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Kolumbiens neuer Präsident de la Espriella übernimmt Amt

Kolumbiens neuer Präsident de la Espriella übernimmt Amt – Infantino zu Gast

Der rechte Politiker Abelardo de la Espriella ist als neuer Präsident Kolumbiens vereidigt worden.
08.08.2026, 06:4308.08.2026, 06:43

«Die Zeit der Wiederherstellung von Ordnung, Autorität und Freiheit hat begonnen», sagte er bei seiner Amtseinführung in der südwestlichen Stadt Cali, wie in der Live-Übertragung der Zeremonie zu sehen war.

epa13156153 The president of Colombia Abelardo de la Espriella delivers a speech in Cali, Colombia, 07 August 2026. EPA/ERNESTO GUZMAN JR
Abelardo de la Espriella hat sein Amt in Kolumbien angetreten.Bild: keystone

Der von US-Präsident Donald Trump unterstützte de la Espriella löst Gustavo Petro ab, der als erster Linker an der Spitze des Landes stand und nicht mehr antreten durfte. De la Espriella hatte die Stichwahl im Juni knapp gegen den linken Regierungskandidaten Iván Cepeda gewonnen.

De la Espriella übernimmt ein Land, in dem bewaffnete Gruppen und kriminelle Organisationen in vielen Regionen wieder an Einfluss gewonnen haben. Der 48-jährige Anwalt hatte im Wahlkampf einen harten Kurs gegen Gewalt und Drogenhandel angekündigt und will die Sicherheitskräfte stärken.

Auch aussenpolitisch kündigte «El Tigre» (Der Tiger), wie sich der neue Präsident selbst nennt, einen Kurswechsel an. Er will die zuletzt abgekühlten Beziehungen zu den USA wieder ausbauen und im Kampf gegen den Drogenhandel enger mit Washington zusammenarbeiten. Kolumbien, der weltweit grösste Produzent von Kokain, war lange Zeit der wichtigste Partner der USA in Südamerika, bevor sich das Verhältnis unter Petro deutlich verschlechterte.

Internationale Gäste bei Zeremonie

Zudem plant De la Espriella, die diplomatischen Beziehungen zu Israel wiederherzustellen, die Petro wegen des Gaza-Kriegs abgebrochen hatte. Der neue Präsident soll Kolumbien bis 2030 regieren.

FIFA President Gianni Infantino arrives for the inauguration of President Abelardo de la Espriella in Cali, Colombia, Friday, Aug. 7, 2026. (AP Photo/Matias Delacroix)
Gianni Infantino
Auch Gianni Infantino war bei der Vereidigung zu Gast.Bild: keystone

Zu den internationalen Gästen der Zeremonie auf einem Militärgelände vor Ehrenformationen des Militärs zählten unter anderem Spaniens König Felipe VI. und der ultraliberale argentinische Präsident Javier Milei. Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino war vor Ort, der zuletzt wegen seiner Pläne für einen milliardenschweren Investorenfonds für die FIFA in die Kritik geraten war. (sda/dpa)

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