übrigens auch der Maurer, der das Haus baut, nicht der Architekt.)
    • Hierundjetzt 17.03.2019 13:04
      Highlight Highlight Der Maurer kennt sich aber nicht in Statik aus. Der Müllmann nicht in Krankheiten. Es braucht immer beide 😉
    • AlteSchachtel 17.03.2019 13:16
      Highlight Highlight @hierundjetzt:
      Ja, es braucht beide und es ist sehr gesund, wenn einem das bewusst ist.
      Aber es erfahren in unserer Gesellschaft nicht beide die gleiche Wertschätzung.
    • Nausicaä 17.03.2019 13:32
      Highlight Highlight @AlteSchachtel. Ach bitte. Ich bin in einer Arbeiterfamilie aufgewachsen, um mich herum höchstens Mittelstand. Was da alles über AkademikerInnen abgelästert wird, geht auf keine Kuhhaut. Obwohl die selten eine/n überhaupt näher kennen. Ich kann mich wirklich nicht erinnern, an Gymi und Uni etwas abfälliges über LehrabgängerInnen gehört zu haben in meiner Umgebung....

      Dann wäre da noch die Frage, was es den Rest eigentlich interessiert, was die 20% AkademikerInnen über sie denken...Irgendwie konfus und höchst ambivalent...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 17.03.2019 12:25
    Highlight Highlight Ohne Studium kommt man einfach nicht an die gutbezahlten staatlichen Verwaltungs- und Pflegejobs.
  • Tyrone Joe Lôzanov 17.03.2019 12:25
    Highlight Highlight In-Albon und Borlat sind auch Welsch
  • Schniggeding 17.03.2019 12:25
    Highlight Highlight Schön, gut und recht finde das Dualebildundswesen auch super.
    Aber die Realität sieht anders aus.
    Lebe in einem Mittelstandsquartier da werden die Kinder überall gepusht wo es nur geht in der Schule, im Sport undbei der Musik.
    Eine Nachbarin hat sich kaum mehr aus dem Haus getraut als ihre Tochter die Gymiprüfung nicht bestanden hat weil draussen alle anderen Mütter standen und es nur ein Thema gab wer hat es geschaft und wer nicht.
    Und in vielen Bereichen in der Berufwelt findet eine totale Akedemisierung statt nur der Abschluss zählt.
  • N. Y. P. 17.03.2019 11:52
    Highlight Highlight Danke, einfach nur danke.

    Ich dachte schon, ich sei der Einzige, der so denkt.

  • Pauli1910 17.03.2019 11:42
    Highlight Highlight richtig, dass sollte aber auch für die allgemeinheit zählen. kindergärtner müssen noch nicht lesen und schreiben können. schüler lernen und müssen nicht schon alles können. lehrlinge sind keine billigen arbeiter sondern da um den beruf zu erlernen.
    kinder dürfen heute keine kinder mehr sein, sonst gelten sie als hyperaktiv oder sonst was.
    schulhöfe werden zu verbotszonen, nachbarn jammern weil kinder draussen spielen.
    jammern tun die erwachsenen auch wenn die kids in ihren zimmern sitzen. na was wollt ihr denn?
  • bebby 17.03.2019 11:41
    Highlight Highlight Also verglichen mit den Kindern in Asien haben wir hier einen absoluten Lari Fari Betrieb: 12 Wochen Schulferien, 5 Tage die Woche Schule, nicht jeder muss am Abend noch in die Nachhilfe gehen...alles relativ:-)
    Hier in der Schweiz haben wir hingegen das Problem der 2. Landessprache. Nicht jedes Kind kann 2 Fremdsprachen lernen und wäre trotzdem gut in der Schule, das ist das Selektionskrierium nr. 1 hier.
    • salamandre 17.03.2019 11:54
      Highlight Highlight Chinesische Schüler haben zuerst einmal Mandarin zu lernen, dannach alle Englisch. An der Sprache wird's wohl kaum liegen.
      Falls du eine Fremdsprachenniete
      bist, musst du ja nicht unbedingt einen Bachelor in Tourismus absolvieren
    • Nausicaä 17.03.2019 12:06
      Highlight Highlight Schlimmer geht immer. In China dürfen die Kinder nicht mehr selbst denken. Schau dir mal diese Doku an:

      https://www.cineman.ch/movie/2013/Alphabet/

      Die Maturaquote ist zu tief, unter anderem deswegen haben wir so viele Expats (gegen die ich auf persönlicher Ebene absolut nichts habe) in den Chefetagen. Wir beschneiden die hier aufgewachsenen Talente.

      In punkto zweite Landessprache als Selektionskriterium stimme ich dir zu.
    • I_am_Bruno 17.03.2019 12:10
      Highlight Highlight Ich habe gute Freunde in Asien. Was für eine kompetitive Angstgesellschaft
    Weitere Antworten anzeigen
  • LaktoseintoleranterVeganerLGBT 17.03.2019 11:41
    Highlight Highlight "Ich mag dich nur wen du meine Erwartungen erfüllst." lautet die Botschaft ans Kind.


    das werden dan die zukünftigen Narzisten und Leistungsträger unsere Gesellschaft.

    Ich plädiere für mehr Bindung statt Bildung.
    • Nibu 17.03.2019 12:53
      Highlight Highlight Je nach dem.
      Die Eltern sind in dem Fall die Narzisten.
      Aus den Kindern werden nicht zwangsläufig Narzisten. Es kann auch sein, dass die Kinder als Erwachsene sich immer noch ( unbewusst) unterdrücken lassen.
    • Todesstern 17.03.2019 13:21
      Highlight Highlight Ganz deiner Meinung Veganer.
  • DemonCore 17.03.2019 11:33
    Highlight Highlight Wahre Worte. Viele Leute glauben Abschlüsse seien ein Nachweis von Intelligenz. Tatsächlich beweist ein Abschluss vor allem, dass man sich durch ein System gewurstelt hat. Die vielen Plagiatsskandale (Guttenberg, etc) sind genau wie die Bestechung ein Symptom davon dass Bildung heute hauptsächlich auf die Aussenwirkung abzielt. Tatsächliches Wissen muss man bei vielen Uni-Absolventen nicht suchen, von Weisheit ganz zu schweigen.
    • Nausicaä 17.03.2019 12:09
      Highlight Highlight Ich bin überzeugt, wir hätten in der Schweiz weniger Leute mit Ressentiments gegenüber AkademikerInnen, wenn die Akademikerquote ganz einfach angehoben würde. Dann hätte wahrscheinlich auch DemonCore einen Uni-Abschluss und nichts zu motzen hier :).
    • who cares? 17.03.2019 12:11
      Highlight Highlight ...oder wir spielen die verschiedenen Wege mal nicht gegeneinander aus und freuen uns, dass wir eine durchmischte Geselschafft mit Studierten und nicht-Studierten haben?
    • Hierundjetzt 17.03.2019 12:18
      Highlight Highlight Im Tertiär B (EFZ, FA, HF, HFP) kann man sich nie durchwursteln...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nausicaä 17.03.2019 11:26
    Highlight Highlight Ich bin für eine 30% Maturaquote. Dann wären wir immer noch weit unter dem europäischen Durchschnitt aber es würden z.B. weniger mathematisch sehr begabte Buben wegen schlechten Franz-Noten rausgefoult..
    Weiter muss man Massnahmen ergreifen, um die richtigen Kinder ans Gymnasium zu bringen. Abschaffung der Gymiprüfung, Mentoring für Kinder aus Arbeiterfamilien.

    Hier zur Lektüre, übrigens von einem Bauernsohn;):

    https://www.buchhaus.ch/detail/ISBN-9783952492437/Andreas-Pfister/Matura-für-alle?bpmctrl=bpmrownr.3%7Cforeign.435593-1-0-0
    • who cares? 17.03.2019 12:21
      Highlight Highlight Bin zwar kein Bub, aber mathematisch begabt und im Französisch eher gegenteilig. Niemand wird wegen schlechten Französischnoten rausgedrängt, auch und ganz sicher nicht mathematisch hochbegabte Buben. Die Mutter, die dir solche Räubergeschichten erzählt, hat wahrscheinlich nur einen mittelmässig begabten Sohn und kann das nicht akzeptieren, also ist das System schuld. Ich war in der Aufnahmeprüfung und in der Maturprüfung in Französisch ungenügend. Habe die Matura trotzdem geschafft.
    • Shlomo 17.03.2019 13:38
      Highlight Highlight Das Problem ist ja, das die schlechten Gymischüler wohl kaum ein MINT-Fach studieren, sondern Geistes- oder Sozialwissenschaften. Somit studieren bei einer Maturaquote von 30% nicht mehr MINT-Fächer. Das Gymi muss dahingehend reformiert werden, das die MINT-Fächer mindestens 50% der Maturanoten ausmachen.
    • VAVAV 17.03.2019 13:39
      Highlight Highlight Die armen mathematisch begabten Buben, die wegen schlechter Franz-Noten und nicht vorhandenen Möglichkeiten der Notenkompensation rausgefoult werden. Auch sehr unfair wenn man bedenkt, dass all die sprachbegabten Mädchen trotz ihrer schlechten Mathenoten einfach eine Matur geschenkt bekommen. Echt fies!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nausicaä 17.03.2019 11:20
    Highlight Highlight Man kann schon schwatzen, wenn man selbst bereits angekommen ist..

    Natürlich ist es schade, wenn Bildung zum Statussymbol verkommt. Noch mehr zu bedauern ist, dass vor allem die Wohlhabenden ihre Kinder aufs Gymnasium drängen und die Kinder aus der Unterschicht oder tieferen Mittelschicht es trotz Talent nicht ans Gymnasium schaffen. Das ist die wahre Misere. Denn auch wenn es gemäss Frau Meier den Schuhmacher eher braucht als den Akademiker, was ich ja für eine typische Schweizer Bauernmär halte, wird ja ein Kind, das als Schuhmacher geistig unterfordert ist, bestimmt auch nicht glücklich.
  • I_am_Bruno 17.03.2019 11:09
    Highlight Highlight Früher setzte sich Pro Juventute gegen Tuberkulose ein oder für die Gründung der Schulzahnkliniken. Heute müssen sie dafür kämpfen, dass Kinder weniger Leistungsdruck haben. Das zeigt schon, wie weit wir heute sind.
  • Der Bojenmensch 17.03.2019 11:09
    Highlight Highlight Kinder taugen leider extrem gut als Leinwand, auf die man alle seine eigenen verpassten Lebenschancen und Träume kotzen kann. Ganz unter dem Motto „Bei Franz-Xaver machen wir aber alles besser“.

    Was Franz-Xaver will ist aber egal - der ist ja noch zu klein um solche Entscheidungen treffen zu können. Also können Mami und Papi das sicher viel besser.

  • Ökonometriker 17.03.2019 11:04
    Highlight Highlight Man kann immer vorwärts machen. Man kann auch berufsbegleitend studieren - oft ist das sogar besser, da man das Wissen besser mit den alltäglichen Tätigkeiten verknüpfen kann. Und man kann sich auch Wissen aneignen, ohne an einer Uni immatrikuliert zu sein. Und dieses Wissen kann man dann auch verkaufen.
    Viele Wege führen nach Rom, aber man muss sich eben auf den Weg machen.
    • AlteSchachtel 17.03.2019 11:44
      Highlight Highlight und wer macht die Arbeit, wenn alle nach "Rom" gehen?

      wäre es nicht wichtiger, jeder Arbeit mehr Wertschätzung entgegen zu bringen?
    • Ökonometriker 17.03.2019 11:55
      Highlight Highlight @AlteSchachtel: fast jeder Arbeiter kann besser werden. Es gibt nur wenige Jobs, in denen man sich nicht verbessern kann. Und selbst dann kann man sich weiterbilden, um als Mensch weiterzukommen.
    • Luky22 17.03.2019 12:08
      Highlight Highlight Falsch: Nicht viele; ALLE Wege führen nach Rom!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maurus Dähler (1) 17.03.2019 11:00
    Highlight Highlight Ein sehr guter Artikel und leuchtet ein gutes Licht auf den Leistungsdruck der heutigen Jugend. Kein wunder steigen Depressionen bei Studenten.
    Ich finde es eh sinnlos unbedingt studieren zu wollen. Über ein Integral betrachtet hat man als Handwerker mit späterer Meisterprüfung eh mehr Einkommen als ein Phil Hist Abschluss, mindestens 5 Jahre späteren Eintritt in die Arbeitswelt, keine praktische Arbeitserfahrung und wegen dem überschwemmten Mark weniger Einstiegs-/Aufstiegsmöglichkeiten.
  • salamandre 17.03.2019 10:54
    Highlight Highlight Lerne was du willst, oder wozu deine Fähigkeiten ausreichen. Auf dem 2. Bildungsweg stehn dir zumindest in der Schweiz noch unzählige Türen offen.
    • Asparaguss 17.03.2019 16:39
      Highlight Highlight Und schon wird wieder das Weitergehen beschrieben. Klar ist dies schon fast Pflicht aber warum reicht es eigentlich nicht mehr, auf dem erlernten Beruf zu bleiben? Ist die Lehre zu lasch geworden dass dann jeder noch ne Matur, HF, FH, Master etc anhängen muss oder darf oder was meinst du genau mit dem zweiten Weg? Die täglich dazugelernt Praxis wird oft unterschätzt. Vielleicht versteh ich dich auch einfach falsch?
  • sleeper 17.03.2019 10:48
    Highlight Highlight Spricht mir wirklich aus der Seele dieser Artikel, danke! Das duale System in der Schweiz ist genial und für viele Kinder ist die Lehre eine viel bessere Option als Gymi und Uni. Auch die Entwicklungsmöglichkeiten mit Berufsmatura und Fachhochschulen sind keineswegs schlechter nach einer Lehre. Obwohl ich selbst nie wirklich Mühe am Gymi oder an der Uni hatte, hätte ich im Nachhinein lieber eine Informatiker-Lehre gemacht und mich berufsbegleitend weiterentwickelt, statt den sehr theoretischen Weg bis zum Wirtschafts-Master zu gehen.
    • AlteSchachtel 17.03.2019 11:40
      Highlight Highlight Dem stimme ich zu, allerdings:

      wieso darf es nicht einfach der EFZ-Abschluss mit sehr viel Berufsgeschick bleiben?

      Unser Bildungssystem wurde überakademisiert. Das fängt mit der Reduktion von handwerklichen Fächern in der Volksschule an. Die EFZ-Lehre wurde schulisch so hochgepuscht, dass gute und sehr geschickte Handwerker an der Berufsschule scheitern. Und die mit Abschluss wechseln später den Beruf. (EBA ist miserabel entlöhnt)

      Meine Fragen:
      Wieso ist körperliche Arbeit nicht genauso wertvoll wie geistige?

      Wieso sind Titeli und Diplömli besser angesehen als Erfahrung?
    • loquito 17.03.2019 12:30
      Highlight Highlight Ich denke ähnlich. Habs Gymi nur gemacht, weil ich nicht wuaste was ich will
    • Herr Ärmel 17.03.2019 13:08
      Highlight Highlight Leider sind die HR Leute meist nicht in der Lage, die relevante Erfahrung im CV zu erkennen...Abschlüsse aber schon.
      Ausserdem deutet die allgegenwärtige Weiterbildungswerbung auf eine florierende Bildungsindustrie hin...da wird ein Haufen Geld verdient, wenn alle das Gefühl haben, sie brauchen noch einen Titel mehr...
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  • Tataaa 17.03.2019 10:46
    Highlight Highlight „Logisch, ohne Gymnasium droht einem Kind [...] der Tod selbst.“ >> oder die Auslöschung der Menschheit wie beim Zündhölzli von Mani Matter. Also das Zündhölzli mal wieder schön vom Teppich nehmen... ;-)
  • Kleopeter 17.03.2019 10:45
    Highlight Highlight Danke, guter Artikel.
    Und wenn’s mit dem Gymi nicht klappt, dann wird die Matura an der Privatschule gemacht...
  • leu84 17.03.2019 10:43
    Highlight Highlight Kinder die von den Eltern zwanghaft hochgepuscht werden enden irgendwann in Depression und Burnout. Schlussendlich bei Drogen. Man darf die Kids unterstützen aber sie sollen ihre Karriere selber wählen und begehen.
    • DanielaK 17.03.2019 13:28
      Highlight Highlight Das ist wahr. Meine ist jetzt in der 4., ihre Cousine in der 5., weshalb wir uns bereits ab und an über die Oberstufe unterhalten haben. Meine Tochter scheint ein kluger Kopf zu sein, jedoch ziemlich zerstreut und sensibel. Ich hab ihr klar gemacht,dass ich nicht definitiv weiss ob sie klug genug ist für SeckP mit Matura, aber ich kann es mir gut vorstellen.Aber auch, dass es kein Selbstläufer wird und ich ganz bestimmt nicht ihre Arbeit erledigen werde.Somit"wenn du es ins P schaffst, dann ist das ganz alleineDEIN Verdienst."Den Jokertag hat sie abgelehnt,da sie ja sonst schon viel vergesse.

Ja, Herrgott nochmal, man darf fürs Klima streiken und in die Ferien fliegen!

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