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FILE - In this June 24, 2015 file photo, American TV personality Kim Kardashian attends the Cannes Lions 2015, International Advertising Festival in Cannes, southern France.  Kardashian West was held at gunpoint during a 2016 jewelry heist, and it is revealed Thursday Sept. 28, 2017, that Aomar Ait Khedache the alleged mastermind behind the Paris robbery of Kim Kardashian West has written a letter of apology to the reality TV star, from his prison cell. (AP Photo/Lionel Cironneau, FILE)

Bild: AP/AP

«Stoppt Kardashianism jetzt!» New Yorker Wirt verbietet das Wort «literally» in seiner Bar

Weil ihn der häufige und oft falsche Gebrauch des Wortes stört, hat ein amerikanischer Barbesitzer seinen Gästen das Wort «literally» verboten. Wer es dennoch verwendet, riskiert den Rauswurf.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Der inflationäre und dazu oft noch falsche Gebrauch des Wortes «literally» lässt viele Menschen in den USA aufstöhnen - nun hat eine Kneipe in New York ihren Gästen den Gebrauch des von vielen Amerikanern als nervtötend empfundenen Begriffs verboten.

«Es ist das am übermässigsten gebrauchte, nervigste Wort in der englischen Sprache und wir werden es nicht dulden», heisst es in einem Aushang am Eingang der im südlichen Manhattan gelegenen Bar «Continental». Wer mit «I literally» einen Satz beginne, habe fünf Minuten Zeit, auszutrinken und die Bar im East Village in Manhattan zu verlassen.

«Literally» kann man als «wörtlich», «buchstäblich» oder «im wahrsten Sinne des Wortes» übersetzen. Doch in den USA wird der Begriff häufig falsch verwendet. Der Satz «I literally died laughing» («Ich bin vor Lachen im wahrsten Sinne des Wortes gestorben») bedeutet dem Wortsinne nach, dass der Redner tatsächlich durch einen Lachanfall ums Leben kam.

Da selbiger aber noch redet, kann das natürlich nicht sein. Meist wäre es stattdessen sinnvoll, den Begriff «virtually» zu verwenden, der als «nahezu», «praktisch» oder «quasi» übersetzt werden kann.

Längst in den Wörterbüchern

Trotz lauter Kritik am falschen Gebrauch des Wortes haben die grossen englischen Wörterbücher auf den schleichenden Sprachwandel bereits mit neuen Definitionen reagiert. «Literally» bedeute zwar «buchstäblich», werde aber auch «auf übertriebene Weise verwendet, um eine Aussage oder Beschreibung hervorzuheben, die nicht buchstäblich wahr oder möglich ist», heisst es etwa im «Merriam-Webster»-Wörterbuch. Das Wort könne Aussagen «betonen» und «Überraschung» ausdrücken, wird im Wörterbuch der britischen Cambridge-Universität erklärt.

In den USA ist insbesondere die Promi-Familie Kardashian für ihre sehr häufige Verwendung des Wortes bekannt. Dem Portal «E!Online» zufolge verwenden es die Kardashians etwa in ihrer TV-Serie, um die Begriffe «ernsthaft» und «völlig» auszudrücken. Entsprechend forderte die Bar «Continental» auf ihrem Aushang ebenfalls: «Stoppt Kardashianism jetzt!»

Weitreichende Auswirkungen wird das Verbot auf die für ihre billigen Getränke bekannte Bar freilich nicht haben. Für Juli 2018 ist der Abriss des Häuserblocks, in dem das Continental untergebracht ist, geplant. Nach 27 Jahren Betrieb werde die Bar deshalb am 30. Juni zum letzten Mal ihre Türen öffnen. (mak/dpa)

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10
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • JaneDoe 19.02.2018 09:46
    Highlight Highlight literally.
    User ImagePlay Icon
    4 0 Melden
  • La12 18.02.2018 13:29
    Highlight Highlight Etwa gleich nervtötend wie der Gebrauch des Wortes "Endeffekt" oder der "Als/Wie"-Problematik in der deutschen Sprache inkl. den Schweizer Dialekten vom Aargau Richtung Osten. "Er isch schneller WIE ich" *Hassssss*
    20 7 Melden
  • San Doro 18.02.2018 12:38
    Highlight Highlight Nur blöd dass sich wegen dem Zettel jetzt alle über dieses Wort und dessen Nutzung in der Bar unterhalten und es dadurch noch etliche Male mehr sagen als sonst schon..! 🤔
    11 0 Melden
  • züristone 18.02.2018 12:12
    Highlight Highlight Literally gratis Werbung für diese Bar.
    18 0 Melden
  • Mafi 18.02.2018 10:22
    Highlight Highlight Eure Übersetzung stimmt nicht mal 🤦‍♂️ wenn man einen Satz mit "I literally" beginnt, muss man laut Plakat die Bar sofort verlassen...
    26 0 Melden
  • Namenloses Elend 18.02.2018 08:41
    Highlight Highlight 😂
    User Image
    52 2 Melden
    • Billy the Kid 18.02.2018 13:35
      Highlight Highlight @Namenloses Elend
      I literally died.
      13 0 Melden
    • piccatamilanese 19.02.2018 02:05
      Highlight Highlight And I literally died laughing.
      3 0 Melden
  • Benji Spike Bodmer 18.02.2018 04:02
    Highlight Highlight *scnr*
    User Image
    42 3 Melden
  • abuladze 17.02.2018 22:31
    Highlight Highlight ..auf der Gruselliste von american english wohl nur knapp gefolgt von "like" als Ersatz für v.a. Formen des Verbs "to say".
    31 0 Melden

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