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epa07200276 Leaders of the G20 pose for the official family picture at the G20 summit in Buenos Aires, Argentina, 30 November 2018. The Group of Twenty (G20) Summit brings together the heads of State or Government of the 20 largest economies and takes place from 30 November to 01 December 2018.  EPA/LUKAS COCH  AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

G20-Gipfel in Buenos Aires: das Gruppenfoto. Bild: EPA/AAP

So schonungslos analysieren die Cartoonisten den G20-Gipfel



Der G20-Gipfel in Buenos Aires ist zu Ende. Das Treffen der wichtigsten Staatschefs der Welt fand inmitten zahlreicher Spannungen statt. So konnten sich die Teilnehmer auch nur auf einen Minimalkompromiss einigen. Bei den Themen Migration, Umweltschutz und Welthandel bestehen weiterhin grosse Differenzen.

Wenn sich die Mächtigsten der Welt an einem Ort treffen, so sind auch die Cartoonisten nicht weit. Auch dieses Mal legen sie den Finger auf die wunden Punkte und analysieren schonungslos. Eine kleine Auswahl:

Wenn für einmal nicht Donald Trump der grosse «Bad Guy» ist.

Der Auftritt von Mohammed bin Salman sorgte für viel Aufsehen. Am Wochenende verdichteten sich die Anzeichen, dass er direkt in die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi involviert war. Der saudische Kronprinz habe dem Mordkommando kurz vor der Tat mehrere Nachrichten geschrieben, wie das «Wall Street Journal» berichtete. 

Mohammed bin Salman nutzte die Reise nach Argentinien, um aus der Isolation herauszutreten. Mit diversen Teilnehmern hatte er «gute Gespräche». Etwa mit Donald Trump. Doch eine Szene blieb besonders haften. Aufnahmen zeigten den Kronprinzen, wie er sich lächelnd mit Putin abklatschte

Harte Worte musste sich Mohammed bin Salman nur von einigen europäischen Vertretern und seitens Kanada anhören.

Für einige Staatschefs sind die wirtschaftlichen Aussichten zu verlockend, um sich mit dem Wüstenstaat anzulegen. 

Gespannt wartete man auf das Treffen zwischen Xi Jinping und Donald Trump. Der chinesische Machthaber und der US-Präsident sprachen sich für eine 90-tägige Pause im Handelsstreit aus. Der Deal wirkt dennoch äusserst fragil. 

Donald Trump bekam kürzlich schmerzhaft zu spüren, welche Folgen seine Sanktionen gegen China haben. General Motors strich in den USA tausende Stellen. Mit ein Grund für das, wenn auch kleine, Einlenken des US-Präsidenten?

Mitten in einer schwierigen Zeit reiste auch Theresa May nach Argentinien

Zuhause warten auf die britische Premierministerin zähe Brexit-Verhandlungen.

May ist nicht gerade in der attraktivsten Position, um Handelsverträge abzuschliessen. 

Zugespitzt hat sich in den vergangenen Tagen die Lage in der Ukraine. Dies führte dazu, dass Donald Trump sein Treffen mit Wladimir Putin absagte.

Der Tango zwischen Moskau und Washington wurde im letzten Moment abgeblasen.

Dennoch bleiben Trumps Beziehungen zu Putin ein Thema. Immer neue Details zu den «Russia-Connections» kommen ans Tageslicht. So wurde kurz vor dem G20-Gipfel bekannt, dass im Trump Tower in Moskau ein 50-Millionen-Penthouse bereitstand. Ein heisser Tanz.

Derweil sich der russische Präsident in der Ukraine breitmacht und Petro Poroschenko verzweifelt um Hilfe ruft.

Ob der ukrainische Präsident die Militärhilfe Deutschlands nach dem Pannen-Flug von Angela Merkel wirklich noch will?

Nach dem Wochenende in Buenos Aires kehren die Staatschefs wieder in ihre Heimat zurück. Für viele dürfte der letzte Monat des Jahres ungemütlich werden. Macron muss sich mit den Gelbwesten-Protesten rumschlagen, Merkel ist politisch angezehrt, May muss ihren Brexit-Deal durchboxen und Trump spürt den Atem des Sonderermittlers stärker im Nacken als je zuvor.

(cma)

So – und nun etwas lustigere Cartoons: Die Isländer haben den besten schwarzen Humor

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    Alle Leser-Kommentare
  • Toerpe Zwerg 03.12.2018 11:58
    Highlight Highlight Jede Zeit erhält die Karikatur, die sie verdient ...

    Wir leben in Zeiten von Insta & Snap. Leicht verständlich, leicht verdaulich, leicht vergesslich, leicht dement.
  • Ranaldo 03.12.2018 11:10
    Highlight Highlight Das Wort angezehrt gibt es wirklich. Die Verwendung in Kombination mit politisch scheint äusserst selten ... https://www.google.com/search?q=politisch+angezehrt

    Japp. Was gelernt.
  • Triple A 03.12.2018 11:03
    Highlight Highlight Ja, und davon hängt unsere Zukunft ab! Ironie pur.
  • AdiB 03.12.2018 11:01
    Highlight Highlight Den mord heisse ich nicht gut, aber wieso sind die medien immernoch so vernart Khashoggi als einen regierungskritiker darzustellen? Die einzige kritik an den den prinzen war wegen der zerstrittenen beziehung zu katar. Ansonsten wsr dieser journalust ein freund der monarchie und dieser regierung, ergo er hiess das foltern von kritikern gut.
    Watson hat ja dar0ber berichtet.
    • rodolofo 03.12.2018 21:07
      Highlight Highlight Umso schlimmer...
  • Scaros_2 03.12.2018 09:55
    Highlight Highlight Warum führt man solche Treffen überhaupt noch? Ich meine klar, man sollte miteinander reden. Aber mehr als ein "minimalst-mini"-Abkommen kommt dabei doch nicht raus. Ich meine man muss so sehr darauf achten das keiner sich Beleidigt oder auf die Füsse getretten fühlt. Wie lauter kleine Kinder. Das ist doch nur noch lächerlich - wirklich.
    • Beggride 03.12.2018 15:08
      Highlight Highlight Sie widerspiegeln halt die Verhaltensweise der heutigen Gesellschaft....
    • rodolofo 03.12.2018 21:06
      Highlight Highlight Das war schon früher an den mittelalterlichen Königshöfen so.
      Die "Ehrenwerte Gesellschaft" reicher und mächtiger Intriganten und Meuchelmörder wusste sich zu Tische oberfein und nach Knigge zu benehmen...
  • Clife 03.12.2018 09:48
    Highlight Highlight Da haben sich ja wirklich einige skurrile...hust...Menschen versammelt. Jeder ist auf irgendeine Art und Weise in ein Skandal verwickelt. Bei allem Respekt, auch wenn Merkels Zeit eigentlich vorbei ist, muss ich zugeben, dass sie ja immerhin normal handelt im vergleich zu ihren ausländischen Pendants
    • roger.schmid 03.12.2018 10:26
      Highlight Highlight Es hat sich halt gezeigt, was passiert wenn die USA als Führungsmacht des Westens komplett ausfallen. Dann schlägt die Stunde der Autokraten und Nationalisten.. was noch böse enden könnte.
    • Scaros_2 03.12.2018 10:45
      Highlight Highlight Ach komm. Die Scheichs, Russen und Chinesen machen doch schon längst was sie wollen. Denen sind diese Institutionellen Gremien etc. mittlerweile doch vollends egal da sie genau wissen. Egal was sie tun. Irgendjemand wird schon mit ihnen geschäften und der Rest wird als Schuldopfer angesehen.
    • swisskiss 03.12.2018 11:28
      Highlight Highlight Scaros_2: Alle Grossmächte machen was sie wollen. Die Kunst der Diplomatie ist, diesem Wollen nicht noch Vorschub zu leisten. Beispiele: Den Iran Deal zu kündigen treibt den Iran noch mehr in die Arme der Russen die Schutzmacht sind. So verliert man jeden Einfluss in der Region. Mit Nordkorea sich zu bemühen eine Abrüstung zu erreichen, gibt den Chinesen als Schutzmacht die Karten in die Hände, die im Handelskonflikt früher oder später gespielt werden. Die Saudis und Israel zu unterstützen und kritiklos ihre Politik zu akzeptieren, führt zu einer Erhöhung der Spannung in der Region.

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