International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schiffbruch vor libyscher Küste fordert wieder mehrere Todesopfer



Beim Untergang eines Flüchtlingsboots vor der Küste der libyschen Stadt Khums sind am Dienstag mehrere Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die Internationale Organisation für Migration (IOM). 60 Flüchtlinge seien gerettet und nach Libyen zurückgeführt worden.

Mehrere Leichen, darunter jene von Kindern, seien geborgen worden, twitterte die IOM am Dienstag. Die Hilfsorganisation «Alarm Phone», die Seenotfälle meldet, hatte davor schon den Schiffbruch im Mittelmeer gemeldet.

Bis zu 150 Menschen könnten bei einem schweren Bootsunglück vor der Küste Libyens ums Leben gekommen sein, befürchtet die internationale Organisation für Migration (IOM). (Themenbild)

Immer wieder kommt es zu schweren Bootsunglücken an der Küste Libyens. Bild: EPA SEA-EYE

Die Hilfsorganisation berichtete, sie habe den Anruf von einem in Seenot geratenen Boot mit 100 Personen an Bord erhalten. Das Boot befinde sich nahe der libyschen Küste. Italien und die libyschen Behörden seien benachrichtigt worden, so die Hilfsorganisation am Dienstag.

Libysche Behörden bestätigten, es seien mehrere Menschen gestorben, noch unklar sei jedoch wie viele. «Diese Toten sind eine Verantwortung Europas. Seine Einwanderungspolitik tötet», twitterte «Alarm Phone».

Italiens Innenminister Matteo Salvini hatte zuvor neuerlich einem Rettungsschiff, der deutschen «Eleonore» mit rund 100 Flüchtlingen an Bord, die Einfahrt in einen italienischen Hafen untersagt. Die Menschen wären am Montag gerettet worden, während ihr Boot am Sinken gewesen sei, sagte die Hilfsorganisation Mission Lifeline, die die «Eleonore» unterstützt. (mim/sda/apa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die Flucht übers Mittelmeer

115 Migranten nach Bootsunglück vor libyscher Küste vermisst

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Enzasa 27.08.2019 20:02
    Highlight Highlight Ich kann nicht gut schwimmen. Schwimmbäder sind ganz angenehm, wegen der Bademeister.
    N i e m a l s würde ich in ein tiefes Becken springen und mich darauf verlassen, dass ein Bademeister mich rettet.
    Ich verhalte mich so, dass mein Leben niemals gefährdet ist.
    Wenn jemand mich mit einem Messer bedroht und zustechen will, ich also dem sicheren Tod ins Auge sehe, dann springe ich, in egal welches Becken, in der Hoffnung zu überleben. Ich frage mich auch nicht, ob der Bademeister schaut.
    Seenot Rettung ist menschlich und fair

    • Basti Spiesser 28.08.2019 00:21
      Highlight Highlight Nicht wenn die Schiffe 50m daneben stehen, ergo der Bademeister zuschaut.
  • Hans007 27.08.2019 18:22
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.

Interview

50 Jahre Schwarzenbach-Initiative: «In einem anderen Land wäre das nicht möglich gewesen»

Vor 50 Jahren scheiterte James Schwarzenbach mit seiner Überfremdungs-Initiative knapp an der Urne. Im Interview sagt Migrationsforscher Gianni D'Amato, wie es zur historischen Abstimmung gekommen war und wie sie die Schweiz veränderte.

Herr D’Amato, die Proteste gegen rassistische Gewalt in den USA sind auch bei uns angelangt. Hat die Schweiz ein Rassismusproblem? Gianni D'Amato: In der Schweiz war Rassismus schon immer ein Problem. Nur weigert man sich oft, das anzuerkennen. Obwohl es eine Kommission gegen Rassismus und die Fachstelle zur Bekämpfung von Rassismus und seit 1994 ein Anti-Rassismus-Gesetz gibt, ist es noch immer ein mit Scham behaftetes Thema, das nicht offensiv angegangen wird. Aber ich würde die …

Artikel lesen
Link zum Artikel