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Attentat in Venezuela: 6 Personen festgenommen – Maduro verdächtigt Kolumbien und USA



In Venezuela sind nach Angaben der Regierung nach einem versuchten Attentat auf Präsident Nicolás Maduro sechs Personen festgenommen worden.

epa06928238 A handout photo made available by Miraflores press office shows the president of Venezuela Nicolas Maduro offering statements to the press, in Caracas, Venezuela, 04 August 2018. Maduro claimed that the Colombian President Juan Manuel Santos, and far-right elements in Venezuela had attempted to assassinate him using a pair of drones flying over a military ceremony. The resulting explosion injured seven people.  EPA/MIRAFLORES PRESS OFFICE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Präsident Nicolás Maduro blieb unversehrt.  Bild: EPA/EFE / MIRAFLORES PRESS OFFICE

Einer der als «Terroristen» bezeichneten Verdächtigen werde beschuldigt, bereits in einen Anschlag auf eine Militärbasis im Jahr 2017 verwickelt gewesen zu sein, teilte Innenminister Nestor Reverol am Sonntag mit. Er sei deshalb per Haftbefehl gesucht worden. Ein weiterer Festgenommener sei bereits 2014 wegen Protesten gegen die Regierung in Gewahrsam genommen worden.

Der sozialistische Präsident Maduro hatte eine Rede bei einer Militärveranstaltung in der Innenstadt von Caracas gehalten, als sich mindestens eine Explosion ereignete. Die Übertragung der Rede im Fernsehen wurde daraufhin unterbrochen.

Kolumbien und USA als Sündenböcke

Der Präsident bliebt unverletzt. Später beschuldigte er in einer Fernsehansprache den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos, für den Attentatsversuch verantwortlich zu sein. Die Geldgeber würden in den USA sitzen: Exilvenezolaner im Bundesstaat Florida.

epa06924075 Colombian President Juan Manuel Santos speaks, in Bogota, Colombia, 02 August 2018. Santos reiterated the criticisms of the Venezuelan government of Nicolas Maduro and insisted that a humanitarian channel should be opened to address the socio-political and economical crisis.  EPA/Mauricio Duenas Castaneda

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos. Bild: EPA/EFE

Kolumbien wies die Anschuldigungen zurück; das Aussenministerium in Bogotá bezeichnete sie als «absurd». In den USA bestritt der Sicherheitsberater von Präsident Donald Trump, John Bolton, jegliche amerikanische Verstrickung.

epa06924275 National Security Advisor John Bolton responds to a question from the news media during the daily briefing at the White House in Washington, DC, USA 02 August 2018. The intelligence officials responded to questions on election meddling and security.  EPA/SHAWN THEW

US-Sicherheitsberater John Bolton. Bild: EPA/EPA

Nach Angaben des venezolanischen Informationsministers Jorge Rodríguez explodierten mit Sprengstoff beladene Drohnen in der Nähe der der Militärparade in Caracas. Die Feuerwehr hingegen sprach von einem explodierten Gastank.

Die venezolanische Opposition geht von einer Inszenierung aus und befürchtet, dass Maduro nun massiv gegen sie vorgehen wird. Es sei auch zu befürchten, dass die Unterdrückung und der systematische Verstoss gegen Menschenrechte noch ausgeweitet würden, war zu hören.

Chaos und Diktatur – Die Krise: Erklärt in 75 Sekunden

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Video: srf

Unbekannte Rebellengruppe

Die bisher weitgehend unbekannte Gruppe «Nationale Bewegung von Soldaten in T-Shirts» («Soldados de Franelas») bekannte sich zu der Tat und kündigte weitere Angriffe auf die Staatsführung an.

Maduro war im Mai im Amt bestätigt worden. Seine wichtigsten Rivalen distanzierten sich von der Wahl und beklagten Unregelmässigkeiten. Zahlreiche Oppositionspolitiker sitzen zudem im Gefängnis. Das ölreiche Land steckt seit Jahren in einer tiefen Wirtschaftskrise, die zu Unterernährung in der Bevölkerung, Hyperinflation und Massenauswanderung geführt hat. (sda/dpa/afp/reu/vom)

Venezuela kann seine Bürger nicht mehr versorgen

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paddiesli 06.08.2018 13:37
    Highlight Highlight Segs, wie's well, die Geschichte zeigt, dass die USA immer irgendwie involviert sind.
  • Schlingel 06.08.2018 10:52
    Highlight Highlight Ich verdächtige Maduro. Er hat wohl bei Erdogan gesehen, wie toll man mit einer Inszenierung die eigene Macht zementieren und jegliche Oppositionelle beseitigen kann.
  • MikoGee 06.08.2018 09:59
    Highlight Highlight Der Diktator hat selber genug Feinde im eigenen Land vor denen er sich fürchten sollte, bevor er mit dem Finger auf andere zeigt.

    Falls jemand mehr wissen will; John Olivers Last Week Tonight hat zu diesem Thema einen sehr guten Beitrag verfasst.
    Play Icon
  • Quecksalber 06.08.2018 08:35
    Highlight Highlight Watson, eure ÜBerschrift wurde wohl direkt von Maduro diktiert. Da glaube ich der Feuerwehr eher, diese sagt es war ein Gastank.
  • Dein Vater 06.08.2018 02:14
    Highlight Highlight Schlussendlich ist und war es das Imperium...
  • Hierundjetzt 06.08.2018 00:41
    Highlight Highlight In Ergänzung: Venezuelanisches Erdöl hat zuviel Schwefel und ist daher teurer als z. B. Brasilianisches oder Saudisches, da es aufwändig raffineriert werden muss. Daher sind diese theoretischen (!) Vorkommen mit grösster Vorsicht zu geniessen. Und nein, es gibt keine gesicherten Explorationskenntnisse wie von Norwegen, Kanada oder eben Saudi Arabien. Es sind alles luftige Annahmen.

    Zum Artikel: Maduro hat auch das gewählte Parlament ausgeschlossen, täglich fliehen 1000ende Menschen wegen Hunger (!) nach Kolumbien oder Brasilien. Daher ist alles was er sagt mit grösster Vorsicht zu behandeln
  • Hexentanz 06.08.2018 00:14
    Highlight Highlight Genau, wie wenn er jetzt noch leben würde, wenn die USA dahinter stecken würde.

    Wahrscheinlich am Schluss noch ne Falseflag Aktion um die eigene Macht noch mehr zementieren zu können.

    Eine entsprechende Untersuchung wird es sicher ans Licht bringen.. Oh wait.

    Wäre für Venezuela das beste wenn ihm jemand das Licht auslöscht.

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