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Kommentar

Irgendwann kann Donald Trump den Krieg nicht mehr absagen

Der US-Präsident hat Angriffe auf den Iran in letzter Sekunde gestoppt. Eine Spirale der Missverständnisse kann in eine Eskalation führen, die niemand will.

Carsten Luther / Zeit Online



In this June 18, 2019 photo, President Donald Trump speaks during his re-election kickoff rally at the Amway Center in Orlando, Fla. Trump declared Thursday that

Bild: AP/AP

Ein Artikel von

Zeit Online

Krieg ist immer ein Scheitern der Diplomatie, heisst es. Das allerletzte Mittel, haben so ziemlich alle beteuert, die diesen Weg gegangen sind. Das mag historisch nicht immer die Wahrheit gewesen sein, aber immerhin: Oft genug wurde bis zuletzt fast alles andere versucht, bis am Ende doch die Bomben sprachen. Wenn es nun zwischen dem Iran und den USA so scheint, als sei ein offener militärischer Konflikt nur noch eine Frage des Zeitpunkts, dann ist das auch der Verachtung Donald Trumps für die Diplomatie zu verdanken.

Man darf dem US-Präsidenten zwar glauben, dass er keinen Krieg will, und sei es auch nur wegen des angelaufenen Wahlkampfs, der ihm das Amt für vier weitere Jahre sichern soll. Doch angesichts der heiklen Lage im Nahen Osten fehlt es Trump an allem, was gerade jetzt so wichtig wäre: vertrauensvolle Verbündete, die ein gemeinsames Ziel verfolgen; genügend erfahrene Berater, die auch mit anderen als bloss militärischen Optionen Gehör finden; und ja: eine kohärente Strategie. Diese Leerstellen bringen die Welt näher an einen Krieg, den niemand will.

Nichts illustriert die Gefahr einer ungewollten Eskalation stärker als die offenbar für diesen Freitag befohlenen US-Angriffe auf iranische Ziele, die Trump möglicherweise genauso impulsiv wieder abbrechen liess wie er sie angeordnet hatte. Inzwischen hat er sich geäussert: Das US-Militär sei «gespannt und geladen» gewesen, bis er gefragt habe, wie viele Menschen sterben würden, twitterte der Präsident. 150 sei die Antwort gewesen, was er für unverhältnismässig gehalten habe.

Ob er es sich tatsächlich einfach anders überlegt hat oder ob die Ausführung lediglich verschoben wurde, man weiss es nicht sicher. Jedenfalls sollen die Kampfflugzeuge bereits in der Luft gewesen sein und die Schiffe ja ohnehin in Position. Und Trump beteuerte nun zwar, er habe es nicht eilig, sagte aber auch, das Militär sei ready to go.

Überall fehlen Vertrauen und Verbündete

Der Anlass für die US-Reaktion war durchaus nicht gering: Der Iran hatte eine US-Drohne abgeschossen und dies auch nicht abgestritten. Die Revolutionsgarden behaupten, die Maschine sei in iranisches Hoheitsgebiet eingedrungen. Laut der US-Regierung wurde die Drohne dagegen über internationalen Gewässern getroffen. Der Iran sieht den Abschuss als Warnung, fühlt sich im Recht, will auch die Drohne vorher kontaktiert haben, hätte nach eigenen Angaben sogar noch ein Flugzeug mit Besatzung ebenso legitim angreifen können.

Trump twitterte von einem «sehr grossen Fehler», dass die halbe Welt schon bangte, was daraus folgen würde. Grenzverletzungen können sehr schnell ein Kriegsanlass werden, Angriffe auf fremde Streitkräfte ebenso, zumal ausserhalb der eigenen Grenzen. Gerade vor dem Hintergrund der vielen kleineren Eskalationen in jüngster Zeit gäbe es deshalb allen Grund, nicht voreilig zu reagieren, sondern extrem vorsichtig zu sein. Und wirklich jeden Zweifel auszuräumen.

Und mit den Zweifeln ist das so eine Sache. Begründungen der USA für militärisches Vorgehen sind damit spätestens seit dem Irak-Krieg behaftet. In Trumps Regierung wird insbesondere dem Nationalen Sicherheitsberater John Bolton nachgesagt, er arbeite geradezu darauf hin, den Iran anzugreifen. Der Präsident selbst hat schon immer ein Glaubwürdigkeitsdefizit. Und wer glaubt schon dem iranischen Regime einfach so? Atomprogramm, Raketenbau, Milizen allerorten, das Misstrauen ist zu Recht gross, während der einzig nachvollziehbare Prozess der vergangenen Jahre das Nuklearabkommen war, das die USA mit ihrem Ausstieg zum Scheitern verdammt haben.

Bild

Wo wurde die Drohne abgeschossen? Die USA und der Iran sind sich nicht einig.

So viel zum Vertrauen. Trump selbst weiss offenbar, dass er jenseits militärischer Aktionen daran wird arbeiten müssen. Über den bevorstehenden Angriff soll die US-Regierung das iranische Regime vorgewarnt haben, heisst es aus Teheran, wenngleich offiziell dementiert wird. Ganz ausdrücklich soll mitgeteilt worden sein, der US-Präsident wolle keinen Krieg, sondern Gespräche. Also doch irgendwie Diplomatie. Und die funktioniert tatsächlich oft überhaupt nur, wenn glaubhafte Drohungen im Raum stehen. Nur eben nicht besonders gut, wenn zuvor alles vom Tisch gefegt wurde, was zumindest den Ansatz von Verbindlichkeit schafft. Man muss sich nur einmal fragen, welche Logik darin zu finden sein soll, erst das Nuklearabkommen zu verlassen und dann doch regelmässig die Einhaltung seiner Vereinbarungen vom Iran zu verlangen. Und warum es eine gute Idee sein soll, einen Weg zu gehen, den so viele vermeintlich Verbündete nicht mitgehen wollen.

Trump ist zu allem bereit, was er nicht will

Um es deutlich zu sagen: Der Iran ist nicht unschuldig an der Eskalation. Die bis dato zwar immer wieder bescheinigte Erfüllung des Nuklearabkommens hat das Regime nicht gleich in einen friedlichen Akteur der Weltpolitik verwandelt. Und das Ziel, sein aggressives Verhalten auch über die Atomfrage hinaus einzuhegen, teilt ja durchaus nicht nur Israel mit den USA. Keiner der beteiligten Partner war mit dem Abkommen vollends zufrieden gestellt. Aber den einmal gelegten Zugang so fahrlässig aufzugeben, hat ein Szenario sehr viel wahrscheinlicher werden lassen, das sich nun Schritt für Schritt zu entfalten droht: Der Iran könnte keinen anderen Weg sehen, als das Atomprogramm wieder voll auf die Bombe auszurichten, woraufhin den USA (oder auch Israel) irgendwann keine andere Reaktion als ein Angriff bliebe.

Beide Seiten wollen keinen Krieg, weil sie ihn nicht gewinnen können und es nichts zu gewinnen gibt. Daraus aber zu schliessen, es werde schon keinen geben, könnte sich sowohl auf iranischer als auch auf amerikanischer Seite als fataler Fehler erweisen. Trump will zeigen, dass er zu allem bereit ist. Möglich, dass der abgesagte Angriff genau das demonstrieren sollte. In Teheran müssen sie das nicht unbedingt glauben, was die Gefahr birgt, dass man dort die Drohungen der USA unterschätzt und sich zu heiklen Signalen der Stärke ermutigt fühlt. Und das wiederum könnte Trump am Ende dazu bringen, doch zu tun, was alle fürchten. Weil er es nicht besser weiss, weil er nicht schwach aussehen will, warum auch immer. Sicher ist nur: Zu viele Missverständnisse und zu wenig Diplomatie können den Konflikt an einen Punkt bringen, an dem ein Krieg nicht mehr in letzter Sekunde abzusagen ist.

Dieser Artikel wurde zuerst auf Zeit Online veröffentlicht. Watson hat eventuell Überschriften und Zwischenüberschriften verändert. Hier geht’s zum Original.

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    Alle Leser-Kommentare
  • klugundweise 22.06.2019 14:08
    Highlight Highlight Warum wird nicht jeder Staat der einen Krieg in Betracht zieht weltweit gebrandmarkt und verurteilt, von Staaten, Diplomaten, Medien und Bürgern? Wo bleibt die protestierende Stimme der Schweiz, Herr Cassis, Herr Maurer? Welche Partei geht voraus, welche Zeitung hat den Mut dieses Spiel mit dem Feuer laut und deutlich zu verurteilen!?
    W
  • Baba 22.06.2019 09:11
    Highlight Highlight Mit einem Krieg USA gegen den Iran kann Trump auch noch gleich seinem saudi Spezi Mohammed Bin Salman einen weiteren Gefallen tun.

    Wird der iranische Luftraum bei der Strasse von Hormuz, bzw. entlang der Küste unsicher, bekommt Katar, das seit zwei Jahren von einer von SA angeführten Koalition (mit den VAE) eine totale Blockade zu Luft/Land/See erlebt, ein substantielles Problem. Zur Zeit werden über 90% aller Güter auf dem Luftweg nach Katar eingeflogen und die katarischen Flugzeuge steuern Doha über den iranischen Luftraum an...

    Zwei Fliegen mit einem Streich, oder so...😠
  • D(r)ummer 22.06.2019 07:58
    Highlight Highlight Was schreibt die Zeit hier?

    Eine üble Überschrift.
    Gewalt ist von Seite Auslöser immer stoppbar.
  • Matti_St 22.06.2019 07:37
    Highlight Highlight 1. Eine Drohne abzuschießen ist für mich kein Akt der Aggression, eher Selbstverteidigung. Entweder sind die mit Raketen oder Spionagetechnik ausgerüstet.
    2. Krieg bedeutet für die Rüstungsindustrie Milliarden Dollar Gewinn. Für den Wiederaufbau nach dem Krieg ebenso.
    Also es gibt genug Gründe weshalb es Krieg geben wird. Aus den gleichen Gründen wie schon oft vorher, insbesondere Irak.
  • Snowy 22.06.2019 01:28
    Highlight Highlight In den nächsten 14 Tage wird ein amerikanisches Schiff „angegriffen“.

    Bolton wird alles tun um Iran angreifen zu können.

    Mark my words.
    • Spooky 22.06.2019 03:50
      Highlight Highlight I marked your words. 📝
  • wasihrnichtsagt 21.06.2019 23:34
    Highlight Highlight Es stimmt nicht, dass es niemanden gibt der diesen Krieg will und genau das ist das Problem...
  • malu 64 21.06.2019 23:06
    Highlight Highlight Donald hat sich daran erinnert das Wochenende ist und er lieber nach Mar a Lago zum Golfspielen fliegt statt Krieg zu führen. Er verschiebt die Sache.
  • Froggr 21.06.2019 22:39
    Highlight Highlight Klar spielt Trump mit einem grossen Risiko. That‘s life. Aber ich habe das Gefühl (und es wird immer stärker), dass egal was passiert, man muss sofort zeigen, dass Trump trotzdem böse ist (mit irgendwelchen abstrusen Gedankengängen). So dass ja niemand auf die Idee kommt, in Trump auch das Gute zu sehen. Ich hoffe dies verstehen die Menschen langsam und können objektiv beginnen zu urteilen.
    • Baba 22.06.2019 09:14
      Highlight Highlight Was ist denn das Gute im Menschen Trump 🤔?

      Ich sehe einen Mann, der lügt, betrügt, unberechenbar ist... Aber vielleicht entzieht sich mir da was.
    • sägsali 22.06.2019 14:23
      Highlight Highlight Hilfst du danach den Menschen, die aus diesen Ruinen flüchten müssen? Ich denke nicht, dass diese Menschen nach Amerika flüchten werden/dürfen. Ist warscheinlich nicht nur Trump, der diesen Mist aufzieht. Aber wie kann man das ganze noch gut reden?
  • nach gang 21.06.2019 22:26
    Highlight Highlight Die Schlafwandler 2.0
    Ungefähr so hat der erste Weltkrieg begonnen. Auch ein Krieg den niemand so wollte und schon gar nicht und den Preis den er kostete.
    Und die Geschichte wiederholt sich doch. Unabhängig davon ob man den Fuß zweimal in den gleichen Fluss stecken kann. Oder eben auch nicht.
    • bebby 22.06.2019 00:26
      Highlight Highlight Der erste Weltkrieg wurde doch nach jahrelanger Aufrüstung und fast schon euphorisch begonnen. Soweit sind wir zum Glück noch nicht. Die Oeffentlichkeit in den usa will keinen Krieg und für den Wahlkampf wäre es Gift.
    • Snowy 22.06.2019 14:59
      Highlight Highlight Richtig.
      Es braucht noch substanziellen Schaden an US oder israelischen Eigentums vorher.

      Sonst lehnt die US Bevölkerung den Krieg ab.

      Und genau das wird in den nächsten Wochen passieren.

      Tippe auf ein US-Schiff / Flugzeug welches von „iranischen“ Raketen getroffen wird.
  • Rumbel the Sumbel 21.06.2019 22:17
    Highlight Highlight Krieg ohne Streit geht nicht, Streit ohne Krieg geht!
  • Propeller 21.06.2019 22:13
    Highlight Highlight Angenommen es handle sich nicht um Iran sondern Frankreich, die Nato bestünde ohne die USA und Amerikanische Kriegsschiffe patroullierten vor der Küste Europas - wie würde reagiert?
    Amerika stand erneut kurz davor ein Land zu attackieren ohne UNO Mandat und wahrscheinlich hätten Sie erneut keine Konsequenzen zu tragen - und das macht mich wütend! Israels absichten in dieser Angelegenheit sind offensichtlich - so lange sie selbst nicht am Atomwaffensperrvertrag teilnehmen, einfach mal die Füsse still halten.
  • Dong 21.06.2019 21:34
    Highlight Highlight Als ob ein Land wie die USA einfach versehentlich auf der andern Seite der Welt in einen Krieg hineinschlittert! So ein Schwachsinn! Entweder sie wollen einen oder nicht.
    Die Kriegstrommeln haben in der Vergangenheit jedenfalls anders getönt, das hiess dann jeweils, man schütze die Menschenrechte, die Genfer Konvention, die Demokratie.
  • dho 21.06.2019 21:00
    Highlight Highlight Trump spielt mit einem ECHTEN Grund für einen ECHTEN Militäreinsatz. Eine abgeschossene, unbemannte Drohne reicht nicht, um wahlpolitsch erfolgreich erklärbar zu sein. Ohne Tote (und zwar US-Amerikaner) wird es nicht gehen. Wenn die Iraner keine Amerikaner töten, werden (falls sie wirklich einen Krieg wollen) die Amerikaner eben Amerikaner töten müssen. Und wehe Trump, wenn sich das dann als Lüge herausstellen sollte...
    • Majoras Maske 21.06.2019 23:01
      Highlight Highlight Auch ein toter Amerikaner ist kein echter Kriegsgrund und die Amtrikaner wären gut beraten die roten Linien ihres Präsidenten zu hinterfragen. Sollte ein Amerikaner sterben, dann ist in erster Linie Trump schuld. Niemand zwingt die USA oder Wankelmütchen Trump die Grenzen des Irans zu überwachen und es hätte mit dem Atomabkommen auch diplomatische Möglichkeiten der Verständigung gegeben.
  • Einä wo schribt 21.06.2019 20:59
    Highlight Highlight Wer das gelesen hatt, sollte unbedingt auch diesen Artikel lesen... https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Oktanker-Story-Will-Iran-etwa-einen-Angriff-der-USA-riskieren
    • Kong 22.06.2019 01:10
      Highlight Highlight Von Bolton dem Falken bis zur Seidenstrasse. Danke, interessante aber besorgniserregende Theorien/Fakten.
      Im Gegenzug empfehle ich einen Blick in M van Crevelds Buch „wir Weicheier“, welches Interessantes über militärische Stärken etc aufzeigt
  • landre 21.06.2019 20:58
    Highlight Highlight Inhaltlich ein durchaus interessanter und erläuternder Artikel. Bis zum Beweis des Gegenteil ist der US Präsident aber immer noch der "Commander-in-Chief" und somit kann und darf er gemäß der US-Verfassung entscheiden.
    Die Geschichte wird uns und unsere Nachfahren belehren...
    • Froggr 21.06.2019 22:31
      Highlight Highlight Die Geschichte hat uns schon so einiges gelernt. Ganz sicher aber nicht, dass man sie voraussagen kann. Leider auch Du nicht. I am sorry.
    • Mutzli 21.06.2019 23:26
      Highlight Highlight Nö, nach Verfassung darf immer noch allein der Kongress den Entscheid zum Krieg föllen.

      ...das sich da nereits mehrere Präsidenten nicht davon abhalten liessen und teils recht kreativ wurden im Worte undefinieren etc. ist dann eine andere Sache.
    • bebby 22.06.2019 00:29
      Highlight Highlight Mutzli hat recht, ausser bombardieren und Spezialeinsätze fliegen liegt da nicht viel drin.
  • malu 64 21.06.2019 20:43
    Highlight Highlight Im Vergleich zu den USA würde ich den Iran wesentlich vertrauensvoller ansehen.
    Hier geht es nicht nur um den Iran. Das Ganze würde ganz schnell aus dem Ruder laufen.
    • Pinhead 21.06.2019 22:29
      Highlight Highlight Seit der Islamischen Revolution von 1979 wurden im Iran über 4000 Homosexuelle öffentlich hingerichtet. Ja, sehr vertrauensvolles Regime...
  • Rolf stühlinger (1) 21.06.2019 20:42
    Highlight Highlight Es geht um viel mehr als eine drohne. Saudi arabien ist im jemen in einen keieg verwickelt und bezichtigt den iran die rebellen dort zu unterstützen.
    Nun was liegt näher als best friend donald dump in einen konflikt mit dem iran zu verwickeln im den rebellen im jemen den geldhahn zuzudrehen?
  • zombie woof 21.06.2019 20:34
    Highlight Highlight Trumps Ego muss nur beleidigt werden, dann schlägt er zu.
    • malu 64 21.06.2019 22:56
      Highlight Highlight Denke ich auch, er verhält sich wie ein pubertierender Halbstarker. Aber hier geht es um Menschenleben, deshalb sollte man ihn, seinen tollwütigen Sicherheitsberater und die restlichen Kriegstreiber sofort entmündigen.
  • BenFränkly 21.06.2019 20:26
    Highlight Highlight Eine Militärische Drohne, derer einziger Zweck das Ausspähen der Iraner ist und entlang der Grenze patrouliert und den Iran ausspioniert wird bei einer mutmasslichen Grenzverletzung vom Iran abgeschossen. Wie nahe würde Trump wohl eine Iranische, Russische oder Koreanische Spionage-Drohne an seine Grenzen lassen?
    • AdvocatusDiaboli 22.06.2019 09:13
      Highlight Highlight Sehr nahe und inner wieder. Die Russen fliegen mit Atombombern (TU-95) recht oft an Teilen der US Grenze entlang.
  • darkshadow 21.06.2019 20:23
    Highlight Highlight och kann den Iran verstehen. Da erklären die sich bereit suf die Bombe zu verzichten, obeoh der Erzfeind zig illegal davon besitzt und auch nit Krieg droht (Israel) und dann kündigt die Usa noch das Abkommen. Mr cha nöd de 5er ind sWeggli ha. Selberschuld Mr. Trump. Du hast dich selber in diese Sackgasse. manövriert... besser mal liefere statt lavere
  • Erster-Offizier 21.06.2019 20:19
    Highlight Highlight Gebt dem Typen doch endlich mal nen grossen, roten Knopf, der nur das Garagentor öffnet. Dann schlafen wir alle viel ruhiger.
    • Froggr 21.06.2019 22:35
      Highlight Highlight Keine Ahnung was ihr habt. Trump hat ein weiteres mal Menschlichen Verstand bewiesen mit dem vereiteltem Vergeltungsschlag. Ich schlafe seelenruhig unter Präsident Trump.
    • vamosT 21.06.2019 22:53
      Highlight Highlight Trump ist der erste Präsident seit langem, der noch keinen Krieg gestartet hat. Und so wie es momentan ist, ist er derjenige, der die Kriegstreiber I'm Weissen Haus blockiert.
      Aber diese Fakten stören die Trumpbasher ja nicht, sie dichtem ihm trotzdem Eine Wut den Roten Knopf zu drücken an.
    • Perwoll 22.06.2019 00:52
      Highlight Highlight @vamosT genau so schauts aus. Trump will auf keinen Fall Krieg führen. Einige andere im weissen Haus leider schon...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ueli der Knecht 21.06.2019 20:16
    Highlight Highlight "Krieg ist immer ein Scheitern der Diplomatie, heisst es."

    Bekannt ist auch das Zitat:
    „Der Krieg ist Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“
    -Carl von Clausewitz (so um 1800 herum).
    • Panna cotta 21.06.2019 21:58
      Highlight Highlight Clausewitz hat zu einer Zeit gelebt, wo man das noch halbwegs richtig gewesen sein mag. Er möge in Feieden ruhen und schweigen.
    • malu 64 21.06.2019 22:59
      Highlight Highlight Krieg ist etwas für Verlierer.
  • Aussie 21.06.2019 20:08
    Highlight Highlight Der Typ ist einfach brandgefährlich. Sein Narzissmus und seine Unfähigkeit leicht komplexere Zusammenhänge zu begreifen, werden uns noch in 'America Firt's Deep Shit' bringen.
    • Pinhead 21.06.2019 22:34
      Highlight Highlight Ähm, Trump hat soeben einen Vergeltungsschlag verhindert. Obama hätte für sowas einen zweiten Friedensnobelpreis erhalten.
    • Froggr 21.06.2019 22:37
      Highlight Highlight Ja da verhindert jemand einen Vergeltungsschlag gegenüber Iran. Den muss man natürlich als brandgefährlich einstufen, sonst könnten Menschen noch auf die Idee kommen, dass Trump vielleicht gar nicht so schlimm ist wie von den Medien tagtäglich beschworen.
    • Jerry Cad 22.06.2019 11:45
      Highlight Highlight Nur hat erden Vergeltungsschlag zuerst angeordnet.
      Wenn nur schon bei einem Flugzeug kurz der Funk ausgestiegen wäre, oder sonst irgendwo ein Kommunikationsproblem gewesen wäre, wäre jetzt Krieg.

      Aber ja Trump ist so ein Held, dass er den Vergeltungsschlag wieder abgebrochen hat.

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