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President Donald Trump speaks to the media before leaving the White House in Washington, Friday, Aug. 2, 2019, for the short trip to Andrews Air Force Base, Md., and onto his Bedminster, N.J., golf club. (AP Photo/Carolyn Kaster)
Donald Trump

Bild: AP

Kommentar

Donald Trump – der kurze Weg von den Worten zu den Waffen

Der Hass hinter Taten wie dem Massaker von El Paso ist Donald Trump nicht fremd. Vom Rassismus des US-Präsidenten bis zur Gewalt in seinem Namen kann der Weg kurz sein.

Carsten Luther / Zeit Online



Ein Artikel von

Zeit Online

Angestachelt von einem Präsidenten, der mit rassistischer Hetze die Spaltung der Gesellschaft vorantreibe, würden die USA ein echtes Problem bekommen: «in Form von weisser Hassgewalt». Davor warnte in der New York Times erst vor wenigen Tagen der frühere Vizedirektor des FBI für Spionageabwehr, Frank Figliuzzi. Instinkt und Erfahrung sagten ihm das. «Ich hoffe, ich liege falsch», schrieb er noch.

Das war bevor am Samstag ein 21-Jähriger in El Paso, Texas, 20 Menschen tötete – die Polizei zieht ein rassistisches Hassverbrechen in Betracht, nachdem ein ideologisches Manifest entsprechenden Inhalts gefunden wurde. Es war auch, bevor in der Nacht auf Sonntag in Dayton, Ohio, ein 24-Jähriger neun Menschen erschoss – nach ersten Erkenntnissen ohne ideologischen Hintergrund.

Keine 24 Stunden später erschütterte also gleich das nächste Massaker die USA. Es mag zynisch klingen, aber sollte im zweiten Fall am Ende herauskommen, dass dem Täter lediglich unpolitisch die Sicherungen durchknallten, wäre das fast eine Erleichterung.

Die wiederkehrende Debatte um den so leichten Zugang zu Schusswaffen nach solch traurigen Ereignissen mag unerträglich sein, weil sie so absehbar fruchtlos sein wird. Sie ist aber immer noch erträglicher als die Implikationen einer Tat wie in El Paso, Texas. Oder in Gilroy, Kalifornien, wo ebenfalls erst vor wenigen Tagen ein 19-Jähriger drei Menschen tötete und auch von der Überlegenheit der weissen Rasse gesponnen haben soll. Eine Idee, die zu viele blasse Amerikaner mit Gewalt vertreten.

Bedrohung durch «heimischen Terrorismus»

Ende Juli hatte FBI-Direktor Christopher Wray im Justizausschuss des Senats über die Dimension der Bedrohung berichtet: Rund 100 Festnahmen in den vergangenen neun Monaten im Zusammenhang mit «heimischem Terrorismus».

FBI Director Christopher Wray testifies before the Senate Judiciary Committee on Capitol Hill in Washington, Tuesday, July 23, 2019. Wray's appearance before the committee could be something of a preview of the intense questioning special counsel Robert Mueller is likely to face in Congress the next day. (AP Photo/Susan Walsh)
Christopher Wray

FBI Direktor Christopher Wray spricht von einer Bedrohung im Zusammenhang mit rassistischen Bewegungen. Bild: AP

Dazu zählen vor allem Straf- und Gewalttaten von US-Amerikanern, die Antiregierungsmilizen oder rechtsextrem-rassistischen Gruppen angehören, oder Individuen, die ähnlichen Vorstellungen anhängen. Und laut Wray steht ein Grossteil der laufenden Ermittlungen in Verbindung mit White Supremacy, der ideologischen Behauptung einer Vorherrschaft der Weissen. Tendenz steigend.

Einen «Akt der Feigheit» nannte Donald Trump nun die «hasserfüllte Tat» in Texas. Es gebe keine Rechtfertigung dafür, unschuldige Menschen zu töten. «Hass hat keinen Platz in unserem Land», sagte er. Mögliche ideologische Hintergründe ignorierte Trump, die Vorfälle seien Teil eines «Problems psychischer Erkrankungen».

Für diesen US-Präsidenten ist eine solche Verurteilung überraschend schnell und deutlich. Wir erinnern uns: Nach gewalttätigen Ausschreitungen von Rechtsextremen in Charlottesville, Virginia, im August 2017 – wo ein Neonazi-Sympathisant eine Frau tötete, als er seinen Wagen in die Gegendemonstration fuhr – hielt er es für wichtig festzuhalten: Auf beiden Seiten gebe es Verantwortung für die Gewalt, und auf beiden Seiten gebe es «sehr feine Leute» – also unter denen, die gegen Rassismus protestierten, und denen, die ihn unverhohlen zur Schau stellten, inklusive Hitlergruss und «Tod den Juden»-Rufen. Erst später liess sich Trump zu einer Distanzierung drängen.

Trumps Beziehung zu den Nationalisten

Sagen wir einmal vorsichtig, Trump scheint es sich mit den Ultranationalisten, Verfechtern der weissen Vorherrschaft und sonstigem rassistischen Pack nicht verscherzen zu wollen. Schon während seines Wahlkampfs, der ja seither nie aufgehört hat, liess er sich kaum zu Abgrenzungen bewegen, etwa wenn Vertreter dieses Genres sich für ihn als Präsidenten aussprachen.

Ebenso lange fällt Trump damit auf, dass er auf seinem Lieblingskanal Twitter immer mal wieder Botschaften aus diesem Lager selbst weiterverbreitet oder mit Wohlgefallen belohnt. Und der eigene Rassismus war früh der Kern seiner Bewerbung für die Präsidentschaft, angefangen mit den Tiraden gegen Mexikaner, die alle Vergewaltiger seien und nur Verbrechen und Drogen in die USA brächten.

Das kurz vor dem Massaker in Texas veröffentlichte Manifest, das dem mutmasslichen Täter zugeschrieben wird, spricht von einer «hispanischen Invasion» in dem Bundesstaat, auf den der Angriff die Antwort sei – El Paso liegt direkt an der Grenze zu dem Nachbarland der USA, der 24-Jährige stammt aus dem rund 1'000 Kilometer entfernten Dallas. Von «ethischer Vertreibung» ist da die Rede, von «Rassenmischung» und «Eindringlingen».

Das Massaker in Christchurch

Die vier Seiten beginnen mit einer Sympathiebekundung für den Attentäter, der im neuseeländischen Christchurch Mitte März zwei Moscheen angegriffen und 51 Menschen erschossen hatte, berichten US-Medien. In den sozialen Medien soll der Täter von El Paso die Mauerbaupläne an der mexikanischen Grenze gelobt haben, seinem möglichen Profil auf Twitter soll auch ein treffendes Bild gefallen haben, aus Waffen sind dort fünf Buchstaben zusammengelegt: TRUMP.

Dem Präsidenten mit diesem Namen ist das Vokabular seines offensichtlichen Bewunderers nicht fremd. Immer wieder hat er in drastischen Schilderungen die Lage an der Grenze im Süden beschrieben und in einer Rede im März eben auch dies gesagt:

«Die Leute hassen das Wort Invasion, aber genau das ist es.»

Donald Trump

Hassrhetorik als Trumpf im Wahlkampf

In den vergangenen Wochen hat Trump die Schlagzahl seiner rassistischen Hetzereien auch wieder merklich erhöht. Was er damit anrichtet, lässt sich schwer fassen: Von seiner Hetze zu echter Gewalt lässt sich kaum eine gerade Linie ziehen, ihm bleibt immer ein «So war das ja nicht gemeint». Doch er hat das politische und gesellschaftliche Klima im Land verändert: Von der Verschiebung des Sagbaren zur Eskalation dessen, was rassistische Nationalisten für notwendig halten, muss der Weg nicht lang sein.

Ein Grund für die Konjunktur der Hassrhetorik mag sein, dass dieser US-Präsident tatsächlich der bösartige weisse alte Mann ist, zu dem er auch nicht erst im Amt geworden ist: Seine immer wieder ausgrenzenden und menschenverachtenden Widerlichkeiten können niemanden überraschen, der ihm vor der Wahl zugehört hat. Aber es hat eben auch funktioniert, den johlenden Massen bei seinen Auftritten die hässliche Seite zu zeigen, die womöglich ohnehin die einzig wahre ist. Und Trump wird glauben, dass es wieder so gehen könnte.

Jetzt, wo er um seine Wiederwahl fürchten muss, soll die bewährte Strategie einmal mehr die Basis zusammenschweissen. Dass ihm das tatsächlich hilft, ist längst nicht gesagt – zumindest ist die Wahl die beste Chance, diesem Horror im Weissen Haus endlich ein Ende zu setzen. Die vielen verbohrten Radikalen da draussen, die sich von Trump bestätigt fühlen müssen, wird das nicht verschwinden lassen. Und an Waffen kommen sie vorerst wohl auch leicht genug.

Dieser Artikel wurde zuerst auf Zeit Online veröffentlicht. Watson hat eventuell Überschriften und Zwischenüberschriften verändert. Hier geht’s zum Original.

Amoklauf in El Paso, Texas

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    Alle Leser-Kommentare
  • Philidor 05.08.2019 22:56
    Highlight Highlight Wie fühlt man sich eigentlich in der Rolle als bösartiger, zynischer Politiker, dem alle an den Lippen hängen? Hat man nie ein schlechtes Gewissen? Hat man überhaupt ein Gewissen? Oder nur ein übersteigertes Ego? Wie fühlt man sich, wenn man dauernd lügt, bezichtigt, niedermacht, verspottet? Wie fühlt man sich, wenn Anhänger zur „Tat“ schreiten? Stolz? Oder doch wie der Zauberlehrling?
  • snowleppard 05.08.2019 17:52
    Highlight Highlight In den USA gibt es mehr Waffen als Einwohner.
    Noch irgendwelche Fragen, warum sowas passiert?
    • just sayin' 06.08.2019 09:39
      Highlight Highlight @snowleppard

      die anzahl schusswaffen hat immer noch nichts mit der anzahl schusswaffentote zu tun.

      wenn dies so wäre, müsste es in der schweiz (nummer 2 bei der schusswaffendichte) hunderttausende von morde jährlich geben.
  • Sherlock_Holmes 05.08.2019 13:37
    Highlight Highlight Die giftige, gesellschaftszersetzende Saat des Rassismus und des Hasses ist nicht erst am aufgehen. Vielmehr ist sie schon aufgegangen und gedeiht – das Wort ist in diesem Zusammenhang schrecklich – hervorragend.

    Erst recht seit Trump den seit Generationen vorhandenen Boden – nicht minder erfolgreich – kultiviert.

    Je tiefschichtiger, länger und weiter diese gesellschaftlich Epidemie greift, umso schwieriger ist ihr beizukommen und umso existenziell bedrohender wird sie.

    Die komplexe, erodierende amerikanische Gesellschaft steht vor einer der grössten Herausforderungen ihrer Geschichte.
  • JaneSodaBorderless 05.08.2019 13:29
    Highlight Highlight 2/2
    An dieser Stelle sei allen das Buch „Gegen den Hass“ von Carolin Emcke empfohlen.

    https://www.nzz.ch/feuilleton/buecher/carolin-emckes-buch-gegen-den-hass-eine-art-naechstenliebe-ld.123508
  • JaneSodaBorderless 05.08.2019 13:28
    Highlight Highlight 1/2
    Das stabile Genie ist abhängig von der NRA, ebenso biedert er sich der White Supremacy an. Beide braucht er um Präsident zu sein, resp zu kandidieren/gewählt zu werden.

    https://app.handelsblatt.com/politik/international/nra-jahrestreffen-us-waffenlobby-und-donald-trump-schwoeren-sich-die-treue/21248824.html?ticket=ST-2663203-FKpmWPCEJmmDEl0dFFpz-ap1

    „Wer Hass sät, wird Hass ernten“ - Trömp sät, er ebnet den Weg für die White Supremacy. Für Hass und Diskriminierung. Er spaltet die Gesellschaft.

    • schn wiedr 06.08.2019 03:58
      Highlight Highlight er erntet mehr als dass er sät. die amerikaner sind gerade in einer heftigen identitätskrise, die sich schon lange vor trump angekündigt hat.
    • schn wiedr 06.08.2019 03:59
      Highlight Highlight "jahrzehnte" vor trump
  • picturalux 05.08.2019 13:23
    Highlight Highlight Berichte wie dieser, helfen Trump und anderen Rechtspopulisten enorm weiter. Trump als Trottel und Kriegstreiber hinzustellen (selbst wenn das so wäre) hilft überhaupt nicht weiter, Angriffe aus dem Ausland helfen nur Trump.

    Ein gutes Beispiel ist wohl AFD die in Deutschland, diese wurde erst von den staatstreuen deutschen Mainstream Medien zu dem gemacht, was sie heute ist. Harald Schmidt hat mal gesagt, die NZZ sei für die Deutschen wie Westfernsehen in der früheren DDR.

    Unrecherchierte und zusammen kopierte Artikel wie dieser, bringen uns nur in dieselbe Richtung.
    • El Vals del Obrero 05.08.2019 15:49
      Highlight Highlight Zum letzten Satz: Dito bei erfundenen Zitaten.
    • bbelser 05.08.2019 18:25
      Highlight Highlight Hat diesen Satz nicht Albert Einstein gesagt?
      Oder wars Martin Luther?
  • B-Arche 05.08.2019 13:14
    Highlight Highlight Ich erinnere an einen Leserkommentar im 20 Minuten vor einem Jahr der aussagte dass "die USA sich doch einiges erspart hätte wenn sie nicht 'Baumwollpflücker' aus Afrika geholt hätten".
    Dieses Gedankengut ist auch in der Schweiz verbreitet. Die Ansicht dass "weiss" unter sich sein sollte und am Besten die Nation unter sich ohne Mischung.

    In der Schweiz ist es im Gegensatz nicht verpönt dies zu sagen, und einige um Blocher unterstützten aktiv die Apartheid in Südafrika.
  • Stefan J. Schmid (1) 05.08.2019 13:12
    Highlight Highlight Schon blöd, dass der Dayton-Mörder (Ohio) ein Linksextremer war. Aber darüber berichten die Medien hier natürlich nicht.
    • reactor 05.08.2019 15:43
      Highlight Highlight habs gegoogelt und nichts dazu gefunden, schon seltsam...
    • Kong 05.08.2019 17:30
      Highlight Highlight Es ändert nix an der Tat, aber Quelle?
    • just sayin' 06.08.2019 09:42
      Highlight Highlight @Stefan J. Schmid (1)

      "Schon blöd, dass der Dayton-Mörder (Ohio) ein Linksextremer war."

      besten dank für deine quelle
  • Alteresel 05.08.2019 12:59
    Highlight Highlight Die jüngere Geschichte lehrt uns: Es gab nicht nur einen Hitler, es gab viele Nachahmer (auch in der löblichen Schweiz), es gab ebenso nicht nur einen Stalin und es gibt ebenso nicht nur einen Trump. Empfohlene Literatur: Elias Canetti, Masse und Macht - und man versteht plötzlich, was hier abgeht. Aber eben, wenn den Kartoffeln die Augen aufgehen, ist es dunkel.
  • Pius C. Bünzli 05.08.2019 12:58
    Highlight Highlight Die typisch Amerikanische Antwort auf diesen Terroranschlag wäre eigentlich, El Paso zu Bombadieren oder nicht?
  • Sapere Aude 05.08.2019 12:33
    Highlight Highlight Die GOP (Grumpy Old Party) nutzte seit Jahrzehnten Rassismus, zeigen etwa Tapes die aufgetaucht sind, mit Gesprächen zwischen Reagan und Nixon. Mit der Wahl Obamas begannen die Reps einfach jede Scham zu verlieren. Trump ist nur die konsequente Folge davon. Langfristig wird die Partei damit nur verlieren können, aufgrund der demographischen Entwicklung. Weshalb wohl stellen sich immer mehr Reps nicht mehr zur Wahl?
  • Paddiesli 05.08.2019 12:32
    Highlight Highlight Gibt's in den USA eigentlich keinen strafbaren Tatbestand der Volksverhetzung, wie bei uns? Das, was Trump tut, ist doch ein Paradebeispiel dafür.
    • just sayin' 05.08.2019 13:37
      Highlight Highlight "Invasion (von lateinisch invadere „eindringen“)"

      was ist es dann genau, wenn ein paar tausend flüchtlinge illegal über die grenze von mexiko zu den usa eindringen wollen?

      und trump hat sich immer nur gegen die illegale einwanderung ausgesprochen (wie übrigens auch obama).

      ich bin hier der meinung, dass wieder mal populistisch gepoltert wird. nicht trump ist das problem - auch nicht waffen per se.

      der grund für gewalt und rassismus ist und war schon immer, fehlende bildung und armut.
    • überflüssig 05.08.2019 15:16
      Highlight Highlight paddiesli
      nein, trump hat sich nicht nur gegen illegale einwanderer ausgesprochen!
      gerade in letzter zeit hat er amerikanische politikerinnen dazu aufgefordert, in „ihren ländern“ für ordnung zu sorgen ...
      und vieles mehr.
    • just sayin' 05.08.2019 15:42
      Highlight Highlight @überflüssig

      "nein, trump hat sich nicht nur gegen illegale einwanderer ausgesprochen!"

      besten dank für deine quelle

      Benutzer Bild
  • no-Name 05.08.2019 12:17
    Highlight Highlight „Eine Idee, die zu viele blasse Amerikaner mit Gewalt vertreten.“

    Finde das Attribut ‚Blass‘ nicht in Ordnung. Dunkelhäutigen sind auch nicht ‚sonnengebräunt‘.

    Ich habe etwas Mühe wen anstatt von Rassisten von weissen alten Männern oder anstatt von Deppen von blassen Amerikanern. Bernie Sanders ist auch ein weisser alter Mann und mit Leukämie ist man auch blass.

    Bitte nicht ins selbe Horn blasen sondern mit gutem Beispiel voran und nicht Menschengruppen auf Äusserlichkeiten reduzieren.


    Lg von einem Mischlingskind mit Migrationshintergrund.

    Ansonsten Lesenswert und gut zusammengefasst.
  • what's on? 05.08.2019 11:46
    Highlight Highlight Trump festigt seine Basis. Mit den Amokläufern werden gleichzeitig Helden geschaffen. Da kann er dann getrost auf Twitter ab und zu einen kritischen Tweet absetzen. Der Trend wird zunehmen.
  • Mutzli 05.08.2019 11:38
    Highlight Highlight "Es war auch, bevor in der Nacht auf Sonntag in Dayton, Ohio, ein 24-Jähriger neun Menschen erschoss – nach ersten Erkenntnissen ohne ideologischen Hintergrund."

    -Gemäss der Associated Press (https://www.apnews.com/83e222c2be834d1fb3b472f9f77aabb2) gibt es erste mögliche Hinweise auf den Tathintergrund:

    -Täter wurde von der Schule suspendiert für krasses sexistisches & frauenfeindliches Verhalten, inkl. einer "Rape list"

    -Könnte also wie bei der Attacke von Kanada oder der Florida Shooter letztes Jahr ein Incel bzw. Frauenhasser sein.

    Mal sehen, ob sich das bestätigt.
  • Shelley 05.08.2019 11:37
    Highlight Highlight Bei solchen Politikern kommt mir immer wieder Max Frischs „Biedermann und die Brandstiffter“ in den Sinn, nur das Trump die Brandstiffter aktiv fördert.
    • bbelser 05.08.2019 13:40
      Highlight Highlight Chor: "Uns dünkte, es stinkt hier nach Benzin!"
      Biedermann: "Ich rieche nichts..."
      (aus besagtem "Lehrstück ohne Lehre")
  • Dr. Unwichtig 05.08.2019 11:22
    Highlight Highlight Der Kommentar verwechselt Ursache und Wirkung. Ein Präsident Donald Trump ist die Auswirkung einer Gesellschaft, die sich konsequent weigert, die eigenen Verfehlungen und Schwächen aufzuarbeiten. Die USA ist für die überwiegende Mehrheit der Einwohner „Gods Own Country“ - im Grundsatz sehen sie sich immer auf der Seite des „Guten“ in einem sehr simplen Gut/Böse-Schema. Das wirklich Bedrohliche ist, dass weit und breit keine mehrheitsfähige Kraft in Sicht ist, die bereit wäre, an diesem verheerenden Selbstverständnis zu rütteln...
    • roger.schmid 05.08.2019 13:20
      Highlight Highlight Einverstanden bis auf den letzten Satz. Die meisten Kandidaten führen in den Umfragen haushoch gegenüber Trump.

      Deswegen arbeiten die Republikaner auch so fleissig auf unfaire Wahlen hin (fremde Einmischung und Gerrymandering).
    • Tjuck 05.08.2019 13:41
      Highlight Highlight Grundsätzlich einverstanden. Aber Trumps Sprache und seine Aussagen bestärken eben Extreme in ihrer Haltung und ermuntern Radikale zur Anwendung von Gewalt, die Statistik spricht Bände. Zudem geht es im Artikel um den amtierenden Präsidenten und seine Rolle als rhetorischer Brandstifter. Hillary Clinton würde sich jedenfalls anders verhalten, und sie war durchaus mehrheitsfähig, hatte sie doch mehr Stimmen erhalten als Donald Trump, wenn sie sich auch schlussendlich aufgrund des US-amerikanischen Wahlsystems nicht durchsetzen konnte.
    • bbelser 05.08.2019 13:52
      Highlight Highlight Natürlich profitiert Trump vom infantilen Gut-Böse-Schema, das von den "brave and free" so gerne mit viel Pathos und tränenerstickter Stimme besungen wird. Aber er ist seit mindestens 4 Jahren auch aktiver Brandstifter ohne Moral, Gewissen und Verantwortung. Ich hoffe, die Republikaner erwachen doch noch aus ihrem sowohl naiven als auch berechnenden Schlaf der Gerechten...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dong 05.08.2019 10:53
    Highlight Highlight Ein recht selbstgefälliger Kommentar m.E. Rechter Terror ist ja nichts neues und Amokläufe in USA schon gar nicht.

    Der Hinweis ist schon richtig, dass die Rechten auf dem rechten Auge blind sind - das ist bei den Linken allerdings auch nicht anders. Dann folgt aber blumige Spekulation und intellektuelle Selbstbeweihräucherung, die letztlich auch nur versucht, die Taten auszuschlachten. Ein Text, mit dem man sicheren Applaus von der eigenen Seite hat und ansonsten garantiert keinen Schritt vorwärts kommt.
    • überflüssig 05.08.2019 11:12
      Highlight Highlight wie würde man einen schritt vorwärts kommen?

      die dinge beim namen zu nennen und offensichtliche bezüge herzustellen empfindest du als blumige spekulation?

      bewusstsein zu wecken und facke-news entgegenzuhalten bringt uns sehr wohl einen schritt weiter.
      vielleicht nicht in die richtung, die du möchtest?
    • DieFeuerlilie 05.08.2019 11:45
      Highlight Highlight @Dong

      “Der Hinweis ist schon richtig, dass die Rechten auf dem rechten Auge blind sind - das ist bei den Linken allerdings auch nicht anders.“

      Damit möchtest du wohl so etwas sagen wie “There were very fine people - on both sides.“.

      Oder?
    • zeromaster80 05.08.2019 13:23
      Highlight Highlight Also Feuerlilie, alle rechts deiner Gesinnung können also keine guten Menschen sein... Und ihr glaubt nicht an einen kommenden Bürgerkrieg? Ihr befeuert ihn doch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • RescueHammer 05.08.2019 10:20
    Highlight Highlight Er kümmert sich nicht die Amerikaner! Er bleibt in seinem Resort und spielt Golf. Er hat keine Sozialkompetenz, keine Empathie, es gibt keine Attribute, die ihm nur annähernd gerecht werden. Er wird die Wirtschaft in den Abgrund reissen und Amerika in einen Bürgerkrieg!
    Ich bin erschüttert!
  • Safado 05.08.2019 10:20
    Highlight Highlight "Die Geister die er rief..."
  • roger.schmid 05.08.2019 10:17
    Highlight Highlight "zumindest ist die Wahl die beste Chance, diesem Horror im Weissen Haus endlich ein Ende zu setzen."

    Leider sieht es aber so aus, als wird es bei dieser Wahl nicht mit rechten Dingen zugehen.
    Jegliche Massnahme zur Verhinderung von Manipulation wird von den Republikanern abgelehnt und Millionen Menschen werden von den Wahlen ausgeschlossen.

    https://www.huffpost.com/entry/brennan-center-voter-purging_n_5d448735e4b0ca604e31daf5

    • LaPalomaOhe 05.08.2019 15:17
      Highlight Highlight Verschwörungstheoretiker?
      Huffpost??? Bildzeitungsleser?
    • roger.schmid 05.08.2019 15:41
      Highlight Highlight @LaPalomaOhe:

      Schaffst du es, auch nur einen geraden Satz zu schreiben und auf die Studie im Artikel einzugehen, werde ich gerne darauf antworten. 😅

  • sägsäuber 05.08.2019 10:10
    Highlight Highlight Das ist System der Rechtspopulisten, auch in der Schweiz: Angst und Unsicherheit schüren, „Schuldige“ anprangern (Ausländer, Migranten, Sozialhilfe-Empfänger) und dann die Massen für eigene Zwecke manipulieren: Steuern und Renten runter, Service Public privatisieren, Sozialleistungen kürzen etc.
    Und den Kartoffeln gehen die Augen (vielleicht) auf, wenn sie wirklich im Dreck stecken.
    • Töfflifahrer 05.08.2019 10:22
      Highlight Highlight Nein, denn dafür habe die ja bereits die Ausländer und Migranten als Schuldige gefunden. Denn diese Populisten haben ja schon immer davor gewarnt.
      Das funktioniert auch bei uns erschreckend gut.
    • Juliet Bravo 05.08.2019 11:30
      Highlight Highlight Der Begriff Rechtspopulisten greift mE zu kurz. Er trifft vielleicht noch auf einen wie Blocher zu. Trump, Bolsonaro, Höcke, Strache oder Salvini sind aber eher schon rechtsradikale Rassisten.
    • Gretzky 05.08.2019 12:21
      Highlight Highlight Sorry, aber gegen die von Bravo genannten Rechtsradikalen sind die SVPler alles "Schulbuben". Es ist dann schon noch ein grosser Unterschied, ob man Nationalistisch politisiert oder Rechtsradikal. Und mir ist es dann doch bedeutend lieber, dass Menschen am rechten Rand, von der SVP aufgefangen werden, in welcher es durchaus moderate Kräfte gibt, als dass bei uns auch eine rechtsradikale Partei entsteht, die versucht nationalsozialistisches Gedankengut salonfähig zu machen. Davon ist die SVP glücklicherweise doch noch meilenweit entfernt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bbelser 05.08.2019 10:09
    Highlight Highlight Die Saat des Hasspredigers im Weissen Haus geht auf. Wer Hass in Trumpscher Manier sät, wird irgendwann Terror wie in El Paso ernten. Wo bisher "nur" aufgehetzte Menschenmassen in Sprechchören forderten "send her back", hat nun einer mit seiner Waffe 20 Menschen ultimativ "zurückgeschickt" - in den Tod. Wer dachte, dass Trump mit seinen Tiraden nur ein wenig die Sprache verdirbt, sieht: die Sprache des Hasses gegen Minderheiten hat sehr wohl die Herzen und Hirne der Menschen vergiftet. Und natürlich ist der oberste Hassprediger ohne jeglichen moralischen Kompass mitverantwortlich. What else?
    • Sherlock_Holmes 05.08.2019 12:56
      Highlight Highlight Sehr gut auf den Punkt gebracht!
  • Kong 05.08.2019 09:54
    Highlight Highlight Seine schrägen Anhänger wissen ja bereits wie er wirklich tickt. Selbst wenn er jetzt keinen Rassenhass mehr schüren würde, bleiben seine whitepower-Schäfchen treu. Ein extremerer Kandidat ist für sie ja nicht in Sicht...

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