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Ukraine-Ticker: Russisches Militär verstärkt Angriffe

A Ukrainian soldier, aka Borchik, of the ACHILLES battalion of the 92nd brigade, operates a suicide FPV drone over Russian positions in Kharkiv region, Ukraine, Sunday, May 12, 2024. (AP Photo/Evgeniy ...
Ein ukrainischer Soldat steuert eine Drohne.Bild: keystone
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Putin setzt Verwandte ins Verteidigungsministerium ++ Selenskyj: Schritt zum Frieden getan

Die aktuellsten News zum Ukraine-Krieg im Liveticker.
14.06.2024, 21:3318.06.2024, 10:42
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  • Im Februar 2022 befahl der russische Präsident, Wladimir Putin, einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zunächst wurde das gesamte Staatsgebiet des Nachbarlandes angegriffen, mittlerweile konzentrieren sich die Kampfhandlungen auf den Osten.
  • Die ukrainische Gegenoffensive, um besetztes Gebiet zu befreien, blieb stecken. Die russische Armee greift weiter an. Besonders unter Druck steht die ukrainische Armee im östlichen Donezker Gebiet bei der Stadt Awdijiwka, die sie aufgeben musste.
  • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nun öffentlich vor einer bevorstehenden Ausweitung der russischen Angriffe gewarnt.
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10:45
Russisches Treibstofflager brennt nach Drohnenangriff
Ein Tanklager mit 5000 Tonnen Treibstoff im Süden Russlands ist nach Behördenangaben durch einen ukrainischen Drohnenangriff in Brand geschossen worden. Menschen sind bei dem Angriff auf die Stadt Asow nach ersten Informationen nicht zu Schaden gekommen.

Das teilte der Gouverneur des Gebietes Rostow, Wassili Golubjew, am Dienstag auf Telegram mit. Nach Angaben des russischen Katastrophenschutzes brannte es auf etwa 3200 Quadratmeter Fläche. Mehr als 200 Feuerwehrleute seien im Einsatz, um den Brand zu löschen.


(sda/dpa)
9:39
Putin setzt angebliche Verwandte ins Verteidigungsministerium
Bei seinem Durchgreifen im russischen Verteidigungsministerium hat Präsident Wladimir Putin drei neue Vizeminister ernannt – darunter eine Frau, die als seine entfernte Verwandte gilt.

Anna Ziwiljowa, geborene Putina, soll für Wohnungsbau und die soziale Sicherung von Armeeangehörigen zuständig sein. Als weiterer neuer Vizeminister soll Pawel Fradkow Immobilien und Vermögen der Armee verwalten; er ist Sohn des früheren Geheimdienstchefs und Ministerpräsidenten Michail Fradkow. Zum neuen ersten stellvertretenden Verteidigungsminister wurde mit einem Präsidialerlass der bisherige Vizefinanzminister Leonid Gorin ernannt.

Ziwiljowa (52) ist nach russischen Medienrecherchen über ihren Vater mit dem Kremlchef verwandt. Ihr Mann ist der russische Energieminister Sergej Ziwiljow. Beiden zusammen gehörte eine grosse Kohlefirma. Weil sie von der Nähe zur russischen Regierung profitiert haben, stehen sie auf den Sanktionslisten der EU, Grossbritanniens und anderer Staaten. Ziviljowa leitete zuletzt einen staatlichen Fonds zur Unterstützung der Soldaten, die im Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt werden. In einem Telegram-Post dankte sie Putin für das Vertrauen und die übertragene Verantwortung, wie die Zeitung «Iswestija» am Dienstag berichtete.

Mit Beginn seiner neuen Amtszeit im Mai hatte Putin seinen langjährigen Verteidigungsminister Sergej Schoigu entlassen. Gegen mehrere Männer aus dessen Umgebung wird wegen Korruption ermittelt. Zum neuen Verteidigungsminister ernannte der Kremlchef den Wirtschaftsexperten Alexander Beloussow, der auf dem Posten für eine effiziente Verwendung der staatlichen Mittel sorgen solle. Die «Iswestija» befragte kremltreue Experten, die auch die neuen Ernennungen als Teil dieser Politik deuteten. (sda/dpa)
20:08
Ukrainischer Präsident Selenskyj: Erster Schritt zum Frieden getan
Nach der internationalen Ukraine-Friedenskonferenz vom Wochenende in der Schweiz hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag eine positive Bilanz gezogen. «Wir haben den ersten greifbaren Schritt in Richtung Frieden getan – in einer noch nie dagewesenen Einigkeit der Länder der Welt.», sagte er in seiner allabendlichen Videoansprache. Aber es sei ein Weg, und «neue Schritte» notwendig.
epa11415837 (L-R) Swiss Federal Councillor Ignazio Cassis, Swiss Federal President Viola Amherd, Ukrainian President Volodymyr Zelensky, Ukraine's Head of the Presidential Office of Ukraine Andri ...
Bild: keystone
Die Ukraine habe sogar schon einen vorläufigen Arbeitsplan für die Sommermonate. «Wir werden nicht kürzer treten, wir werden unsere Kommunikation mit unseren Partnern so aktiv wie immer halten», sagte Selenskyj. Die Ukraine habe diesen Krieg nie gewollt. «Aber natürlich will sie vor allem einen gerechten Frieden.» Und man erkenne, dass dies möglich ist. «Wir bringen den Frieden näher.»

An dem Treffen im Schweizer Luxusresort Bürgenstock bei Luzern hatten am vergangenen Wochenende 93 Staaten sowie internationale Organisationen teilgenommen. Eine grosse Mehrheit davon schloss sich dem Abschlusspapier an, das die Souveränität der Ukraine in ihren völkerrechtlich anerkannten Grenzen betont.

Auch wurde festgestellt, dass das russisch besetzte Kernkraftwerk Saporischschja unter ukrainische Kontrolle gehört. Mehrere wichtige Staaten wie Indien, Brasilien, Indonesien oder Südafrika waren in der Schweiz vertreten, unterzeichneten das Dokument aber nicht. China hatte nicht teilgenommen. (sda/dpa)
18:30
Umfrage: Ukrainer sehen Selenskyj weiter als rechtmässigen Präsidenten
Eine grosse Mehrheit der Ukrainer betrachtet Staatsoberhaupt Wolodymyr Selenskyj ungeachtet der zu Kriegszeiten verlängerten Amtszeit weiter als legitimen Präsidenten. Nach einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Internationalen Soziologischen Instituts in Kiew waren 70 Prozent von insgesamt 2011 befragten Ukrainern der Ansicht, dass Selenskyj bis Kriegsende im Amt bleiben sollte. Lediglich 22 Prozent sprachen sich dagegen aus.
epa11415118 Ukrainian President Volodymyr Zelensky speaks during the closing Media conference during the Summit on peace in Ukraine in Stansstad near Lucerne, Switzerland, 16 June 2024. International  ...
Bild: keystone
Damit widersprachen die Ukrainer der von Moskau vertretenen Ansicht, dass Selenskyjs Amtszeit längst abgelaufen und er nicht mehr rechtmässiger Präsident der Ukraine sei. Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der Besetzung eines knappen Fünftels des Staatsgebiets sind Wahlen unmöglich geworden, das Kriegsrecht verbietet eine Neuwahl. Formell wäre Selenskyjs Amtszeit am 20. Mai abgelaufen.

Mit Selenskyjs Leistung als Präsident zeigten sich laut Umfrage 56 Prozent der Ukrainer zufrieden, 37 Prozent unzufrieden. Bei einer Umfrage im September des Vorjahres hatte Selenskyj noch 77 Prozent Zustimmung erhalten.

Keine Kompromisse bei Verhandlungen - dafür sprachen sich 58 Prozent der Befragten aus, bei 30 Prozent Gegenstimmen. Gleichzeitig vertraten 65 Prozent der Befragten die Meinung, dass die Ergebnisse möglicher Verhandlungen mit Russland einem Referendum unterzogen werden sollten. (sda/dpa)
15:48
Armee und Polizei sind zufrieden mit Einsatz an Friedenskonferenz
Nach dem Ende der Ukraine-Friedenskonferenz auf dem Bürgenstock in Nidwalden haben die involvierten Sicherheitskräfte eine positive Bilanz gezogen. Während des Grosseinsatzes ist es laut Polizeikommandant Stephan Grieder zu keinen «sicherheitsrelevanten» Vorfällen gekommen.

«Der Einsatz war eine Herausforderung. Einen Anlass in dieser Dimension hat es in der ganzen Schweiz noch nie gegeben. Aber jetzt können wir sagen, alles ist so abgelaufen, wie wir es geplant haben», sagte Stephan Grieder, Kommandant der Kantonspolizei Nidwalden der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montag.
Bürgenstock Reportage vor der Friendenskonferenz
Bild: watson/ aylin erol
Insgesamt wurden während des Grosseinsatzes nur wenige Störungen der Sicherheitszone verzeichnet. Laut Grieder musste ein halbes Dutzend verdächtige Personen und Fahrzeuge bei der Zugangskontrolle weggewiesen werden, da ihnen die entsprechende Akkreditierung fehlte.

Zudem wurde am Rande einer Sicherheitszone ein Mann durch die Armee aufgegriffen, der in Nidwalden diverser Einbrüche verdächtigt wird, wie es in der Bilanz der Kantonspolizei vom Montag hiess. Er wurde der Polizei übergeben. Die Ermittlungen dazu liefen.

Abgesehen von diesen Vorfällen ereigneten sich erwartungsgemäss ein paar wenige Störmanöver im Cyberraum in Form von Überlastungsangriffen, wie es hiess. Diese blieben aber alle ohne «nennenswerte» Folgen.

Im gesperrten Luftraum wurde rund ein Dutzend Kleindrohnen entdeckt. Die Piloten wurden verzeigt. Laut Bilanz verzeichnete die Schweizer Luftwaffe in ihrem Zuständigkeitsbereich keine gravierenden Regelverstösse im Luftraum.

In den kommenden Tagen werden die Armee und die Kantonspolizei noch mit dem Abbau des Sicherheitsdispositivs beschäftigt sein, wie Grieder mitteilte. Im Zuge dessen werde auch der Einsatz ausgewertet.

Wie viele Sicherheitskräfte an diesem Wochenende insgesamt im Einsatz standen, bleibe unter Verschluss, um Rückschlüsse auf das Sicherheitsdispositiv zu verhindern, so Grieder. Die Nidwaldner Polizei arbeitete mit Polizeikorps aus der ganzen Schweiz, der Armee, dem Bundesamt für Polizei (Fedpol), dem Nachrichtendienst des Bundes und weiteren Stellen zusammen. (sda)
15:46
Russische Flugabwehr auf Krim ausgedünnt
Das ukrainische Militär hat in den vergangenen eineinhalb Monaten nach eigener Darstellung die russische Flugabwehr auf der besetzten Halbinsel Krim erheblich ausgedünnt. Insgesamt seien etwa 15 Flugabwehrsysteme zerstört worden, teilte die Militärführung in Kiew am Montag mit.

Dabei seien zahlreiche Abschussrampen oder Leitsysteme verschiedener Systeme vom Typ S-300, S-350 oder S-400 getroffen worden. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.
FILE - In this image provided by the U.S. Army, soldiers, from the 3rd Battalion, 321st Field Artillery Regiment of the 18th Field Artillery Brigade out of Fort Bragg N.C., conduct live fire testing a ...
Bild: keystone
Mit frischem Munitionsnachschub unter anderem aus den USA haben ukrainische Militärs in den vergangenen Wochen wiederholt bisher nicht genannte Ziele mit Raketen und Drohnen auf der Krim angegriffen.

Angesichts des in Kürze erwarteten Einsatzes von Kampfflugzeugen vom Typ F-16 auf ukrainischer Seite hat Moskau inzwischen nach Erkenntnissen des ukrainischen Geheimdienstes und Berichten amerikanischer Medien zufolge sein neuestes Flugabwehrsystem S-500 auf die Krim verlegt. Die S-500 soll neben Flugzeugen auch ballistische Raketen abfangen können. (sda/dpa)
14:17
Nächster Friedensgipfel wird nicht in Europa stattfinden
epa11413479 Heads of states pose for a group picture during the Summit on Peace in Ukraine, in Stansstad near Lucerne, Switzerland, 15 June 2024. International heads of state gather on 15 and 16 June  ...
Bild: keystone
«Der nächste Friedensgipfel zur Ukraine wird nicht in Europa stattfinden», sagte der Leiter der Schweizer Delegation der Bürgenstock-Konferenz, Botschafter Gabriel Lüchinger, am Montag gegenüber Radio SRF. Ein möglicher Gastgeber wäre Saudi-Arabien.

Interessierte Länder müssten selber Schritte für eine nächste Konferenz zum Ukraine-Konflikt unternehmen. Das liege jetzt nicht in den Händen der Schweiz, erklärte Lüchinger im «Tagesgespräch» von Radio SRF. Der Bürgenstock sei der ideale Ort für den Startpunkt des Prozesses gewesen. Ab jetzt werde die Schweiz auf Anfrage der Schlüsselstaaten hinter den Kulissen agieren.

Alle Teilnehmenden seien begeistert gewesen von der Sicht auf die Berge, dem Wetter und der Stimmung, wie das Feedback vieler Delegationen gezeigt habe. Für Bundespräsidentin Viola Amherd und Aussenminister Ignazio Cassis sei die hochrangige Konferenz eine gute Gelegenheit gewesen, Treffen auf höchster Stufe zu führen und ihr Netzwerk für die Schweiz weiter auszubauen. (sda)
14:12
Putin besucht Nordkorea und Vietnam
Der russische Präsident Wladimir Putin besucht nach Kremlangaben Nordkorea und Vietnam. Beim Besuch in Nordkorea am Dienstag und Mittwoch folge Putin einer Einladung von Staatschef Kim Jong Un. Das teilte der Kreml am Montag in Moskau mit. Die Rede war von einem «freundschaftlichen Staatsbesuch». Im Anschluss reise Putin für zwei Tage weiter nach Vietnam.

Island unterhält enge Kontakte zu Nordkorea, die vom Westen mit grossem Misstrauen gesehen werden. Das abgeschottete kommunistische Land mit nuklearen Ambitionen liefert nach westlichen Erkenntnissen Munition für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kim Jong Un hatte im September 2023 Russland einen seiner seltenen Auslandsbesuche abgestattet.

In Vietnam werde der russische Staatschef mit den Spitzen von Staat, Regierung und Kommunistischer Partei sprechen, teilte der Kreml mit. Es gehe um den Ausbau der umfassenden strategischen Partnerschaft beider Länder. (sda/dpa)
12:43
Kreml redet Schweizer Friedenskonferenz weiter schlecht
Der Kreml redet weiter die Ergebnisse der Schweizer Friedenskonferenz für die Ukraine schlecht. Ohne russische Teilnahme habe das Gipfeltreffen keine Resultate bringen können, sagte Dmitri Peskow, Sprecher von Präsident Wladimir Putin, am Montag in Moskau.

«Wenn man über die Ergebnisse dieses Treffens spricht, dann streben sie natürlich gegen null», sagte er. Dass eine Reihe russlandfreundlicher Staaten wie Serbien, die Türkei oder Ungarn die Abschlussdeklaration unterstützt habe, störe Moskau nicht. «Wir werden natürlich berücksichtigen, welche Haltung diese Länder eingenommen haben. Das ist für uns wichtig. Wir werden ihnen weiter unsere Argumentation erläutern», sagte Peskow. (sda/dpa)
8:59
Prozess gegen US-Reporter Gershkovich ohne Öffentlichkeit
FILE - Wall Street Journal reporter Evan Gershkovich stands in a glass cage in a courtroom at the First Appeals Court of General Jurisdiction in Moscow, Russia, April 23, 2024. Gershkovich, who has be ...
Bild: keystone
Der Prozess gegen den US-Journalisten Evan Gershkovich in Russland wegen angeblicher Spionage soll am 26. Juni beginnen. Das teilte das zuständige Gebietsgericht in der Stadt Jekaterinburg am Ural am Montag mit.

«Der Prozess wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden», hiess es der Agentur Tass zufolge in einer Mitteilung des Gerichts. Zur Anklage wurde mitgeteilt, der Korrespondent der Zeitung «Wall Street Journal» solle 2023 im Auftrag des US-Geheimdienstes CIA Informationen über die Produktion und Reparatur von Wehrtechnik gesammelt haben. Ziel der angeblichen Spionage sei demnach das Unternehmen Uralvagonzavod in der Stadt Nischny Tagil im Ural gewesen.

Gershkovich, sein Arbeitgeber und die US-Regierung weisen diesen Vorwurf zurück. Die russische Seite hat im bisherigen Verfahren keinerlei Beweise öffentlich gemacht. Der Korrespondent war im März 2023 während einer Recherchereise in die Uralregion in Jekaterinburg festgenommen worden. Während der Untersuchungshaft wurde er in Moskau gefangen gehalten. Gershkovich gilt dabei als Faustpfand, mit dem Moskau die US-Regierung unter Druck setzen kann. Jekaterinburg, Hauptstadt des russischen Gebietes Swerdlowsk, liegt etwa zweieinhalb Flugstunden östlich von Moskau. (sda/dpa)
21:43
Ukrainischer Energieversorger warnt vor Verschlechterung der Lage
Die Ukrainer müssen sich wegen des systematischen russischen Beschusses ihrer Energieanlagen in den kommenden Wochen auf noch grössere Probleme bei der Stromversorgung einstellen. «In der nächsten und den darauffolgenden Wochen wird die Situation deutlich schwieriger werden als heute», warnte der Chef des Energieversorgers Ukrenerho, Wolodymyr Kudryzkyj am Sonntag im ukrainischen Fernsehen. Bis Ende Juli werde es vermehrt planmässige Abschaltungen und Stromsperren geben.

Schon jetzt müssen die Menschen im Land immer wieder mit Stromabschaltungen leben. Die anhaltenden russischen Angriffe mit Raketen und Drohnen haben das Stromnetz der Ukraine schwer geschädigt. Laut Kudryzkyj wird es vor allem am Abend und in Stunden der Spitzenbelastung immer wieder zu Ausfällen kommen. Die Lage werde sich nicht ändern, bis die unaufschiebbare Reparatur an zwei Atomreaktoren abgeschlossen sei. (sda/dpa)
21:10
Yellen: Nutzung des Russland-Gelds für Ukraine ist kein Diebstahl
US-Finanzministerin Janet Yellen hat Moskaus Kritik an der Nutzung des eingefrorenen russischen Staatsvermögens für die angegriffene Ukraine zurückgewiesen. Das eingefrorene russische Vermögen verbleibe, wo es sei, sagte Yellen am Sonntag im US-Fernsehen. Es generiere allerdings Gelder, auf die Russland keinen Anspruch habe. Es handle sich also nicht um Diebstahl. «Es gibt hier also kein rechtliches Problem», so die Finanzministerin.

Es gebe ein Kräftemessen mit Kremlchef Wladimir Putin, sagte die Ministerin weiter. «Ich glaube, Putin glaubt, dass unsere Koalition zerbricht – also dass sie der Ukraine nicht mehr die Mittel zur Verfügung stellt, die sie braucht, um diesen Krieg zu führen und ihre Wirtschaft am Laufen zu halten.» Die Zinserträge des russischen Vermögens zu nutzen, sei eine Möglichkeit zu zeigen, dass die Unterstützung für die Ukraine anhalte.

In westlichen Ländern wurden seit Beginn des russischen Angriffs nach Angaben der US-Regierung rund 280 Milliarden US-Dollar (rund 260 Milliarden Euro) an russischen Zentralbankgeldern eingefroren. Die G7-Staaten haben sich bei ihrem Gipfel in Italien darauf verständigt, mithilfe von Zinsen aus eingefrorenem russischen Staatsvermögen ein Kreditpaket im Umfang von etwa 50 Milliarden US-Dollar (etwa 47 Mrd. Euro) zu finanzieren. Putin hatte die Entscheidung scharf kritisiert und gesagt, «ungeachtet aller Kniffe: Raub bleibt definitiv Raub». (sda/dpa)
Treasury Secretary Janet Yellen responds to a question during a Senate Appropriations Subcommittee on Financial Services and General Government hearing, Tuesday, June 4, 2024, on Capitol Hill in Washi ...
Bild: keystone
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