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Members of the Muslim community attend the Friday prayer at Strasbourg Grand Mosque, France, November 20, 2015, one week after the deadly attacks in Paris. REUTERS/Vincent Kessler

Muslimischer Gottesdienst in der grossen Moschee von Strassburg am ersten Freitag nach den verheerenden Anschlägen des «IS» in Paris. 
Bild: VINCENT KESSLER/REUTERS

5 Punkte zum Islam, die wir mal endgültig klären sollten

Die Schweizer Journalistin Shamiran Stefanos stammt von einer heute vom «IS» verfolgten christlichen Minderheit ab. Hier erklärt sie, weshalb Muslime zu Europa gehören und seziert die fünf meistgehörten Parolen der letzten Woche zum Umgang mit dem Islam und den Muslimen.

Shamiran Stefanos 



Die Terroristen von Paris wollten nicht einfach 129 Menschen umbringen, weil sie Lust am Töten haben. Sie und ihresgleichen verfolgen dabei eine Ideologie und berufen sich auf Quellen einer Religion, der 1,5 Milliarden mehrheitlich friedliche Muslime angehören. Sie wollen uns mitten ins Herz treffen. Uns Ängste und Misstrauen einpflanzen, unseren Hass schüren und unsere Gesellschaft spalten. 

Das Ziel ist letztlich dasjenige, das die Al Kaida schon um die Jahrtausendwende ausgegeben hatte: den Islam und die Muslime im Rest der Welt unmöglich zu machen, um sie so einfacher für den Kampf gegen die Ungläubigen gewinnen zu können. 

Diesen Gefallen sollten wir den Dschihadisten nicht tun und fünf in den letzten Tagen immer wieder reflexartig aus der Angst und Ratlosigkeit geborene Denkansätze analysieren. 

Shamiran Stefanos

Die freie Journalistin Shamiran Stefanos (28) spricht Arabisch, befasst sich seit Jahren mit der Nahost-Thematik und ist selber assyrisch-aramäischer Abstammung, einer verfolgten christlichen Minderheit aus dem heutigen Länderdreieck Irak, Syrien und Türkei. 

Der «IS» hat in den von ihm eroberten Gebieten, insbesondere im irakischen Mossul sämtliche Schulen der assyrisch-aramäischen Christen geschlossen. Deren Geschichte, Sprachen und Liturgie dürfen nicht mehr gelehrt werden und für die im Irak und in Syrien lebenden Christen gilt, was für die Angehörigen aller Religionen in «IS»-Gebieten gilt: Entweder sie konvertieren oder sie zahlen hohe Zusatzsteuern. 

 «Die Muslime müssen sich dafür entschuldigen»

Nein. Wir haben zwar im Kindergarten schon gelernt, uns zu entschuldigen – aber für Dinge, die wir getan haben. Eine einheitliche Vorstellung von den Muslimen gibt es sowieso nicht. Es gibt Sunniten, Schiiten, Wahhabiten, Ahmadis, Alawiten, ebenso eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Nichtreligiösen. Es gibt kulturelle Unterschiede. Ihre Auslegungen des Islam sind unterschiedlich. Es gibt muslimische Helden, die bei den letzten Anschlägen ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um andere zu schützen, und es gibt hirnamputierte Idioten wie die türkischen Fussballfans, die beim kürzlich stattgefundenen Testspiel gegen Griechenland die Schweigeminute für Paris mit «Allahu Akbar»-Rufen verhöhnten.

«Die Muslime» oder «den Islam» gibt es nicht. 

«Der Islam gehört nicht nach Europa»

Eine angeborene Kollektivschuld anzulasten ist eine Diskriminierung wie zu Zeiten Hitlers. Wenn wir ein generelles Misstrauen zulassen, geben wir den Extremisten Futter. Wir stigmatisieren alle Muslime. Junge Menschen, die hier geboren sind. Flüchtlinge, die hier Schutz suchen. Sektenhafte Organisationen, die sich gerne der Islamophobie bedienen – hierzulande der selbsternannte Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) – würden auf gesellschaftlich Ausgegrenzte attraktiver wirken. Dies wiederum liesse die Rechtsaussenparteien sich in ihren fremdenfeindlichen Meinungen bestätigt sehen und ihnen ebenso Zulauf verschaffen. Unser gesellschaftlicher Graben wäre tiefer denn je.

Dass Muslime zu Europa gehören, bedarf keiner Diskussion – sie sind ja da! Hier geboren, hier aufgewachsen, hier zu Hause. Ob der Islam zu Europa gehört, sollte nicht reflexartig mit Ja oder Nein beantwortet werden, solange wir nicht darüber diskutieren: Welchen Islam meinen wir denn? Es gibt europäische Strömungen des Islam, die geschichtlich gesehen dazu gehören und die sogenannte europäische Mentalität innehaben.

«Das hat überhaupt nichts mit dem Islam zu tun, wir dürfen so etwas gar nicht ansprechen»

Aber es hat damit zu tun. Mit einer hässlichen Sorte des islamistischen Extremismus. Eine unreflektierte Schutzaussage hilft uns nicht weiter. Wenn wir uns alle auf Augenhöhe begegnen möchten, müssen wir auch niemanden vor der Thematisierung unangenehmer Tatsachen schützen. Das gilt für alle Religionen, Ideologien und Richtungen.

Einige europäische Länder kommen erst seit jüngerer Zeit mit dieser Problematik erstmals in Berührung. Was «IS», Al Nusra, Boko Haram und ähnliche Gruppierungen verüben und propagieren, kennen die Minderheiten des muslimisch geprägten Nahen Ostens allerdings seit Jahrhunderten. Bedrohte Völker wie die Jesiden, anatolischen Aleviten und orientalischen Christen wurden in mehrfachen Massakern und Genoziden im Namen des sunnitischen Islam verfolgt und getötet mit Berufung auf Stellen im Koran, die scheinbar dazu auffordern.

Die Art der Auslegung der Schrift ist facettenreich und die Mehrheit der heutigen Muslime legt ihren Islam friedlich aus. Gerade Syrien war bis vor dem Kriegsausbruch ein weitestgehend funktionierender Staat in Bezug auf religiöse Gleichheit. Sunniten, Alawiten und Christen lebten zusammen.

Beim heutigen Extremismus sind es die Golfstaaten, die Modernisierungsprozesse im arabischen Raum hemmen oder gar verhindern, indem sie eben diesen gefürchteten Dschihadisten-Islam exportieren, finanzieren und möglichst weit streuen möchten. Allen voran beeinflusst Saudi-Arabien mit seiner sehr rückständigen Strömung, dem Wahhabismus, Terroristen in Syrien, die türkische Politik oder Moscheen im Balkan und spritzt somit nicht nur Geld, sondern auch Gift in jene Gesellschaften.

Tatsachen wie diese dürfen wir nicht ausblenden, aber: Die meisten unserer Muslime verachten genau diese Auslegung des Islam. Von dem «IS» werden nicht nur Minderheiten, sondern vor allem «moderne» oder «zu freiheitliche» Muslime bedroht und zahlenmässig am meisten getötet, weil sie einen anderen Islam leben. Ein Fortschritt in Europa wäre, gemeinsam das Tabu der Unantastbarkeit des Koran zu durchbrechen und existierende Probleme offen und ohne Schuldzuweisungen (!) zu thematisieren, um ein besseres Miteinander zu schaffen und die Diskussion den im oberen Abschnitt genannten Extremen nicht in die Hände zu spielen.

«Die Gefahr ist hoch, dass unter den Flüchtlingen Extremisten sind»

«Wir werden Tausende von uns getarnt als Flüchtlinge nach Europa bringen», kündigen bärtige «IS»-Leute per Videobotschaft an, die sich auf sozialen Medien tausendfach weiterverbreitet hat. Sie wissen genau, was das auslöst: noch mehr Angst und noch mehr Misstrauen. Und wir lassen das zu. Wie Hunderttausende von Menschen aus geplagten Regionen kam auch zumindest einer der Paris-Attentäter als Flüchtling – angeblich mit syrischem Pass – nach Europa.

Die Gefahr ist immer hoch. Die Flüchtlinge, die genau davor fliehen, können nichts dafür. Potentielle Attentäter müsste man aber nicht erst importieren, es gibt genügend Gesellschaftsversager unter den Schäfchen vom rekrutierenden deutschen Salafisten Pierre Vogel und seinem Koran verteilenden Freund, Ibrahim Abou Nagie, die sich, wenn man ihre Aussagen ernst nehmen möchte, dem Dschihad bis zur Umsetzung eines Attentats verpflichtet fühlen könnten. Schauen wir solch gut finanzierten Organisationen besser auf die Finger, anstatt mittellose Neuankömmlinge als Ursache des Problems zu sehen. Sie kommen sowieso. Wenn wir sie nicht auffangen, werden es die genannten, von Golfstaaten unterstützten Islamistenverbände tun.

«Unsere Werte gilt es zu verteidigen»

Aber nicht mit Angst. Europa ist das Zuhause der Aufklärung, des Humanismus, der Freiheit und der Selbstbestimmung. Genau da wollen uns die Terroristen treffen. Wenn mordende Wahnsinnige uns die Ängste diktieren, haben sie ihr Ziel erreicht. Ebenso, wenn grosse Schlagzeilen Probleme angstschürend aufbauschen, wir Schutzsuchenden die Aufnahme im Land verweigern, wir Menschen mit Fremdenhass begegnen oder Themen mit Diskussionsbedarf aus Angst vor Reaktionen tabuisieren und sie nach rechts spielen. Hier gilt: die richtige Balance zwischen Ratio und Emotionen.

Paris nach den Anschlägen

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63Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Andi Amo 28.11.2015 01:59
    Highlight Highlight Gestern in der Arena wurde dem Präsidenten der Föderation islamischer Dachorganisationen der Schweiz (FIDS), der mir im übrigen ein sehr korrekter Mensch scheint, leider nicht eine alles klar stellende Frage gestellt; Würde er, oder die islamische Gemeinschaft, für die er grösstenteils stellvertretend spricht, sich wünschen - falls es theoretisch irgendwie möglich wäre - dass die Sharia als gesetzgebendes Regelwerk über der Verfassung oder den schweizern Gesetzen steht oder gar diese ersetzt? Mit einer klaren, möglichen Antwort Ja oder Nein wäre der Fall endlich (für immer) klar.
    13 9 Melden
    • Mr. Kr 28.11.2015 11:48
      Highlight Highlight @ AndiAmo wieso sollte das gefragt werden? Diese fragem klärt sich nämlich von selber. Und zwar schau dir an woher die meiste Muslime in der Schweiz herkommen, das wäre Kosovo, Bosnien und Türkei. Und sthet in einem dieser Länder die Sharia über dem Gesetzt dies Landes? Nein! Also wieso sollten wir wollen das es in der Schweiz so ist? Macht keinen Sinn oder? Und weist du das in den erwähnten Ländern mit den verschiedenen Religionen super funktioniert?
      10 12 Melden
    • Andi Amo 29.11.2015 04:44
      Highlight Highlight Diese Frage klärt sich für mich ohne klares Statement eben nicht von selber, und es würde ein wahnsinnig starkes Signale senden, wenn sich gerade ein Präsident im Namen der Mehrheit der Muslime in der Schweiz dazu bekennen würde, dass trotz des Glaubens unsere Gesetzgebung und nur als Beispiel auch die Gleichstellung der Frau in diesem Staat über allem stehen sollte (tut es leider immer noch nicht ganz, aber ich wir sind da dran..). Gerade in den von Ihnen genannten Staaten herrscht noch heute ein stark patriarchalisch geprägtes Weltbild, das von Einwanderern hier abgelegt werden muss!
      13 4 Melden
    • Mr. Kr 29.11.2015 14:32
      Highlight Highlight @Andi du lenkst jetzt nur ab mit der patriarchalisch Weltanschauung, das hat mit dem Thema nichts zutun. Und warst du schon mal in einem dieser Länder?
      3 16 Melden
  • peter999 27.11.2015 18:21
    Highlight Highlight Liest man sich durch die Kommentare, fällt auf, wie fast jede/jeder in den eigenen Vorurteilen bestärkt durch die Tagesereignisse sein eigenes Süpplein weiter kocht. Nachdenken und vielleicht gar ein wenig Besinnlichkeit könnten nicht schaden. Kann man einen guten und aufrichtigen Artikel noch einfach so stehen lassen?
    15 6 Melden
  • ESta 23.11.2015 19:04
    Highlight Highlight Für Gläubige sind Andersgläubige ein Problem. Andere Gläubige behaupten ja ebenfalls im Besitzt von Offenbarungen ihrer Götter zu sein.
    „Wer da glaubt und getauft wird, der soll selig werden, wer aber nicht glaubt, der soll verdammt werden“!
    Braucht man sich über aggressiv auftretende Religionen zu wundern?
    Statt selbst zu leben, übernimmt der Gläubige ein Modell des Lebens und ordnet sich diesem unter. Da j e d e r religiöse Glaube letztlich auf Phantasie und Wahnvorstellungen beruht, hat der religiöse Glaube zumindest eine tendenzielle Neigung zu neurotischen und pathologischen Kategorien.
    24 9 Melden
    • Chlinae_Tigaer 24.11.2015 17:26
      Highlight Highlight @ESta

      Ihr Kommentar ist wahrlich ein Paradebeispiel von Fantasie und Wahnvorstellung.
      12 17 Melden
    • ESta 24.11.2015 19:22
      Highlight Highlight 1. In keiner Religion existieren Gottesbeweise 2, Dass jede Religion Recht haben soll schliesst sich logisch aus - offenbar nicht für Tigaer 3. Sowohl im Koran wie in der Bibel wird die Frau krass benachteiligt 4. Je nach Kulturkreis werden wir in der Kindheit mit einer entsprechenden Religion i n d o k t r i n i e r t. Selten wechseln diese Gläubigen ihre Seite.
      18 7 Melden
  • milkdefeater 23.11.2015 17:17
    Highlight Highlight ich stimme grundsätzlich zu. Nur muss ich hier bemängeln, dass ich von ebenjener Frau Stefanos in der letzten "Schweiz am Sonntag" einen Artikel gelesen habe, bei dem im Lead stand, dass ein 23-jähriger Syrer schätzt, dass 1 von 10 Flüchtlingen Extremisten sind. Liegt es an fehlender Aufmerksamkeit gegenüber der bereits angespannten Stimmung im Land wenn eine derart unqualifizierte Aussage so publiziert wird?
    17 23 Melden
    • Pablo Zolan 23.11.2015 17:42
      Highlight Highlight Habe den gerade gegoogelt.. sie hat einen flüchtling zitiert der das behauptet.... mehr nicht. das von der sas ist ein bericht und das hier ein kommentar.. in ersterem sagt sie ja sogar dass die restlichen attentäter franzosen usw waren und dass der flüchtling angst hat dass man sie nun ausgrenzen wird.. was ist unqualifiziert daran?
      24 3 Melden
    • milkdefeater 23.11.2015 18:02
      Highlight Highlight Mit "unqualifiziert" meinte ich nicht die Journalistin sondern die Aussage des zitierten Flüchtlings. Diese ist eine subjektive Schätzung, und selbst wenn der Artikel sämtlichen journalistischen Anwendungsregeln entspricht, ist es fraglich, ob solch eine Schätzung (die schlussendlich durch keine Fakten gestützt ist) in der aktuellen politischen Situation dem Volk vorzusetzen ist
      7 18 Melden
    • Pablo Zolan 23.11.2015 18:18
      Highlight Highlight soll das volk also keine unbequemen infos erhalten.. fängt nicht dort das problem der verdummung an? der bericht auf sas scheint mir ja genug differenziert wenn man bis zum ende liest...
      27 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pablo Zolan 23.11.2015 12:02
    Highlight Highlight danke an die autorin mit dem wohlklingendem namen, eine solche differenzierung zeugt von intelligenz, was die meisten nicht wirklich haben.
    grüne, Juso und linksparteien plappern ihren kreisen nach und hohle svp-ler plappern ihren leuten nach. auch Parteien können wie religionen sein.
    47 5 Melden
  • Chlinae_Tigaer 22.11.2015 23:09
    Highlight Highlight Da alles (was näher auf folgende Punkte eingeht) über den Islam, dessen ,Prophet (Mohamed) und dessen Ideologie, von watson stets zensuriert wird, schreib ich das nicht (nochmal).

    Es liegt an euch selber, euch darüber zu informieren.

    Oder ihr glaubt einfach den tantramässig wiederholten Phrasen eurer Gesinnungsgenossen.

    Eure Entscheidung.
    32 22 Melden
    • EvilBetty 23.11.2015 13:00
      Highlight Highlight *zensiert
      11 5 Melden
  • Lionqueen 22.11.2015 22:58
    Highlight Highlight Vielen Dank für die Aufklärung! Sie haben meinen Horizon und die Sichtweise auf die schlimmen Attentate erweitert.
    26 7 Melden
  • Sir Lanzelot 22.11.2015 22:35
    Highlight Highlight Nach dem Quark der einem auf dieser Plattform in den letzten Artikeln zugemutet wurde wieder mal einrichtig guter Artikel!

    Das Thema von Ahmad Mansour passt genau dazu: "Salafisten sind die besseren Sozialarbeiter" -
    Aber um das zu verstehen und richtig einzuordnen braucht es genau dieses realistische hinsehen und eben nicht schönreden!
    60 10 Melden
  • sevenmills 22.11.2015 20:03
    Highlight Highlight Einfach nur vielen Dank für diesen Artikel.
    103 22 Melden
  • headless 22.11.2015 19:57
    Highlight Highlight und wer profitiert am meisten von den ängsten und misstrauen der bevölkerung? meiner meinung nach die regierungen und geheimdienste, welche mit der begründung terror zu vermeiden, ihre eh scho beängstigend grosse macht weiter ausbauen kann. orwell's 1984 lässt grüssen...
    79 31 Melden
    • Toerpe Zwerg 22.11.2015 20:51
      Highlight Highlight Das haben Sie schön gesagt. Soll ich schon mal in die Küche gehen?
      11 22 Melden
    • Andi Amo 29.11.2015 06:53
      Highlight Highlight @headless;
      "die regierungen und geheimdienste...ihre eh scho beängstigend grosse macht weiter ausbauen kann..."

      NDB - hat ja eine riiieeesen Macht! Die dürfen ja nicht mal Telefone abhören, hallo...!?!

      Ich unterstelle Ihnen ebenfalls eine Angst; Und zwar die einer möglichen Überwachung!

      So, wie ich unseren Bundesrat und sogar den ehemaligen Geheimdienstchef letzten Freitag in der Arena wahrnehme, mache ich mir da ehrlich gesagt um deren Überwachung (im Sinne des Volkes [sic]) bedeutend weniger Sorgen als darum, wann der nächste Salafist oder irgend ein anderer Psycho in Europa durchdreht!
      4 3 Melden
  • EARTH without ART is EH 22.11.2015 19:56
    Highlight Highlight Danke für diesen artikel!
    63 20 Melden
  • Triesen 22.11.2015 19:34
    Highlight Highlight Dieser Beitrag ist sehr lesenswert. Danke. Die ganze traurige Geschichte wird hier objektiv und offen angesprochen. Aber vor allem kritisch auf beide Seiten. Leider werden jene die Informationsbedarf haben, ihn nicht lesen - denn sie haben ihre Meinung schon lange gemacht oder sich über Parolen informiert...
    71 19 Melden
  • Nick Name 22.11.2015 18:57
    Highlight Highlight Gott (egal welche/r...), ist das gut!
    ;-)
    Danke, Frau Stefanos.
    53 20 Melden
  • karl_e 22.11.2015 18:22
    Highlight Highlight Nur dank der Erdöl-Milliarden sind die Golfstaaten und Saudi-Arabien von bedeutungslosen, rückständigen Stammesverbänden zu bestimmenden Mächten geworden. Heute exportieren die Saudis ihren Steinzeit-Islam in alle Welt. Islamistische Gruppen - seien es Taliban, Al Qaida oder vielleicht gar der IS - werden nach Kräften unterstützt, gerne auch mit Waffen. Dies alles nur dank des Erdöls, den Exkrementen des Teufels, welche er ausgerechnet unter den arabischen Wüsten versteckte.
    134 8 Melden
    • dä dingsbums 22.11.2015 18:44
      Highlight Highlight Hinzu kommt, dass Saudi-Arabien als wichtigster Verbündeter der USA im Nahen Osten, von allzu harter Kritik durch andere Weltmächte ausgenommen ist.
      113 3 Melden
  • Kookaburra 22.11.2015 17:53
    Highlight Highlight Wieso die richtige Bilanz zwischen Ratio und Emotion? Wieso nicht nur Ratio?

    Religionen sind sehr wenig "Ratio" und sehr viel Emotion. Und wo ist die Vernunft dabei, etwas so rückständiges wie Religion zu importieren, wo wir doch so gut unterweg sind, beim überwinden unserer eigenen?
    Was soll gut an einer Religion sein, die sich über die Rechtssprechung setzt? Die uns unsere hart erkämpfte Frauenfreiheit nicht gönnt? Wieso müssen die (laut Koran) bestraft werden, die wir befreit sehen wollen? Darf man "Emotion" fordern, wenn man etwas will und gleichzeitig "Ratio", wenn man etwas nicht will?
    69 31 Melden
    • Nick Name 22.11.2015 19:04
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht, warum immer wieder dermassen gegen Religion/Religionen geschossen wird. Leute: Eine Religion macht nichts selbst. Eine Religion kann morgens keinen Kaffee kochen. Eine Religion kann nicht Menschen töten.
      Eine Religion setzt sich nicht über die Rechtssprechung hinweg und gönnt uns nicht nicht unsere "hart erkämpfte Frauenfreiheit". (Steht übrigens auch überdeutlich im Artikel oben.)
      ...
      Wereli wer macht das? Hmm?
      49 48 Melden
    • Kookaburra 22.11.2015 20:38
      Highlight Highlight Der Koran?

      Man darf schon Glauben. Wenn mans nicht zu oft erwähnt sogar als Atheist :) Ich möchte an dieser Stelle lediglich das Käfigtürchen ein wenig öffnen, um den Weg zu zeigen, für die, die sich gerne aus der (z. T. selbstbestimmten) Unmündigkeit befreien möchten:

      Der Koran sagt, man darf keinen anderen Gott als Allah anbeten. Der Koran sagt nirgends, man dürfe nicht keinen Gott anbeten...

      Your welcome.
      Und wir haben Bier und Speckgugelhopf! (Und mögen unsere Frauen stolz, kämpfend und frei:)
      46 10 Melden
    • Anam.Cara 23.11.2015 11:24
      Highlight Highlight Ich bin "emotional" eher bei Nick Name.
      Warum wird Religion als grundsätzlich schlecht abgelehnt?
      Religion ist ein Lebensentwurf mit einigen Leitsätzen und mehr oder weniger Spiritualität.
      Diesem Entwurf kann man nachleben oder eben nicht. Man kann sich auch kritisch damit auseinandersetzen. Das ist alles freiwillig, aber einige Menschen finden nun mal Trost und Sinn in ihrer Religion.
      Die andere Seite heisst Missbrauch. Viele Religionen haben solche "Machtkapitel" in ihrer Geschichte. Warum können wir nicht einfach nur den Missbrauch ablehnen, statt sämtliche Religionen zu verurteilen?
      20 2 Melden
  • Andi Amo 22.11.2015 17:40
    Highlight Highlight Dank an die Autorin. Toller Artikel! Gleich als Grundlagenthema an den Sekundarschulen einführen und in einigen Projekttagen mit den Schülern aufarbeiten. Zusammen mit dem Schulfach Ethik und unsere europäischen Werte den zukünftigen Generationen näher bringen. Weil die werden unsere Lebensweise auch noch verteidigen müssen.
    86 31 Melden
  • atomschlaf 22.11.2015 17:09
    Highlight Highlight Zu Punkt 2: Von einer "angeborenen" Kollektivschuld kann keine Rede sein. Eine Religion ist nicht angeboren, wie beispielsweise die Hautfarbe. Von einer Religion kann man sich abwenden. Niemand ist gezwungen, einer bestimmten Religion anzugehören.
    107 44 Melden
    • karl_e 22.11.2015 17:54
      Highlight Highlight Eine Religion ist sehr wohl angeboren, denn in eine Religion wird man hinein geboren. Wenn die Eltern reformiert sind, so sind die Kinder in der Regel auch reformiert. Man kann sich natürlich von der Religion abwenden, aber ich denke, dass sich reformierte, katholische, jüdische etc. Atheisten jeweilen gewisse Restanzen Ihresgleichen ursprünglichen Glaubens bewahren, so z.B. die protestantische Freudlosigkeit oder den katholisch barocken Überschwang.
      60 64 Melden
    • Andi Amo 22.11.2015 18:25
      Highlight Highlight Und wie ist's mit 'Restanzen', wenn jemand aus dem Islam austritt? Ach so, stimmt ja. Da läuft's wie bei Scientology (Ausnahmen bestätigen die Regel) - man wird von der Familie, Verwandschaft und Umfeld geächtet und gemieden. Oder in etwas noch rückschrittlicheren Gegenden gibt's gleich das Todesurteil. Von dem her sehe ich da schon einen gewissen Zwang!
      74 20 Melden
    • Duweisches 22.11.2015 23:58
      Highlight Highlight @andi amo
      Genau das gleiche gilt bei eigentlich allen Glaubensrichtungen, genau davon ist im Artikel auch die Rede, nicht alle aus einer Gruppe wegen Taten einiger vorzubehalasten.
      Selbst Atheisten schliessen Freunde teils aus, wenn Sie "die Religon wechseln", sprich zu etwas bekehrt werden...
      10 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 22.11.2015 17:04
    Highlight Highlight Zu Punkt 1: Eine Entschuldigung kann man von unbeteiligten Moslems sicher nicht erwarten; sie haben ja keine Menschen erschossen und Sprengsätze gezündet.
    Dringend angebracht wäre jedoch eine deutliche und klare Distanzierung von den Anschlägen und der dahinterstehenden Ideologie - und zwar nicht durch einzelne Moslems sondern durch die grossen islamischen Organisationen, in der Schweiz allen voran der IZRS.
    136 20 Melden
    • Steely Dan 22.11.2015 17:27
      Highlight Highlight Es gab bereits sehr viele und sehr deutliche Reaktionen von Moslems, wenn man sie denn sehen möchte. Sogar der offiziöse Islam meldete sich:

      http://www.lettertobaghdadi.com/

      Und interessant finde ich auch diese Überlegungen:



      Play Icon
      44 9 Melden
    • Lexxus0025 22.11.2015 20:42
      Highlight Highlight In zürich haben kürzlich an die hundert moslems etc gegen den IS demonstriert. Fand ich spannend
      30 6 Melden
    • René Obi 22.11.2015 21:06
      Highlight Highlight Wenn die islamistischen Organisationen und die muslimischen Gemeinschaften in Europa sich klar gegen den Extremismus stellen, inklusive Entschuldigungen bei Greueltaten, dann hilft das. Und zwar einerseits beim Vertrauen gegenüber Muslims schaffen und andererseits dass weniger Muslims radikalisert werden.

      Dass sich einzelne Muslims entschulidigen sollen ist allerdings absoluter Mist.
      28 5 Melden

«Liebes ‹Volk›, wann ist dir der Anstand ausgetrocknet?»

«079» ist frauenfeindlich, Guggen sind rassistisch, Ausländer sind Frauenprügler. «Alle gegen alle» scheint momentan das Motto zu sein. Das ist unfruchtbar und unverhältnismässig. 

Liebes «Volk»

Draussen sind ausserordentlich schöne Sommertage derzeit. Weniger schön ist das gesellschaftliche Klima. Auf den Strassen, in den Medien, in dir. 

Nach einem Überfall auf Ausgängerinnen in Genf debattierst du unter Mithilfe gewählter «Volks»-Vertreterinnen und landesweit aufgehängter Kiosk-Aushänge, ob und wie sehr man es jetzt endlich sagen müsse, dass explizit die Ausländer und implizit die Muslime für Gewalt gegen Frauen verantwortlich sind. 

Auch diskutierst du darüber, …

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