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Kommentar

Lieber Geld als Held – warum John Boltons Enthüllungen für die Tonne sind

John Bolton packt aus, aber zu spät. Sein Buch beschreibt einen US-Präsidenten, dessen Wahnsinn niemanden mehr überraschen kann. Und ein System, das keine Helden kennt.

Carsten Luther / Zeit Online



epa08493529 (FILE) - National Security Advisor John Bolton looks on in the Oval Office of the White House in Washington, DC, USA, 19 July 2019 (reissued 18 June 2020). According to media reports, the US government wants to prevent publication of a book by former National Security advisor Bolton, arguing that national security was at risk.  EPA/JIM LO SCALZO *** Local Caption *** 55348792

Der Falke Bolton packt aus - aber schockiert ist niemand. Bild: keystone

Ein Artikel von

Zeit Online

Es ist verführerisch, allein auf John Bolton zu schauen. Und jemanden zu sehen, der sich weigerte, zur rechten Zeit ein Held zu sein. Jetzt kommt der frühere Nationale Sicherheitsberater im Weissen Haus mit seinem Buch daher, für ein schönes Millionenhonorar darf er vor allem auf sich selbst blicken und sein Scheitern beleuchten – er hätte früher auspacken müssen über Donald Trump, sagen nun viele. Die Wut gipfelt in Überschriften wie der des US-Magazins Mother Jones: «Sag es unter Eid, Arschloch».

Ja, Bolton wäre der beste Zeuge gegen diesen Präsidenten gewesen, hätte er sein Wissen schon vor Monaten preisgegeben, als es im Kongress um eine mögliche Amtsenthebung ging. Er, der im Raum, wo es geschah (The Room Where it Happened heisst das Werk), so gewissenhaft Trumps Wahnsinn auf seinem gelben Block protokollierte, drückte sich damals vor einer Aussage. Wofür also braucht jetzt es dieses Buch?

Jedenfalls nicht, damit die Welt endlich erfährt, wer Donald Trump ist. Bolton ist nicht der Erste und er wird nicht der Letzte sein, der das Chaos im Weissen Haus aus eigenem Ansehen beschreibt. Ein Präsident, der von nichts eine Ahnung hat, sich für nichts interessiert ausser sich selbst und dem jedes Mittel recht erscheint – dieses Urteil kann niemanden mehr überraschen. Einer, der feindliche Mächte um Wahlkampfhilfe bittet – wissen wir schon. Einer, der Diktatoren, die er mag, persönliche Gefallen tut und ebendies für sich erwartet – natürlich. Einer, der selbst gern Journalisten einsperren und ohne Beschränkungen durchregieren würde, sich aber von jedem starken Mann schwachmachen lässt – geschenkt.

Den früheren Stabschef des Weissen Hauses, John Kelly, zitiert Bolton mit den Worten: «So wie er (Trump) die Entscheidungen trifft, was wäre, wenn wir eine echte Krise wie 9/11 hätten?» Selbst solche Befürchtungen sind längst überholt: Die Corona-Pandemie ist eine echte Krise, und die Folgen dessen, was Trump im Weissen Haus bedeutet, sind auf den Friedhöfen zu besichtigen. Sie haben sich symbolisch verdichtet in seiner Reaktion auf den friedlichen Protest gegen Polizeigewalt und Rassismus, dem er nur mit Eskalation und Härte begegnen kann. Die Katastrophe ist seit Jahren für jeden sichtbar: ein egomaner Präsident, der jede demokratische Kontrolle verachtet, ein totalitärer Blender und betrügerischer Dilettant – seit der Wahl 2016 ist es nur schlimmer geworden.

«Der labert nur Scheisse»

Die Hoffnung auf einen Helden, der dem ein Ende bereitet, ist verständlich. Aber sie ist vergeblich. Und das nicht nur, weil Bolton diese Rolle nicht spielen will. Der frühere Sicherheitsberater festigt mit seinen Schilderungen einmal mehr das Bild eines Systems, das eben nicht von Trump allein zusammengehalten wird. Da sind einfach zu viele, die mitmachen, zuschauen oder wegschauen. Aussenminister Mike Pompeo, der Bolton während eines Treffens zwischen Trump und Kim Jong-un einen Zettel zuschiebt: «Der labert nur Scheisse» – und damit nicht den nordkoreanischen Diktator meint. Justizminister William Barr, der von Bolton über diverse fragwürdige Vorgänge informiert wird – und ebenfalls «besorgt» ist, aber alle Auswüchse in Kauf nimmt und Trumps williger Helfer bleibt. Ex-Stabschef Kelly sagte schon früh zu Bolton: «Sie können sich nicht vorstellen, wie sehnlich ich mir wünsche, hier rauszukommen. Dies ist ein schrecklicher Arbeitsplatz, das werden auch Sie erfahren.»

Trump und Bolton - eine Feindschaft in Bildern

Die Mär von den Erwachsenen im Raum, die Trump im Zaum halten, ist schon lange kein Bestseller mehr. An dem Versuch sind zu viele gescheitert. Für manche war dieser Präsident ohnehin schon immer nur das Vehikel der eigenen Interessen, der eigenen Macht. Steuergeschenke, Regulierungen schreddern, die Gerichte mit konservativen Leuten besetzen – dafür haben sich die Republikaner ihm ausgeliefert, alles andere war ihnen egal. Das Impeachment war ihre letzte Chance, Verantwortung für das Land zu übernehmen und nicht nur die eigene Partei zu sehen – aber selbst mit Boltons Aussage hätten sie ihren Präsidenten wohl nicht fallen gelassen. Helden kann es jetzt nur noch im November geben: Alle, die dann nicht für Trump stimmen, werden welche sein.

Dieser Artikel wurde zuerst auf Zeit Online veröffentlicht. Watson hat eventuell Überschriften und Zwischenüberschriften verändert. Hier geht’s zum Original.

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    Alle Leser-Kommentare
  • *sharky* 19.06.2020 15:29
    Highlight Highlight - Steuergeschenke, Regulierungen schreddern, die Gerichte mit konservativen Leuten besetzen – dafür haben sich die Republikaner ihm ausgeliefert, alles andere war ihnen egal. -

    Äusserst treffend beschrieben!

    Man hat einen gefährlichen Clown Agent Orange im Rampenlicht, welcher mit einer nie dagewesenen Schlagzahl an Lügen, an Drohungen, an verbalen Entgleisungen, am schreddern von langjährigen Veträgen, am shreddern von Obamas legacy etc. pp und die Medien und die US of A in Atem hält...
    und so fast nebenbei... siehe Zitat!
  • TanookiStormtrooper 19.06.2020 14:38
    Highlight Highlight Natürlich ist Bolton ein Arschloch (wenn es im Artikel so steht schreib ich es auch mal aus).
    Es geht ihm nur darum, mit seinem Buch nochmal ein bisschen Geld zu machen. Er und seine Kumpanen hätten schon vor sehr langer Zeit auspacken und Trump loswerden können, ja müssen. So lange es aber in die eigene Agenda passt, lies man den orange Mussolini gewähren.
  • Triple A 19.06.2020 14:17
    Highlight Highlight Was erwarten wir von einem Mann, der von Trump ins Regierungskabinett berufen wurde? - Auf alle Fälle zu viel!
  • Hoopsie 19.06.2020 13:28
    Highlight Highlight Natürlich Bolton ist eine schreckliche Kriegsgurgel! Ohne Zweifel. Aber seine Rolle im Impeachment nur auf "Raffgier" für sein Buch zu schieben, ist auch zu kurz gegriffen.

    Boltons Aussagen in den Medien reichten damals, um das Impeachment Verfahren zum grösstmöglichen Schaden der Reps zu verändern. Sie mussten eingestehen, dass es das Quid pro Quo gab, dass alle Vorwürfe richtig waren, aber dass Trump halt Präsi ist und das darf. Insofern hätte seine Aussage nicht viel mehr verändert am Resultat. Und er hätte ja ausgesagt, durfte am Ende aber nicht.
  • rodolofo 19.06.2020 13:21
    Highlight Highlight Bolton ist schlimmer als Trump.
    Wenn Bolton also über Trump schimpft, wirkt das auf mich, wie eine Auszeichnung.
    Vielleicht wird ja sogar so ein Umkehr-Effekt bezweckt...? (Verschwörungstheorie)
  • Noblesse 19.06.2020 12:27
    Highlight Highlight Weitere Steilvorlage zur Wiederwahl! Richtig erkannt. Unter Eid wärs was anderes. Zum Kotzen, was in USA läuft!
  • Dr. Unwichtig 19.06.2020 12:11
    Highlight Highlight 1. Gut, dass die Figur John Bolton so kontrovers beschrieben wird, wie sie wirklich ist.

    2. Schlecht, dass auch dieser gefühlt 100000. Bericht zu Trump ihn als Problem identifiziert, und nicht als Symptom. Die aktuelle Situation der USA ist tief in gesellschaftlichen und politischen Werten und Normen verwurzelt. Die Zukunft präsentiert sich daher alles andere als rosig - mit oder ohne Trump.
    • Dominik Treier 19.06.2020 13:05
      Highlight Highlight Das stimmt definitiv. Trump ist eigentlich nichts anderes als der ehrliche neoliberale Ultrakapitalist. Der ohne Skrupel all sein Geld und all seine Macht nutzt um zu bekommen was er will. Dem alle Mittel recht sind und alles andere Egal.

      Er hat die Ideologie nur für sich zu schauen damit angeblich dann für alle geschaut sei, die Verantwortungslosigkeit, Hilfen wie Rassismus um sich Privilegien zu bewahren, in sich aufgesogen und das Resultat zeigt eine Welt von der ich zu behaupten wage, dass kaum jemand sie als erstrebenswert sehen dürfte....
    • Dominik Treier 19.06.2020 14:39
      Highlight Highlight Er zeigt, dass der Grossteil der westlichen Welt es nach dem Untergang des Kommunismus versäumt hat ein System zu entwickeln das die Vorteile beider Ideologien in der Mitte vereint. Eines dass den Menschen Freiheit garantiert, aber sie auch nicht einfach mit dem Verweis auf angebliche Eigenverantwortung in ein Loch fallen lässt nur um die Privilegien weniger zu schützen. Der Kommunismus produzierte zu wenig materiellen Wohlstand, unser jetziges System zu viel Ungleichheit, in den USA noch schlimmer. Und beide gaben als Kapitalfehler wenigen Macht oder lassen das zu.
    • Dominik Treier 19.06.2020 15:54
      Highlight Highlight An all die Blitzer. Nein die freie Marktwirtschaft ist nicht die Quelle allen Übels, aber die Kapitalistischen Ideale sind es, der Glaube daran das Geschäfte, die eine Seite stark bevorteilten auch gute Geschäfte seien, dass Rücksichtslosigkeit eben nötig sei und vor allem, dass wer viel Geld verdient und der warscheinlichkeit nach entweder viel Glück hatte oder viele für andere nachteilige Deals gemacht hat nicht so viel zum Ganzen beitragen soll um allen zumindest ein anständiges Leben zu ermöglichen, weil dieLeutr nur Faul seien.
      Wie gut kann ein System sein in dem man so Erfolg hat?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Black Cat in a Sink 19.06.2020 11:48
    Highlight Highlight Dieses Buch erfüllt die perversen Gelüste des amerikanischen Voyeurismus. Nichts darin ist neu! Bolton denkt nur an sich selbst und an sein Bankkonto und erweist damit seinem Land einen Bärendienst. So gesehen, unterscheidet er sich nur in Nuancen vom amerikanischen Präsidenten.
    • Hoopsie 19.06.2020 13:31
      Highlight Highlight doch doch, vieles ist neu darin. Die News überraschen einfach nicht mehr, weil wir von Trump wissen, dass er der dümmste anzunehmende Präsi ist, ein DAP. Und weil er nicht nur dumm ist, sondern auch noch ein Abschaum von Mensch, deshalb kann uns eigentlich gar nichts mehr überraschen. Aber die Geschichten sind neu, vor allem kamen sie noch nie von so einem engen Mitarbeiter.
  • Hades69 19.06.2020 11:44
    Highlight Highlight Wie lange wird es dauern bis die Luegenkostrukte zusammenfallen die wir taeglich serviert bekommen?
    • Q anon = B annon 19.06.2020 12:14
      Highlight Highlight Wenn Trump aus dem WH Entfernt ist!
      Dann werden auch automatisch die Trump Lügen aufhören und wir können dann wieder mit Reifen und Erwachsenen Politiker Beschäftigen. Die alle auch nicht Perfekt sind, aber jeder ist besser als Münchhausen in Person der nur seine niedrigen Instinkte und den Geldbeutel Beftriedigen will.
  • Dominik Treier 19.06.2020 11:36
    Highlight Highlight Ach ja... Man fragt sich immer wer schlimmer ist. Egomanen wie Trump, der immerhin zu denken scheint was er tue sei richtig und absolut gerechtfertigt, oder seine Wasserträger, die zwar wissen dass es falsch ist, aber aus billigem momentanem Eigeninteresse schweigen...

    Die Republikaner schimpfen sich immer Patrioten, aber ich mag an dieser Feigheit und diesem Egoismus nichts auch nur annähernd patriotisches zu erkennen.
  • Vergugt 19.06.2020 11:20
    Highlight Highlight Tja. "Ein Stock im Arsch ersetzt kein Rückgrat", habe ich neulich irgendwo gelesen.

    Bleibt nur zu hoffen, dass sein Buch ein weiterer Tropfen im Fass ist, dass vielleicht irgend-, irgendwann überläuft...
    • bruuslii 19.06.2020 15:47
      Highlight Highlight vergugt. die usa scheint und insbesondere trump scheint ein fass ohne boden zu sein. da helfen leider die tropfen auch nichts mehr.
  • De-Saint-Ex 19.06.2020 11:15
    Highlight Highlight Mir liegt nun nichts ferner, als diesen Mann zu „verteidigen“.
    Dass er in erster Linie auf die 2 Millionen aus war? Wohl kaum.
    Eher wollte er als republikanischer Falke nicht den Demokraten Trump zum Frass hinwerfen... und es geht ihm als nicht minder eitlen Ego-Typen um eine rein persönliche Abrechnung. Übrigens hätten die Demokraten es auch ohne Bolton schaffen sollen, Trump aus dem Amt zu jagen.
    Nun ist er in den Augen der seinen ein Verräter, in den Augen der Demokraten ein „A-Loch“... Mitleid habe ich mit ihm allerdings nicht im mindesten...
  • Der Rückbauer 19.06.2020 11:14
    Highlight Highlight "Lieber Geld als Held" - treffende Wortkombination, made my day!
    Keiner steht dem anderen nach, beides sind Dreckspolitiker. Sorry, watson, Ihr könnt das ja rausnehmen.
  • Alice36 19.06.2020 11:07
    Highlight Highlight Guter Artikel auf den Punkt gebracht. Das amerikanische System ist in Vetternwirtschaft, Korruption und seiner Verfassung gefangen und wird sich ohne eine grundlegende Änderung seiner Fundamente nicht wieder regenerieren können können. Da nützt kein MAGA Geschrei und keine wahllos verteilten Anschuldigungen an politische Gegner. Trump und seine Rep. Vasallen haben das Amerikabild in der Welt grundlegend verändert resp. zerstört. Die einzige Frage die sich stellt ist wie lange die Welt die US Agonie noch ertragen muss.
    • rodolofo 19.06.2020 13:31
      Highlight Highlight So lange, wie sie dauert...
    • Der Rückbauer 19.06.2020 13:51
      Highlight Highlight rodolofo: Es gibt starke Zeichen, dass der Anfang vom Ende schon begonnen hat.
      Ob dann das, was nachkommt, erfreulicher ist, bleibe dahingestellt.
  • Quo Vadis 19.06.2020 10:59
    Highlight Highlight Man liest zuweilen erschreckendes über Trumps angebliches Wissen und OK bezüglich Lagern für Uiguren.

    Also für mich ist das ein NoGo. Genau so die KZ Symbole in seinem letzten Wahlkampf Tweet / Post.
  • Joe Smith 19.06.2020 10:55
    Highlight Highlight Ich frage mich gerade, was schlimmer ist: Ein wirrer Egomane oder eine intelligente eiskalte Kriegsgurgel. Zumindest bezüglich Iran und Venezuela sollten wir froh und dankbar sein, dass Trump nicht Boltons Rat folgte.
  • DerTaran 19.06.2020 10:53
    Highlight Highlight Ich glaube Bolton ist davon ausgegangen, dass selbst nach seiner Aussage, das Impeachment scheitern würde, jetzt will er Trump die Wiederwahl versauen.
  • Conradinho 19.06.2020 10:48
    Highlight Highlight In Bern haben wir auch einen dieser verantwortungslosen Typen, in der Funktion als Botschafter und Sprachrohr des Wahnsinnigen in Washington. Edward McMullen, Polit-Werbeheini, Wahlkampfleiter für Trump in South Carolina, bekannt als einer seiner besonders eifrigen Unterstützer, erhielt dann zum Dank den Posten in der Schweiz. Seine Qualifikation: "intensive" Bereisung von Italien und der Schweiz.
    Nichts gegen Quereinsteiger, aber das ist zu wenig. Die USA haben viele sehr gute, erfahrene Karriere-Diplomaten. Uns diesen Mann zu schicken, war eigentlich eine Beleidigung für die Schweiz.
    • Hillary Clinton 19.06.2020 12:15
      Highlight Highlight Obamas Diplomatin hier war genau gleich - sofern ich mich erinnere...
    • Conradinho 19.06.2020 13:55
      Highlight Highlight Ja Hillary, das ist so. Da der Posten in der Schweiz als Schoggijob angesehen wird, ist er meistens eine Belohnung für erwiesene Dienste oder Freundschaften des Präsidenten. Aber wer möchte hier wirklich einen Botschafter, der auch schon als "fervent supporter of Trump" bezeichnet wurde? Zum Glück ist uns Richard Grenell erspart geblieben, den musste Deutschland aushalten.
  • N. Y. P. 19.06.2020 10:42
    Highlight Highlight Trump ist hochgradig gefährlich.

    Gehen wir kurz ins Jahr 1962 (Kubakrise) zurück. Und nehmen wir an, Donald Trump wäre Präsident.
    Weitere Annahme: Den Militärs, den ranghohen Generälen wird klar, mit diesem Präsidenten hat Amerika in ein, bis zwei Wochen einen Atomkrieg.

    Was ist also zu tun ?

    Also, ich weiss, was zu tun wäre.
    Benutzer Bild
    • rodolofo 19.06.2020 13:37
      Highlight Highlight Trump will ja wiedergewählt werden!
      Wie sollte das gehen, wenn nach einem Atomkrieg alles zerstört wäre?
      So irr "Mister Orange" auch ist, suizidal ist er immerhin nicht.
  • tagomago 19.06.2020 10:37
    Highlight Highlight Bolton ist viel gefährlicher als Trump.
    • Hansdamp_f 19.06.2020 12:25
      Highlight Highlight Von der Gesinnung her vielleicht.

      Aber einer hat den mächtigsten Posten der Welt (und nicht alle Tassen im Schrank) und der andere ist weg vom Fenster.
  • insert_brain_here 19.06.2020 10:34
    Highlight Highlight Kein totalitäres System der Welt hat jemals funktioniert ohne die fleissige Mitarbeit von zahllosen Opportunisten wie Bolton. Seine Perspektive ist durchaus interessant, am Ende des Tages geht es aber auch ihm nur darum noch einmal richtig Kasse zu machen.
  • Snowy 19.06.2020 10:27
    Highlight Highlight Sehr treffend geschrieben - vor allem der letzte Satz.

    Wahnsinn was bezüglich Trump abgeht. Einfach nur Wahnsinn.
  • Dong 19.06.2020 10:25
    Highlight Highlight Hauptsache gegen Trump, Bolton war immer einer der schlimmsten Kriegstreiber und ist es bestimmt immer noch. Aber Hauptsache gegen Trump.

    Nein, John Bolton ist kein Held, so oder so nicht!
    • swisskiss 19.06.2020 11:30
      Highlight Highlight Dong: Dann kannst Du mir sicher erklären, wieso Trump Bolton als Nationalen Sicherheitsberater eingestellt hat. Man kann nicht Trump als den friedliebenden Präsidenten darstellen, gleichzeitig Bolton als Kriegstreiber bezeichnen, und nicht merken, dass Trump entweder inkompetent oder ein Blender ist. Das Bolton kein Held ist, sollte klar sein. Das macht aber seine Einschätzung von Trump als dilletantischen Idioten nicht besser oder schlechter.
    • Wiedergabe 19.06.2020 12:52
      Highlight Highlight Danke swisskiss für diese interessante Argumentation.
      Manche sind offenbar sogar für solche einfachen Zusammenhänge auf dem rechten Auge blind.
    • rodolofo 19.06.2020 13:39
      Highlight Highlight (Siehe VT weiter oben!)
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 19.06.2020 10:23
    Highlight Highlight Held oder Geld; der Unterschied ist für viele klein; man tauscht das G mit dem H und schon ist man, wenn man es den wirklich will, für die Zukunft abgesichert. Moralisch wohl verwerflich, aber was soll's . . . .
  • Tepesch 19.06.2020 10:19
    Highlight Highlight Bolton ist ein Kriegstreiber und Lügner. Er ist mit verantwortlich für den Irak-Krieg. Dem glaub ich gar nichts.
    • Kyle C. 19.06.2020 11:22
      Highlight Highlight Oder aber man glaubt ihm erst recht, weil er ist was/wer er ist und wo er politisch steht?
    • FrancoL 19.06.2020 12:17
      Highlight Highlight Er ist jedenfalls glaubwürdiger als Trump.
  • Hillary Clinton 19.06.2020 10:16
    Highlight Highlight Wären Boltons Aussagen belegbar, er hätte den grossen Moment, selbstverständlich under oath, genutzt und eine Aussage während dem Impeachment gemacht.

    Aber nein, der Kriegstreiber bereichert sich lieber an den "resistance dems" die dumm genüg sind Geld für ein Buch auszugeben, dass von einer ignoranten Orange handelt...
    • Amboss 19.06.2020 10:45
      Highlight Highlight Weshalb hätte er das tun sollen?
      Es war doch immer klar, dass gegen Trump genug vorliegt, um ihn zu impeachen. Was dann ja auch geschah.
      Und ebenso klar war, dass der Senat einer Amtsenthebung niemals zustimmt. Was dann ja auch geschah.
      Was hätte er da seine Zeit verblödeln wollen mit irgendwelchen aussagen. Diese Zeit kann er besser nutzen, zB Angeln gehen oder Schafe züchten.
    • Berner_in 19.06.2020 11:31
      Highlight Highlight @Amboss
      Bolten hätte es beim „Angeln und Schafe züchten“ bleiben sollen und weiter schweigen...
    • Amboss 19.06.2020 12:12
      Highlight Highlight @Berner_in: Hätter er tun können - aber wollte er offenbar nicht.

      @Dirk: "entlastete": Na, wenn du das was da vorliegt als "entlastete" interpretierst - na dann ist wohl Hopfen und Malz verloren....
    Weitere Antworten anzeigen
  • swisskiss 19.06.2020 10:08
    Highlight Highlight "Helden kann es jetzt nur noch im November geben: Alle, die dann nicht für Trump stimmen, werden welche sein." (sic)

    Bitte nicht!

    "Der Beweis von Heldentum liegt nicht im Gewinnen einer Schlacht, sondern im Ertragen einer Niederlage.(David Lloyd George)

    Was im logischen Schluss, eine zweite Amtszeit für Trump bedeutet.

    Lieber kein Held sein, sondern ein besorgter Staatsbürger, der Trump als Teil des Problems "USA" betrachtet und wenigstens diesen Teil ändern will, auf den er Einfluss hat.
    • reactor 19.06.2020 11:21
      Highlight Highlight
      Demzufolge sind all die im WW2 gefallenen Allierten keine Helden, oder wie soll ich das verstehen?
      Wobe ich das Nichtwählen von Trump keinesfalls damit vergleichen möchte!
    • ninolino 19.06.2020 11:27
      Highlight Highlight Also statt das brennende Haus zu löschen, dafür sorgen, dass Häuser nicht mehr brennen können?
    • swisskiss 19.06.2020 12:53
      Highlight Highlight reactor: Da wurde ich wohl komplett missverstanden!

      Mein Zitat soll nur aufzeigen, dass ich es verheerend finde, wenn Trump wiedergewählt würde.

      ninolino: Richtig! Nicht einen Trump verhindern, sondern verhindern, dass solche Populisten nur schon in die Lage kommen dürfen, um solch ein Amt zu kämpfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • stadtzuercher 19.06.2020 10:03
    Highlight Highlight Bolton war der Mann hinter dem Irakkrieg. Einer der schlimmsten Kriegstreiber der letzten 50 Jahre, der ohne Skruppel Zivilisten wegbomben liess. Wie kann man den nur so einfältig zum Gutmenschen stilisieren?
    • Amboss 19.06.2020 10:35
      Highlight Highlight Hast du den Artikel gelesen?
      Hast du andere Artikel dazu gelesen?
      Sorry, aber da ist wirklich niemand, der ihn zum Gutmenschen stilisiert.

      Einzig die Trumpisten die sich in die Opferrolle drücken wollen behaupten, Bolton würde als Gutmensch hochstilisiert.
    • Snowy 19.06.2020 10:45
      Highlight Highlight Liest Du denn das irgendwo im Artikel?

      Ich lese kein einziges gutes Wort über Bolton.


    • swisskiss 19.06.2020 10:48
      Highlight Highlight stadtzuercher: Treibende Kraft beim Irakkrieg, waren Cheney und Wolfowitz, in ihrer Funktion als Vizepräsident und Vizeverteidigungsminister. Bolton als Unterstaatssekretär, war zwar ein glühender Befürworter der Irakinvasion, hatte aber in dieser Position weder Entscheidungsbefugnis, noch das politische Gewicht, um als Verantwortlicher für den Krieg genannt zu werden. Bolton hatte auch keine Befehlsgewalt um "Zvilisten wezubomben" Nicht die gleiche Ueberzeichnung und Falschdarstellung verwenden, wie Trump. Lässt Aussagen als genauso unsachlich erscheinen, auch wenn der Grundtenor richtig ist.
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