International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A customer counts Venezuelan bolivar notes at a market in downtown Caracas, Venezuela, December 7, 2016. REUTERS/Ueslei Marcelino

100 Bolívar: Der bis anhin grösste Geldschein in Venezuela.  Bild: UESLEI MARCELINO/REUTERS

Selbst ein Bonbon hat mehr Wert – Venezuela zieht 100-Bolívar-Scheine aus dem Verkehr



Die venezolanische Regierung zieht die bislang grössten Geldscheine im Wert von 100 Bolívar aus dem Verkehr. Präsident Nicolás Maduro begründete den mit einem Notstandsdekret verfügten Schritt am Sonntag mit dem Kampf gegen die Mafia.

Internationale Mafiabanden hätten in 100-Bolívar-Scheinen Milliarden ins Ausland verschoben, vor allem nach Kolumbien, sagte Maduro in seiner wöchentlichen Radiosendung «In Kontakt mit Maduro».

Nach Maduros Dekret verlieren die 100-Bolívar-Scheine binnen 72 Stunden ihre Gültigkeit. Der sozialistische Präsident ordnete ausserdem an, umgehend «alle Möglichkeiten auf dem Land-, See- und Luftweg» zu schliessen, auf denen die ausgemusterten Banknoten zurück ins Land gebracht werden könnten. «Ihr könnt mit eurem Betrug draussen bleiben», sagte Maduro an die Mafia gerichtet.

Venezuela leidet wegen des Verfalls des Ölpreises an einer schweren Wirtschaftskrise mit drastischen Preissteigerungen. Wegen Versorgungsengpässen gab es in dem südamerikanischen Land zuletzt immer wieder Unruhen und Plünderungen, bei Protesten wurden zahlreiche Menschen getötet. Die Opposition macht Maduro und seine Regierung für die wirtschaftlichen Probleme verantwortlich.

Bonbon teurer als grösster Geldschein

Der Bolívar hat in den vergangenen drei Monaten 75 Prozent an Wert zum Dollar verloren. Der 100-Bolívar-Schein ist bislang der grösste Geldschein - allerdings ist derzeit sogar ein einzelnes Bonbon teurer. Um mit der Inflation Schritt zu halten, will die Regierung bald grössere Geldscheine einführen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2016 mit einer Inflationsrate von 475 Prozent. (cma/sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

5 Antworten zu den geheimen Tapes zu Salvinis Parteispenden-Deal mit dem Kreml

Link zum Artikel

Warum wir aufhören müssen, uns selbst auszubeuten

Link zum Artikel

Wenn Kantonswappen ehrlich wären – die komplette Edition

Link zum Artikel

5 Dinge, die verzweifelte Singles tun – und unbedingt lassen sollten

Link zum Artikel

Hast du in Zürich einen Verrückten ins Wasser springen sehen? Wir wissen nun, wer es war

Link zum Artikel

9 absolut clevere Wege, wie Rechtsradikalen und Neonazis schon die Stirn geboten wurde

Link zum Artikel

Dieser Fotograf zeigt Hochzeiten – so wie sie wirklich sind

Link zum Artikel

Trump, Clinton, der Sex-Milliardär – und die Verschwörungstheoretiker

Link zum Artikel

Warum dieser NZZ-Artikel für einen Shitstorm sorgte – und er von Maassen retweetet wurde

Link zum Artikel

BBC-Moderator berichtet über Patrouille-Suisse-Fail – und lacht sich schlapp 😂

Link zum Artikel

Stell dir vor, die App einer Sportliga fordert per Push plötzlich 6000 Dollar von dir ...

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Nach Strache-Video: Ermittlungen gegen weitere österreichische Parteien

Laut «Süddeutscher Zeitung» weitet sich die Ibiza-Affäre aus: Österreichische Staatsanwälte ermitteln demnach nicht mehr nur gegen FPÖ-Politiker wegen möglicher illegaler Spenden.

Die zuständige Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft untersuche, ob illegale Parteispenden auch an die ÖVP und die SPÖ geflossen seien. Ausserdem bestünde der Verdacht, dass auch Unternehmen, die angeblich gespendet haben, Gelder veruntreut haben. Dies besagt laut «SZ» eine «Ermittlungsanordnung», die …

Artikel lesen
Link zum Artikel