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epa07401012 Pope Francis arrives to lead the weekly general audience in Saint Peter's Square, Vatican City, 27 February 2019.  EPA/ETTORE FERRARI

Papst Franziskus fordert die Einführung einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft. Bild: EPA/ANSA

«Homosexuelle haben Recht auf Familie» – Papst befürwortet eingetragene Partnerschaft

Das Oberhaupt der katholischen Kirche hat sich erstmals öffentlich für die Einführung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft geäussert.



Papst Franziskus hat sich am Mittwoch zum ersten Mal öffentlich für die gleichgeschlechtliche Partnerschaft ausgesprochen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AP. Er habe sich befürwortend im Dok-Film «Francesco» geäussert.

«Homosexuelle Menschen haben das Recht, in einer Familie zu leben. Sie sind Kinder Gottes», sagte Franziskus in einem Interview. «Man soll weder jemanden aus einer Familie werfen, noch ihn dafür das Leben zur Hölle machen. Wir brauchen dafür ein Partnerschaftsgesetz, auf diese Weise sind sie rechtlich abgesichert.»

Papst Franziskus befürwortete bereits als Erzbischof von Buenos Aires die Einführung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft. Heute wiederholte er seine Position erstmals auch als Papst. Zur Ehe äusserte er sich heute nicht.

Papst: Homosexuelle sollen nicht diskriminiert werden

Er betonte stets, dass Homosexuelle wegen ihrer sexuellen Orientierung nicht diskriminiert werden dürften. Er gab der Familie dabei grosse Bedeutung. Doch nach katholischer Lehre, so betonten viele Kirchenvertreter, ist die Ehe der Verbindung aus Mann und Frau vorbehalten.

Allerdings gab es auch schon vorher Stimmen im Vatikan, die Partnerschaften von Schwulen und Lesben nicht strikt ablehnten. Aber sie zogen eine klare Grenze zwischen der Ehe und einer zivilrechtlichen Anerkennung der Partnerschaft. Jetzt hat der Argentinier Franziskus mit seiner Aussage als Papst hier innerkirchlich eine starke Position bezogen.

Die Schweiz kennt seit 2007 die eingetragene Partnerschaft. Sie kann derzeit nur von gleichgeschlechtlichen Paaren beantragt werden. Im Parlament wird derzeit die Einführung einer «Ehe für alle» diskutiert. (pit/sda/dpa)

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