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The Monday, July 30, 2018 screenshot shows the #MeTwo Twitter website. The hashtag, a play on the #MeToo movement against sexual harassment, was created by journalist Ali Can following the resignation of soccer star Mesut Ozil. (AP Photo)

Unter dem Hashtag #MeTwo teilen Menschen ihre Rassismuserfahrungen auf Twitter. Bild: AP/AP

#MeTwo ohne mich – warum ich dazu schweige

09.08.18, 23:04 10.08.18, 06:29

Yasmin Polat / watson.de



«Sag mal, wie kommt es eigentlich, dass du nichts zu #MeTwo geschrieben hast?» Diese Frage stellten mir Freunde in den vergangenen Tagen sehr oft.

Das hat zwei Gründe und beide haben mit meinem persönlichen Hintergrund zu tun.

Als vor zwei Wochen unter dem Hashtag #MeTwo Menschen begonnen haben, ihre Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen in Deutschland zu teilen, habe ich erst einmal einfach nur gelesen. Die Geschichten haben mich nicht überrascht, auch wenn sie sehr schmerzhaft waren. 

Wer sich über diese Geschichten wundert, ist in einer viel zu weissen Welt unterwegs.

Denn das ist das Brutale an #MeTwo – all die Geschichten und Erfahrungen sind für People of Color leider Alltagsbegebenheiten. 

Viele sehen mir nicht an, dass ich nicht-nur-deutsch bin. Ich habe dunkle Haare, mein Vater ist Türke. Aber ich könnte auch als Spanierin, Italienerin oder in vereinzelten Fällen als Französin durchgehen. Menschen haben in mir schon immer gesehen, was sie wollen. Und ich glaube, dass ich auch deswegen nicht so viele Rassismuserfahrungen in Deutschland machen musste wie andere Mitbürger. Und doch gab und gibt es sie.

Denn «Ausländer» sind das eine, aber Schwarze, Türken oder Araber sind das Andere für den alltagsrassistischen Deutschen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Unter #MeTwo teilen Hunderte ihre Rassismuserfahrungen

Video: lia haubner

Damit will ich nicht sagen, dass Italiener oder Franzosen keinen Rassismus erleiden in Deutschland. Natürlich tun sie das. Aber die Masse an Erfahrungen, die auch unter #MeTwo geteilt wurden, stützt sich nach meinen Beobachtungen eher auf Menschen, die selbst oder deren Eltern aus Ländern kommen, die keine unmittelbaren Nachbarländer sind.

Warum ich (und übrigens auch viele meiner Bekannten) nichts unter dem Hashtag veröffentlicht habe, hat zwei Gründe.

Meine Erfahrungen kamen mir im Vergleich nichtig vor

Zum einen hat es sich für mich falsch angefühlt, meine zwar auch schmerzhaften, aber gefühlt weniger schlimmen Erfahrungen neben andere zu stellen. Als ich durch den Hashtag auf Twitter scrollte, habe ich teils so schlimme Geschichten gelesen, dass mir meine Erfahrungen nichtig vorkamen. 

Das ist nicht der Fehler des Hashtags oder der Aktion. Und sicher, Empfindungen und Schmerz sind nicht vergleichbar. Alle können nebeneinander stehen und bilden so ab, was gesamtgesellschaftlich tagtäglich passiert. Niemand darf sich anmassen, Rassismus in irgendeiner Form zu skalieren.

Aber ich weiss, dass Leute das tun. Auf eine Art tue ich das sogar selbst.

Und: Ich wollte bei #MeTwo genau so zuhören, wie es andere aus der Mehrheitsgesellschaft tun sollten.

Keine Lust auf rechte Internet-Trolle

Das hat nichts mit fehlender Solidarität zu tun. Ich bin nicht dazu verpflichtet, meine Erfahrungen zu teilen. Auch wenn ich allen, die es tun, meine vollkommene Unterstützung und Solidarität ausspreche und zeige.

Aber da ist der zweite und für mich ausschlaggebende Grund: Ich hatte keine Kraft und Lust mich mit Rechten oder Internet-Trollen auseinanderzusetzen.

Ich hatte Angst, dass meine ganz persönlichen Erfahrungen mir von genau den Menschen abgesprochen werden, die sonst die Aggressoren sind. Es gibt viele Erlebnisse, die ich seit Jahren mit mir rumschleppe und ich habe einfach keine Lust, dass mir irgendein Jan-Alexander auf Twitter die Validität dieser absprechen will oder ich meine Gefühle gerade vor ihm verteidigen muss. Deswegen habe ich es bisher nicht über mich bringen können, mich zu äussern.

Die vielen tausend dummen Sprüche, die man als Mädchen, irgendwann als Frau und als Nicht-nur-Herkunftsdeutsche in seinem Leben gedrückt bekommt, das raue Lachen über rassistische Witze oder auch der latente Rassismus in einigen deutschen Redaktionen. (Ja, den gibt es auch. Das ist nochmal ein eigenes Thema.) All das ist da, in mir und passiert in meiner Welt – aber ich muss es nicht jetzt unter #MeTwo veröffentlichen.

Und damit bin ich nicht allein

Ein Freund von mir, der sonst gern (und sehr lustige Sachen) twittert, wollte sich schlussendlich auch nicht zu #MeTwo äussern. Er hat viele Tweets mit seinen Erfahrungen entworfen, seine Entwürfe in einem Doc zusammengefasst und mir das geschickt. Als ich sie mir durchgelesen habe, verstand ich auch, weshalb er sie nicht auf Twitter veröffentlichen wollte. Seine Erfahrungen und Geschichten tun schon beim Lesen weh. 

Da sie aber sehr gut und wichtig sind, hat er eingewilligt, dass ich ein paar seiner Tweet-Entwürfe hier veröffentliche.

Fav, wenn ausser dir in der Tram nur noch ein anderer Schwarzer ist und du kritisch guckst, bangst, hoffst: Bitte verkacks nicht Bruder, biet' den Platz an, telefonier nicht so laut, fall nicht auf, tu' mir den Gefallen, das ist unser gemeinsames Konto! #metwo

Sebastian wollte in der ersten Klasse nicht neben mir sitzen,  weil er dachte, das könnte abfärben, und ich wusste nicht, ob das evtl. sogar stimmte. Na ja: #metwo

Musste mal im Treppenhaus auf meine Mutter warten, da Schlüssel vergessen. Neue Nachbarn (Mutter mit ihrem Kind) gehen an mir vorbei und die Kleine sagt: «Guck mal ein Neger, Mama.» Mutter souverän Plus-Kühltragetasche mit Igloproducts hochschleppend: «Ja sowas gibt’s hier auch, Mäuschen, so komm...» #metwo

Absoluter mind blowing moment mit fünf oder so, wo ich merkte: Lang genug auf dunkler Haut mit Fingernägeln kratzen macht die Stelle bisschen weiss – fand das extrem ermutigend (für den Ernstfall). #metwo

Das waren nur ein paar von wirklich vielen, berührenden Kurz-Berichten, die nie zu Tweets geworden sind. 

Ich persönlich habe nicht jeden Tag die Kraft, mich gegen dumme Kommentare im Internet zu wehren. Ich habe keine Lust, mich den Menschen noch einmal zu öffnen, die mir möglicherweise wehgetan haben. Und mich damit einem Kräfteverhältnis aussetzen, das ich vermeiden möchte. Das würde ich offline – im echten Leben – auch nicht tun. 

Klar, ich bin Journalistin und setze mich jeden Tag mit Menschen, die anderer Meinung sind, auseinander. Aber bei persönlichen Rassismuserfahrungen gibt es eben keine Meinungen oder sonderlich viel Platz für Debatte.

Auch deswegen bewundere ich jetzt nach #MeTwo noch mehr als ohnehin schon all die Betroffenen, die sich unter #MeToo zu Wort gemeldet haben. 

Es ist nicht einfach. Aber sehr wichtig. Und vielleicht traue ich mich doch noch eines Tages. Dann müssen sich einige aber warm anziehen. Und ich mich auch.

Gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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96
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96Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sarkasmusdetektor 10.08.2018 16:29
    Highlight Die Debatte läuft in die gleiche Falle wie metoo. Irgendeiner bringt ein ernstes Problem auf, und alle kommen mit irgendwelchen Bagatellen, die sie auf die gleiche Stufe setzen. Auch als "Urschweizer" schleppt man unangenehme Erinnerungen mit sich rum, wird ab und zu angepöbelt oder beschimpft, dazu muss man nicht mal bis zur Schulzeit zurückdenken. Wenn Ausländer nun für solche und noch harmlosere Geschichten Verständnis wollen, wird das nicht funktionieren, da wird jeder (auch ich) nur sagen: "Ich hab schon Schlimmeres erlebt."
    7 1 Melden
  • Share 10.08.2018 14:40
    Highlight Unschön. Irritierend. Und mit dem Tag bin ich nicht ganz einverstanden. Der Text passt besser zu #shame und #exposure. Letzteres ist ein finanztechnischer Begriff. Sich zu exponieren kann schon mal das letzte Hemd kosten.
    2 1 Melden
  • Alex Vause 10.08.2018 14:34
    Highlight Mein Arbeitgeber (Bank) beschäftigt über 700 Mitarbeitende und davon ist kein einziger dunkelhäutig. Ganz ehrlich, wie realistisch ist das?
    5 16 Melden
  • dding (@ sahra) 10.08.2018 14:27
    Highlight Der Rassismus von damals war real. Der Rassismus von heute ist leider großenteils Aufgesetzt.

    Die eifrigsten Rassismusjäger von heute waren vor 40 Jahren wohl die größten Rassisten.
    Wer Farbige Menschen als etwas völlig normales versteht, ist keines von beiden.
    Weder Rassist, noch glühender Antirassist. Den beiden dieser zwei Spielarten, liegt dieselbe Motivation zugrunde.
    12 5 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 10.08.2018 14:39
      Highlight @dding

      "Die eifrigsten Rassismusjäger von heute waren vor 40 Jahren wohl die größten Rassisten."

      Und was ist mit den eifrigen Rassismujägern die weniger als 40 Jahre alt sind. Waren die vor der Geburt die grössten Rassisten? Es gibt keinen Antirassismus, denn dieser Umstand nennt sich Normalität.
      5 13 Melden
  • Don_Atello 10.08.2018 12:12
    Highlight #mewtwo anstatt #metwo!
    Love and peace😄
    26 4 Melden
    • pholinus 10.08.2018 13:01
      Highlight Du bist mir zuvorgekommen 😆
      3 0 Melden
  • DerSimu 10.08.2018 12:05
    Highlight #MeTwo hat (meist) nichts mit Rassismus, sondern mit Gejammer zu tun.

    Wenn ich jedes mal heulen würde, wenn man mich als Blindenstock bezeichnet, wäre ich total dehydriert.
    31 17 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 10.08.2018 12:52
      Highlight @DerSimu

      Jeder hat das recht so oft und so lange zu jammern wie er will, wenn es Ihnen nicht passt laufen Sie doch einfach vorbei. Laufen Sie vorbei so wie es alle tuen, ohne etwas zu sehen, ohne etwas zu hören, ohne jemals etwas dagegen zu unternehmen.
      12 27 Melden
    • Streikende Darth Unicorn 10.08.2018 13:31
      Highlight Herrn Brot, Sie sind mir äusserst Sympathisch :)
      8 18 Melden
  • neutrino 10.08.2018 11:21
    Highlight So völlig daneben find ich die Diskussion nicht. Ich ging zB. mit einem Kollegen in die Schule, Schweizer, pechschwarz.

    Während vier Jahren, 9 Personenkontrollen durch Polizei, 3 Mal Mitnahme auf Posten, 2 Mal über Nacht festgehalten. Dafür Abschlussreise verpasst. Sein Leumund einwandfrei - vorgelegen hat nie was.

    Ich begreife schon, dass die Polizei auf Schwarze fokussiert (da insb. Dealer meist schwarz sind). Aber für den unschuldigen Betroffenen ist es mühsam.

    43 7 Melden
  • Lavamera 10.08.2018 10:43
    Highlight Ich bin sauer, stinksauer auf einige Kommentatoren hier? Ich habe einen dunkelhäutigen Freund und ihr könnt mir glauben, dabei braucht es eine extrem dicke Haut. Jeder der Alltagsrassismus verneint, lebt auf einem anderen Stern.
    1. Man wird ständig angesprochen warum man keinen Schweizer als Freund hat (er ist Schweizer)
    2. Ständig Anspielungen auf die unterschiedliche Hautfarbe.
    3.eine Bekannte fragte mich sogr schon ob ich nicht Angst habe, wenn ein Schwarzer neben mir schläft??
    4. Mein Freund wurde sogar mal für einen Einbrecher gehalten als er mich besuchte.
    Und dann alles Verleugnen.
    33 35 Melden
    • Hierundjetzt 10.08.2018 13:03
      Highlight Vielleicht mal Dein soziales pardon „voll cooles“ Umfeld wechseln? Hm? Wär so ein Tipp. Wer solche Bekannte hat (3), darf sich nicht wundern.

      Mein halber Kollegenkreis besteht aus „diesen Fremden“ da. Viele mit anderer Hautfarbe. Ich möchte keinen Missen. Ein Rassimusproblem gibts nur mit diese möchtegern CH-Eigeborenen. Sonst? Nö. Gruss ein Ur-Schweizer
      15 17 Melden
    • Lavamera 10.08.2018 13:19
      Highlight Die Bekannte ist meine Nachbarin und die kann ich mir nicht aussuchen. Und ich sage nicht, dass alle so sind, aber es ist unglaublich anstrengend sich ständig erklären zu müssen. Wieso hast du so einen Freund? Wolltest du keinen Schweizer? Ist er Muslim? Die ewige Frage nach der Herkunft etc. es wird ständig suggeriert, dass Dunkelhäutige anders sind. Nicht alle wollen rassistisch sein, aber sie merken nicht was sie damit suggerieren.
      17 16 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 10.08.2018 13:24
      Highlight @Hierundjetzt

      Sie schreibt ja ausdrücklich Bekannte und nicht Freundin. Bekannte sucht man sich nicht aus, die hat man einfach.
      10 15 Melden
  • Hierundjetzt 10.08.2018 10:19
    Highlight Das ganze hat exakt eine extreme Schwachstelle: Twitter wird nur von einem ganz ganz kleinen Segment benutzt (20’000 aktive Nutzer in der Schweiz) +/- 30% davon sind Bots sogenannte „Roboter“ die vorgaucklen es seien Menschen.

    Daher bin ich extrem vorsichtig, diese Meldungen zu extrapolieren und als „Realität“ anzusehen.

    Es gibt Rassismuserfahrungen. Schlimme sogar. Das ist absolut unbestreitbar und nicht entschuldbar.

    Aber Twitter ist das denkbar schlechteste Medium um diesem wichtigen Thema eine gesellschaftliche Relevanz zu geben.
    47 6 Melden
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 10.08.2018 10:35
      Highlight Ist ja nicht so, dass das Thema nur auf Twitter angesprochen wird - hier 2 Beispiele:

      https://m.tagesanzeiger.ch/articles/5b649b08ab5c374a8b000001

      https://m.srf.ch/sendungen/sternstunde-religion/rassismus-in-der-schweiz-unter-der-lupe
      9 19 Melden
    • Hierundjetzt 10.08.2018 11:46
      Highlight Ich befürworte es stark, wenn nationale Zeitungen oder Medienanstalten mit Reputation das Thema aufgreifen. Keine Frage. Aber ein kleinst soziales Netzwerk (sogar google+ hat mehr Nutzer!) als Referenz zu einem wichtigen gesellschaftlichen Thema zu benennen, finde ich der Sache sehr abträglich.

      11 3 Melden
    • DrFisch 10.08.2018 13:17
      Highlight Versteh ich nicht. Wieso sollte man bei diesem "wichtigen, gesellschaftlichen Thema" nur die Schweiz betrachten? Weil Rassismus nur in der Schweiz vor kommt? Twitter hat über 300 Millionen User. Das ist eine ganze Menge und sollte schon ausreichen, um eine gewisse Relevanz zu erreichen.
      8 6 Melden
  • Natürlich 10.08.2018 09:48
    Highlight (1) Diskriminierungen sind scheisse und verletzen, das ist wohl jedem klar!
    Aber Diskriminierungen passieren fast allen irgendwann, den einen triffts vielleicht mehr den anderen weniger.
    Als ich zum Beispiel in den Kindergarten ging war ich einer der einzigen Schweizer und wurde zb als „scheiss-chässchwizer“ tituliert.
    Natürlich verletzt das aber gerade bei Kindern sollte man solche Vorfälle nicht überbewerten, da Kinder vieles noch nicht einschätzen können oder nicht so meinen.
    43 7 Melden
  • dding (@ sahra) 10.08.2018 09:34
    Highlight Das reden über Rassimus Ist heute, schon fast zu einem religiösen Kult geworden

    Obwohl wir in einer Zeit leben, in der sogar historische Kinderbücher detektivisch untersucht werden und Süssspeisen neue, "reine" Namen bekommen, scheinen viele zu glauben, im Moment Mekka der Rassisten zu leben.

    Das Ausschau halten nach immer neuen, angeblichen Formen von R, scheint heute eine neue, lohnenswerte Form des auf sich aufmerksam machens zu sein und wird mit sportivem Eifer verfolgt.

    Eine Entwicklung, die in ihrem fast "hysterischen" Auftreten, nichts Gutes erahnen lässt. http://E
    71 28 Melden
    • dding (@ sahra) 10.08.2018 09:48
      Highlight * im Mekka der Rassisten.
      (mein Handy)
      10 6 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 10.08.2018 12:26
      Highlight @dding

      Was früher schlecht war ist nicht plötzlich gut, weil es nicht mehr ganz so schlecht ist.
      10 20 Melden
  • stadtzuercher 10.08.2018 09:29
    Highlight People of colour - really?
    Als ob nicht jedes Sprache ihre eigene Ausdrücke haben darf. Diese Idee, dass wir uns in der Schweiz vom angelsächsischen Sprachraum diktieren lassen müssen, was politisch korrekt sei, ist einfach lächerlich.

    73 9 Melden
    • DemonCore 10.08.2018 10:00
      Highlight Was sagt es uns über die intellektuelle Leistung die mit dem Import dieser seichten Empörungskultur einherging, wenn man sich nicht mal Mühe gibt eine passende Übersetzung für das Schlüsselvokabular zu finden? Ich sehe keine ernsthafte Bestrebungen das Zusammenleben zu verbessern. Es geht nur darum die Gesellschaft zu teilen und uns gegeneinander aufzuhetzen.
      19 7 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 10.08.2018 12:33
      Highlight @DemonCore

      "Es geht nur darum die Gesellschaft zu teilen und uns gegeneinander aufzuhetzen."

      Ernsthaft? Weil sich Menschen zu Diskriminierung im Alltag melden? Eventuell würde es weniger Kommentare geben, gäbe es die Probleme nicht.
      6 14 Melden
    • DerMeiner 10.08.2018 15:50
      Highlight Sehr viele nutzen diese Plattform doch nur um dem Hype gerecht zu werden, oder etwas fragwürdigen Ruhm zu ernten.

      Und nur weil Diskriminierung draufsteht, muss nicht auch Diskriminierung drinstecken.
      3 2 Melden
  • Mietzekatze 10.08.2018 09:15
    Highlight KV Lehre auf einer kleinen Gemeinde gemacht. Ich bin blond und blauäugig, der Name ist aber ausländisch. Als ein Bauer reinkam und etwas wollte, fragte er mich wie ich heisse. Ich habe auf mein Namensschild gezeigt und es ihm gesagt (da anders ausgesprochen als geschrieben). "Jetzt gibt man solch gute Arbeitsstellen schon dahergelaufenem Ausländer Pack" Meine Chefin mit CH-Namen hat dann übernommen...
    33 31 Melden
  • DemonCore 10.08.2018 09:14
    Highlight Wie viele dieser Kommentare dient #metwo, und davor #metoo, lediglich dazu sich selbst zu heroisieren. Der ungebremste Narzismus unserer Generation, eine sorgfältig kultivierte Überempfindlichkeit, meistens einhergehend mit einer gesunden Portion Geschichtsunkenntnis vergiften den gesellschaftlichen Dialog. Dafür kann man sich gegenseitig online abfeiern, oft für absolute Nichtigkeiten. #metwo tut nichts gegen Rassismus, es teilt uns lediglich in 'gute' und 'schlechte' Rassisten ein. Peinlich für die Teilnehmer und schädlich für die Entwicklung einer künftigen humanistischen Gesellschaft.
    94 18 Melden
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 10.08.2018 10:48
      Highlight Ich find es gut, dass die ganze Jauche mal hoch kommt und in der Gesellschaft darüber debattiert wird.
      Anders lassen sich keine Veränderungen herbei führen.
      17 14 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 10.08.2018 12:38
      Highlight @DemonCore

      Man kann nicht für andere entscheiden was eine Nichtigkeit ist. Jeder wird mir zustimmen, dass Mobbing eine schlimme Sache ist, obwohl die einzelen Taten oft auch nicht so ins Gewicht fallen. Die Dosis macht das Gift.
      16 4 Melden
    • DemonCore 10.08.2018 12:52
      Highlight Also, dann entscheide nicht für mich, Bauernbrot. Für mich sind es hauptsächlich Nichtigkeiten. Das Problem ist, dass es ein Race To the Bottom ist. Jeder kann sich immer angegriffen fühlen, da gibt es keine objektiven Massstab. Mein #metwo-Kommentar im Artikel wo Deutsche klischeehaft als u.a. als Trinker und Imperialisten im langen Ledermantel dargestellt werden, wurde nicht freigeschaltet. Êrklären Sie mir warum das nicht struktureller Rassismus ist?
      8 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Passion 10.08.2018 09:11
    Highlight 2/2 Aber es wird alles als Rassimus angeschaut. Es kommt auch immer darauf an, wie man gesagte Sachen versteht, oder wie man Sachen sagt. Jeder fühlt sich immer gleich beleidigt. Leute, lernt zu leben und leben lassen, lasst euch nicht unterkriegen von Leuten, welche sich nicht um Ihre eigenen Probleme kümmern können. Seid stolz auf euch und lasst euch selbst nicht in Schubladen drängen..
    15 7 Melden
  • überflüssig 10.08.2018 09:09
    Highlight
    man könnte sich ein wenig sensibilisieren lassen und achtsam werden und wenns gröber kommt, zivilcourage an den tag legen.
    und das ganze als das nehmen, was es ist: menschen erzählen ihre erlebnisse. und jetzt? ist ihr gutes recht.
    eigentlich wissen wir doch alle, dass diese geschichten wahr sind, nicht?
    man braucht sich dadurch nicht angegriffen zu fühlen, wieso auch?



    22 7 Melden
  • Passion 10.08.2018 09:09
    Highlight 1/2 Ich kann euch alle verstehen, auch ich hatte lange zu kämpfen. Ich bin halbe Deutsche, absolut nicht stolz drauf, aber ich wurde nun mal so geboren. Ebenfalls war ich sehr dick und habe extrem viele Sommersprossen. Ich würde sicher 100 mal gefragt ob das Ansteckend ist. Und auch weil meine Mutter aus Deutschland kommt hatte ich viel ärger. Aber hey, ich würde auch fragen ob ich die Haare anfassen darf, nicht weil ich rassistisch bin, sondern weil ich fasziniert bin. Ich sage zu meinen Freunden auch Neger, aber ich sehe in diesem Wort kein Schimpfwort.
    19 23 Melden
    • Rectangular Circle 10.08.2018 11:08
      Highlight Du bist nicht stolz drauf, halb Deutsche zu sein? WTF?! Was soll daran schlimm sein?

      Und zur zweiten Aussage: Nur, weil du es so empfindest, ist es deswegen nicht okay. Damit könnte man ja alles begründen. Beleidigungen, Mord, etc.

      Oder fändest du es cool, wenn dich jemand «Schlampe» nennen würde und dir dann sagt: "Ah, für mich ist das nichts Schlimmes"?
      19 6 Melden
    • Passion 10.08.2018 16:18
      Highlight Nein, ich bin nicht stolz drauf, eben genau wegen solchen Leuten..
      Und nein, du verdrehst da was, es kommt immer darauf an, wie der andere es auffasst.. Das ist das gleiche wie wenn ein Mann einer Frau ein nett gemeintes Kompliment macht im Sinne von Sie haben schöne Augen und sie sich bedrängt fühlt.. Am Schluss darf man gar nichts mehr..
      0 0 Melden
    • Passion 10.08.2018 16:18
      Highlight und liess bitte mal noch meinen zweiten Text, dann verstehst du vielleicht was ich sagen will..
      0 0 Melden
  • Bloody Mary 10.08.2018 08:34
    Highlight Ich war als einzige Rothaarige mit Sommersprossen auch oft dem Spott und Hohn meiner Schulkollegen ausgesetzt. Das war für mich schlimm und ich war oft wütend und traurig. Ich bin zwar Schweizerin durch und durch, aber ich finde trotzdem, das es eigentlich viel mit Rassismus zu tun hat. Darüber zu schreiben finde ich gut und wichtig. Nur so können wir erreichen, das einigen die Augen geöffnet werden. Ich versuche heute meine Kinder zu toleranten, empathischen Menschen zu erziehen. Ich denke, das sollte das Ziel aller Eltern sein.
    29 15 Melden
    • häxxebäse 10.08.2018 10:38
      Highlight Sehr gut geschrieben! Bravo. Manchmal frage ich mich warum die leute so empfindlich reagieren, wenn man sie darauf hinweist, dass sie sich wie neandertaler benehmen. Ich finde es sehr heilsam, wenn man über die dinge reden kann, die einen stören. Die gegenseite benimmt sich aber, als ob man ihnen das schüfeli im sandkasten geklaut hat...

      PS. mein sohn hat auch wunderschöne rote haare ❤
      14 3 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 10.08.2018 12:45
      Highlight Danke für den Kommentar.

      PS Den Blitzern hat die Temperatur der letzten Wochen offensichtlich ziemlich geschadet.
      5 9 Melden
    • Baccara 10.08.2018 12:58
      Highlight Bloody Mary - von einem Feuermelder zum anderen: Sei stolz drauf, wir sterben nämlich aus!

      Aber ich weiss genau, wie sich das anfühlt. Ausserdem bin ich noch halbe Italienierin und mit einem Inder verheiratet.

      Aber wisst ihr was? Ist mir scheissegal. Wer meint, mir mit Haarfarbe, Hautfarbe, Pass oder sonstwas blöd zu kommen, muss sich warm anziehen. Ich bin ICH. So wie ich bin. Und das ist gut so.
      6 2 Melden
  • koks 10.08.2018 08:28
    Highlight Der Kampf um Aufmerksamkeit. Die einen Empörten und Opfer sind die Gegner der anderen.
    27 6 Melden
  • Natürlich 10.08.2018 08:07
    Highlight (2) Klar, wenn ein Erwachsener „scheissneger“ sagt ist das für mich unverständlich und in keinster Weise zu entschuldigen.

    Allerdings sind für mich Dinge wie:
    - haare anfassen
    - aussagen wie: „schwarze haben Rhytmus“, „Musik im Blut“ oder ähnlich.
    - oder fragen wie: „verträgst du die Hitze besser weil du schwarz bist und ursprünglich aus Afrika kommst?“ , in den wenigsten Fällen rassistisch motiviert oder diskriminierend gemeint.

    Sie basieren auf Klischees oder einfach Unwissenheit
    Das wichtigste ist doch die Intention/Absicht hinter einer solchen Frage, oder sehe ich das falsch?
    58 10 Melden
    • häxxebäse 10.08.2018 10:45
      Highlight Und was ist die absicht dahinter?

      Warum nicht einfach den MENSCHEN fragen: wie gehst Du mit der hitze um? Kannst Du tanzen?
      Warum muss man scheissausländer, neger oder ähnliches sagen? Warum nicht einfach: tubel, arschloch oder tummi chue? Das ist neutral..seine herkunft kann man nicht ändern... waru den menschen brechen, anstatt zu beleidigen, wenn man ihn nicht mag? Das führt nicht zur integration sondern zur ghettoisierung und abgrenzung.
      9 15 Melden
  • neutrino 10.08.2018 06:45
    Highlight Bei mir ist es genauso - deshalb mach ich da auch nicht mit.

    Es ist, wie wenn dir jemand eine Ohrfeige gibt, du sagst, es schmerzt - und dann kommt eine Horde von Leuten, welche sagt, es sei nicht schlimm, es tue nicht weh, das sei ganz normal, in andere Ländern würden Menschen erschossen, etc.
    58 42 Melden
    • grind 10.08.2018 08:55
      Highlight eher so rum: leute beklagen sich, dass leute erschossen werden und dann kommst du und findest aber meine ohrfeige tut auch weh
      43 27 Melden
    • häxxebäse 10.08.2018 10:49
      Highlight @grind: Nein. Wir haben die kriege überwunden, weil wir darüber geredet haben und fanden: nein, konflikte kann man auch anders lösen. Wenn andere das nicht begreifen, dann weil sie nicht darüber reden können oder wollen. In syrien wären solche bewegungen wirklich lächerlich, weil die grössere probleme haben. Wir hier aber nicht - und das haben wir dem reden zu verdanken.
      7 5 Melden
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 10.08.2018 10:51
      Highlight Und darum ist die Ohrfeige ok und muss schweigend hingenommen werden, oder wie jetzt, grund?
      10 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • poga 10.08.2018 05:42
    Highlight Ich lese die metwo tweets lese die Antworten darauf. Lese irgendetwas von rassistischen Deutschen die keine Ahnung haben. Von weissen die viel einfacher durchs Leben gehen als andere. Von nicht weissen die unter der schieren Last an Rassismus kaum mehr Luft zum Atmen haben in DE und frage mich: Wie können sich all diese Akteure das antun? Warum bleiben die anders farbigem in De und warum tun sich die Deutschen das an? Scheint ein wirklich unlösbares Problem zi sein. Oder suggerieren solche Artikel das nur?
    47 27 Melden
  • DerTaran 10.08.2018 03:42
    Highlight Was mich an #MeTwo stört, sind die aufgelisteten Kleinigkeiten:
    Wenn Schwarze sich beschweren, dass man ihr Haar berühren will, meinem Sohn ist das gleiche vor Jahren auf Tobago passier, alle wollten seine blonden Locken anfassen.
    Wenn Kinder Angst haben, das dunkle Hautfarbe abfärbt, ich wurde als Kind gefragt, ob Sommersprossen ansteckend sind.
    In Deutschland aufgewachsen, hoffe ich auch jedes Mal, dass sich der zugestiegene Deutsche benimmt.
    Das alles nervt und manches diskriminiert, aber bei #MeTwo darüber zu schreiben, bringt uns nicht weiter, sondern es bagatellisiert die ernsten Fälle.
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    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 10.08.2018 08:25
      Highlight AIDS bagatellisiert den eigenen Beinbruch ja auch nicht.
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    • kupus@kombajn 10.08.2018 08:38
      Highlight Das bagatellisiert also die ernsten Fälle. Nur die ganz grossen Probleme sollen also angesprochen und angepackt werden. Nun gut! Dann gibt es in der Schweiz ja grundsätzlich nichts mehr zu tun, denn unsere Probleme sind im Vergleich mit den Weltproblemen reine Bagatellen. Let it einfach flow!

      Kern der Sache nicht erkannt. Wenn der latente Alltagsrassismus salonfähig wird/ist/bleibt, ist der tatsächlich diskriminierende oder sogar bedrohliche Rassismus nicht mehr weit. Nichts, was die Andersartigkeit von Menschen in herabwürdigender Weise betont, sollte bagatellisiert werden.
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    • Agnesse 10.08.2018 09:21
      Highlight Klar nervt die Diskussion, sie trifft uns ja auch an einem wunden Punkt, den wir gerne ignorieren: Natürlich kann es für uns Weisse auch unangenehme Situationen geben, wenn wir auf unser Weiss Sein reduziert werden (was wir im Alltag als "normal" empfinden). Aber am Ende des Tages sind wir eben immer noch weiss mit allen strukturellen Vorteilen, die das mit sich bringt: Einfachere Jobsuche, weniger Vorurteile, eine Geschichte, die nicht durch Sklaverei gezeichnet ist, usw.
      Diesen Hintergrund kann man leider nicht wegreden, auch wenn das persönliche Empfinden dem widerspricht.
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  • giandalf the grey 10.08.2018 02:08
    Highlight Als schneeweisser Schweizer erinnere ich mich noch wies bei mir in der 1. Klasse war. Da war Kerim, Vater Nordafrikaner, Mutter Schweizerin. Auf dem Heimweg haben wir uns übereinander lustig gemacht. Spasseshalber. Kurz bevor wir zuhause ankamen (er wohnte gegegnüber) nannte ich ihn Schoggimilch und er mich Milch. Ich fand das lustig, für mich hatte das nichts abwertendes. Wenn überhaupt, dann war ich neidisch, ich wäre wirklich gerne dunkelhäutig gewesen. Ich war dann ziemlich überrascht als meine Mutter mir erklärte, dass das nicht so ein toller Spitzname ist.
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  • Niliya Vontülen 10.08.2018 01:03
    Highlight Da gibt es die zwei (für mich) grössten Rassismusskandale in der Geschichte der Menschheit: Die grosse Sklaverei und die Judenhetze.

    Heute wird jede Bemerkung gegenüber Juden dermassen kritisiert, aber gegenüber Dunkelhäutigen hat sich fast nichts geändert. Warum? Weil Juden weiss sind?

    Manchmal kann ich einfach nicht verstehen, wie wir Menschen nicht lernen, obwohl wir wissen. Und einer der verlogensten Sprichworte ist wohl: "Man darf nicht alle in einen Topf werfen". Die Mehrheit tut es - wider besseren Wissens - nämlich trotzdem. Immer und immer wieder.
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    • Nikolai G. 10.08.2018 08:27
      Highlight Juden sind nicht per se weiss. Es gibt sehr viele verschiedene Hautfarben bei den Juden sowie es sehr viele Hautfarben bei den Christen und Moslems gibt. Hast du ernsthaft das Gefühl, dass es weniger Antisemitismus oder keinen mehr? Glaubst du wirklich das in den letzten 20 Jahren der 2500 Jahre andauernde Antisemitismus aus der Welt geschafft wurde?
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    • Niliya Vontülen 10.08.2018 10:10
      Highlight Antisemitismus nicht mehr existent? - nein ! Aber doch ich bin überzeugt, dass es Juden heute weniger schwierig haben wie Schwarze, die immernoch täglich stark mit Rassismus konfrontiert werden.
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    • Nikolai G. 10.08.2018 10:51
      Highlight Die ganzen Berichte aus Deutschland und Frankreich? Entschuldigung aber dies ist einfach ein dämlicher Vergleich, erstens ist er nicht messbar und zweitens darf man sowas überhaupt nicht auf eine Waage legen. Dann kommen so schlimme Kommentare wie: "Tu nichts so es gibt andere die werden schlimmer angegfriffen, du durftest jetzt genug lange jammern, jetzt dürfen die anderen."
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  • häxxebäse 10.08.2018 01:00
    Highlight Ich fühle mit Dir...
    Und ich verstehe Dich ein wenig... mich kann man nicht einordnen, bin zwar keine schweizerin, sehe aber so aus... wenn die leute dann über ausländer hergezogen haben, dann wusste ich nie, ob ich mich outen soll oder schweigen... als kind habe ich geschwiegen - heute brülle ich wie ein löwe!
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  • dding (@ sahra) 10.08.2018 00:24
    Highlight Na ja, sehr subjektive Worte die, halt schnell mal auch als übersteigertes Selbstmitleid gedeutet werden können.
    Als (weisses) Kind an einer Berner Schule, aber mit Zürcher Dialekt ausgestattet, wurde ich auch diskriminiert.
    Niemals wäre ich auf den Gedanken gekommen, dies als Rassimus zu deuten. Aber es ist ja genau das.

    Wenn wir uns nun aber zu fest, in diesen Momenten suhlen, hilft dies nicht weiter.

    Die Gefahr, sich in eine (Rassimus) Opfer-Rolle zu begeben, sehe ich in der Zeit von # MeToo als grosses Problem, und unbedingt diskussionswürdig.
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    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 10.08.2018 08:18
      Highlight @dding

      Sie haben hier schon öfter geschrieben wie Sie in Bern diskriminiert wurden. Dafür dass sie es nicht so schlimm war, ist es doch sehr präsent. Andere sollen also schweigen, wärend sie ihr Leid unter jedem Artikel zu diesem Thema kund tun?
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    • dding (@ sahra) 10.08.2018 10:48
      Highlight Bauernbrot

      Ha ha..😅😂
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  • Gurkentruppenchefin 10.08.2018 00:15
    Highlight Ich möcht jetzt gerne einfach kommentarlos ein Herzchen geben. ❤️
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  • pamayer 10.08.2018 00:03
    Highlight Die Rechte Attacke auf #metwo zeigt überdeutlich, wie massiv Rassismus vorhanden ist.
    Eine Schande für Europa, speziell für Deutschland, das bekanntlich aus erster Hand wissen sollte, wo Rassismus hinführt.
    Fragt doch bei euren Grosseltern nach, falls sie den WW II überlebt haben.
    Die Schweiz war über Fröntler bestens vorbereitet auf einen Einmarsch der Nazis. War schon klar, wer welches Gebiet zum 'säubern' zugeteilt bekam.

    Über Raubgold und Konten von verstorbenen Juden sprechen wir hier nicht. Was die UBS und die CS sehr beruhigt.
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    • Eine_win_ig 10.08.2018 08:23
      Highlight Bitte den Aluhut wieder abnehmen. Genau solche Beiträge sind es, welche der Rechten Munition liefern, weil sie so daneben sind:

      "Die Schweiz war über Fröntler bestens vorbereitet auf einen Einmarsch der Nazis. War schon klar, wer welches Gebiet zum 'säubern' zugeteilt bekam."

      Echt jetzt? Beweise? Quellen? Ich habe mich sehr ausgiebig mit dieser Periode befasst. Es stimmt einfach nicht und schadet somit der Diskussion.

      Als Vorschlag, welcher durchgeht: Stellen- oder Wohnungssuche mit ausländischem Namen, etc. DAS sind echte Probleme im Alltag! Aber Polemik zerstört die Diskussion.
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  • Mike Minder 10.08.2018 00:00
    Highlight Auch wenn ich jetzt Blitze ernte: und doch hast du dich geäussert.. nicht über fb oder twitter etc. Aber dennoch im Web... als das was du beruflich tust. Medien sind doch auch odizielle Influencer :)
    Andere Anmerkung: blowing moment: ''ist irgendwie schon selbs geschuldet oder nicht? Ich mein mit 5?? Evtl bin ich einfach zu alt... egal wer.. aber mit 5 war mein Freund wer gleich gut (den Ball) kicken konnte oder gerne im Sandkasten gespielt hat... ich werde glaub ich wirklich alt...
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  • Mira Bond 09.08.2018 23:56
    Highlight Sehr starkes Statement! Bravo!
    20 56 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 10.08.2018 08:28
      Highlight Was genau gefällt euch an diesem Kommentar nicht, dass er soviele Blitze erhält?
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  • Maracuja 09.08.2018 23:27
    Highlight Bin mir sicher, dass es sehr vielen ähnlich geht wie Ihnen Frau Polat. Die Blitzgewitter und hässlichen Kommentare, die man nur schon erntet, wenn man sich allgemein zu Rassismus äussert, man null Lust persönliche Erfahrungen öffentlich zu machen.
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  • raues Endoplasmatisches Retikulum 09.08.2018 23:25
    Highlight Und falls jetzt jemand sagen will, ich soll mir nicht anmassen, über das subjektive Empfinden von betroffenen zu urteilen, sage ich, o doch, genau das tue ich. Für eine funktionierende Gesellschaft brauchen wir eine gemeinsame, auf wahrnehmbaren, objektiven Fakten beruhende Realität. Alles andere führt nur zu Beliebigkeit und Männer, die sich als Opfer von Frauen, Heteros als Opfer von Homos, Weiss als Opfer von Schwarzen sehen. Wenn nur noch das subjektive Empfinden entscheidet kann sich jeder, auch der SVP von nebenan als Opfer fühlen.
    19 30 Melden
    • DerMeiner 10.08.2018 07:56
      Highlight Rassismus oder Mobbing gibt es in alle Richtungen. Subjektiv ist das ganze allemal.
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  • Toerpe Zwerg 09.08.2018 23:22
    Highlight Als 9 Jähriger frisch aus den Skiferien zurück und sehr stark gebräunt sitze ich mit meiner Grossmutter im Migrosrestaurant. Kommt ein ca 60 Jähriger mit zerknautschtem Billig-Tschopen, mustert mich abschätzig und verpasst mir mit den Worten "Scheiss-Tamil" eine schallende Ohrfeige.

    Ich bin Schweizer. Meine Eltern sind Schweizer. Meine Grosseltern und Urgrosseltern - Schweizer.

    #me two

    Rassistische Erfahrungen kennen keine Nationalität und sie sind gleichwertig.
    56 13 Melden
    • Roterriese 10.08.2018 07:33
      Highlight 😂
      24 11 Melden
    • Threadripper 10.08.2018 08:44
      Highlight Und wie lange ist das her?
      4 8 Melden
    • Toerpe Zwerg 10.08.2018 09:28
      Highlight Ca. 35 Jahre
      8 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 09.08.2018 23:22
    Highlight Dieser taz-Artikel trifft diesen watson-Artikel hier ganz gut finde ich. http://www.taz.de/meTwo-Debatte/!5524188/
    "Niemand darf sich anmassen, Rassismus in irgendeiner Form zu skalieren." Sry solche Aussagen sind so undendlich dumm. Wann haben wir verlernt dass es fakten gibt, und dass es differenzen gibt, sprich man kann es skalieren. Vor die Wahlgestellt, ob einem die Menschen zum guten Deutsch gratulieren oder ob man vom Clan durch die Stadt gejagt wird wird niemand die den Clan wählen. Weshalb tunt man nun so, als sei das das gleiche?
    39 9 Melden
  • Roterriese 09.08.2018 23:14
    Highlight "People of Color" und ich dachte man dürfte nicht mehr Farbige sagen.
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Roger Köppel in Chemnitz neben Neonazi fotografiert: «Habe mich vor Ort informiert»

Der Schweizer Politiker und Herausgeber der Weltwoche Roger Köppel wurde vergangene Woche in Chemnitz fotografiert. Brisant: Das Bild zeigt ihn mit Notizblock neben einem verurteilten Neonazi.

Auf Twitter erhält Köppel dafür harsche Kritik. Michael Sorg, Co-Generalsekretär der SP, schreibt in einem Tweet sogar, Köppel sei mit Neonazis «Seite an Seite» marschiert. Viele Nutzer der sozialen Plattform glauben ebenfalls, dass Köppel nicht als Journalist, sondern als Sympathisant in Chemnitz …

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